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Ein MW/UKW-Radio mit Subminiaturröhren
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21.07.10 09:26
uwe_thomas 

WGF-Nutzer, Stufe II

Re: Ein MW/UKW-Radio mit Subminiaturröhren

Hallo Jan,

Vielen Dank für die Erklärung des Zähldiskriminators. Hab ich mir so gedacht, aber so genau hätte ich's nicht erklären können.

Also ist das halbe Maximum neben dem Hauptmaximum (bei dem der Zähldiskriminator seine Wirkung zeigt) scheinbar doch die Flankengleichrichtung an der fallenden Flanke der ZF (wo die Verdopplerschaltung nur als solche wirksam ist).
Und das Ganze 2 mal (einmal oberhalb, einmal unterhalb der Oszillatorfrequenz).

Wegen des geringen Abstandes der Empfangsfrequenz von der Oszillatorfrequenz (durch die niedrige ZF bedingt), habe ich auf den abgestimmten Vorkreis verzichtet.
Musste ich auch, da beide Pakete des Drehko's in der Oszillatorschaltung verbraten sind (Tuner war ja ursprünglich als Pendler gedacht).

Störstrahlung des Radios:
Ein anderes Radio wird, wenn es direkt neben dem Selbstbau steht, bei schwachen Sendern gestört. Allerdings um einiges weniger, als wenn ich die Antenne über einen kleinen C direkt ans g der Mischröhre anschliesse. Da werden dann auch starke Sender gestört.
Ab 2m Entfernung stört es fast nicht mehr.

Gitterbasisstufe:
hab ich probiert, 3 gleiche Wicklungen auf einen Doppellochkern (der die Frequenz kann), zwei davon für die Heizung, diese beiden an der Heizungsseite über zwei C's zusammengefasst und an dieser Stelle mit einem Trimm-C verbunden,über diesen abgestimmt, die dritte Wicklung an die Antenne, Drossel an der Anode. Hat gar nicht mal schlecht funktioniert.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Tuner mit 2x 5676 (1. Gitterbasis/ 2. selbstschwingende Mischstufe) sehr gut funktionieren könnte.

Wichtig scheint mir bei dieser Art von Röhren die Polung der Heizung und der Anschluss der Masse an den entsprechenden Punkt der Heizung zu sein. Sonst fliesst evtl. ein zu geringer bzw. gar kein Anodenstrom.
Dieser Effekt ist umso stärker ausgeprägt, je geringer die Anodenspannung ist.
Ansonsten braucht die Lautsprecherröhre auf jeden Fall ihre neg. Vorspannung, welche ich auf konventionelle Art mit einem Widerstand erzeuge, der vor der gesamten Schaltung liegt und über den durch die ges. Anodenströme aller Röhren eine Spannung abfällt. Damit habe ich z.B. -5V zur Verfügung und kann die benötigten Gittervorspannungen für die anderen Röhren (wenn ich sie denn brauche) daraus gewinnen.

Viele Grüsse,
Uwe Thomas

Zuletzt bearbeitet am 21.07.10 15:54

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