Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung
eines Radios, Fernsehers, usw. wagt und dabei das Gerät öffnen will,
sollte zuvor die Sicherheitshinweise
des Forums lesen.
Gibt es da genauere Infos warum? In Netz geistert ja einiges herum. Wär mal Interessant zu erfahren werd da die E. V. losgelassen hat oder auf wessen Mist die gewachsen ist.
Es ging wohl um die nicht genehmigte Veröffentlichung eines Textes bei dem die Urheberrechte bei einer Fachzeitschrift lagen oder zumindestens ist die Sache strittig. Es gab Boykottaufrufe das Abo zu kündigen in anderen Foren, auch die wurden entfernt wegen Geschäftsschädigung. Die Ursache den Downloadbereich zu schließen ist nur darin zu sehen, es ging NICHT um die Veröffentlichung der Schaltpläne so habe ich das verstanden. Forenbetreiber haben es nicht leicht ein kleiner Fehler kann das Aus für das Forum bedeuten und dem Verantwortlichen großen Schaden zufügen. Man sieht an dieser Sache das es nur dann Ärger gibt wenn ein wirtschaftliches Interesse an der Sache besteht, an den alten Schaltplänen gab es kein finanzielles Interesse die waren wohl auch nicht die Ursache für das Raupenhaus Ende.
völlig in die Reihen der Bedauerer kann ich mich als Betreiber (und damit als Verantwortlicher in Sachen Urheberrechte für Beiträge im WGF) eines Forums nicht einreihen.
Zum einen ist es schön, wenn Schaltbilder oder Texte kostenlos angeboten werden.
Zum anderen gehöre ich zu den Leuten, die auch von mir selbst erstellte urheberrechtlich geschützte Werke im WEB publizieren und will diese auch so geschützt haben. Einfach geistiges Eigentum Anderer, an dem natürlich auch finanzielle Interessen der Erzeuger bestehen, zu missachten gehört sich meiner Ansicht nach einfach nicht.
Weiter ist mir klar, dass man lieber kostenlos auf Schaltbilder zugreifen will, ist ja viel bequemer. Aber wer Schaltbilder schon mal in Größenordnungen eingescannt hat und den Zeitaufwand für einen jeden dieser Vorgänge kennt, denkt eben auch merkwürdig: Er will das vielleicht auch dann irgendwie entgolten haben. Auch besitze ja bekanntlich ca. 12000 Schaltbilder. Nachdem ich z.B. die ersten 100 Schaltbilder, zum Teil mit bis zu 30 Seiten, gescannt hatte und kostenlos verschickt hatte, wurde mir schnell klar: Das geht ins Uferlose und hatte dann den Service eben nur noch gegen Geld angeboten.......
Ist eine schwierige Abwägung. Aber in Kenntnis dieser Urheberrechte-Problematik und den daraus zum Teil erheblichen (auch finanziellen) Rechtsfolgen (siehe Raupenhaus) bei Nichtbeachtung, ist im WGF eben die strenge Beachtung der Gesetzeslage angesagt. Ich sehe da keinen anderen Weg.
Bei alten Schaltbildern, wo man davon ausgehen kann, dass der jeweilige Rechteinhaber schon vor 70 Jahren verstorben ist oder bei Photos, die schon vor 50 Jahren erstmalig veröffentlicht wurden, ist die Gesetzeslage schon milder gestimmt.
Nehmen wir nur das Beispiel der Sammlerpreisliste von Opa.Fritz. Da steckt viel Arbeit und geistige Leistung drin. Diese Liste ist im Forum öffentlich und darf von Jedermann im Rahmen der Zulässigkeit kostenlos genutzt werden. Aber wenn die Liste dann gegen Geld von anderen weiterverkauft wird, sind die Urheberrechtsgrenzen schnell überschritten. Ich spreche dieses Beispiel in Kenntnis an, dass der Vorgang nicht mit den Vorwürfen gegenüber dem Raupenhaus identisch ist.
Ich wundere mich ein wenig darüber, dass man dem Rechteinhaber der reklamierten Schaltbilder oder Texte im Raupenhaus lieber mit Boykott droht. Macht er schlimmes? Ist er böse? Ich denke nicht, er will die Gesetzeslage durchgesetzt haben. Wer für das Gesetz ist, ist böse? Sollen Gesetze nur dann gelten, wenn sie Vorteile für einen selbst bringen? Zugegeben, schon fast polemische Fragen, ich will nur klar machen, dass es vielleicht zu kurz gegriffen ist, nur dem Verlag des "Funkamateur" Vorwürfe zu machen, anstatt dem Rechte-Verletzer.
Ich denke, von Vielen wird das geistige Eigentum Anderer nicht gesehen oder als nicht beachtlich erkannt. Vielleicht bringt uns durch die Raupenhaus-Sache die Problematik klarer zu Bewusstsein.
Froh bin ich darüber, dass es im WGF keine Boykott-Aufrufe gegenüber dem Funkamateur-Verlag gegeben hat. Ich hätte sie löschen MÜSSEN.
Ich bitte um milde Beurteilung (Verurteilung?) meiner sicher verschrobenen Ansicht .....
Das Raupenhaus mit seiner Schaltplansammlung war eine riesige kollektive Leistung zur Bereitstellung von Geräteinformationen. Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht, daß der Seitenbetreiber "keine Lust" mehr hat. Es zeichnet sich aber ab, daß ein großer Teil der Unterlagen nach einer Bearbeitung an anderer Stelle wieder online gestellt wird. Warten wir es also ab.
wumpus:Froh bin ich darüber, dass es im WGF keine Boykott-Aufrufe gegenüber dem Funkamateur-Verlag gegeben hat. Ich hätte sie löschen MÜSSEN.
Hallo Rainer,
die Boykottaufrufe hätten auch keine moralische Berechtigung.
Wer mal die Suchbgriffe "microcontroller.net" und "raupenhaus" in eine Suchmaschine eingibt, bekommt gleich als erstes einen Thread innerhalb des microcontroller.net-Forums angezeigt, in dem der Dialog eines boykottbereiten Mitglieds mit dem Chefredakteur des Funkamateur, Knut Theurich, (etwa in Seitenmitte - einfach mal nach seinem Namen auf der Seite suchen) zu lesen ist - sehr aufschlussreich. Danach waren bisher keine rechtlichen Schritte gegen den Raupenhausbetreiber eingeleitet sondern nur für den Wiederholungsfall angekündigt. Löschen der betreffenden Files und eine Entschuldigung hätten den Betrieb des Raupenhauses weiterhin ermöglicht. Aber wie Wolle bereits geschrieben hat, er wollte wohl nicht mehr. Ich inde es trotzdem gut, die dortigen Zeilen gelesen zu haben, denn als langjährigem Abonnenten des Funkamateurs war mir diese Richtigstellung seitens der Redaktion wichtig.
Viele Grüße
Ingo.
_______________________ Schwertfische zu Flugenten!
Ich kann und möchte die Schließung des Raupenhauses nicht 1:1 mit dem Schutz geistigen Eigentums in Einklang bringen. Wie lässt sich das legal rechtfertigen, wenn z.B. bestimmte Leute mit dem Einscannen von Unterlagen, die sie irgendwo und irgendwann erwarben, im "Netz" Kohle machen? Es ist doch auch nicht deren geistiges Eigentum.... Diesen ist es einfach ein "Dorn im Auge", wenn Pläne aus einer anderen Quelle, gegen eine evtl. freiwillige Spende kopiert werden können. Wer schützt sich hier gegen wen? Die Schaltpläne und Manuale wurden nach dem Bau und der Entwicklung der Geräte an viele Kunden mitverkauft. Fachreparaturstätten hatten und haben legal Sammlungen von Schaltungen und Serviceplänen. Niemand ist und war privat gezwungen, Unterlagen für Bekannte oder sonstwen, kostenlos zeitraubend einzuscannen. Gegenseitige Gefälligkeit und nicht das reine nur "Handaufhalten" sind da die Auswahlkriterien. Mir ist bekannt, daß auf dem Sektor oder Revier des "geistigen Eigentums" viele kostenträchtige Rechtverfahren ablaufen, ja einige clevere beauftragte "Advokaten" sich auf diese Existenquelle festgelegt haben. So kann ich die Reaktion der Raupenhausbetreiber als Selbstschutz zwar bedauern, aber gut nachvollziehen. Dies ist nur meine persönliche Sicht der Dinge. Wer im Netz weitersucht, findet eine andere ähnliche Quelle, die den nichtgewerblich tätigen Rundfunkgerätefreak, -sammler oder -bastler eine Hilfestellung anbietet.
Den Begriff "moralische Berechtigung" finde ich in diesem Zusammenhang etwas unglücklich gewählt. Ich habe früher den Funkamatuer über ein langjähriges Abo bezogen und diese Hefte sind für mich ein Stück Identität und Quelle, der Altempfänger und DDR-Technik. Die heutigen Eigentümer dieses Journalsvertriebs sind auch knallharte Geschäftsleute, die sich bekanntermaßen mit allen Mitteln auf dem Markt behaupten wollen und müssen. Ob die Attacke des FuA. gegen das Raupenhaus der eigentlich Grund der Schließung war, ist offen. War die Attacke des FuA. denn so fair und zwingend nötig? Es ging und geht doch auch hier, um die eigene und künftige Existenz. Da kann ich auch keinen moralischen Heiligenschein ausmachen. Man kann die gleichen Dinge immer aus verschiedenen Positionen betrachten.
Das was über Geistiges Eigentum in Sachen Publikationen geschrieben wurde ist sicher richtig. Wenn jemand wie Rainer zum beispiel etwas veröffentlicht und da tagelang an sagen wir mal 10 Seiten sitzt hat er natürlich auch die rechte an dem was er sich ausgedacht und dann zu Papier gebracht hat. Mit den Schaltpänen und BDA's seh ich das allerdings etwas anders. Die frage ist doch die. Was hält den einen Hersteller davon ab Unterlagen von seinen Geräten im Downloadbereich Interessierten Menschen anzubieten? Rainer schreibt das es sehr aufwendig ist solche Unterlagen zu scannen. Das mag bei einer Privatperson richtig sein. Die Pläne über die wir sprechen stammen allesamt von Großunternehmen. Und da ist es nun mal so das die auch Menschen beschäftigen (müssen) die nicht voll erwerbsfähig sind und solche Aufgaben wahrnehmen könnten. Das anlegen eines Archivs ist anfangs aufwendig. Wenn es einmal in den Grundzügen steht allerdings nicht mehr. Es wird nur noch neues eingefügt um es zu vervollständigen. Ein Unternehmen das solch eine Möglichkeit anbietet erfüllt doch zwei wichtige Kriterien. Das erste ist das es zu seinem (guten) Namen und seinen Produkten steht und zweitens zeigt es verbundenheit zu seinen Kunden. Wenn es von jemandem gemacht wird der für seine Arbeit Geld haben möchte ist es dann wirklich Handaufhalten oder Abzocke? Wenn es den Unternehmen an der Körperrückseite vorbei geht was mit ihren alten Produkten geschieht denke ich nicht. Ich habe einige Werkzeuge und Haushaltsgeräte eine Herstellers aus Stuttgart. Wenn da was hin ist, gar kein Problem. Ich geh in's Internett auf deren Seite, geb meine Modellnummer ein und hab über den anderen Tag meine Teile. Egal ob es ein Heimwerkergerät oder eine Industriemaschiene ist. Das nenne ich Service und Kundeninteresse. Und ich binde auf diese art und weise die Kunden an mein Unternehmen weil sie sagen, da kauf ich wieder was von denen.