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HiFi-Röhrenverstärker-Vorstellungen
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26.07.17 17:10
WalterBar 

WGF-Premium-Nutzer

26.07.17 17:10
WalterBar 

WGF-Premium-Nutzer

Re: HiFi-Röhrenverstärker-Vorstellungen

Hallo zusammen,

hier ist mein - vorläufig - letzter "Versuchsaufbau" in Sachen HiFi-Audioverstärker.
Inspiriert und angenehm überrascht von den Ergebnissen der AC2-AD1-Schaltung sollte
es wiederum ein Klasse-A-Eintaktverstärker mit Trioden werden. Einzigste Vorgabe:
Verzerrungsfreie bzw. -arme Dauerleistung von mindestens 10W.

Nach Sondierung der Kellervorräte war die Röhrenauswahl mit 300B und 845 relativ
schnell klar. Leider passte keiner meiner Trafos für eine notwendige Spannung von
minimal 600V bis maximal 1250V. Mit einer Spannungsverdopplung waren aber 900V und
unter einer Last von 130mA 800V erreichbar. Ein Dauerbelastungstest wurde mit drei in
Serie geschalteten 25W-Glühbirnen erfolgreich absolviert.

Der nötige Ausgangstrafo ist bei zwei Anbietern im Bestand und der Zufall wollte es,
dass ein "High-End-Guru" momentan wegen Überbeständen Lundahl Interstage Trafos günstig
verscherbelt. Der LL2753 wird bei -3dB mit einem Frequenzgang von 12Hz bis 65kHz
und +/- 1dB von 25Hz bis 45kHz angegeben. Eigentlich wollte ich nur einen haben.
Wahrscheinlich bin ich der einzigste Verrückte, der Mono-Endstufen baut, sodass mir
der zweite Trafo quasi geschenkt wurde. Wahrscheinlich hat der offizielle Distributor
deswegen auf meine Anfrage erst garnicht geantwortet. Also habe ich den zweiten Trafo
als 1:2 Trafo in den Verstärkereingang gesetzt, sodass im Endeffekt überhaupt kein
Koppel-C im Spiel ist.

Ansonsten habe ich nur Schrott verbaut, zwei Drehspulinstrumente aus einer illegalen
CB-Endstufe mit EL519 und einem italienischen Stereocoder. Den Vollausschlag habe ich
auf 100mA durch parallele Shunts justiert. Den 19 Zoll-Einschub wollte ich eigentlich
schon vor Jahren entsorgen. Nun ist er doch noch für etwas tauglich.

Die beiden Gitter-Vorspannungen werden in einem eigenen Netzteil erzeugt und können
zwischen 0 und -150V eingestellt werden. So kann ich für eine Anodenspannung von 400V
für die 300B einen Strom zwischen 0 und 40mA und für die 845 bei ca. 850V 20mA bis 95mA
einstellen. Klanglich ändert sich dabei wenig. Für den Normalfall habe ich - siehe Bild -
20 und 50mA gewählt.

Die Endstufe läuft mit Wechselstrom-Heizung. Ursprünglich wollte ich das auch bei der
300B ebenfalls machen. Der störende Brumm zwang mich aber zur Gleichrichtung. Nach
der Graetz-Brücke war eine Siebkapazität von insgesamt 8800µF nötig. Wegen des
Spannungsabfalls an den Gleichrichterdioden mussten übrigens die beiden 1 Ohm
Serienwiderstände (Trafo hat 6,3V, Röhre braucht 5V) bei dem Umbau nicht geändert
zu werden.

In direkter Nähe der Cynch-Buchsen habe ich noch eine ECC83 für kleine NF-Spannungen plaziert.
Trotz 220nF-Koppel-C's ist die Qualitätseinbusse spürbar.

Klanglich ist der Verstärker ein Erfolg und hat sich hier im Haus auf Anhieb an die
erste Stelle gekämpft.


Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 26.07.17 19:55

Datei-Anhänge
845 Verstärker.jpg 845 Verstärker.jpg (53x)

Mime-Type: image/jpeg, 585 kB

ECC83_300B_845-Verstärker Testlauf im Keller.jpg ECC83_300B_845-Verstärker Testlauf im Keller.jpg (53x)

Mime-Type: image/jpeg, 427 kB

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26.07.17 19:04
apollo 

Administrator

26.07.17 19:04
apollo 

Administrator

Re: HiFi-Röhrenverstärker-Vorstellungen

WalterBar:
Klanglich ist der Verstärker ein Erfolg und hat sich hier im Haus auf Anhieb an die
erste Stelle gekämpft.

Hallo Walter,
ich finde er ist auch optisch ein Erfolg.
Und wegen Mono, Stereo wird oft maßlos überschätzt.

Netten Gruß,
Alfred

Zuletzt bearbeitet am 26.07.17 19:10

26.07.17 19:41
WalterBar 

WGF-Premium-Nutzer

26.07.17 19:41
WalterBar 

WGF-Premium-Nutzer

Re: HiFi-Röhrenverstärker-Vorstellungen

Hallo Alfred,

danke für die Blumen. Naja, früher hätte ich die Frontplatte toll beschriftet oder graviert. Wahrscheinlich auch neue Alu-Einlagebleche für die Instrumente angefertigt. Dafür habe ich in meinem Alter keine Zeit mehr oder es ist mir egal.

Ein weiterer Erfolg: meine Holz-Weinkiste mit alten gesammelten Trafos ist gut 10kg leichter geworden.

"Stereo wird oft maßlos überschätzt" - Dieser Satz wurde auch schon von bekannten Musikern verwendet. Anfangs hat man relativ fantasielos Instrumente strikt auf links oder rechts verteilt. Wirklich räumliches Stereo ist wahrscheinlich eher selten. Von der Kunst-Kopfstereofonie hat man nur kurz etwas vernommen. Bei den modernen Komprimierungsverfahren ist der Phasenbezug wahrscheinlich ohnehin zum Teufel.

Gruss
Walter

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