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Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz
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26.04.07 00:10
Bernd 

WGF-Nutzer, Stufe I

Re: Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz

Hallo Rainer, Gerd und Klaus und die ganze Runde!

Danke für Eure Antworten.
Menschenskinder, es wäre schade, wenn sich zwei Fachleute nicht so recht verstehen können. Der Gerd ist ja ganz neu hier, wie ich selbst auch, aber er schreibt auch wie jemand, der sich mit Spulen und Schwingkreisen gut auskennt.

Ich habe selbst vor vielen Jahren Radio-und Fernsehtechniker gelernt, dann aber in der Elektronikindustrie gearbeitet.
Aber was bringt die besten Empfangseigenschaften zustande, das weiß ich noch nicht. Und das gerade beim Detektor, der hat ja seinen besonderen Reiz.

Die Themen Spulen, Schwingkreise, Trennschärfe, Empfindlichkeit sind ja eine ganze Welt für sich und gerade beim Detektor so wichtig.
Und die Mathematik dazu ist ja auch nicht ohne.

Ich kann auch den Klaus irgendwie verstehen, dem es zu theoretisch wurde.

Aber die Detektorseiten von Dave Schmarder und Ben Tongue enthalten doch auch viel Theorie? Sehr mathematisch bei Ben Tongue.

Warum sollte man nicht im Forum auf theoretische Dinge mal zu sprechen kommen?
Das ergibt sich doch auch irgendwie automatisch?

Und wenn man am Experimentieren ist, dann ist ein gewisser mathematisch/physikalischer Hintergrund doch eher hilfreich. Man weiß dann besser wo man ist und welche Veränderug was erwarten lässt.

Gerd hat neben dem mathematischen Überblick wohl noch ein solides Wissen über Werkstoffe. So kommt es mir jedenfalls vor.

Rainer, ich werde mir Deine Seiten mal so richtig zu Gemüte führen, Du hast ja zu so vielen Detektorthemen geschrieben.

Ich habe da auch noch Fragen zu RM-Kernen, wei dick soll die Aufpolsterung über dem Luftspalt sein, bringt es was, wenn man den ganzen Wickelkörper etwas aufpolstert?

Also, es gibt noch viel zu Experimentieren, bis der Detektor endlich spielen will wie ein Super.

Gerd, wahrscheinlich meinst Du mit unbezahlbarer Litze welche aus Reinstkupfer?
Das es das auch als HF-Litze gibt, habe ich noch nicht gewusst.
Viele Grüße,
Bernd


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    und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

    Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
    26.04.07 07:32
    Markus

    nicht registriert

    Re: Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz

    Da muss ich auch was sagen.
    Ich glaube nicht der Rainer will andere Meinungen abwürgen. Ich denke es kommt hier auf die Umgangsformen an. Meinungen bei theoretischen Dingen gibt es sehr wohl, Mathematiker können sich wirklich auch über Formelaufbau in die Haare bekommen und unterschiedliche Lösungsansätze haben. Je nach dem was alles berücksichtigt wird.

    Vergleiche hinken immer aber nehmt das Beispiel mit dem Klimawandel. Vor Jahren noch bestritten, jetzt allgemeine Meinung. Und damals haben die Wissenschaftler bei ihren Rechenmodellen auch Formeln angewandt und kamen trotzdem zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

    Beim Detektor kommt es unter anderen an auf..
    Welche Antenne und Zuleitung, welche Erde, welcher Standort, welche Spule, welcher Kondensator, welche Diode, welche Schaltung, welcher Aufbau, welche Grundplatte, welcher Aufstellungsort, welcher Kopfhörer, welche Kopplungen, welches sonsiges Material, welches Empfangsziel (Selektion, Empfangsleistung, Lautstärke). Hab bestimmt noch was vergessen.

    So ist eben Rainers Ansicht eine vergleichbar aufgebaute Topfkernspule ist günstiger als eine Flachspule richtig. Je mehr dann ins Teil gegangen wird es relativer. Siehe die obige Aufzählung.

    Das ist mir als Leser doch völlig klar. Ich will nicht auf eine einfache Frage eine Antwort, die jede Menge Verschachtelung hat.
    Andere wollen das aber eben gerade. Und das ist in unserem Forum möglich.

    Zur Sache: Ich habe auch nach Rainers Angaben aber auch vom Ben usw nachgebaut und sage mit vernünftigen Aufwand erzielen Topfkerne tolle Ergebnisse in Sachen Kreisgüte. Aber Flachspulen (Rainer sagt wie im englischen Sprachgebrauch Spinnennetzspulen) sehen einfach besser aus.

    Ich finde gerade der Reiz beim detektorbauen sind die verschiedenen Lösungsansätze kennenzulernen und selbst zu probieren. Wie bei Rainers Experimenten sind die Topfkerne für das was ich erreichen will optimal.

    Aber: Es geht auch anders. Zum Gerd sage ich deine Beiträge sind mir wie die vom Rainer und der anderen willkommen. Lass das oberlehrerhafte weg dann ist alles ok. Ich spüre bei dir wenig Grundsymphatie gegen den Forumbetreiber sondern mehr Nein-Wunsch.

    Markus

      26.04.07 07:37
      Gerd

      nicht registriert

      Re: Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz

      Hallo

      @Klaus

      Du schreibst:Dass dabei nicht immer der physikalisch korrekte Sachverhalt oder gar die wissenschaftlich korrekte Formulierung gewählt wurde, sollte man m.E. inbetracht der überwiegenden Zielgruppe als gegeben und unerheblich ansehen

      Mit anderen worten, es ist Dir egal, ob die Informationen richtig oder falsch sind? Die Zielgruppe hat es sowieso nicht besser verdient?

      Ich will mich nicht in Formeln und Herleitungen austoben, und ignoriere daher den indirekten Rausschmiß.
      Aber ein paar Grundlagen zu den Dingen, mit welchen man sich beschäftigt, schaden i.d.R. nicht. Im Gegenteil, Grundlagenwissen trägt zum besseren Verständnis bei, man kann gezielt Veränderungen vornehmen und im Vorhinein schon ungefähr die Richtung bestimmen, in welche sich die daraus resultierenden Ergebnisse bewegen. Einfach nur draufloswursteln ist ab einem bestimmten Punkt kontraproduktiv.
      Egal, in welchem Gebiet, ist es doch immer so, daß man Verbesserungen nur erreichen kann, wenn man weiß, wo und warum man ansetzen muß. Und in der praktischen Umsetzung wird eben gebaut, gemessen, verändert, wieder gemessen und verglichen. Wenn sich dann die frage stellt, warum sich etwas wie geändert hat, ist das Wissen um die grundlegenden Zusammenhänge notwendig zur ihrer beantwortung. Weil es sonst passieren kann, daß man eine fálsche Schlußfolgerung zieht und aus den Ergebnissen eine gesetzmäßigkeit herausliest, welche überhaupt nicht zutrifft. Wie z.B. die aus Rainers Meßergebnissen zu den Gütewerten seiner Spulen, welche bei 1500 KHz immer niedriger liegen als bei 1000 KHz. Er hält das offensichtlich für richtig, weil in den Siemens-Unterlagen die Gütekurven auch so aussehen und er deshalb davon ausgeht, daß das hier ebenfalls so sein muß. Dabei berücksichtigt er aber nicht, daß diese Kurven lediglich die Darstellung von Meßwerten sind, um dem Anwender zu zeigen, wo die Grenzen dieser Spulen liegen, aber keine Empfehlung für den Einsatz darstellen. Wie man die Spulen sinnvoll nutzt, muß der Anwender selbst wissen, und das kann er eben nur mit etwas grundlagenwissen.
      Das als übertriebene Theorieansprüche zu bezeichnen halte ich für falsch.

      @Bernd: wahrscheinlich ist es so, daß ich als Neuer hier einfach nichts wissen darf, es kann wohl nicht sein, daß jemand außerhalb des Forums etwas über Spulen weiß. Ich beschäftige mich beruflich seit 15 Jahren täglich weit mehr als 8 stunden mit Spulen, schwingkreisen, Übertragern und technischen Kunststoffteilen. Das reicht wohl leider nicht aus, um die notwendige Kompetenz für ein paar induktiv gekoppelte Kreise eines Detektors erlangt zu haben.
      Aber Du hast Recht, irgendwann kommen die Fragen, und dann hilft Hintergrund zur Beantwortung besser als Vermutungen und Spekulationen.

      Zu den RM-Kernen: Im Siemens-Datenbuch stehen einige Musterspulen drin, welchen AL-Wert hast Du? Ich würde ja mal die Seite scannen und online stellen, aber ich darf hier keinen Link auf meine Seite setzen.

      gg

        Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
        26.04.07 07:45
        Markus

        nicht registriert

        Re: Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz

        Zitat:




        ......
        Ich habe da auch noch Fragen zu RM-Kernen, wei dick soll die Aufpolsterung über dem Luftspalt sein, bringt es was, wenn man den ganzen Wickelkörper etwas aufpolstert?

        .......



        Hallo Bernd.
        Eine interessante Frage. Berhold Bosch hat bei seinem Contest-Winner wie auf die Gästeseite von Rainers Gollumseiten vorgestellt diese Gapfüllung mit Teflon angesprochen.

        Ich habe Rainers Beschreibung umgesetzt und einen Vergleichsaufbau mit Topfkern mit und ohne Freiraum gemacht. Ich muss erwähnen als Prüfaufbau habe ich ungefähr Rainers Variante nachempfunden. Ich habe kein Gütemesser zur Verfügung. Mit diesem Aufbau konnte ich den Vorteil des Freiraums um die Innenannährung des Kerns nicht erkennen.

        Ich suche auch via Ebay nach einem solchen Gütemesser.

        Markus

          26.04.07 10:18
          wumpus 

          Administrator

          Re: Eignung von Acrylglas für Hochfrequenz

          Hallo zusammen,
          ich werde das Thema jetzt schliessen. Die Standpunkte sind hinreichend ausgetauscht. Ich bedanke mich bei allen Beitragschreibern. Ich unterdrücke bewusst noch eine Entgegnung zum letzten Beitrag, weil es sonst immer weiter geht und jeder irgendwie recht haben will. Nur der letzte Hinweis: Links werden von mir (egal wer sie einstellt) nur unter Bezugnahme auf die Forum-Regeln gelöscht. Mir sonst nicht zusagende Beiträge werden nicht gelöscht, sondern einfach ertragen.

          Das Schliessen dieses Themas soll lediglich eine mögliche Eskalation unterbinden.

          MFG Rainer

          Möge die Welle mit uns sein.

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