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Ein Art Lupe für den Fernseher
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29.12.07 10:35
Christian

nicht registriert

Ein Art Lupe für den Fernseher

Guten Tag.
Bei einer Wohnungsauflösung einer Verwandten haben wir so eine Art Lupe gefunden, die man vor den Fernseher hängen konnte?
Das ist eine Fresnellinse?
Ich habe die testhalber vor meinen Fernseher gehängt. Das Ergebnis war erschreckend. Keine Kontrast und keine Schärfe und alles verbeult.
War das eine Konstruktionsentgleisung? Mein Vater sagt solche Dingers gab es um 1965 viel.

Hummel hummel, Christian

Editiert 29.12.07 10:37

Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung eines Radios, Fernsehers, usw. wagt
und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
29.12.07 12:03
Klaus 

Administrator

Re: Ein Art Lupe für den Fernseher

Hallo Christian,

die heutigen Lupen sind gedacht, um bei Sehschwäche besser fernsehen zu können.

An die früheren Lupen kann ich mich noch schwach erinnern. Wenn ich mich mich irre, sollten sie auch das Bildwechsel-Flimmern reduzieren, was aber nie klappte. Der Bildeindruck wurde - wie du richtig anmerkst - sogar schlechter.
Vielleicht weiß ein anderer Leser noch mehr darüber?

MfG Klaus

29.12.07 12:16
Roeki59 

Premium-Nutzer

Re: Ein Art Lupe für den Fernseher

Hallo!
Der Name der Linse ist richtig. Die Linsen gab es schon eher als 1965. Genaues Datum kann ich aber auch nicht nennen. Zum Ostfernseher >RUBENS< aus den 50er Jahren gab es auch so eine Vorsatzlinse. Das Gerät hatte eine Bildschirmdiagonale von ca.23 cm (scherzhaft Postkarte genannt). Zu heutigen Bildschirmdiagonalen paßt sie natürlich nicht und ruft die geschilderten Verzerrungen hervor.
MfG Volkmar

Alle Stufen schwingen, nur der Oszillator nicht !

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
29.12.07 17:31
Airwaves 

WGF-Meister

Re: Ein Art Lupe für den Fernseher

Hallo Christian,
ich habe so eine Fernsehvorsatzlinse schon mal irgendwo gesehen. Bei dem Teil war es so, dass sich an der Oberseite Öffnnungen (mit Stöpsel) befanden, in die Wasser gegossen werden musste. Das hatte den Vorteil, dass die Linse nicht vollständig und massiv aus Glas gebaut werden musste. Vielleicht ist es bei Deiner Linse ja ähnlich. Wenn kein Wasser drin ist, dann ist der Linseneffekt auch nicht gegeben. Schau einfach mal nach ob da irgendwelche Öffnungen vorhanden sind.

Viele Grüße
(anderer) Christian

29.12.07 17:32
wumpus 

Administrator

Re: Ein Art Lupe für den Fernseher

Hallo zusammen,
diese Vorsatzlinsen und auch die "Farb"-Folien waren damals in Mode. Ich muss da schnell eine Anekdote loswerden: So um 1966 herum kam ich abends von der Arbeit nach Hause (als Radio- und Fernsehtechniker im Aussendienst, war noch zu schwarz-weiss-zeiten) im Wohnzimmer sass meine erfreute Mutter und eine nun sofort verzweifelt wirkende Propagandistin für Vergrösserungs-Vorsatzlinsen. Vor unserem Fernseher schwebte die Fresnellinse und machte das berühmte unscharfe flaue Bild. Die Dame begann kommentarlos die Linse abzumontieren und verliess die Wohnung ohne Gruss, nur vom traurigen Blick meiner Mutter verfolgt.

Hatte ich doch ein gutes Geschäft nur durch mein Erscheinen versaut. Das Ding sollte 49 DM (die damalige noch echte Währung in Deutschland) kosten, war richtig Geld.

Die Zeilenfrei-Folien gab es auch, sie machten ein unscharfes Bild und so verschwanden die Zeilen gleich mit.

Die Fresnellinsen kamen ohne Wasser aus (Leuchtturm-Feuer-Effekt).

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein und kein Mögel-Dellinger-Effekt auftreten.



Editiert 29.12.07 17:34

29.12.07 22:42
roehrenfreak 

Moderator

Re: Ein Art Lupe für den Fernseher

Da sieht man wieder, Rainer,

einmal mehr erfolgreich die Opportunisten und Demagogen der volksverdummenden Reklame-Industrie abgewehrt! Weiter so, weiter so....!

MfG
Jürgen rf

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