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Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?
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01.03.10 20:05
roehrenfreak 

Moderator

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

Hallo Martin,

Zitat: "weißt du eigentlich warum viele Gittarristen so leuchtende Augen haben?"

Ganz einfach: Deren Augen sind auch Röhren - das Leuchten, was man da sieht, sind die Kathoden!

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung eines Radios, Fernsehers, usw. wagt
und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
01.03.10 21:30
DL7RR

nicht registriert

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?


Ick hab mal nachgeguckt Jürgen,
aber bei meinen Augen finde ich die Anode nicht,ist die vielleicht abgeschirmt???




Liebe Grüße Bernhard



Die Antenne ist der beste HF-Verstärker!!!

01.03.10 21:40
otti61 

WGF-Nutzer, Stufe II

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

Sorry,

Da muß ich mich doch mal einmischen. Die 6P14P ist keine echte EL84. Diese Röhre ist etwas kräftiger, das sagt ja auch die 14 aus. Dieser Typ ist z.B. ein Ersatz für die nicht mehr lieferbare 7189A die auch in meinem Pioneer SM83 werkelt.
Über Langlebensdauertypen oder nicht , kann man streiten. Fakt ist eins, Spezialröhren wurden für längere Lebensdauer gebaut und hatten engere Fertigungstolleranzen. Warum werden sonst noch heute Endröhren für Gegentaktentstufen gematcht.
Ansonsten kann ich nur sagen, Meßwerte sind eine Welt, die Welt des Hörens eine andere. Mein Dozent sagte damals immer, wer viel mißt, mißt Mist. Ich habe eine Neumann U47 selbst in den Händen gehabt zur Überholung. Laut Meßwert nix Besonderes, aber als ich das Teil selbst gehört habe, weiß ich warum Fans Traumsummen dafür bezahlen.
Also Jürgen alter Stratege, nix für ungut, es sind nicht nur die Katoden die Augen zum Leuten bringen, bestimmt nicht.

Gruß otti

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
02.03.10 09:11
Pluspol 

WGF-Meister

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

Hallo otti

Die Qualitätsmerkmale von Spezialröhren sind laut Vorgabe die Einhaltung engerer Toleranzen, wie schon mehrfach genannt.
Deinem Dozenten stimme ich dahingehend zu, daß Messungen in einem effektiven Verhältnis zu den Nutzungskriterien stehen sollten.
Eine Aussage meines Dozenten und der Fachausbildung war:" Messen so genau wie nötig und nicht wie möglich".
Messwerte stellen wiederholbare Fakten oder definierte Bezugsgrößen dar.
Hören bleibt als ein Teil der menschlichen Sinne immer individuell.
Wenn man eine noch funktionierende aber schon länger gebrauchte Röhre speziell des NF-Bereiches, durch eine neue gleichen Typ`s ersetzt, kann durchaus schon der Eindruck des besseren Klangs entstehen, weil die relativ tiefen oder höheren Frequenzen des menschlichen Gehörspektrums für den Hörer plötzlich lauter und damit wahrnehmbarer geworden sind.
So gibt es z. B. die Fans der Schelllack- oder Vinylplatten, mit ihrem urtypischen Nebenrauschen, was von diesem Personenkreis als notwendige Bedingung geschätzt wird.
Das Matchen von Gegentaktröhren hat vordergründig nichts mit deren Klangeigenschaften zu tun, sondern mit möglichst identischen Parametern.
Bei normalen Endröhren im Eintaktbetrieb, treten die evtl. Unterschiede bei einem Austausch kaum oder gar nicht in Erscheinung, weil sie in ihrer Schaltungsfunktion auf einem stabilen Arbeitpunkt gehalten wird.
Ihre Leistungsverstärkung ist nach oben nicht offen gelassen, wie bei allen Verstärkerschaltungen der Heimelektronik.
Ich stimme Dir auch voll zu, daß nicht nur das technisch Vorhandene, sondern auch das jeweilge Empfinden zählt.
Es lenkt uns ja auch zu den älteren Radios, die in ihren technischem Stand meist antik sind.

Freundliche Grüße von Dietmar

02.03.10 10:15
Klaus 

Administrator

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

Zitat:
Das Matchen von Gegentaktröhren hat vordergründig nichts mit deren Klangeigenschaften zu tun, sondern mit möglichst identischen Parametern.
Hallo Dietmar,

ich wollte mich eigentlich nicht weiter zu dem Thema äußern, da von meiner Seite bereits alles geschrieben war, aber du überraschst mich immer wieder.
Natürlich werden Röhren selektiert, damit möglichst gleiche Parameter vorliegen.
Unterschiedliche Parameter sind doch gerade der Grund für unterschiedlichen Klang bzw. Messwerte, wie du anhand meines Links vom 27.02. nachlesen und mittels Excel auch simulieren kannst. Eine weitere Fundquelle, die sich sehr ausführlich mit Röhrenkennlinien und Verzerrungen befasst, findet sich hier:>>klick<<.
Es ist ja nicht so, dass die Röhrenunterschiede - vom Forenmitglied Franz wurde unlängst auf die Abweichung sogar bei hochwertigen Langleberöhren hingewiesen - groß sind, sie mögen eher marginal sein; gleichwohl existieren sie und nichts desto trotz entstehen durch sie Klangunterschiede.
Mancher hört sie, ein anderer Hörer eben nicht.

Viele Grüße
Klaus

02.03.10 11:09
Pluspol 

WGF-Meister

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

Hallo Klaus

Der Sinn des Dialogs ist die eigene Meinung und nicht der, ob und wen man mehr oder weniger überrascht.
Es liegt mir fern irgendwen zu ärgern, aber auch, mir einen Segen abzuholen
Ich schrieb von "vordergründig", was bedeutet, daß in jeder Gegentaktschaltung, ob Röhren oder Transistoren, grundsätzlich auf naheliegende Parameter zu achten ist . Bei zu großen Abweichungen kommt es zu erheblichen Verzerrungen, der Verschiebung des Arbeitpunktes.
Daß dann auch der Klang betroffen ist, ist die Folge.
Das ist aber nicht der Ausgangspunkt, sondern der Austausch einer Endröhre im Eintaktbetrieb gegen eine andere gleichen Typ`s.
Hier hat der Konstrukteur schaltungstechnisch die Röhrenstufe auf den gewünschten Arbeitspunkt fixiert. Durch die Gegenkopplung ist die Verstärkung nicht unkontrolliert möglich, so auch nicht die in der literatur erwähten ungewünschten Schwingungen auftreten können.
Was die Klangwirkung von Röhren gleichen Typ``s ausmacht, sind nicht die relativ geringen Abweichungen der Parameter untereinander. Ich habe auch gelesen, daß Röhren bei unzulässig hoher Steuergitterspannung etc. ins Schwngen kommen und die Oberwellen zunehmen. Das ist bei Schaltungen mit denen Röhren auf einen stabilen Arbeitsbereich gelegt sind und der durch eine Gegenkopplung gesichert wird, nicht der Fall. Ich galube fest, daß es da auch die unterschiedlichsten Wahrnehmungen geben wird.

VieleGrüße von Dietmar

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
02.03.10 15:24
Martin.M 

WGF-Meister

Re: Erfahrungen mit "verbesserter" EL 84?

roehrenfreak:
Hallo Martin,

Zitat: "weißt du eigentlich warum viele Gittarristen so leuchtende Augen haben?"

Ganz einfach: Deren Augen sind auch Röhren - das Leuchten, was man da sieht, sind die Kathoden!
Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

hallo Jürgen,

der "Groundlift" Schalter am Gitarrenverstärker trennt das Gerät vom Null-Leiter. Das macht man um Brummschleifen zu *(N)*.
Wenn allerdings mal etwas Anodenspannung ausbüchst ....

nette Grüße
Martin

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