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Meine Vorgehensweise bei der Fehlersuche
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24.06.11 09:33
Volker 

WGF-Meister

Re: Meine Vorgehensweise bei der Fehlersuche

Hallo Nobby,

dank des Internets gibt es erschöpfende Informationen zur Reparatur alter Röhrenradios. Allerdings sieht man manchmal vor lauter Detailwissen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Es gibt noch zwei Kleinigkeiten, die mir bei der Reparatur sehr geholfen haben:

1. Sehr hilfreich sind diese Prüfschnüre mit kleinen Krokodilklemmen. Von denen kann ich nicht genug haben. Allerdings sind ihre Kabel nur angeklemmt, was zu Wackelkontakten führt, die einen bei der Fehlersuche in den Wahnsinn treiben können. Ich habe die Kabel allesamt durch neue ersetzt und verlötet. Man such mal nach "Wackelkontakte bei Prüfschnüren beseitigen".

2. Die Prüfspitzen der Multimeter sind ein erheblicher Stressfaktor, denn beim Abrutschen zwischen den Drähten der freien Verdrahtung können ungewollte Kurzschlüsse erheblichen Schaden anrichten. Ich habe diese Prüfspitzen mit Schrumpfschlauch oder Klebeband isoliert, so dass nur noch ein 1 mm der Spitze nicht isoliert ist. Auf diese Spitze habe ich mit einer Schlüsselfeile eine kleine Kerbe hineingefeilt, die ein Abrutschen von den Drähten verhindert.

Eigentlich alles banal, aber jeder hat so seine Tricks, auf die man gerade wegen ihrer Einfachheit nicht automatisch kommt.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung eines Radios, Fernsehers, usw. wagt
und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
24.06.11 10:45
nobbyrad58 

WGF-Meister

Re: Meine Vorgehensweise bei der Fehlersuche

Hallo Volker !

Es gibt auch isolierte Prüfspitzen fertig zu kaufen, da schaut nur noch die Messpitze raus und Prüfspitzen mit Greifern wie Kleps und Co. Die mit den Greifern benutze ich fast immer, bei frei verdrahteten Geräten fast ideal. Die kosten zwar ein paar € sind aber ihr Geld wirklich wert. Bei Messungen mit Masse, also fast immer nehme ich auch spezielle Mess - Krokoklemmen zur Verbindung mit der Masse, also meistens dem Chassis.

MFG Nobby

24.06.11 11:39
Volker 

WGF-Meister

Re: Meine Vorgehensweise bei der Fehlersuche

Hallo Nobby,

ja, habe gerade nachgeschaut. Die heißen "Sicherheits-Aufsteckprüfspitze 4 mm" und sind zum Aufstecken auf Bannensteckern geeignet. Es gibt da erhebliche Preisunterschiede bei den Versendern. Leider sind die besseren Konstruktionen auch erheblich teurer. Der Kleinkram geht ins Geld. Den Tipp mit Einfeilen der Kerbe habe ich aus einer Zeitschrift der 50er Jahre gefunden. Inzwischen ist die Labortechnik aber schon etwas weiter. Ich neige dazu immer alles selbst zu basteln, nach Möglichkeit aus Schrott.

Mir fällt nicht mehr viel ein. Ein Glasfaserpinsel, womit man stark oxidierte Röhrenstifte reinigen kann oder Metalloberflächen vor dem Löten vorbereiten kann, ist sehr praktisch

Die Keramik-Trimmkondensatoren mit iher Silberschicht wurden als typische Fehlerquellen auch schon erwähnt.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
24.06.11 17:05
Volker 

WGF-Meister

Re: Meine Vorgehensweise bei der Fehlersuche

Hallo zusammen,

ab http://youtu.be/b1R9_VTPXnQ gibt es ein 9-teiliges Video über die Reparatur und Restaurierung eines alten Radios. Der Sprecher spricht ein klar verständliches, langsam gesprochenes amerikanisches Englisch. Und Bilder sagen sowieso mehr als Tausend Worte. Vielleicht hilft dies den einen oder anderen weiter.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

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