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[Übertragen] * Gegentakt mehr Power?
 1
02.10.06 17:12
wumpus 

Administrator

[ Übertragen ] * Gegentakt mehr Power?

Gegentaktendstufe wegen mehr Power? , 24 Nov. 2005 11:04

Hallo

Ich habe ein Tischradio, da ist eine Gegentaktendstufe drin. Zumindestens steht das so in der Anleitung. Ich vermute das sind die beiden EL95 Birnen. Ist das wegen der grösseren Power?

Peter Trempliner

Beitragsbewertung / Message valuation:

Wumpus



Moderator
642 Beiträge
Messages
RE: Gegentaktendstufe wegen mehr Power? , 24 Nov. 2005 14:16

Hallo Peter,
ja der eine Grund ist die höhere Ausgangsleistung. Hat z.B. eine EL95 so um 3 Watt, ergibt eine Gegentaktendstufe mit 2*EL95 schon so um 7-9 Watt. Aber ausserdem ist die Verbesserung des Klirrfaktors wichtig. Eine Eintakt-Endstufe hat ca 10% Klirrfaktor, eine Gegentakt (je nach Schaltung - siehe auch hier im Forum den Punkt "Ultralinear-Endstufe") so um 0.5 - 3 % Klirrfaktor.

MFG Rainer, Berlin

Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung eines Radios, Fernsehers, usw. wagt
und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
11.11.06 18:43
capstan 

WGF-Nutzer, Stufe II

Re: * Gegentakt mehr Power?

Auch der Wirkungsgrad ist besser, da die Gegentaktendstufe im B-Betrieb arbeitet und somit weniger Ruhestrom fließt.

Bernd

11.11.06 20:46
wumpus 

Administrator

Re: * Gegentakt mehr Power?

Hallo,
Gegentakt-Endstufen müssen nicht zwangsläufig in B-Schaltung betrieben werden. Es waren durchaus auch AB und A -Schaltungen in Gebrauch.

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein.

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
07.03.07 00:07
roehrenfreak 

Moderator

Re: * Gegentakt mehr Power?

Hallo zu später Stunde,

eine weitere sehr interessante Variante von Gegentakt-Endstufen waren und sind die "EDWIN"-Endstufen, welche in den 70ern in der Zeitschrift ELEKTOR behandelt und von der Firma OPPERMANN electronic als Bausatz vertrieben wurden. Im Ruhe- und niedrigen Aussteuerbereich waren die Endtransistoren gesperrt (eingendlich Klasse "C") - erst wenn höher ausgesteuert wurde übernahmen sie und lieferten die erforderliche Leistung. Der erste Treiber arbeitete dabei als reiner Klasse-A und die zweiten Treiber im A/B-Betreib. Erstaunlich war der recht geringe Klirrgrad und der sehr niedrige, stabile Ruhestrom (ohne Abgleich!) der sonst einfachen Schaltung.

Es geht spannend weiter - bleiben Sie dran!
Jürgen rf

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