ich habe einen netten DDR-Einkreiser von RFT des Typs 1U11 bekommen. Leider ist der Drehko (135pF und 202pF als Doppelausführung) total festgebacken ... da dreht sich leider nix mehr ....
Hat jemand einen solchen Drehko aus einem Schrottgerät abzugeben ?!?!?
Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung
eines Radios, Fernsehers, usw. wagt und dabei das Gerät öffnen will,
sollte zuvor die Sicherheitshinweise
des Forums lesen.
Hallo Fred, Ersatz wird schwierig. Hast du schon versucht den Drehko gangbar zu machen? Wenn es nur verharztes Fett ist, dann bekommt man ihn mit Wärme beweglich. Dazu kann man mit einem kräftigen Lötkolben die Welle erwärmen. Zwischendurch häufig versuchen, das Ding langsam zu drehen. Wenn er dann drehbar wird kann man ihn demontieren und auswaschen. In leichten Fällen reicht nach der Wärmebehandlung etwas WD40 ohne Demontage.
VG Björn
Es strahlen die Sender Bild, Ton und Wort elektromagnetisch an jeden Ort -Kraftwerk-
Auch bei "modernen" RFT bzw DDR Transistorradios gingen die Drehko's gerne fest. Aber wie Björn schon sagt,mit Wärme und WD40 o.ä. bekommt man das wieder gut gangbar.
Inzwischen habe ich ihn mit Wärme und ein wenig Öl soweit, daß das Plattenpaket dreht (zwar zäh, aber immerhin); dabei entsteht auch kein Knirschen oder ähnliche böse Geräusche, so daß ich davon ausgehe, daß die Isolation zwischen den Platten eigentlich ganz oK sein müßte.
Das Hauptproblem ist die Drehbarkeit der Welle innerhalb des Achslagers (also dem mit dem Pertinax fest verbundenen Teil, welches die Achse aufnimmt). dieses hat sich gelöst und dreht mit....
Hm, einen solchen Hartpapierdrehko habe ich noch nie demontiert - da traue ich mich ran - evtl. fängt er sich über Nacht ja noch ein wenig und läßt sich in irgendeiner Weise wieder montieren!
Ich werde berichten.
Falls sich aber doch noch jemand findet, der einen Ersatz anzubieten hat ... bitte melden !!
ich habe hier auch ein paar Radios bei denen der Drehko 'fest' war(ist). Mit einem Lötkolben vorsichtig erhitzt und später mit Kriechöl behandelt habe ich sie wieder gängig gebracht, aber nach einiger Zeit klemmen sie dann doch wieder. Wie bekommt man das verharzte Öl eigentlich wieder von den Achsen, ausser das man sie ausbaut? Ich habe es auch mit Silikonöl versucht weil es nicht 'harzt', aber das Ergebnis war auch nicht besser.
da dieser Drehko wohl ein "Quetscher" ist, also kein Luftdrehko, kann es wirklich schwierig werden. Man kommt schlecht ran und bei manchen Modellen kann man diesen kaum zerstörungsfrei öffnen. Da bei Dir auch das Gegenlager locker ist, müsste man versuchen das Ding auszubauen und zu richten, ist aber wirklich ein Problem.
Generell kann man sagen: Festsitzende Quetscher sind wie rohe Eier zu behandeln, keinesfalls versuchen mit einer Zange mal soeben "freidrehen". Am besten gleich ausbauen und einen Tropfen Kriechöl zwischen Achse und Achsenlager anbringen, dann erwärmen auf ca. 50-60 Grad und immer wieder vorsichtig - ohne große Kraft - leichte Drehversuche vornehmen.
Das verharzte Fett / Öl kann man versuchen mit geringen Mengen fettlösendem Waschbenzin "auszuspülen - Bei Quetschern aber nicht einfach und risikoreich, wegen einer möglichen Beschädigung des Dielektrikums. Das Benzin darf nicht zwischen die Platten laufen.
Wenn es Dir um funktionellen Ersatz geht, dann kann man einen beliebigen Drehko nehmen und für das zweite Sytem einen Kondensator von ca. 50pF nach Masse schalten. Da eignen sich Foliendrehkos deren Achse man etwas verlängert und zusätzlich zur Spannungsfestigkeit einen 1nF-Kondensator zur Röhrenanode in Reihe schaltet. Ja die Differentialdrehkos sind schwer zu bekommen, wenn sie überhaupt noch brauchbar sind. Wer sowas hat, hält es leider als Rarität oft gern fest, wie auch bei älteren Röhrenfassungen etc. Viel Erfolg beim Basteln.
dieser Drehko hat sogar 3 Pakete, eines für die Rückkopplung, eines für die Ankopplung der Antenne und eines zur Kompensation der Verstimmung, was dafür sorgt, dass bei Veränderung der Rückkopplung die Abstimmung nicht nachgezogen werden braucht - schließlich soll der Drehko ja auschließlich die Lautstärke regeln, während das Variometer der Abstimmung dient - ein einfaches, pfiffiges und sehr gut funktionierendes Konzept.