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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Mein Großvater erzählte ...
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22.04.17 10:05
wumpus 

Administrator

22.04.17 10:05
wumpus 

Administrator

Mein Großvater erzählte ...

Hallo zusammen,

mein Großvater bekam 1926 ein Radio von seinem Bruder geschenkt (besagter Bruder verdiente damals ganz im Gegensatz zu meinem Opa recht gut Geld). Dieses Radio hatte einen externen Bleiakku und eine Anodenbatterie. Wenn der Akku leer war, brachte mein Opa den Akku zu einem Radiohändler in Berlin Lichtenberg. Der lud den Akku über Nacht auf und mein Opa konnte ihn dann wieder abholten und ca. 14 Tage Radio hören. Dann ging es wieder von vorn los. Das Aufladen kostete 60 Pfennig.

Ich fragte meinen Opa, warum er sich nicht ein Ladeteil besorgte oder zumindet einen Ersatz-Akku. Er meinte, das wäre damals viel zu teuer gewesen.

Die Anodenbatterie soll bis zu 4 Wochen gehalten haben.

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 22.04.17 10:07

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22.04.17 10:15
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

22.04.17 10:15
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Mein Großvater erzählte ...

Hallo Rainer,

hast Du deinen Opa gefragt, ob in Berlin-Lichtenberg überhaupt schon alle einen Stromanschluss hatten? An ein Ladegerät war nach meiner Meinung nicht zu denken. Das hatten tatsächlich meistens nur die Händler. Ein jahrzehnt später war das mit der Stromversorgung vielerorts auch noch nicht viel besser. So berichtete mein Vater von einem Strombegrenzer. Es durfte konstant eine Leistung von etwa 100 Watt dem Netz (keine Ahnung ob Gleich- oder Wechselstrom, wahrscheinlich Gleichstrom) ennommen werden. War es mehr, wurde der Strom periodisch im Sekundentakt unterbrochen. Radio alleine ging, eine 60 Watt-Lampe auch, beides zusammen nicht!

Gruss
Walter

22.04.17 10:21
apollo 

Administrator

22.04.17 10:21
apollo 

Administrator

Re: Mein Großvater erzählte ...

Hallo Rainer,
14 Tage wie viele Stunden am Tag?
Das kann mein Enkel dann auch erzählen.
Wenn ich meinen Receiver von 1984 am Tag 2 Stunden spielen lasse, hab ich
in 10 Tagen auch 60 Cent verheizt.

Netten Gruß,
Alfred

22.04.17 10:38
wumpus 

Administrator

22.04.17 10:38
wumpus 

Administrator

Re: Mein Großvater erzählte ...

Hallo Walter,

Lichtnetz gab es schon in Lichtenberg in der Wohnung seit 1924. Auch Ladegleichrichter gab es schon (siehe z.B. Voxhaus-Katalog Seite 25, 1926/27) oder die div Ladegeräte 1928 im Radio-Diehr Katalog.

Das Problem war wohl mehr der Preis. Das Philips-Ladegerät Nr. 450 kostete 1926 immerhin 55 RM, was richtig viel Geld war.

@Alfred: Es wurde nur abends um 19:00 Uhr gehört... Vielleicht ein, zwei Stunden. Mein Opa war Zimmermann (mit Ohring) und Kord-Anzug, der war in der Regel nach der Arbeit "abgelaufen".

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 22.04.17 10:55

22.04.17 10:47
Wolle 

Moderator

22.04.17 10:47
Wolle 

Moderator

Re: Mein Großvater erzählte ...

Hallo Alfred.

apollo:
Wenn ich meinen Receiver von 1984 am Tag 2 Stunden spielen lasse, hab ich
in 10 Tagen auch 60 Cent verheizt.

Wenn ich 24 Stunden atme, habe ich 7,2 kW verheizt. Allerdings bin ich im Moment über diese Zusatzheizung dankbar.

Viele Grüße.
Wolle

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.
Albert Einstein zur Eröffnung der Internationalen Funkausstellung 1930.

22.04.17 11:20
apollo 

Administrator

22.04.17 11:20
apollo 

Administrator

Re: Mein Großvater erzählte ...

Wolle:
Wenn ich 24 Stunden atme, habe ich 7,2 kW verheizt. Allerdings bin ich im Moment über diese Zusatzheizung dankbar.

Hallo Wolfgang,
du läßt ja atmen,
wenn ich 24 Stunden atme, habe ich eine Portion Schweinebraten und eine Halbe Bier verheizt.
und weg.....

22.04.17 11:59
Wolle 

Moderator

22.04.17 11:59
Wolle 

Moderator

Re: Mein Großvater erzählte ...

Lieber Alfred.

apollo:
wenn ich 24 Stunden atme, habe ich eine Portion Schweinebraten und eine Halbe Bier verheizt.
und weg.....

Mich könntest Du mit einer riesigen Surhaxe (Eisbein) erfreuen, frei nach der Devise "Dumm frisst, Intelligenz säuft".
Wobei man mir ersteres nicht ansieht (hautbespannter Knochen) und letzteres bei mir nichts bringt. Mein letztes Bier habe ich im vergangenen Jahrhundert getrunken.
So spielt das Leben.

Liebe Grüße.
Wolfgang, fernab von alten Radios.

Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.
Albert Einstein zur Eröffnung der Internationalen Funkausstellung 1930.

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