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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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"Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger
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20.02.18 10:50
wumpus 

Administrator

20.02.18 10:50
wumpus 

Administrator

"Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger

Hallo zusammen,

bei Wumpus Welt der Radios gibt es eine Seite, die sich mit der Audionversuchserlaubnis und mit dem richtigen Betrieb eines Rückkopplungsradio befasst:

http://www.welt-der-alten-radios.de/gesc...aubnis-381.html

Auch bei youtube gibt es ein Video von mir dazu:


https://www.youtube.com/watch?v=vqROV2Cspes

Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber(und) sinnvoll.

Welt der alten Radios:
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20.02.18 16:58
apollo 

Administrator

20.02.18 16:58
apollo 

Administrator

Re: "Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger

Hallo Rainer,
ich verbringe sehr viele Abendstunden, jetzt in den Wintermonaten, mit meiner Schaub "Libelle" von 1952.
Eine 12 Meter lange Antenne, 6 Meter über Grund, verhilft mir zu einem tollen Fernempfang.
Das Abstimmen mit Rückkopplung, hat dabei einen besonderen Reiz.

Quietschenden Gruß.

Zuletzt bearbeitet am 20.02.18 16:59

20.02.18 18:45
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

20.02.18 18:45
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: "Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger

Guten Abend ihr Radiofreunde

Früher war es ein Vergehen, mit schwingender Rückkopplung abzustimmen, weil dadurch andere Radiohörer in der Nachbarschaft gestört werden bzw. wurden. Ich spreche jetzt von den 20er, 30er und 40er Jahren, wo es noch keine UKW gab und noch an den Häusern Außenantennen montiert waren.

Ab etwa 1950 wurden die Rückkopplungs-Notempfänger (auch die DKEs und VEs) auf den Müll geworfen und man konnte sich einen Superhet leisten, auf Raten bezahlen natürlich...
Das sind so meine Erinnerungen als junger Knabe, der sich schon früh mit Radios beschäftigt hat. Zu diesen Erinnerungen gehören die markanten Geräusche der Störsender aus dem Ostblock, aber Pfeifstörungen von anderen Radioteilnehmern habe ich nie wahrgenommen! Wenn es beim Durchdrehen des heimischen Radios (Tonfunk Violetta) pfeifte, war es auf KW und kam durch Überlagerung wegen Spiegelempfang. Das weiß ich jetzt, damals für mich jedoch unerklärlich....

"Das Abstimmen mit Rückkopplung, hat dabei einen besonderen Reiz."
Das ist eine gute Methode, um schwache Stationen erstmal aufzuspühren. Dann kann man weiter mit der Antennenankopplung (wenn vorhanden), der Abstimmung und wieder mit der Rückkopplungsregelung den lautesten Empfang herauskitzeln. Dann ist die Rückkopplung mehr oder weniger vor dem Schwingeinsatz, also keine ungewünschte Abstrahlung!

Der von Walter erwähnte Homodynempfang (synchronisierte Rückkopplungsschwingungen auf der Empfangsfrequenz) ist mehr was für Radioexperten und/oder Amateure. Hierfür sollte die Bedienung der Abstimmung und der Rückkopplung ausreichend feinfühlig und vor allem stabil sein! Nicht jeder Geradeausempfänger eignet sich dafür....

Und wie Rainer schon andeutete, stören wird das kein Schwein.

Gruß aus NL, Wolfgang

21.02.18 07:47
ingodergute 

Moderator

21.02.18 07:47
ingodergute 

Moderator

Re: "Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine interessante Darlegung, die ich gern um Erfahrungen aus der DDR ergänzen möchte.

WoHo:
Ab etwa 1950 wurden die Rückkopplungs-Notempfänger (auch die DKEs und VEs) auf den Müll geworfen und man konnte sich einen Superhet leisten, auf Raten bezahlen natürlich...
Ich bin Baujahr 1960 und mein erstes Radio habe ich von meinem Vater so etwa 1966 bekommen. Es war ein L-M-K-Rückkopplungseinkreiser 1U11 von RFT, der mit einer Röhre UEL51, Variometerabstimmung für die Empfangsfrequenz und einem 3-fach-Kombinations-Hartpapier-Drehkondensator (wir haben ihn früher fälschlicherweise als Quetscher bezeichnet) abgestimmt wurde. Der Drehko hat dabei eine kapazitive Rückkopplung eingestellt, sowie die Antennenkopplung und eine Korrekturkapazität hat die Verstimmung des Schwingkreises kompensiert, so daß die eingestellte Frequenz beim Verändern der Antennen- und Rückkopplung halbwegs konstant blieb - eine geniale Lösung. Ein solches Gerät hat mein Vater zu dieser Zeit auch als Gartenradio genutzt, wenn er sich (selten genug) im Sommer im Liegestuhl gesonnt hat. Im ganzen Haus hatten wir nur noch ein weiteres Radio, einen Super Oberon-Stereo mit UKW in einer Radio- und Fernsehtruhe. Ein weiteres Gerät konnten (und wollten) sich meine Eltern erstmal nicht leisten. Ende der 60-er kam dann ein Taschensuper Mikki II dazu und etwa 1973 das erste UKW-Kofferradio Stern Elite. Einkreiser wurden also vor allem aus wirtschaftlichen Gründen bei uns bis etwa der 1970-er Jahre genutzt, ebenso bei meiner Oma auf dem Dorf im Fläming. Als ich etwa um 1972 das alte Tonbandgerät meines Vaters bekam, ein Tonmeister ohne eigenen Aufsprech- und NF-Endverstärker, wurde dieses zunächst auch am 1U11 betrieben natürlich immer mit Prüfung der Polarität des Netzsteckers, denn der 1U11 war ja ein Allströmer. Mein erster Super war ein großes, gebraucht geschenkt bekommenes AM-Gerät, das mein Vater mir repariert hatte. Die Einkreiser wurde bei uns noch lange im Keller als Werkstattradio betrieben vermutlich bis etwa 1975. Gesammelt hat zu dieser Zeit in unserer Familie niemand Radios. Gebastelt habe ich schon seit etwa 1972 daran.
Unser Haus stand übrigens in der Nähe von Berlin, so daß die Versorgung aus Ost und West mit guten Ortssendern exzellent war in allen Wellenbereichen und das auch weitgehend werbefrei ...

Viele Grüße

Ingo.

_____________
Analog bleiben!

Zuletzt bearbeitet am 21.02.18 07:49

21.02.18 16:43
Wolle 

Moderator

21.02.18 16:43
Wolle 

Moderator

Re: "Richtiges" Radiohören mit einem Rückkopplungsempfänger

Hallo Ingo.

Auch in meiner Kinderzeit waren rückgekoppelte Einkreiser noch vielfach in den Haushalten zu finden. Neben den Volksempfängern VE301 und dem Deutschen Kleinempfänger DKE38 waren die Einkreisempfänger 1U11 mit den Nachfolgern 1U16, Dompfaff und Grünau, sowie Kolibri 1 und Kolibri II in vielen Haushalten im Einsatz.
Die Typen Kolibri I und Kolibri II waren mit 50- Mark die preisgünstigsten Radios. Sie hatten eine Besonderheit. Zur Abstimmung diente ein Schiebeschalter, mit dem zwischen den Bereichen Eins und Zwei umgeschaltet wurde.
Preislich dazwischen lag mit 75- Mark der als "Kaffeewärmer" bezeichnete 1U16. Dann folgten mit 99- Mark der 1U11 mit Lang- Mittel- und Kurzwelle, sowie der Dompfaff und der Grünau mit den Wellenbereichen Lang- und Mittelwelle.
Damit ging 1956 in der DDR die Ära der Einkreiser zu Ende.
Man könnte noch die Vierkreissuper mit einer fest eingestellten Rückkopplung erwähnen, die aus Sonneberg kamen, zum Beispiel Oberhof.
Damit ging in der DDR die Fertigung von Ein- und Vierkreisern zu Ende, es folgten Sechskreis - AM - Super und Sechs - / Neun - Kreis AM - FM- Super bis hin zu Spitzengeräten.

Mit vielen Grüßen.
Wolle.

Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.

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