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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...
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07.07.19 10:29
wumpus 

Administrator

07.07.19 10:29
wumpus 

Administrator

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Hallo zusammen,

per Fakt haben sich die Hörgewohnheiten jüngerer, aber auch teilweise älterer Menschen, über das letzte Jahrzehnt grundsätzlich gewandelt oder wurden zwangsgewandelt.

Um 2015 sind die klassischen Radiowellen LW, MW, KW in Deutschland weggefallen. Das alles ohne relevanten Aufschrei der Bevölkerung, also gab es wohl tatsächlich keinen Bedarf mehr. Das analoge Fernsehen ist weg, DVB-T ist auch schon weg und wurde vorläufig durch die (schon zweite) HD-Variante davon ersetzt, auch hier dran sägt man schon wieder.

DRM als Radio-Medium in Europa auch wieder weg, DAB weg (ersetzt vorläufig durch DAB+).

Wie dem auch sei, das sequenzielle Radiohören scheint keine Zukunft zu haben. Sequenziell Radio Hören bedeutet, dass man sich das anhören muss, was der Sender so gerade von sich gibt. Das scheint nicht mehr gefragt zu sein. Man will wohl JETZT genau das hören, was man selbst auswählt. Podcast ist zu umständlich (Sendungen herunterladen, um sie später irgendwann zu hören).

Internetradio ist sicher schon eine Alternative, wenn man Netzzugang am jeweiligen Ort hat, das ist aber in Deutschland noch für so einige Jahre nicht real. Zumal was die angeblichen 15000 "Internetradiosender" so inhaltlich von sich geben, sind zumeist Spezial-Musikabspiel-Plattformen (hast Du einen gehört, hast Du alle gehört). Die Internet-Radios-Sender kommen und gehen, nur wenig Kontinuität.

Zum Internet-Radio hören ist technischer Verstand und Geduld nötig (um sich durch die Programmierung des Internet-Radios zu kämpfen). Einfach ein solches Radio wie ein FM-Radio einschalten geht schon garnicht. Das Booten des Computer-Radios kann schon 30 - 45 Sekunden dauern.

Auch bei mir ist jetzt endgültig die moderne Zeit angebrochen, da ich mir jetzt (bisher Flatrate von 500 MB) 5 Gbyte per Monat für mein Smartphone leiste. Damit kann ich unterwegs schon gründlich Radio hören und mir auch ein paar youtube-Videos gönnen, wenn es denn Netz gibt. Das ist leider in Brandenburg nicht selbstverständlich. Aber auch mit dem Smartphone erlebe ich Regionen wo UKW geht (mein Smartphone kann noch FM-Radio), Internetradio aber nicht.

Aber auch Internetradio ist fast nicht mehr zeitgemäß, auch bei mir verbellt meine Smartwatch via Smartphone die neusten Push-Meldungen von RBB24 und Tagesspiegel und Wetter.de, usw.

Ist dann endlich auch UKW-Radio abgeschafft, darf elektrisch und elektronisch in Deutschland nichts mehr schief gehen, schon ein flächendeckender Stromausfall für Stunden oder Tage würde unsere Zivilisation zusammenbrechen lassen. Unsinn? Es würde mit dem Ausfall der Zu- und Abwasser-Versorgung beginnen: Wenn nach Drücken der WC-Spülung nichts mehr geschehen würde. Schnell wären wohnen, so wie wir es kennen, unmöglich werden, will das Thema nicht vertiefen ...

LW-MW-KW-UKW-DAB-Radio könnte noch eine Zeitlang Meldungen verbreiten, das Handy-Netz könnte das auch teilweise ein paar Stunden, dann wäre Schluss. Ein Handy ist nach spätestens 24 Stunden stromfrei, ein analoges Radio würde vielleicht tapfer Wochen durchhalten.

Tröstendes Fazit: Ich höre gerade sequenzielles Radio (RBB24) via Internet (wlan).


Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 07.07.19 10:34

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07.07.19 10:47
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

07.07.19 10:47
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

wumpus:

...., schon ein flächendeckender Stromausfall für Stunden oder Tage würde unsere Zivilisation zusammenbrechen lassen. Unsinn? Es würde mit dem Ausfall der Zu- und Abwasser-Versorgung beginnen: Wenn nach Drücken der WC-Spülung nichts mehr geschehen würde. Schnell wären wohnen, so wie wir es kennen, unmöglich werden, will das Thema nicht vertiefen ...



Hallo zusammen,

sind wir in den letzten Jahren - zumeist im Januar - einem Blackout nur knapp entgangen, so kann das nun im Sommer allein durch die Zockerei an der Strombörse auch passieren (Klimaanlagen?):

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audi...audio_id=750755

Gruss
Walter

07.07.19 11:00
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.07.19 11:00
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Bei einem Stromausfall wird auch UKW für den meisten Teil der Bevölkerung keine Rolle spielen.
Es müssen nämliche erstmal batteriebetriebene und aufgeladene Apparate vorhanden sein.
Bei uns im Haus gibt es davon keinen einzigen.
Alle Radios (nur UKW/LMK gibt es bei uns) brauchen Netzstrom.
DAB+ hat sich nicht durchgesetzt und wird es auch nicht ohne Zwang (siehe Auto). Im Auto wird sich das zwangsweise etablieren, im Haushalt nicht.
Es wird in Haushalten mehr KW-Radios geben als DAB+.
Die wenigsten kennen die ultraschlechten UKW-Empfangsteile von Smartphones. Zumindest bei meinem Gerät macht das Hören von Laser Hot Hits (6205kHz) mit Fading und Störungen mehr Spaß als UKW am Handy.
Zudem sind die Handy-Akkus aufgrund des Monitors relativ flott leer.

07.07.19 11:53
wumpus 

Administrator

07.07.19 11:53
wumpus 

Administrator

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Hallo Pentum4User,


es gibt da schon Unterschiede bei dem Netz-Stromausfall hinsichtlich einer stromnetz-unabhängigen Weiter-Laufzeit:

Das analoge -Fest-Telefonnetz hatte recht lange Batterie-Redundanz. War das Ortstelefonnetz ohne Netzstrom, lief es trotzden lange weiter.

Ein Langwellen-Rundfunk-Sender konnte mit EINEM Standort einen Radius von 300 km und mehr (fast die halbe Republik) über viele Stunden mit Informationen versorgen (per Notstromversorgung) . Solche Sender konnten sogar über eigene Telefonnetze mit Inhalt versorgt werden.

Man muss sich klar sein, dass das Mobilphone-Netz sehr schnell zusammenbricht, viele Beispiele (auch aus jüngster Zeit in Deutschland) belegen das. Das Handy-Netz ist ein Kleinzellen-Netz, dessen Zellensender keine oder nur Kurzzeit-Notstrom-Kapazität haben. Diese Zellensender hängen alle hauptsächich Internet. Unlängst waren in Berlin die Zellensender in einem Bezirksteil schon nach Minuten bei einer Hauptstromkabelbeschädigung weg.

Oft sind die UKW-Radios in Smartphones garnicht so schlecht.

Es bleibt auch ein Unterschied bei portablen Radios / Smartphones. Portable Radios konnten Tage und Wochen liefern. Ein Smartphone ist spätestens nach 2 Tage offline, DAB-Radios (portable) bieten ca 6-24 Stunden (habe einige davon).

p.s. Ich habe nichts gegen Internet-Radio, Smartphone-Radio, habe diese Gerätschaften schon seit vielen Jahren in Gebrauch. Hoffe nur darauf, dass alles in unserem Land gut läuft und keine Sondersituationen auftreten. Und ich hoffe auf so etwas ähnliches wie 95 % Flächenabdeckung (High Speed) der modernen Medien-Versorgung. Das ist derzeit noch eine Utopie. (Zitat: Nicht jeder Milchbauer braucht einen UMTS-Anschluß... )

Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 07.07.19 11:54

07.07.19 12:07
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.07.19 12:07
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Fast alle ISDN-Netze und Analog-Vermittlungsstellen wurden abgebaut (ISDN ging beim Kunden ohne zusätzl. Stromversorgung, analog sowieso).
Bei VoIP steht beim Kunden das DSL-Modem und die VoIP-Anlage. Kein Strom --> kein Internet --> kein Telefon.
Die UKW-Radios in Smartphones können nicht gut sein. Die Antenne ist der beste HF-Verstärker und die verbaute ist einfach für den Frequenzbereich um Welten schlechter als ein Superhet mit lamba/2-Dipol.

In so einem Fall werde ich erfinderisch werden müssen. Elektromotor an Fahrrad und dann an ein Transistorgerät (z.B. den partner 600). Dann können wir hier dauerhaft Luxemburg 234kHz hören.
Oder alternativ abends China oder Rumänien.

Donebach deckte meines Wissens so gut wie alles ab außer Bayern (daher Aholming).
Mittlerweile kann man Nachts Antenna Satelor, Sender Brasov Bod, hören.
Rundfunk wird auf jeden Fall noch möglich sein, aber mir fehlen die Sprachkenntnisse.

07.07.19 14:02
oldie 

WGF-Einsteiger

07.07.19 14:02
oldie 

WGF-Einsteiger

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Alter Spruch, es kommt und ist wie es kommt. Leider haben die Rundfunkhörer (gilt auch für TV) überhaupt keinen Einfluß auf das Programm und dessen Verbreitung. Zwangsabgabe inclusive. Mittlerweile kann ich nur Resignieren und auf keinen Fall ein DAB-wie-auch-immer-Version kaufen. Dumm ist man nur wenn man Blödsinn unterstützt. In einem Land wo ich zumindest zuhause selten und meistens keine Mobiltelefonvebindung habe ist die Idee mit DAB-wie-auch-immer alle zu erreichen ein Fall für die Traumfabrik.
Als Radio-TV-Techniker habe ich seit 1965 vieles kennengelernt was ja auch wieder verschwunden ist. Änderung und Anpassung im Unterhaltungsbereich findet permanent statt. Somit wird es wohl digital bleiben und das analoge verschwinden. Schade nur daß die Übertragung von Ton durch die Luft ins Ohr immer noch analog ist. Aber das wird man mit Implantaten auch noch ändern.

07.07.19 14:07
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.07.19 14:07
Pentium4User 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Wettbewerb zwischen UKW und DAB+ ...

Die Frage ist nur ob die Nutzer das mitmachen oder ob dann Geld für einen Standard ausgegeben wird den fast niemand nutzt.
Leute stellen sich die Frage: Warum ein DAB+-gerät kaufen wenn man auch einfach einen alten Desktop-PC vom Sperrmüll für Lau bekommt und mit dem auch Radio hören kann (sofern man Internetzugriff hat)?
Die meisten Leute haben Internetzugriff im ganzen Haus per WLAN, da kann dann der Laptop oder das Handy an den TB-Eingang angeschlossen werden.
Kostet Null Euro und funktioniert auf jeden Fall wenn der Internetzugriff geht. Bei DAB+ ist das aufgrund der schlechten Versorgung in manchen Gebieten schon wieder Gefrickel die richtige Position zu suchen bzw. ne Dachantenne zu nutzen und ein Kabel zu verlegen.

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