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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Tipp für ZF-Filter mit festsitzenden Abgleichkernen
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19.07.18 20:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

19.07.18 20:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Tipp für ZF-Filter mit festsitzenden Abgleichkernen

Hallo zusammen,

viele kennen das Problem: verstimmte ZF-Bandfilter mit festsitzenden oder derart beschädigten Ferritkernen, dass sie sich nicht mehr abgleichen lassen. Im Gegensatz zu HF-Kreisen gibt es hier aber eine Lösung, sofern der Ferrit nicht derart beschädigt ist, dass die Spule ihren Zweck nicht mehr erfüllt. Der Trick ist eigentlich ganz einfach, auf die Idee hat mich der Biennophone 2066 gebracht: Statt mit der Spule wird die Resonanzfrequenz mit einem Trimmkondensator eingestellt.

In der Praxis gibt es zwei Fälle.

Fall 1: Der Schwingkreiskondensator ist zugänglich und kann getauscht werden.
In diesem Fall wird er durch einen mit etwas kleinerer Kapazität ersetzt, dem ein Trimmer parallel geschaltet wird, so dass die Resonanzfrequenz genau eingestellt werden kann. Als Anhaltspunkt kann man den Kondensator um 20% verkleinern, der Trimmer wird so gross gewählt, dass die Maximalkapazität 20% grösser wird als die ursprüngliche Kapazität. Wichtig ist hier, dass der Festkondensator durch einen C0G- oder NP0-Keramikkondensator ersetzt wird, damit keine Temperaturdrift entsteht. Bei FM-ZF-Kreisen ist die Kapazität meistens recht klein, so dass man auf den Festkondensator verzichten kann, der Abgleich erfordert dann aber Fingerspitzengefühl.

Fall 2: Der Schwingkreiskondensator ist nicht zugänglich.
Hier kann durch einen Trimmkondensator die Resonanzfrequenz nur nach unten verschoben werden, was bedeutet, dass man die ZF nach unten schieben muss, selbstverständlich nicht mehr als unbedingt nötig. Durch die Verschiebung muss auch der Empfangsbereich des Oszillators nachgestimmt werden, eventuell auch die Eingangskreise.

Beim Abgleich unbedingt beachten, dass die Trimmer der anodenseitigen Schwingkreise auf Anodenpotential liegen, was neben der Gefahr eines elektrischen Schlages auch je nach Einbausituation ein ordentliches Kurzschlusspotential hat. Daher unbedingt mit einem isolierten Schraubenzieher arbeiten, bei einem mit Metall-Schaft diesen mit einem Schrumpfschlauch isolieren. Besser ist ein Kunststoff-Abgleichschraubenzieher.

Gruss HB9

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20.07.18 09:36
wumpus 

Administrator

20.07.18 09:36
wumpus 

Administrator

Re: Tipp für ZF-Filter mit festsitzenden Abgleichkernen

Hallo HB9,

man muß u.u. auch den HF-Oszillator leicht nachstellen?

Im Wumpus-Kompendium bin ich auch kurz auf diese festsitzenden Kerne eingegangen:
http://www.welt-der-alten-radios.de/a--g...ch-53.html#fest


Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
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20.07.18 21:29
HB9 

WGF-Premiumnutzer

20.07.18 21:29
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Tipp für ZF-Filter mit festsitzenden Abgleichkernen

Hallo Rainer,

der Oszillator muss nur nachgestellt werden, wenn man die ZF wesentlich verschiebt, da dann der Empfangsbereich um denselben Betrag verschoben wird und so unter Umständen die höchste oder tiefste Senderfrequenz nicht mehr einstellbar ist.

Gruss HB9

22.07.18 09:36
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

22.07.18 09:36
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Tipp für ZF-Filter mit festsitzenden Abgleichkernen

hallo alle,
das Nachstellen von HF Oszillator aber unbedingt so machen wie vorgesehen. Ein Trimm C der da nicht reingehört würde ein Gleichlaufproblem mit den Vorkreisen zulassen. Festgeröstete Kerne lassen sich oft mit einem Tropfen Silikonöl wieder gangbar machen.
Hab ich beim E108Lw4 so gemacht.

lG Martin

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