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Reparatur eines Volksempfängers VE301W mit zahlreichen vorangegangenen Umbauten.
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05.02.08 10:47
Wolle 

Moderator

05.02.08 10:47
Wolle 

Moderator

Reparatur eines Volksempfängers VE301W mit zahlreichen vorangegangenen Umbauten.

Hallo an alle Leser.
Vor einiger Zeit hatte ich das "Vergnügen", einen Volksempfänger VE301W wieder spielfähig zu machen. Das Gerät hat im Lauf seines Lebens etliche Umbauten erfahren und stammt, weiß der Teufel, woher. Natürlich fehlte die Rückwand und die erste Sichtkontrolle zeigte einen dynamischen Lautsprecher mit Ausgangstrafo und die Röhren AF7, REN904 und RGN354 auf dem Chassis, Der Zwischenübertrager des VE301 fehlte, der Spulensatz war die bekannte Käfigspule. Auch der Drehko entsprach der ersten im VE eingebauten Ausführung. Als Hersteller des Chassis wies das Typenschild die Firma "Emud" aus. Die Unterseite zeigte den bekannten Blockkondensator des VE in der ersten Ausführung. Zuerst dachte ich, daß dieses Gerät in der Fertigung zwischen 1936 und 1938 vor dem Erscheinen des Volksempfängers VE301Wn mit der AF7 im Audion Original bestückt war. Nähere Untersuchungen ergaben aber, daß das Gerät Anfang der fünfziger Jahre umgebaut wurde. Nach dem Einschalten war nach der Aufheizzeit ein Brummen zu hören und ein schwacher Empfang war möglich. Nach kurzer Betriebszeit wurde der Netztrafo heiß. Die Anodenspannung war mit 100 Volt zu niedrig. Ursache war ein Windungsschluß des Netztrafos. Auf irgendeinen Flohmarkt erwarb ich einen anderen, noch sehr gut aussehenden Trafo. Die Freude verging, als ich feststellen mußte, daß die Primärwicklung unterbrochen war. Also, beim Kaus ein Ohmmeter oder eine L- Meßbrücke mitnehmen! Als Ausweg blieb noch das Umwickeln eines Trafos, der eigentlich für einen anderen Einsatz gewickelt wurde. Egal, Netz- und Hochvoltwicklung (300 Volt) waren vorhanden, von der Hochvoltwicklung einiges abgewickelt, zwei Heizwicklungen aufgebracht und schon war der Trafo fertig. (Sch... Arbeit). Danach in Betrieb gesetzt, war ein brauchbarer Empfang möglich. Eine versuchsweise eingesetzte RES164 arbeitete seltsamerweise auch ohne Schirmgitterspannung, brachte aber ein unangenehmes Brummen. Alle Körper sind träge, meiner auch, also beließ ich es bei der REN904, mit der auch ein akzeptabler Lautsprecherempfang ohne Brummen möglich war. Während des Probebetriebs blähte sich der Blockkondensator etwas auf. Glücklicherweise nachvollziehbar, weil ich schon vorher Fotos von den Chassis gemacht hatte. Also das Ganze mit reduzierter Betriebsspannung laufen lassen und schauen, was passiert. Nach einigen Stunden Betrieb waren die Restströme in dem Becher so gering, daß man ihn im Gerät belassen konnte. Genauso wurde auch die Endröhre und der Lautsprecher belassen. Wer Schund kauft, muß bekanntlich mit Schund leben.

Das Urheberrecht an den Bildern habe ich.







Viele Grüße an alle Leser

Wolle

Editiert 05.02.08 11:30

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VE301Wa.jpg VE301Wa.jpg (1046x)

Mime-Type: image/pjpeg, 49 kB

VE301Wb.jpg VE301Wb.jpg (963x)

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VE301Wc.jpg VE301Wc.jpg (1092x)

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05.02.08 11:35
JHG

nicht registriert

05.02.08 11:35
JHG

nicht registriert

Re: Reparatur eines Volksempfängers VE301W mit zahlreichen vorangegangenen Umbauten.

Hallo Wolle, wenn ich das richtig verstehe, liegen bei Verwendung der REN904 in Position und an Stelle der RES 164 die volle Schirmgitterspannung über den 100kOhm 0,5 W an Masse. Der dürfte dann mit der Zeit ziehmlich warm werden. Die Mittelpol ist bei der RES G2 und bei REN Masse/Kathode. Im Übrigen kann ich bestätigen, das der Empfänger auch so läuft. Wir haben den Versuch schon während meiner Jugendzeit gemacht allerdings ohne Hintergrundwissen Methode Versuch macht kluch.. Gruss Jürgen H.

05.02.08 11:55
Wolle 

Moderator

05.02.08 11:55
Wolle 

Moderator

Re: Reparatur eines Volksempfängers VE301W mit zahlreichen vorangegangenen Umbauten.

Hallo Jürgen.

Wohl wahr, aber der Mittelstift des Endrohrs war an Masse gelegt und der Vorwiderstand für die Schirmgitterspannung fehlte. Da der Umbau sehr lange zurücklag und ordentlich durchgeführt wurde (Siehe Foto), war das nicht sofort ersichtlich und die RES164 erhielt keine Schirmgitterspannung, weil dieses ja an Masse lag. Daher auch mein Staunen, daß trotzdem ein Ton zu hören war.

Viele Grüße
Wolle

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