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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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VE301dyn
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05.08.11 07:12
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

05.08.11 07:12
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo!

Mit Spiritus oder anderen Lösungsmitteln sollte man etwas vorsichtig sein. Auch wenn Bakelit auf den ersten Blick Lösungsmittelbeständig aussieht handelt es sich doch um einen Kunststoff. Ich benutze dafür Haushaltsreiniger z.t. aus dem Profibereich, zur Not bleibt das Teil einen Tag in der Lauge, dann sorgfältig abspülen. Nur die Reparaturstellen behandele ich mit Lösungsmitteln um Rückstände zu entfernen. Allerdings hatte ich solche großen Löcher noch nicht zu stopfen, bei mir waren es Knöpfe die im inneren gebrochen waren. Die hab ich mit 2K Autoreparatur- Kleber wieder hinbekommen. Bin eben der der Typ der langsam vorgeht bei solchen Arbeiten, das kann ruhig ein paar Tage dauern.

MFG Nobby

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08.08.11 01:17
ingodergute 

Moderator

08.08.11 01:17
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo zusammen,

nun funktioniert mein Chassis erstmal. Als Ausgangstrafo habe ich momentan einen für die EL95 optimierten genutzt, der offensichtlich das genau gleiche Übersetzungsverhältnis hat wie das Original und der zufällig genau die gleichen mechanischen Abmessungen (Schraubenabstand) besitzt.
Ich habe die vorhandenen 8µF Elkos aus den 50-er Jahren gegen 4µF Typen (regeneriert in Originalgehäuse mit Originaldruck) aus der E-Bucht getauscht. Dann habe ich den Mehrfachkondensator ausgewechselt (0,2µF / 0,1µF / 0,1µF), da mindestens der 0,2µF nur noch knapp 20nF hatte. Jetzt sind erstmal neue drin, den alten hebe ich auf (ist ggf. neu befüllbar). Den Koppel-C von der Anode der AF7 zum Gitter der Endröhre hatte ich zunächst belassen. Er war statisch (bei 3V) hochohmig und seine Kapazität war mit 13nF (statt 10nF) auch ok. Dann steckte ich nur die Gleichrichterröhre. Es waren 450V Anodenspannung im Leerlauf vorhanden und am Gitter der (nicht gesteckten) Endröhre lagen +95V an. Also war auch der Koppelkondensator fällig. Im Betrieb soll zwar an der Anode der AF7 nur 17V ... 33V sein, aber beim Hochheizen könnte ja die Anodenspannung vor dem Strom der AF7 oben sein und dann hätte das Gitter der Endröhre hohes positives Potential. Nach dem Wechsel des Kondensators war die Spannung am Endröhrengitter negativ, also durfte nun die Endröhre rein. Es brummte im Lautsprecher und wenn der Anodenanschluss der (nicht gesteckten) AF7 berührt wurde, brummte es lauter. Nun kam die AF7 hinein und das Gerät konnte mit einem einige Meter langen Kabel im Keller einige Mittelwellensender (DLF, 2 x russ. 1 x frz.) sowie einen Langwellensender empfangen. Das Brummen war mir jedoch zu stark und ich baute einen zusätzlichen Elko von 4µF vom Pluspol des Ladeelkos zur Masse des Gerätes ein. Das verringert das Brummen erheblich. Es ist zwar nun modifiziert, aber auf eine Art, die auch zur Hauptnutzungszeit hätte gemacht sein können (hätte ich bestimmt so gemacht!). Nun konnte auch mit dem nachgerüsteten Entbrummregler (50 Ohm genau passendes Drahtpoti, das ich gerade da hatte - als Ersatz für die beiden in diesem Gerät bestückten 25 Ohm Widerstände) auf Brummminimum abgeglichen werden.

Leider habe ich als Endröhre keine 5-polige sondern eine 4-polige Röhre (Triode) unbekannten Namens. Da werde ich also versuchen demnächst eine RES164 oder eine L416 zu bekommen. Auch scheint die Emission der AF7 nicht mehr so besonders zu sein, die Anodenspannung beträgt über 30V.
[edit:] Mit der AF7 bin ich mir nicht mehr so sicher. In den Schaltplänen, die ich hier habe ist 2 x angegeben, Ua=17V, Ug2=1V und einmal bei einem Mende VE301dyn Ua=33V, Ug2=27V - letzteres könnte in etwa für mein Exeplar zutreffen. Bei Gelegenheit hole ich mal mein Röhrenprüfgerät raus und messe die AF7 nach. [/edit]

Trotzdem bin ich erstmal recht zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. Nun muss noch das Gehäuse gereinigt und geflickt werden und alles wieder zusammengeschraubt werden. Das Skalenrad rutsch noch an den Enden auf der Drehkoachse, da werde ich selbige evtl. ein wenig abflachen, um das zu verhindern (ich traue mich nicht, die Madenschraube noch fester zu ziehen aus Angst, das Gewinde reißt aus).

Ich hätte nicht gedacht, wie lange ein so einfach aufgebautes Gerät zur Instandsetzung benötigen würde.

Ein paar Fotos reiche ich demnächst noch nach.

Viele Grüße

Ingo.


_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

Zuletzt bearbeitet am 08.08.11 11:38

08.08.11 09:15
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

08.08.11 09:15
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,

das weißt Du zwar sicherlich selber , aber für Restaurateure die noch nicht so im Stoff stehen und mit einem modernen Multimeter (Ri meist 10MOhm) messen - in den alten Plänen ist meist der Ri des Instrumentes , mit dem gemessen wurde angegeben, wie z.B. 333 Ohm pro Volt oder 20kOhm pro Volt. Durch die sehr niederohmigen Instrumente brechen die Spannungen an hochohmigen Stellen mehr oder weniger zusammen, als mit einem modernen Multimeter gemessen.
Oft wird das völlig außer Acht gelassen und ein falscher Fehler gesucht - also bitte immer schön die Randbemerkungen auf den Plänen beachten.

Viele Grüße
Bernd

.... und vergessen Sie nicht Ihre Antenne zu erden !

08.08.11 10:01
ingodergute 

Moderator

08.08.11 10:01
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo Bernd,

vielen Dank für den (entscheidenden) Tip. Natürlich weiß ich das - eigentlich. Und ich habe an anderer Stelle auch schon mal jemanden darauf hingewiesen, es aber selbst in meinem Fall vergessen, zu berücksichtigen. Natürlich muss die Anodenspannung der AF7 bei 500 kOhm Anodenwiderstand mit einem niederohmigen Messgerät einen viel geringeren Wert ergeben als mit einem modernen Multimeter. Nebenbei, insofern repräsentiert der gemessene Wert in diesem Fall (fast) nur die Funktion des Widerstandes und der Spannungsquelle kaum aber die Wirkung der (Röhren-)Last.
Also nochmals vielen Dank für Deinen erhellenden Hinweis. Vielleicht sollte ich zur Reparatur eines alten Gerätes auch immer ein passendes Messgerät benutzen.

Viele Grüße Ingo.

_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

08.08.11 10:29
Wolle 

Moderator

08.08.11 10:29
Wolle 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo Ingo.

Ein dem Multimeter parallel geschalteter Widerstand in der Größenordnung des Innenwiderstandes des angegebenen analogen Meßgerätes erfüllt den gleichen Zweck.

Beispiel: Meßgerät mit 1 kOhm pro Volt, Meßbereich 300 Volt würde 300 kOhm ergeben. Damit sind dann die in der Schaltung angegebenen Spannungen mit der richtigen Belastung durch das Meßgerät zu messen.

Mit vielen Grüßen.
Wolle

08.08.11 11:20
ingodergute 

Moderator

08.08.11 11:20
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo Wolle,

ja, ein parallel geschalteter Widerstand erfüllt den gleichen Zweck. Das bringt mich auf die Idee, einen mit Jahreszahlen beschrifteten Schalter an das Multizet anzubauen, mit dem man dann das Messgerät technisch temporär älter und damit niederohmiger machen könnte.

Viele Grüße Ingo.

_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

08.08.11 15:34
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

08.08.11 15:34
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,

bedenke aber , Du brauchst dann für jeden Bereich einen anderen Widerstand - eben Ohm pro Volt .
Sonst gilt : Wer viel Mist mißt, mißt viel Mist
Und du tappst noch eher in diese Falle .

Viele Grüße
Bernd

.... und vergessen Sie nicht Ihre Antenne zu erden !

08.08.11 23:12
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

08.08.11 23:12
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo!

Hab noch mal in ein schlaues Buch geguckt und habe zur Brummspannung folgendes gefunden: Die Feldwicklung de LS hat 5000 Ohm Gleichstromwiderstand und eine Induktivität von 150 H!. Zusammen mit dem C von 4µF ergibt sich ein Siebfaktor von 600. Das müsste reichen. Man könnte den AÜ versuchsweise umpolen um über das Gitter der Endröhre gelangte Brummspannung zu kompensieren, ob das was bringt weiß ich nicht. So wie in dem Buch beschrieben müsste die originale Siebkette ausreichen, allerdings bezieht sich die Beschreibung auf die RES 164. PS: Das Entbrummpoti in meinem Schaltplan hat 100Ohm.


MFG Nobby

Zuletzt bearbeitet am 08.08.11 23:15

08.08.11 23:53
ingodergute 

Moderator

08.08.11 23:53
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo,

nobbyrad58:
Die Feldwicklung de LS hat 5000 Ohm Gleichstromwiderstand und eine Induktivität von 150 H!. Zusammen mit dem C von 4µF ergibt sich ein Siebfaktor von 600. Das müsste reichen. Man könnte den AÜ versuchsweise umpolen um über das Gitter der Endröhre gelangte Brummspannung zu kompensieren, ob das was bringt weiß ich nicht.
Vielleicht bin ich ja auch zu verwöhnt. Das mit dem Umpolen der Anschlüsse habe ich auch probiert, kein Unterschied. Aber eine andere Endröhre könnte die Verhältnisse wirklich ändern.

Hier habe ich die versprochenen Bilder:

Das Gehäuse sah so aus:









So sieht der Drehko jetzt im eingebauten Zustand aus:









Ganz witzig sah die durchscheinende Reparaturstelle der Lautsprechermembran aus. Inzwischen habe ich sie mit einem schwarzen Marker gefärbt und somit undurchsichtig gemacht.



Die Gehäuserisse habe ich geklebt (Sekundenkleber-Gel), beschliffen und poliert. Die fehlende Ecke fehlt erstmal. Ich habe kein Material zum Flicken und wie schon geschrieben auch wenig Selbstvertrauen, das Gehäuse wirklich zu verbessern. Schlimmstenfalls bleibt es so. Es ist auch mit der Fehlstelle ein Stück lebendiger Technikgeschichte.
Im Sockel der AF7 steckte wohl mal ein Kurzwellenzusatz, weswegen das Loch in der Rückwand verblieben ist. Leider habe ich den Zusatz nicht. Hätte ich gern mal ausprobiert.



Was mir auffällt ist, dass der Rückkopplungsregler fast immer am Linksanschlag stehen muss. Selbst dort ist bei bestimmten Antennenkonfigurationen bereits Selbsterregung des Audions möglich. Ich werde mal - wenn ich eine habe - eine andere AF7 probieren oder auch einen anderen Foliendrehko - oder ist das normal bei dem Typ. Außerdem brauche ich noch eine RES164 oder kompatibel, um zu testen, ob es dann etwas lauter ist als bei meiner derzeit eingebauten Triode unbekannten Namens. Ich überlege auch, hier mal eine umgesockelte russische Ersatzröhre zu verwenden.

Viele Grüße Ingo.

Schwertfische zu Flugenten!

Zuletzt bearbeitet am 09.08.11 09:20

Datei-Anhänge
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geh_alt02.jpg geh_alt02.jpg (120x)

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geh_alt03.jpg geh_alt03.jpg (128x)

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geh_alt04.jpg geh_alt04.jpg (123x)

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drehko01.jpg drehko01.jpg (168x)

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chassis01.jpg chassis01.jpg (139x)

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schaltung01.jpg schaltung01.jpg (200x)

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VE_kpl04.jpg VE_kpl04.jpg (144x)

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VE_kpl01.jpg VE_kpl01.jpg (142x)

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VE_kpl05.jpg VE_kpl05.jpg (151x)

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09.08.11 00:00
roehrenfreak

nicht registriert

09.08.11 00:00
roehrenfreak

nicht registriert

Re: VE301dyn

nobbyrad58:
Hallo Ingo!

... Man könnte den AÜ versuchsweise umpolen um über das Gitter der Endröhre gelangte Brummspannung zu kompensieren, ob das was bringt weiß ich nicht. ...


MFG Nobby

Hallo zusammen,

das dürfte sehr wohl etwas bringen. Alte mathematische Regel "Hebt sich gegen hebt sich". Gegenphasige Brummspannungen subtrahieren im Idealfall zu Null. Das Problem kennen wir schon von einem leicht verbastelten Ur-VE301 mit NF-Koppeltrafo. Das Umpolen einer der Wicklungen brachte den heftigen Brumm fast völlig zum Verschwinden.

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
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Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)

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