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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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VE301dyn
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18.08.11 11:58
OpaFritz 

WGF-Nutzer Stufe 2

18.08.11 11:58
OpaFritz 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,
jetzt haben schon einige Kollegen gute Ratschläge gegeben. So kann ich auf ein paar kleine Punkte mich beschränken. Nach der Restauration von einigen Volksempfängern darf man feststellen, dass das alte Geräte sind und keine HIFI Eigenschaften haben. Es ist ein sicheres Zeichen dafür, wenn die dickere Siebung nichts hilft, da ist noch was anderes. Zum einen die Lautsprecher übertragen die Netzfrequenz oder die 100Hz fast nicht , weil die tiefe Grenzfrequenz da erst beginnt zum anderen wäre zu prüfen - hinsichtlich der angesprochenen Verzerrungen, ob die Schwingspule frei schwingen kann oder kratzt, mal mit dem Finger etwas in eine Richtung ziehen und zuhören.
Völlig brummfrei bedeutet viel Aufwand. Funktioniert der Entbrummer gut; d.h. die Brummstärke gibt ein deutliches Minimum, dann ist hier Feierabend. Experimentiere nicht mit komplexen Ersatzröhren, notfalls kann ich auch AF7 oder RES164 zum Freundschaftspreis abgeben, das gilt auch für den Drehko - wenn dort der Zinkfrass am Werk ist, dann besser tauschen, es gibt so viele noch davon.
Ich benutze gerne die Unterlagen von Herrn Vorrath und die Replika von Herrn Stockhusen -Der Volksempfänger so noch besser.
Prüfe alle Kondensatoren auf Feinschluss mit einer Glimmlampe und hoher Spannung, leuchtet die nicht oder nur kurz auf, ist alles gut.
Ich ersetze sehr oft die komplette Verdrahtung, siehe ein paar Bilder.
Minicheckliste: Ist der 200pf am Gitter der RES164 eingebaut? Hat die AF/ ein gut leitendes Abschirmkleid? ist am Sockel dieser Mantel mit Draht kontaktiert? und geht der Anschluß zur Fassung? Ist das auch geerdet? Vielleicht ist der Brumm dann weniger geworden.
Ist die Schrimwicklung des Trafos auch geerdet? Findet man meist nicht im Schaltplan, muss aber sein.
Im Eifer des Gefechts vergißt man den Netztrafo- Bei Herrn Dr. Viehl ist erwähnt und ich kann das auch bestätigen. Einige alte Trafos haben eine schlechte Isolationseigenschaften bekommen- Alterserscheinungen. Dann mißt man zwischen Primär und sekundät einen merklichen pf-Kondensator. Je grösser der Kondensator geworden ist, umso mehr brummt das Gerät - das ist doch die beste Empfangsquelle. Mal den Stecke rumdrehen, ist es dann anders? Das wäre ein deutliches Zeichen.
Diese ganze Geschichte mit dem Trafo ist auch der Grund für unterschiedlichste Empfangsleistungen beim VE oder auch beim VEdyn.
Ist die Leitung zur AF7 abgeschirmt und auch im Chassis unten geeerdet? Die KOmbination im Kopfanschluß 100pf und 2M ist oft fehlerhaft, meine Schluß oder nicht angeschlossen, Kappenerde angebrochen.
Zum Lautsprecher hat Röhrenfreak schon den guten Hinweis gegeben, ich verfahre auch so und ersetze die Fehlstellen - gerne mit dickem Löschpapier und ausgefranzten Rändern - so wie Jürgen empfohlen.
Zum Thema Modulator: Ist halt wirklich inzwischen so, dass das der Modulationsgrad der Sender im Vergleich zu den 40er Jahren anders geworden ist, dass führt zu Verzerrungen, die man mit dem Modulator nicht hört. Das stört besonders bei den grossen Alten, z.B. SABA 520W
Wenn man hier manipulieren will, könnte man an dem 2M an der AF7 verändern bis man das Optimum für die gerade benutzte Röhre hat.
Ich hoffe, ich führe Dich auf einen anderen Weg an das Problem heranzugehen und mache hiermit Mut weiter zumachen. Irgendwo sind halt dann Grenzen. Falls Fragen, dann ab ins Forum damit.
Viele Grüße
OpaFritz

Datei-Anhänge
VE301dyn Schaub Chassis vorher.gif VE301dyn Schaub Chassis vorher.gif (237x)

Mime-Type: image/gif, 179 kB

VE301dyn Schaub Chassis unten 1.jpg VE301dyn Schaub Chassis unten 1.jpg (274x)

Mime-Type: image/jpeg, 96 kB

VE301dyn Schaub Innen 1.jpg VE301dyn Schaub Innen 1.jpg (235x)

Mime-Type: image/jpeg, 171 kB

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18.08.11 12:16
roehrenfreak

nicht registriert

18.08.11 12:16
roehrenfreak

nicht registriert

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,

auch hierzu der Tipp:

http://www.oldradioworld.de/hints-reparaturen.htm#128

Viele detailreiche Bilder und Reparaturtipps für den eingefleischten VE-Reparateur...

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)

http://www.rettet-unsere-radios.de

18.08.11 15:21
ingodergute 

Moderator

18.08.11 15:21
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo OpaFritz,

vielen dank für Deine ausführliche Antwort. Einige Deiner Ratschläge hatte ich ja bereits berücksichtigt. Ich habe vorhin noch den letzten bisher unverändert belassenen Kondensator (100pF) vor dem gitter der AF7 testweise gewechselt. An den Verzerrungen hat sich nichts geändert.

Das Brummen konnte ich erheblich verringern. Ich setze ja, wie geschrieben momentan eine 4P1L als Ersatz für die RES164 ein. Im Forum von *(I)* *(I)* ist vor einiger Zeit intensiv über diese Röhre diskutiert worden, vor allem über ihre Eigenschaft ein deutliches 100Hz-Brummen zu erzeugen. Genau dieses hatte ich auch bemängelt und es schien unabhängig von den Siebmitteln im Anodenspannungszweig zu sein. Somit kam nur Zweiweggleichrichtung der Heizspannung in der Röhre selbst in Frage. Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, dieses Brummen auf einfache Art zu kompensieren, ohne das Radio zu modifizieren.
Durch Einbau von 6 zusätzlichen Bauteilen in den Umsockler (genaugenommen habe ich es zwischen die Steckstifte gelötet - der Umsockler ist vergossen) konnte ich das Brummen nachhaltig verringern.

Geblieben ist ein leichtes höherfrequentes Brummen, dass wohl auf einer Oberwelle der 50 / 100 Hz liegt, aber nur unwesentlich stört. Mit dem Brummverhalten bin ich nun trotz der "Ersatzröhre" zufrieden.

Soweit erstmal

Ingo.
_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

Zuletzt bearbeitet am 18.08.11 15:21

Datei-Anhänge
4P1L_Komp.png 4P1L_Komp.png (149x)

Mime-Type: image/x-png, 8 kB

18.08.11 15:53
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

18.08.11 15:53
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo!

Du hast Post.

MFG Nobby

18.08.11 18:28
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

18.08.11 18:28
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo!

Post müsste angekommen sein.

MFG Nobby

18.08.11 22:39
ingodergute 

Moderator

18.08.11 22:39
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo zusammen,

ich war vorhin im Garten, um das Gerät nochmal in "sauberer" Umgebung (ohne EMV) zu testen. An 3-4 m Antenne (2 Messtrippen hintereinander) ohne Erde habe ich ziemlich viele Mittelwellensender und einen Langwellensender empfangen. Einige waren verzerrt, einige unverzerrt - auch die Stellung der Regler (Antennenkopplung und Rückkopplung) beeinflusst den Klirrafktor z.T. erheblich. Die Tatsache, dass einige Sender unverzerrt hörbar waren, spricht dafür, dass das Radio im Prinzip in Ordnung ist.
Das Restbrumm ist angenehm gering und die erzielbare Lautstärke ist sehr groß.

Ein vergleichender Test mit einer "echten" RES164 steht aber noch aus. Ich bekomme vielleicht morgen eine zum Testen.

OpaFritz:
Ist die Leitung zur AF7 abgeschirmt und auch im Chassis unten geeerdet?
Soll sie denn abgeschirmt sein? Meine war original nicht geschirmt und ist es jetzt auch nicht. Die Kappe ist mit einer neben der ungeschirmten Gitterleitung liegenden Leitung geerdet.
Mir scheint aber die Schirmung der Leitung sinnvoll. wenn man denn die Kappe schirmt. Also, was ist richtig?

Viele Grüße

Ingo.

_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

Zuletzt bearbeitet am 18.08.11 22:40

18.08.11 23:02
roehrenfreak

nicht registriert

18.08.11 23:02
roehrenfreak

nicht registriert

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,

im Originalzustand war die Leitung zur G1-Kappe geschirmt. Die "Audionkombination" aus Kondensator||Widerstand (ca. 200pF||2MegOhm) ist in der Kappe untergebracht.

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

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Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)

http://www.rettet-unsere-radios.de

18.08.11 23:08
ingodergute 

Moderator

18.08.11 23:08
ingodergute 

Moderator

Re: VE301dyn

Hallo Jürgen,


Danke an Dich und OpaFritz - das ist ja gut zu wissen und könnte die (Quietsch-)Schwingfreudigkeit meines Empfängers erklären - der Rückkopplungsdrehko muss immer wenige Grad vom linken Anschlag eingestellt sein. Ich muss mal nachschauen, ich habe wohl noch kapazitätsarm geschirmte Leitung - schlimmstenfalls von einer alten Autoantenne. Die kommt morgen dran!

Viele Grüße

Ingo.
_______________________
Schwertfische zu Flugenten!

19.08.11 08:44
Airwaves 

WGF-Premiumnutzer

19.08.11 08:44
Airwaves 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo Ingo,
diesen Effekt des Verzerrens einiger Sender konnte ich bei meinem VE301 dyn auch beobachten. Das tritt auch bei anderen Geräten mit Audiongleichrichtung mehr oder weniger stark auf. Bei Geräten mit Diodengleichrichtung hingegen habe ich das so gut wie nie beobachtet. Gut möglich, das es mit dem dynamischen Träger bei einigen Sendern zusammenhängt. Ich denke auch, das Dein VE soweit in Ordnung ist, was diese Verzerrungen betrifft.

Mein VE hat übrigens auch keine geschirmte Leitung zur AF. Die Gitterkappe selbst ist aber separat geerdet. Es sieht nicht so aus, als ob da mal dran rumgebastelt wurde. Diese ungeschirmten Leitungen zum Audion mit Gitterkappe habe ich auch schon bei anderen Geräten gesehen. Ich denke, das die Hersteller das etwas unterschiedlich gehandhabt haben.

Viele Grüße,
Christian

19.08.11 08:58
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

19.08.11 08:58
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301dyn

Hallo,

irgendwo habe ich mal gelesen, daß die Verzerrungen im Audion mit dem heutzutage hohen Modulationsgrad fast 100% zusammen hängen .
Früher dagegen wurde nur bis zu 70% moduliert. Aber 100% Modulation erhöht die Reichweite bei gleicher Sendeleistung.

Viele Grüße
Bernd

.... und vergessen Sie nicht Ihre Antenne zu erden !

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