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VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe
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05.03.16 13:10
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

05.03.16 13:10
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo zusammen,

der Vorschlag von Herrmann ist bei Licht betrachtet nicht der Schlechteste. So bin ich bei meinem total verbastelten DKE38 vorgegangen. Wenn alle Kleinteile ausgebaut sind, kann man sie in Ruhe testen. Die Neuverdrahtung kann man mit einem Marker im Schaltplan nachziehen. Eigentlich kann man kaum einen Fehler machen und die möglichen kalten Lötstellen sind dann auch kein Thema mehr.

Viel Erfolg!

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 05.03.16 13:15

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05.03.16 14:27
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

05.03.16 14:27
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo Zusammen!

Hab mal einen "ketzerischen" Vorschlag, mehr so allgemein bei Umbaugeräten wo man nichts genaues weiss
Mit Neuteilen: Netztrafo ersetzen durch einen für Brückengleichrichtung, also eine Sek. Wicklung. Dann können die Netzteilelkos vergrößert werden. Den AÜ durch einen für EL 95 tauschen.
Oder bei Verwendung des originalen Netztrafos ohne Feldspule: L Eingang mit 15 Hy Drossel, 10 - 22 µF Sieb - Lade C. Zwischen Sieb und Lade C einen R der die Differenz 5 K - Gleichstromwiderstand der Drossel ausgleicht. Den AÜ wieder ersetzen mit EL 95 AÜ.
Die größere Kapazität soll die fehlende Brummkompensation, die von der Feldspule erzeugt wurde ausgleichen. Den L Eingang hab ich vorgesehen um die höhere Sekundärspannung des Netztrafos etwas zu "bremsen". Das alte 220 V - 240 V Problen.
Das war natürlich nix für Originalfans. Wichtig ist das ein betriebssicheres (soweit möglich) Privatradio entsteht.

MFG Nobby

06.03.16 08:12
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

06.03.16 08:12
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo zusammen, Hallo Nobby,

Dein Vorschlag ist gut, aber nichts für "Null-Halbleiter"-Fans. Brauchbare und passende Gleichrichter-Röhren gibt es für 15-25 Euro. Bei der Dimensionierung der Siebdrossel schlage ich ein Exemplar mit 50-60 H bei ca 20mA Nennstrom und 900 Ohm DC-Widerstand vor. So ein Exemplar gibt es z.B. bei ******** für 22,- und ist mit einem M42-Kern sehr kompakt.

Bei dieser Firma gibt es auch einen Eintakt-Trafo für Röhrenschaltungen bis etwa 1 W, Bauform M42, 10/40, KOhm auf 4/8 Ohm, 3-fach verschachtelt. (je nach Verschaltung der Primärwicklungen 10K oder 40k Primärimpedanz, 40k kann sehr interessant für eine schwache RES164 sein, um dort noch etwas mehr Lautstärke herauszuholen)

Ansonsten finde ich Deinen Vorschlag mit dem L-Eingang gut, um die Anodenspannung etwas niedriger ausfallen zu lassen. Einen kleinen Ladekondensator von 0,5µF würde ich jedoch spendieren, das verbessert die Siebwirkung.

Durch die riesige Induktivität von 50H kann man gleich zum "Null-Elko"-Fan werden und die Siebungen im Gerät durch einen Motor-Anlaufkondensator im schönen Alugehäuse vornehmen lassen. Ein Exemplar mit 18 µF - 250 V~ - Lötösen - Gewinde M8 - Maße (LxØ): 98x40 mm gibt es bei ****** für 1,95. (die DC-Spannungsfestigkeit von rund 353V kann, falls im Fehlerfall keinerlei Anodenstrom fließt, u.U. etwas knapp sein (messen!), es gibt auch >400V~Exemplare)

Im Übrigen halte ich die Brummkompensation durch die Feldspule eines elektrodynamischen Lautsprechers für ein Gerücht. Das kann rein physikalisch nicht funktionieren, denn die Feld- oder besser Erregerfeldspule kann keine Gegen-Brumm-Auslenkkraft auf die Schwingspule bzw. Lautsprechermembran bewirken.
Sie kann bestenfalls die erste Ableitung davon in Abhängigkeit von der Amplitude der Nutz-NF erzeugen, also ein Mischprodukt so ähnlich wie in einem Ringmodulator an der Schwingspule erzeugen. Unbrauchbar für die Zielsetzung "Brummkompensation".

Das Gerücht entstand vielleicht durch die Beobachtung, daß Ersatz-Siebwiderstände anstelle der Feldspule eine deutlich höhere Brummspannung verursachten, also dichtete man der Feldspule eine Kompensationsfunktion an - ohne deren enormen Induktivität Beachtung zu schenken.

Gruß
Herrmann

Zuletzt bearbeitet am 06.03.16 08:23

06.03.16 09:18
wumpus 

Administrator

06.03.16 09:18
wumpus 

Administrator

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo zusammen,

man kann grundsätzlich alles machen, auch einen kompletten Neuaufbau, sogar mit modernen Bauteilen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das wirklich die Zielrichtung vom Thread-Starter war (ist). Da ging es eher um die Instandsetzung eines (verbastelten) Geräts?


Gruß von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

"Vom Mund zum Ohr auf dem Strahle der elektrischen Kraft!"
Als MP3-Datei: http://www.welt-der-alten-radios.de/files/auf-dem-strahl.mp3

06.03.16 11:02
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

06.03.16 11:02
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo Zusammen, Hallo Herrmann!

Mein Vorschlag hatte ich auch als "ketzerisch" bezeichnet. Eigentlich ging es mir darum mit den Neuteilen ein einiger maßen sicheres Gerät zu bekommen. Bein original NT kann die Wicklungsisolation defekt sein, die el. Isolation zwischen den Kernblechen nicht mehr überall gegeben sein. Das der EL 95 AÜ nicht so ganz passt war klar, aber man könnte diesen auch, wenn nicht mehr benötigt, für andere Projekte verwenden. Auch das 220 - 230 V Problem könnte ein 220 - fast 240 V Problem sein.
Man sollte, auch im Hinblick auf "neue" auch mal betonen das die "Ideale" Drossel nur einen Wechselstromwiderstand und keinen Gleichstromwiderstand hat, ebenso der AÜ oder der NT.
Aber wichtiger ist, den VE wieder mit den noch vorhandenen Originalteilen zum Leben zu erwecken. Das war ja Grund dieses Beitrags.

MFG Nobby

07.03.16 20:54
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.03.16 20:54
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo zusammen,

letzlich ist es eine Frage der Philosophie: Der restauratorische Ansatz sieht jedes Detail im Gerät, auch jede Lötstelle, als Zeitdokument an und möchte so wenig wie möglich am Gerät "anfassen". Daß man damit einen manchmal an Aussichtslosigkeit grenzenden Kampf gegen sporadische Bauteilefehler, sich überlagernde Bauteilefehler oder sich sporadisch überlagernde Bauteilefehler führt, um das Gerät in Funktion zu bringen, wird in Kauf genommen.

Der funktionell-pragmatische Ansatz sieht vor, die ursprüngliche bestimmungsgemäße Funktionalität des Gerätes unter Einhaltung der ursprünglichen Funktionsprinzipien einzelner Bauteile und Baugruppen so schnell, effizient und betriebssicher wie möglich zu erzielen. Da kann auch mal eine prophylaktische Entkernung des Gerätes und der Neuaufbau mit NOS- (nicht unbedingt hochmoderner neuer) Bauteile angesagt sein.

Zwischen diesen beiden Ansätzen gibt es graduelle Abstufungen, die jeder gemäß seiner persönlichen Präferenzen trifft.

Gruß
Herrmann

07.03.16 21:14
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.03.16 21:14
Herrmann 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo Nobby,

in dem speziellen Fall ist ein hoher DC-Widerstand der Drossel durchaus erwünscht, da man ja wegen des 220-236V-Problems eh mit einem Anodenspannungsüberschuß rechnen muß.
Das charmante an der 50H-Drossel ist, daß man im Prinzip mit Nicht-Elkos (2 und 4 µF) auskommt und sogar eine geringere Brummspannung erzielt als im Werkszustand. Das am besten mit spottbilligen Motor-Kondensatoren im stilsicheren Alu-Becher statt mit knallbunten Plastikbonbons.

Der Netztrafo ist ein heikles Bauteil, denn er läßt sich nicht so enfach 1:1 gegen Neuware ersetzen. Mir ist jedenfalls kein Händler bekannt, der VE301W(n)-Netztrafo-Nachbauten (am besten für 236V) anbietet. Aber das wäre vielleicht eine Marktlücke. Vielleicht auch nicht, denn die Trafos (solange sie nie überlastet wurden oder Nässe ausgesetzt waren) schätze ich als zuverlässiger ein als mache Widerstände und Kondensatoren.

Gruß
Herrmann

08.03.16 12:03
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

08.03.16 12:03
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE 301 Dyn Schaleco - Hilfe

Hallo an Alle!

Hier sind wirklich zeitgenössischen Daten zum Netztrafo und Lautsprecher des VE. Dieser wurde nach dem Krieg als GE = Gemeinschaftsempfänger bezeichnet. Die Listen sind von 1947.

MFG Nobby

Zuletzt bearbeitet am 08.03.16 12:04

Datei-Anhänge
LS Daten fr GE.jpg LS Daten fr GE.jpg (98x)

Mime-Type: image/jpeg, 131 kB

Wicklungsdaten GE.jpg Wicklungsdaten GE.jpg (78x)

Mime-Type: image/jpeg, 196 kB

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