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Albis 494 Spitzensuper
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05.07.18 08:03
HB9 

WGF-Premiumnutzer

05.07.18 08:03
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Albis 494 Spitzensuper

Hallo zusammen,

es geht weiter. Die Bandfilter sind jetzt auf variable Bandbreite umgebaut und die Verdrahtung entspricht wieder dem Original. Jetzt kommt noch die Seilzug-Mechanik, so dass die Bandbreite über den Hochtonregler bedient wird, so wie das ursprünglich auch war. Da die Exzenterscheibe fehlt, muss ich eine nachbauen, dazu muss ich aber erst noch die richtigen Weglängen bestimmen.

@Walter: du wolltest noch die Serienummer, das habe ich überlesen und hole ses jetzt nach, hier ist sie: 279340.
Herstell- oder Prüfdatum ist Februar 1949, steht samt Kürzel auf einem Abschirmblech im Chassis.

Gruss HB9

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08.07.18 18:06
HB9 

WGF-Premiumnutzer

08.07.18 18:06
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Albis 494 Spitzensuper

Hallo zusammen,

jetzt ist auch der Seilzug und die dazu nötige Mechanik eingebaut und funktioniert. Es gibt noch etwas Verbesserungspotential, aber fürs erste reicht das, und die variable Bandbreite ist eine wirklich gute Sache. China international schön breit (die senden mit 20kHz Bandbreite) oder der von beiden Seiten bedrängte Slowene schmal. Für die Mechanik ist hier sehr hilfreich, dass viel Platz vorhanden ist, insbesondere auch in der Höhe.

So sehen die Filter ohne Abschirmhaube aus:



Die rechte Messingstange dient zur Bandbreiteneinstellung, die rechte Spule ist verschiebbar, die linke fix. Die beiden schwarzen Blöcke rechts auf der Acrylglas-Scheibe sind die SMD-Trimmkondensatoren, da die Kerne nicht mehr verstellt werden können.

Hier sind die Filter eingebaut, die Antriebsmechanik fehlt noch. Man sieht die Schwingkreiskondensatoren und die SMD-Trimmer sowie die Messing-Stangen zur Bandbreiteneinstellung.



Hier die montierten Seilzüge mit den selbstgestrickten Federn.



Da der Exzenter für den Seilzug ebenfalls fehlte, musste ich einen neuen machen, auch der Spannhebel fehlte.



Das Gerät ist übrigens trotz der Grösse und des Gewichts recht servicefreundlich, man kann es problemlos seitlich aufstellen und auch das Lautsprecherkabel ist ausreichend lang, so dass man es nicht abhängen muss.

Nun muss ich noch einen sporadischen Fehler im hochfrequenten Kurzwellenband suchen, zeitweise springt die Frequenz, da hat wohl ein Kondensator im Oszillator einen Wackel oder ist defekt. Ansonsten macht das Gerät jetzt eine sehr gute Falle, die Tonqualität und Trennschärfe sind hervorragend, und die KW-Lupe ist echt praktisch und hat auch genug Abstimmbereich, so dass ein ganzes KW-Rundfunkband mit der Lupe abgesucht werden kann.

Die Abstimm-Mechanik ist ausgesprochen präzis, dazu gehört auch, dass der Drehkondensator kugelgelagert ist und kein Getriebe hat. Die Antriebsscheibe auf dem Drehko ist übrigens aus Zink-Guss und nicht aus Kunststoff. Der Seilzug ist doppelt ausgeführt. Ein Seilzug dient für den Drehko-Antrieb und ist sehr direkt geführt. Ein zweiter Seilzug treibt vom Drehko her den Skalenzeiger an, wobei hier für den Zeiger durch einen doppelten Seilzug mit Umlenkrollen eine Übersetzung eigebaut wurde. Wenn man diesen nicht funktionierend gesehen hat, dürfte man ohne Service-Manual kapitulieren, auf so was kommt wohl keiner...
Die KW-Lupe hat seinen eigenen Antrieb mit eigenem Zeiger und verschiebt über Gewindestangen die Ferritkerne der KW-Spulen.

Gruss HB9

Datei-Anhänge
Antrieb.jpg Antrieb.jpg (3x)

Mime-Type: image/jpeg, 131 kB

Exzenter.jpg Exzenter.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 154 kB

Filter.jpg Filter.jpg (2x)

Mime-Type: image/jpeg, 85 kB

Filter2.jpg Filter2.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 164 kB

10.07.18 20:05
Walterh 

WGF-Nutzer Stufe 2

10.07.18 20:05
Walterh 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Albis 494 Spitzensuper

Hallo HB9

Danke für die Serien-Nr. - die hatte ich schon in der Auktion gesehen. Damit habe ich nun 5 Modelle 494, die sich aber über einen Nummern-Bereich von über 800 verteilen. Ob wohl wirklich so viele davon gebaut wurden? Offenbar.......

Hier noch der versprochene Bericht aus der Albis-Hauszeitung:









Viele Grüsse, Walter

Datei-Anhänge
CH_Albis_494-1.png CH_Albis_494-1.png (6x)

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CH_Albis_494-2.png CH_Albis_494-2.png (7x)

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CH_Albis_494-3.png CH_Albis_494-3.png (2x)

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CH_Albis_494-4.png CH_Albis_494-4.png (4x)

Mime-Type: image/png, 152 kB

12.07.18 10:31
HB9 

WGF-Premiumnutzer

12.07.18 10:31
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Albis 494 Spitzensuper

Hallo Walter,

besten Dank für die Beschreibung. So habe ich einen Anhaltspunkt, wie gut meine Filter-Rekonstruktion gelungen ist. Mit dem Design haben sie offenbar richtig Aufwand getrieben.

Das Gerät ist so gut, da haben sie doch Millionen verkauft, das musste doch jeder haben

Gestern hatte ich noch nähere Bekanntschaft mit dem Seilzug der KW-Lupe, da die Schnur riss. Der Ersatz war eine ziemliche Fummelei, da ich den Abstimmantrieb nicht zerlegen wollte, aber es klappte dann doch noch, nur der Drehknopf geht jetzt verkehrt herum, da hatte ich das Seil verkehrt herum aufgelegt. Mal sehen, ob ich das noch korrigiere, denn es gibt Arbeit. Der Skalenzeiger geht richtig herum, und das ist wichtiger.

Gruss HB9

15.07.18 16:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

15.07.18 16:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Albis 494 Spitzensuper

Hallo zusammen,

es geht weiter, nun ist das Gehäuse und die Drehknöpfe dran. Sie sind nun vom Lack befreit, frisch gebeizt und am Trocknen. Danach kommen ein paar Schickten Lack drauf und dann der Zusammenbau. Die Front macht es einem nicht gerade einfach, die vielen Zierleisten sorgen für unzählige Kanten, welche beim Abbeizen, Schleifen und Lackieren im Weg sind. Aber was schön aussehen soll, muss auch viel Arbeit bei der Restauration geben

Hier noch ein paar Bilder:

Dank dem gerissenen Antriebsseil musste ich die Skalenscheibe und das Blech dahinter abmontieren, so dass ich noch ein Foto vom Skalenantrieb machen konnte:



Man sieht hier auch die beiden Kettenantriebe, links für die Bandbreiten- und Hochtoneinstellung und rechts für den Wellenbereichsschalter. Eine ziemlich aufwendige Konstruktion, da beide Drehachsen dreiteilig sind (links Lautstärke, Höhen- und Tiefenschalter, rechts Abstimmung, KW-Lupe und Wellenschalter).

Liebevoll geflochtene Kabel für das magische Auge und das Lautsprecherkabel:



Die beiden grossen Lautsprecher:



Links der elektrisch erregte (mit Brummkompensation), rechts der mit Permanentmagnet.

Hier noch das Logo auf der Schallwand, man arbeitete mit Siemens zusammen, die Firma war damals aber noch selbständig:



Elektrisch ist das Gerät mehr oder weniger fertig, nur die hochfrequente Kurzwelle hat noch ein kleines Problem mit der Frequenzstabiliät, dem muss ich noch nachgehen. Viele Bauteile kommen da nicht in Frage, entweder ist es eine schlechte Lötstelle oder dann ist mit dem Ferrit im Oszillatorkreis etwas nicht mehr gut, z.B. ein magnetischer Fremdkörper. Auf Mittelwelle stimmt der Gleichlauf nicht ganz, da aber die Spulenkerne der Vorkreise festsitzen, lasse ich das mal so, die Empfindlichkeit ist immer noch mehr als ausreichend, und die Alternative wäre, neue Spulen zu wickeln, was mit Aufwand verbunden ist.

Gruss HB9

Datei-Anhänge
Kabel.jpg Kabel.jpg (1x)

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Skalenantrieb.jpg Skalenantrieb.jpg

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Lautsprecher.jpg Lautsprecher.jpg

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Logo.jpg Logo.jpg (1x)

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