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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.
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07.10.09 20:39
Wolle 

Moderator

07.10.09 20:39
Wolle 

Moderator

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Martin.

Hier kann ich nur spekulieren. Das "L" steht für Leistungstransistor ohne Wertung HF oder NF. Die Typen AL102 und AL103 sind PNP- Leistungstransistoren in Germaniumtechnik für NF- Anwendungen. Sie unterscheiden sich in ihrer Spannungsfestigkeit.

Mit vielen Grüßem.
Wolle

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07.10.09 21:23
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

07.10.09 21:23
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

hallo Wolle,
spekulieren wir mal gemeinsam.

Meine Version:

Da es zur Germaniumzeit einfach keine HF-Leistungstransistoren gab (Anm. nur Kleinleistungstypen in der AFY Reihe),nahm man dafür Röhren , so magst du Recht haben, "Leistungstransistor für höhere Spannungen", im Niederwoltbereich ist es ja das D.
Als dann das Silizium modern wurde, definierte man das L neu, für HF-Leistungstransistoren. Interresant hierbei, das selbige stets einen dritten Buchstaben führen, häufig X, Y und W. Also BLX, BLY, BLW. Einen "BL" gibts meiner Ansicht nach garnicht, da müßte mal jemand ins Tabellenbuch schauen ob doch ? D.h. dann auch keine Überschneidung, ein "BL" wär nämlich ein Leistungstransistor für höhere Spannungen... den ich mir dann als BU kaufe was nichts anderes meint als BL ist überflüssig, braucht keiner.

nette Grüße
Martin

Zuletzt bearbeitet am 07.10.09 21:25

08.10.09 10:44
Wolle 

Moderator

08.10.09 10:44
Wolle 

Moderator

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Martin.

Die Baureihe AU103 bis AU108 kann man als HF- Leistungstransistor in Germaniumtechnologie ansehen. Zum Einsatz in der Horizontalablenkung eines Fernsehgerätes mußte die Grenzfrequenz bei etwa 10 MHz liegen.

Viele Grüße.
Wolle

08.10.09 12:49
roehrenfreak

nicht registriert

08.10.09 12:49
roehrenfreak

nicht registriert

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Moin zusammen,

die Ge-Transistoren AU... sind i.d.R. tatsächlich Horizontal-Ablenktransistoren für TV-Portables. Als HF-Endstufe sind sie eher nicht geeignet weil für Impulsbetrieb ausgelegt. Die Kollektor-Verlustleistung ist auch nicht so besonders hoch. Und was mit einem aufheizendem Ge-Tr. passiert wissen wir ja - bumm

Die Bezeichnung AL... ist noch ein Überbleibsel des zum Teil adaptierten Röhrentypenschlüssels (Leistungspentode). L heißt hier tatsächlich Leistungstyp, jedoch rein für NF-Anwendung. AD... deckte später AL quasi mit ab. Damit wurde AL... überflüssig. "D" ist auch irgendwie passender in Anlehnung an die "Leistungstriode".

Ein Transistor mit drei Basis-Anschlüssen ist mit auch eher nicht geläufig. Aber es wäre schon lustig: Steuerbasis, Schirmbasis, Bremsbasis

Oder einer mit so vielen Basen wie Mischröhren Gitter haben - die würden dann BH... heißen


Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

10.10.09 08:59
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

10.10.09 08:59
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

hallo alle,
es gibt nochmehr Ungereimtheiten im Lande
Das deutet auf eine Umstellung hin von der nichtnur das "L" betroffen war.

So war das "O" = "A" , zB OC72, oder Dioden OA85.
So war das "T" ebenso ein "A". In Einklang damit daß ein "F" dann als "C" oder "D" stand? TF78

nette Grüße
Martin


Zuletzt bearbeitet am 10.10.09 09:06

10.10.09 12:43
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

10.10.09 12:43
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Martin

Da in den vergangenen Jahrzehnten Firmen vieler Länder Transistoren herstellten und diese in ständig weitergehenden Typen und Serien vornahmen, wird wohl kaum jemand eine vollständige Übersicht dazu besitzen. Es ist ja schon so mit der Parallelentwicklung der beiden deutschen Staaten in dieser Hinsicht. Beide begannen bei den Germaniumtypen Mit dem OC und der dann folgenden Zahl. Der erste DDR- Typ war z.B. der OC 810, ein Flächentransistor mit 500 KHZ Grenzfrequenz. In der BRD war man etwas schneller dabei und begann mit den OC44/45 oder den 600er Typen. Später stieg man im Osten auf die GC- oder GF-Bezeichnung um, während im Westen man das A für Germanium und das B für Silizium wählte. Ist ja alles bekannt. Es gibt da auch wohl kaum nur zufällige Ähnlichkeiten zwischen den SC 237/238/239 und den zahlengleichen BC-Typen. Da die Fertigung in vielen Ländern auch immer weiter und schneller voranschritt, behalf man sich zwangsläufig mit Vergleichslisten. So ist dieser "Transistordschungel" auch nur noch damit halbwegs brauchbar zu durchforsten. Das Entscheidende ist, daß man weiß, welche Transistoren ähnlich oder gleich verwendbar sind. Habe selbst Bücher und Tabellen, teilweise aus aktuellen Internetquellen, die allesamt selbst im Typenspektrum Lücken offenlassen. So haben hier auch Wolle und andere Forumskollegen schon recht umfassende und aktuelle Daten für Anfragen verfügbar. Vollständigkeit wird keiner bekommen, aber erfahren können, was er als Ersatz dafür nehmen kann.
Das ist dann auch das Ziel der Sache. ("Hier werden Sie geholfen"), laut Verona F. oder P.
Beste Grüße von Dietmar

10.10.09 15:27
roehrenfreak

nicht registriert

10.10.09 15:27
roehrenfreak

nicht registriert

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Martin,

Du hast recht. Das "O" ist ebenfalls ein Überbleibsel aus dem adaptierten Röhrentypen-Schlüssel und bedeutet "ungeheizte Kathode". Beispiel: OA150 = Glimmstabilisator 150Volt, keine Heizung. Erst mit Aufkommen anderer Halbleiter-Werkstoffe mußte man sich vom alten Schlüssel endgültig trennen und es wurde "A" für Germanium und "B" für Silizium verwendet.

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

10.10.09 16:16
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

10.10.09 16:16
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Dietmar,
wir bleiben mit dem Boot in Deutschland.

Hallo Jürgen,
weiter, jetzt bin ich beim "F" vom TF78.
Das ist widersprüchlich, er ist kein HF Transistor. Woher kam das F? TF78 gibts übrigends von Valvo und Telefunken.
Das sind kleinere Endstufen, gekühlt mit Schelle zum Festmachen.

nette Grüße
Martin

Zuletzt bearbeitet am 10.10.09 16:18

10.10.09 18:00
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

10.10.09 18:00
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

Hallo Martin

Auch ich war in damit Deutschland. Nur habe ich mich zusätzlich auf die Ursachen der vielen Schlüssel und Bezeichnungen begeben.
Beste Grüße von Dietmar

10.10.09 18:06
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

10.10.09 18:06
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kennzeichnungsschlüssel bei Transistoren und Dioden.

hallo Dietmar,

für den "Ost Schlüssel" würde ich mich interessieren.


nette Grüße
Martin

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