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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Spulenmessgerät R+S Laru
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16.06.18 08:54
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

16.06.18 08:54
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Spulenmessgerät R+S Laru

hallo alle,

Rohde+Schwarz LARU
Spulen, Induktivitätsmessgerät, 0,1µH bis 1H, Resonanzprinzip, d.h. sehr gutes Messverfahren.



Funktionsbeschreibung.

Der Prüfling wird direkt am Gerät angeklemmt, besonders bei kleinen Induktivitäten ist dabei darauf zu achten keine bzw. extrem kurze Anschlussleitungen zu verwenden da auch diese eine Induktivität darstellen.
Es wird nun durch weiterschalten der Messbereiche und Durchstimmen über die Skala der Resonanzpunkt ermittelt, also der wo das Instrument am höchsten anzeigt. Nun kann auf der Skala direkt abgelesen werden.
Die Eigenkapazität der Spule kann ebenfalls ermittelt werden, die Beschreibung wär hier etwas umfangreich, wer eins hat, siehe Manual, oder nochmal direkt danach fragen bitte.

Das Gerät betreibt 2 Röhren, die Verarbeitung ist typisch für R+S der 60er Jahre, für die Ewigkeit gebaut, zB. hat es keine Elkos, alles MP.

nebst gründlicher Reinigung und Neulackierung (diese kommt erst noch, ich muß passende Farbe besorgen) des Außengehäuses benötigte das LARU nur ein neues Netzkabel da das alte schon am bröseln war.



auf dem Drehkondensator steht GEALTERT , 31. Sept. 1962
das stimmt, der ist nun wirklich gealtert ..
(Anm. dazu: Bj. des Gerätes = 1964)





Sicht + Funktionsprüfung = OK, nun wirds interessant.
Angeklemmt wurde eine kreuzgewickelte kernlose Spule hoher Güte.

Es meint, 270µH


Nun kam diese Spule an das Tek 130 L-C Meter mit Spulenklemme 013-0001.



Die beiden sind sich einig, d.h. es stimmt

Der Vergleich wurde noch mit anderen Induktivitäten verschiedener Größe durchgeführt, stets mit guter Übereinstimmung.
Allerding übersteigt der Messbereich des LARU den vom Tek bei weitem. Ich hab nun also auch für größere Spulen eine direkte Möglichkeiten zum durchmessen , bislang war das immer etwas umständlich, mit externem C und Prüfgenerator.

lG Martin

Zuletzt bearbeitet am 16.06.18 09:10

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laru-0.jpg laru-0.jpg (18x)

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laru-2.jpg laru-2.jpg (16x)

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17.06.18 20:01
regency 

WGF-Premiumnutzer

17.06.18 20:01
regency 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Martin,
ein sehr schönes und nun nachgewiesen genaues Gerät! Gefällt mir.
Viele Grüße, Jan

17.06.18 23:03
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

17.06.18 23:03
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Martin,

sehr schöne Dokumentation des Geräts. Sehr schöne Einblicke intern und außen...prima Fotos. Eine Frage würde mich interessieren, da Du darauf nicht explizit eingegangen bist. Wie hoch ist eigentlich die Messfrequenz bei diesen alten Klassikern? Beim Resonanzprinzip ist natürlich die Eigenkapazität einer Induktivität sehr aufschlussreich....aber muss bei 0.1uH die Messfrequenz nicht auch dementsprechend sehr, sehr hoch sein? Bei der Anschlussvariante mit 4mm Laborbuchsen kann ich mir das kaum vorstellen. Bei modernen LCR- Messbrücken wird ja bei hohen Frequenzen eine Vierpunktmessung vorgenommen.... Kontaktierung BNC- Buchsen.

VG
Joerg

Zuletzt bearbeitet am 17.06.18 23:17

18.06.18 17:16
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

18.06.18 17:16
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Joerg,
das LARU scheint mit einem sehr großen C an die Sache ranzugehen. Das erklärt die dann recht niedrige Resonanzfrequenz.
So nimmt es für die hier gezeigten 270µH 137kHz, daraus errechnet sich ein Kreis C von fast genau 5nF. Schon arg diese Veteilung, aber die Fa. hat genau gewußt wie man sowas anstellt

Beim Burkhart findet sich ein Original Info dazu, siehe http://classicbroadcast.de/downloads/rohde_LARU.pdf

Tek-130 ist da völlig anders gehäkelt, es werkelt stets mit 140kHz Messfrequenz, ist auch kein Resonanztester sondern das übliche Verfahren. Deshalb bekommt es bei schweren Kernen (Ringkerne..) unter Umständen Probleme. LARU läßt sich davon nicht aus dem Konzept bringen.
Der kleine Tek spielt seine Stärken bei ganz kleinen Kondensatoren aus, ein halbes pF wird da noch genau gemessen.
ebenso gibts da einen GUARD, den kann man dazu nutzen bestimmte Dinge aus der Messung auszuklammern, macht zB Sinn wenn die Kapazität in Röhren gemessen wird, unbeteiligte Gitter ausschließen.

LARU hat natürlich den Vorteil daß es an der Einstellskala abgelesen wird, die ist selbstverständlich so genau ausgetüftelt daß es stimmt was da gefunden wird. Es benötigt auch keine JUstierung vor der Messung, beim Tek wird die Klammer kurzgeschlossen und das Instrument auf den niedrigsten Punkt eingestellt (genullt), bei C Messung wird offen genullt. Die Bedingung für eine funktionierende Messung ist hier "keine Resonanz". Deswegen stören ja große Kerne, sie drosseln.

lG Martin

Zuletzt bearbeitet am 18.06.18 17:19

18.06.18 18:42
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

18.06.18 18:42
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Martin,

ich habe mir das Datenblatt angesehen. Das ist aber schon ein sehr guter Messfrequenzbereich 2.2kHz - 4.5MHz. Eine gute HAMEG- LCR ist schon ziemlich teuer und die 8118 hat z.B. nur max. 200kHz. Allerdings sozusagen stufenlos einstellbar und zeigt einem alles gleichzeitig an R, L, C, Q ohne zu rechnen. Also die Laru ist schon ein echtes Spitzengerät und für unsere Anwendungen schon absolute Spitzenmesstechnik. Schau mal hier ich habe einen lustigen Billigheimer vom Flohmarkt. Resonanzprinzip mit Bestimmung der Eigenkapazität. Funktioniert echt prima und hat nur einen 9V- Block. Am Besten ist das Design der ebenfalls schweren Kiste.

http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...mp;thread=122#1

Die Frequenz habe ich nie nachgemessen.... Die Messbuchsenanordnung exakt wie bei Deinem Gerät. 2 Rändelklemmen 30mm Abstand. Für meine Basteleien reicht das dicke. Auch hier macht mich die Messbuchsenanordnung / Ausführung irgendwie stutzig. Gerade im unteren uH- Bereich bei 4MHz....scheint aber gut zu funktionieren und die fette Kapazität die reingedreht werden muss spielt wohl eher beim Thema Eigenkapazität eine Rolle. Bei 10uH kann man diese auch vernachlässigen, da sehr gering.

Danke für die Info

VG
Joerg

Zuletzt bearbeitet am 18.06.18 19:16

19.06.18 13:30
HB9 

WGF-Premiumnutzer

19.06.18 13:30
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Martin,

hübsches Gerätchen, nur etwas leicht

Interessant finde ich, dass hier auch diese seltsame amerikanische Doppeltriode verbaut wurde anstelle einer europäischen. Insbesondere die Heizung dieser Röhre ist sehr speziell und brummtechnisch eigentlich schlecht, da sich die Heizströme in den Kathoden nicht kompensieren. Auch mechanisch ist der oben durchgespannte Heizdraht zwischen den Kathoden nicht gerade optimal, aber offenbar sind diese Röhren doch recht robust. In meinem HP VHF-Detektor sind zwei von diesen verbaut.

Gruss HB9

19.06.18 17:28
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

19.06.18 17:28
Martin.M 

WGF-Premiumnutzer

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

So betrachtet könnte man da auch eine ECC82 und eine EAA91 reinlöten.
Ich vermute die 6SN7 und die 6H6 sind deutlich älter. Das Laru ist ja auch ein Ureinwohner der Bastelwelt, davon gibts heute noch richtig viele zumal die meisten Geräte die Zeit überlebt haben
lG Martin

Zuletzt bearbeitet am 19.06.18 17:30

12.07.18 07:21
Debo 

WGF-Nutzer Stufe 3

12.07.18 07:21
Debo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Spulenmessgerät R+S Laru

Hallo Zusammen,

ja ein LARU und KARU, sowie ein schönes URI Röhrenvoltmeter sollte zu jedem warmen Rohde und Schwarz (Sammler) Messgerätebestand gehören!
Beim URI oft die Probleme:


    Deckel fehlt.
    Zubehör fehlt. (Tastkopf normal, Zusatzspitze, Gleichspannungstaster und Hochspannungstastkopf
    Hochspannungstastkopfs innere Hochohmwiderstände defekt oder verbastelt. Mir selber fehlt der auch.
    Einlegemanual fehlt.

Leider wird in den Jahrzehnten wo URI's bei Vorbesitzern rumstehen zu wenig darauf geachtet Vollständigkeit zu erhalten. Gilt aber auch leider für andere R&S Gerätschaften



Grüsse
Debo

Zuletzt bearbeitet am 12.07.18 07:41

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Wumpus verkleinert URI_LARU_KARU.jpg Wumpus verkleinert URI_LARU_KARU.jpg (13x)

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