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Telefunken E 225 a - ein Empfänger zum spielen von 1917
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01.04.18 12:38
reinhard 

WGF-Nutzer Stufe 2

01.04.18 12:38
reinhard 

WGF-Nutzer Stufe 2

Telefunken E 225 a - ein Empfänger zum spielen von 1917

Herstellungsjahr: 1917
Schaltung: Geradeaus
Röhren: 2 (2 x EVE 173, ab 1918 2 x RE 16 parallel)
Kreise: 2
Wellenbereiche: MW/LW 280-2100 m
Lautsprecher: Kopfhöreranschluß
Spannung: 6-Volt-Heiz-, 100-Volt-Anodenbatterie
Gehäuse: Holz
Skala: in m geeicht, dreifarbig unterteilt
Abstimmung: Direktabstimmung für Antennen- und Zwischenkreis
Gewicht: 13,5 kg
Maße: Breite 35 cm, Höhe 43 cm, Tiefe 25 cm

DER EMPFANGSAPPARAT E 225 a - GESAMTSCHALTUNG

„Der Antennenkreis enthält außer Luftdraht und Erde
den stetig veränderbaren Antennenkondensator CA
und die in acht Stufen unterteilte Antennenspule SA.
Bei den ersten fünf Stufen, denen die Wellenbereiche
300-450 m, 350-550 m, 400-600 m, 500-750 m
und 650-1000 m entsprechen, liegt der Antennen-
kondensator zur Antennenspule in Reihe. Bei den
Wellenbereichen 850-1400 m, 1000-1650 m und
1250-2000 m liegt er dagegen parallel zu ihr. Die
Schaltung geschieht durch den Schalter Sch 1. Der
Antennenkondensator wird durch den Drehknopf CA
um 130 Grad gedreht. Wenn es sich um eine Fein-
einstellung handelt, kann diese durch einen in der
Nachbarschaft befindlichen weiteren Knopf mit der
Aufschrift ,Fein' reguliert werden. lm Antennenkreis
befinden sich ferner zwei Verkürzungskondensataren
CV und ein Zusatzwiderstand W von 30 Ohm, die
mittels des Schalters S gewählt werden können und
zur Erhöhung oder Verminderung der Antennendämp-
fung dienen.
Der Zwischenkreis besteht aus den beiden Spulen Z1
und Z2, sowie dem Zwischenkreis-Kondensator CZ,
zu dem ein Blockkondensator CBz von 150 cm paral-
lel geschaltet ist. Die Spule Z1 ist im Innern der Anten-
nenspule drehbar gelagert und dient zur Kopplung
vom Antennen- zum Zwischenkreis. Die Kopplung
wird durch den Drehknopf Z1 betätigt, der über eine
achtteilige rot umrandete Skala spielt. Die Spule Z2 ist
wesentlich größer und mittels des Schalters Sch 2 in
drei Stufen schaltbar: 270-590 m, 475-1075 m und
900-2100 m. Der Zwischenkreiskondensator wird
mittels des Drehknopfes CZ betätigt, der über eine
Skala von 180 Grad spielt und in Wellen geeicht ist.
Auch dieser Knopf kann bei Feinabstimmung durch
einen besonderen Griff mit der Aufschrift ,Fein'
nachreguliert werden.
Der Anodenkreis, der Gitterkreis und der Brennerkreis
sind wie bei der Beschreibung des prinzipiellen
Schaltbildes geschaltet. Die Verbindung der Anoden-
kreise rnit dem Antennenkreis geschieht über die
Antennen-Rückkopplungsspule RK1, die drehbar an
der Antennenspule angebracht ist und sowohl in lose,
mittlere und feste Kopplung geteilt ist, als auch durch
ihre drehbare Anbringung in der Antennenspule
induktiv mehr oder weniger fest koppelbar ist. Der
Stufenschalter hierfür ist vereinigt mit dem Stufen-
schalter Sch 2. Die Drehkopplung geschieht mittels
des Schalters RK1, dessen Zeiger über eine achtteilige
Skala spielt, die weiß umrandet ist. Wenn der
Empfänger zum Zwischenkreisempfang verwendet
wird, so wird der Anodenkreis an die Zwischenkreis-
Rückkopplungsspule RK2 angeschlossen. Dies
geschieht durch den gleichen Schalter Sch 2. Diese
Zwischenkreisrückkopplungsspule befindet sich im
Innern der Zwischenkreisspule Z2 und wird durch
den Drehknopf RK2 betätigt, dessen Zeiger über eine
achtteilige, rot umrandete Skala spielt. Die Anschal
tung der Audione an die Antennenspule SA bei
Primärempfang bedeutet eine zusätzliche Kapa-
zitätsbelastung der Antenne. Bei Übergang auf Se-
kundärempfang (vorgenommen durch den Schalter
Sch 2) werden die Audione an die Sekundärspule
gelegt, die zusätzliche Kapazitätsbelastung fällt also
fort. Die Folge hiervon müßte eine Verstimmung des
Empfängers sein, die unzulässig ist. Um dies zu ver-
meiden, wird durch den Schalter Sch 2 bei Sekundär-
empfang an die Antennenspule der Ersatzkonden-
sator CE gelegt, der die abgeschalteten Audione
ausgleicht... " -
Dieser hübsche Original-Text wurde der Telefunken-
Schrift Nr. 307, Ausgabe September 1918, entnom-
men. Angesichts der beschriebenen Vielfalt der Ein-
stellungs- und Verbindungsmöglichkeiten beginnt man
zu begreifen, warum so etwas „Schaltung“ heißt.







Im oberen Teil des Gehäuses war die Anodenbatterie untergebracht. Ein Messinstrument (fehlt hier) zeigte die aktuelle Spannung an.

Reinhard

Zuletzt bearbeitet am 02.04.18 10:14

Datei-Anhänge
10188_gross.jpg 10188_gross.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 123 kB

e225schalt.jpg e225schalt.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 122 kB

10188_2.jpg 10188_2.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 265 kB

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01.04.18 14:18
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

01.04.18 14:18
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Telefunken E 225 a - ein Empfänger zum spielen von 1917

Hallo Reinhard,

ein wunderbarer Empfänger der Röhren-Anfangszeit. Die RE16 kam allerdings erst 1918. Die ersten Empfänger waren mit der EVE173 bestückt. Man konnte ihn mit beiden Röhren betreiben. Die Triodeneigenschaften unterschieden sich ohnehin kaum.

Gruss
Walter

01.04.18 15:34
reinhard 

WGF-Nutzer Stufe 2

01.04.18 15:34
reinhard 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Telefunken E 225 a - ein Empfänger zum spielen von 1917

Hallo Walter,
danke für die Info. Dann werde ich mal das Jahr korrigieren...
Gruss Reinhard

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