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Kein normales Röhrenaudion, kein Superhet, vielleicht ein Nestelaudion?
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09.07.18 22:34
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

09.07.18 22:34
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Kein normales Röhrenaudion, kein Superhet, vielleicht ein Nestelaudion?

Guten Abend an alle Radiofreunde!
So, ich bin aus dem Urlaub zurück und kann nun weitermachen, wie versprochen!

Lieber Wolfgang aus Bayern, schön Dich hier wieder zu treffen...
An Deine Anregungen zum verbesserten Audionempfang kann ich mich noch schwach erinnern. Muss mal bei mir im Archiv stöbern....

Zunächst will ich aber definierte AM-Signale als Ausgangspunkt für die Untersuchungen festlegen, damit die ganze Sache reproduzierbar bleibt.
Über den Fortgang werde ich dann hier berichten...

Gruß aus NL, Wolfgang

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12.07.18 13:19
HB9 

WGF-Premiumnutzer

12.07.18 13:19
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kein normales Röhrenaudion, kein Superhet, vielleicht ein Nestelaudion?

Hallo Wolfgang,

da ich mich in letzter Zeit öfters mit AM-Demodulatoren beschäftigt habe, gebe ich hier noch meine Erkenntnisse weiter:

Dioden-Demodulatoren (egal wie sie genau aufgebaut waren, unterschiedlichste Röhren, Jahrgänge und Hersteller) haben ab etwa 80% Modulation stark ansteigenden Klirrfaktor, bei 100% Modulation weit über 10%. Der Grund liegt in der Nicht-Idealität der Diode, so dass nicht exakt beim Wechsel von der Sperr- zur Fluss-Spannung der Strom zu fliessen beginnt (Anlaufstrom bei Röhren und Fluss-Spannung bei Halbleitern). Ansonsten ist bei ausreichender HF-Spannung der Klirrfaktor gering.

Gitter-Audione sind sehr unterschiedlich, aber mit überzogener Rückkopplung (dann arbeiten sie als Synchrondemodulator) sehr gut, auch bei deutlich über 100% Modulation, braucht dann aber Fingerspitzengefühl bei der Bedienung und einen frequenzstabilen Schwingkreis.

Synchrondemodulation ist ideal, aber leider aufwendig.

Als Modulator empfehle ich einen Dioden-Mischer, so kann man verzerrungsfreie AM mit beliebiger Modulationstiefe machen. Ein Arbiträrgenerator ist ebenfalls sehr gut geeignet, aber nicht ganz billig. Die klassischen Modulationsmethoden dagegen ergeben bei höherem Modulationsgrad recht grosse Verzerrungen, und über 100% (Simulation von Gleichwellen-Störungen) geht prinzipbedingt nicht.

Viel Spass beim Experimentieren!

Gruss HB9

12.07.18 22:33
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

12.07.18 22:33
WoHo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Kein normales Röhrenaudion, kein Superhet, vielleicht ein Nestelaudion?

OK HB9,
und Dank für die Informationen.

Wie schon angekündigt, will ich zunächst die beiden (meistverwendeten) Demodulationsverfahren erproben und messtechnisch dokumentieren.
Danach kommen andere Verfahren in Betracht.

WoSi machte mich auf einen Vorschlag aus der FUNKSCHAU von 1950, Heft1 aufmerksam, wo die Audion-Triode wohl zur Gittergleichrichtung verwendet aber die NF am g1 abgegriffen und dann getrennt in einer seperaten NF-Stufe weiter verstärkt wird. An der Anode dieser Audion-Triode liegt also auch die verstärkte HF und wird -wie gewohnt- auf den Gitterkreis zurück geführt = Rückkopplung.
Weiterhin wird die gewonnene neg. Richtspannung zur ALR auf die HF-Vorstufe gegeben und regelt die Verstärkung bei stark einfallenden Sendern zurück, d.h. einer Übersteuerung wird entgegengewirkt.

Wichtig ist nicht nur die Verzerrungsarmut, sondern auch der Wirkungsgrad einer Demodulationsstufe. Mit anderen Worten: bei einem festgelegten HF-Pegel, sowie Modulationsgrad, wie hoch ist die NF Ausgangsspannung? Drittrangig (für uns Bastler) ist der Materialaufwand...

Gruß aus NL, Wolfgang

Zuletzt bearbeitet am 12.07.18 22:38

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