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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40
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30.07.08 13:04
lasse.ljungadal

nicht registriert

30.07.08 13:04
lasse.ljungadal

nicht registriert

Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo liebe Radiofreunde,

während meines Schwedenurlaubes habe ich mal wieder ein hochinteressantes Stück für meine Radio-Sammlung auf einer Auktion erworben.

Es handelt sich um ein Tischgerät -Marke Radiola, Typ M 40- von 1926 (Maße: 43,0 x 20,5 x 21,0 cm) mit entsprechenden Kopfhörern (2000 Ohm). Es trägt einen Prüfvermerk vom 12.9.1926 der Svenska Radioaktiebolaget Stockholm (SRA) -größerer Radiohersteller in Schweden-.

In den nächsten Tagen werde ich den sehr guten Erhaltungszustand dieses Radios ein kleinwenig aufbessern und alles polieren, um dann dieses Schmuckstück zu fotografieren (auch Innenaufnahmen).

Als Nichttechniker habe ich zu diesem Radio natürlich gleich eine Frage.

Ohne bisher das Gerät geöffnet zu haben, ragen aus dem Gehäuse 4 Anschlusskabel mit Steckern heraus, die mit - (Minus), 4, 36 und 72 gekennzeichnet sind. Die - und 4- Stecker sind schwarz, die 36- und 72- Stecker sind rot.

Ich vermute, dass es sich hierbei um einen Masseanschluss und Anodenspannungen für eine Anodenbatterie handelt.

Wie ich das Gerät zum Spielen bringe, muss ich mir erst noch erarbeiten.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem herrlichen alten Stück ?

MfG
Peter

Radiotechnik und Rundfunkempfang sind die größten Erfindungen des
vorherigen Jahrhunderts und bleiben uns trotz heutiger Digitalisierung
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30.07.08 15:37
wumpus 

Administrator

30.07.08 15:37
wumpus 

Administrator

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Peter,
ja das werden die 4 Volt-Heizungsstecker und die 36 und 72 Volt Anodenspannungsstecker sein. Die + 36 Volt und + 72 liegen wahrscheinlich in Reihe, sodass wahrscheinlich eine 72 Volt-Batterie mit 36 Anzapfung ausreicht. Du siehst, ich schreibe bewusst "wahrscheinlich". Müsste genau geprüft werden.
Bitte nicht verpolen (schwarz = minus) weil dadurch u.u. sich resultierende Gittervorspannungen ändern könnten.

Muss mal gucken, ob ich das Schaltbild habe.

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein und kein Mögel-Dellinger-Effekt auftreten.



Editiert 30.07.08 15:38

30.07.08 16:18
lasse.ljungadal

nicht registriert

30.07.08 16:18
lasse.ljungadal

nicht registriert

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Rainer,

danke für die schnelle Antwort !

Bevor ich irgendwann probiere, dieses herrliche Gerät zum Spielen zu bringen, will ich sicher sein und weitere Informationen einsammeln.

Es wäre ja jammerschade, dieses "Urgestein" der Radiotechnik versehentlich zu "vermurksen".

Mein Recherche im Internet (auch im schwedischen) brachte bisher keine Erfolge. Offensichtlich ist dieses Gerät eine kleine Rarität, denn auch auf schwedischen Sammlerseiten habe ich keinen Sammler gefunden, der dieses Gerät besitzt.

In den nächsten Tagen folgen Bilder. Obwohl das Gerät wie neuwertig aussieht, will ich es vor den Aufnahmen gründlich "putzen" und auch für eine Innenaufnahme öffnen.

Es würde mich freuen, wenn es dann auch in Deiner Sammlung Aufnahme finden würde.

MfG
Peter

Radiotechnik und Rundfunkempfang sind die größten Erfindungen des
vorherigen Jahrhunderts und bleiben uns trotz heutiger Digitalisierung
lange erhalten.

31.07.08 08:50
Wolle 

Moderator

31.07.08 08:50
Wolle 

Moderator

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Peter.

Zuerst einmal meinen Glückwunsch zu Deinem Neuerwerb. Bisher habe ich keine Unterlagen zu diesem frühen Gerät gefunden. Es müßte nach meinen Informationen mit drei Röhren bestückt sein. Die Versorgung mit der nötigen Anodenspannung kannst Du mit acht Blockbatterien 9 Volt vornehmen. Nach vier Batterien hast Du die Spannung von 36 Volt, sprich Anzapfung. Im Heizkreis könnten einstellbare Widerstände sitzen, das war aber bei dem mir zur Verfügung stehenden Bild nicht eindeutig erkennbar. Ebenso ist die Röhrenbestückung nicht nachvollziehbar, könnte RE074 sein. Falls die Beschriftung lesbar ist, könnte man damit weiter kommen.

Mit vielen Grüßen.
Wolle

31.07.08 11:05
lasse.ljungadal

nicht registriert

31.07.08 11:05
lasse.ljungadal

nicht registriert

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deinen fachmännischen Rat !

Jetzt zum Wochenende werde ich es öffnen und Fotos machen, um mehr Klarheit zu gewinnen.

MfG
Peter

Radiotechnik und Rundfunkempfang sind die größten Erfindungen des
vorherigen Jahrhunderts und bleiben uns trotz heutiger Digitalisierung
lange erhalten.

01.08.08 19:30
lasse.ljungadal

nicht registriert

01.08.08 19:30
lasse.ljungadal

nicht registriert

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo zusammen,

hier möchte ich Euch meine Neuerwerbung aus Schweden für meine Sammlung in Bildern votstellen:

1. Frontansicht,
2. Rückansicht und
3. Unteransicht.

Es handelt sich um ein 3-Röhrenradio des Fabrikats SRA (Svenska Radioaktiebolaget in Stockholm) von 1926.
Das Modell ist ein Radiola M40, welches nicht allzu oft zu finden ist.







Der Streifen auf der Frontscheibe (rechts) ist eine Lichtspiegelung beim Fotografieren.

Das Innenleben konnte ich leider nicht fotografieren, da ich eine festsitzende Schraube innen (verbunden mit der Frontplatte durch einen starken Draht) nicht lösen konnte und keine Gewalt anwenden wollte. Anders kann man die Frontplatte vom Chassis nicht lösen und das komplette Holzgehäuse ist miteinander verzahnt.
Die Innenaufnahme findet man aber im RM.org, wobei bei diesem Bild die rechte und linke Holzseitenhälfte
entfernt ist (anderes Holzgehäuse ?).

Da ich dieses Urgestein natürlich auch zum Spielen bringen möchte, bitte ich Euch, mir Tips zu geben, wie ich am besten ein Heiz- und Anodenbatterie selber herstellen kann und wie der -Pol und der 4V-Pol (beide schwarz) sowie der 36V-Pol und der 72V-Pol (beide rot) dann richtig angeschlossen wird.

Ein schöneres Erlebnis, wenn das Radio auch Töne von sich gibt, kann ich mir momentan nicht vorstellen.

MfG
Peter

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vorherigen Jahrhunderts und bleiben uns trotz heutiger Digitalisierung
lange erhalten.



Datei-Anhänge
DSC01856.JPG DSC01856.JPG (1412x)

Mime-Type: image/jpeg, 52 kB

DSC01858.JPG DSC01858.JPG (1428x)

Mime-Type: image/jpeg, 44 kB

P1000556.JPG P1000556.JPG (1385x)

Mime-Type: image/jpeg, 53 kB

01.08.08 20:11
Wolle 

Moderator

01.08.08 20:11
Wolle 

Moderator

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Peter.

Wie weit reichen Deine technischen Kenntnisse und Möglichkeiten? Ich hatte Dir ja geschrieben, daß mit acht Blockbatterien beide Anodenspannungen bereitgestellt werden können. Anschlußclips für diese Batterien könnte es bei Conrad oder bei Segor geben. Die Batterien werden hintereinander geschaltet, Plus, Minus, Plus, Minus und so fort. Da die Anschlußclips einen roten und einen schwarzen Draht haben, dürfte es hier keine Probleme geben. Nach vier in Reihe geschalteten Batterien hast Du den Anschluß Plus 36 Volt für den Stecker rot Plus 36 Volt, der Pluspol der achten Batterie führt dann 72 Volt und wird mit dem roten Stecker Plus 72 Volt der Radiola verbunden.
Die Heizspannung Plus 4 Volt läßt sich zum probieren am einfachsten einer Flachbatterie (4,5 Volt) entnehmen. Der Minuspol müßte an den schwarzen Stecker Minus vier Volt gehören, Plus dann an den schwarzen Stecker, der den Minuspol der Anodenbatterie erhält.
Gefährden dürftest Du damit eigentlich nichts. Vorsicht bei der Anodenbatterie, 72 Volt können etwas "beißen".

Mit vielen Grüßen.
Wolle

01.08.08 20:57
wumpus 

Administrator

01.08.08 20:57
wumpus 

Administrator

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo zusammen,
Ihr wisst schon, was jetzt kommt:
Auch im Forum gibt es unter dem Stichwort "Anodenbatterie" so einiges, z.B:

http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...87&page=1#5

Und auch im Kompendium.

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein und kein Mögel-Dellinger-Effekt auftreten.

01.08.08 21:00
lasse.ljungadal

nicht registriert

01.08.08 21:00
lasse.ljungadal

nicht registriert

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Wolle,

herzlichen Dank für Deine technischen Ausführungen !

Meine Kenntnisse zur "Hintereinanderschaltung" sind nicht doll !

Ist es richtig, dass ich 9V-Blöcke so benutze, dass ich alle Plus-Pole und alle Minis-Pole durch einen Draht miteinander verbinde ? (Ergebnis: 8x Plus und 8x Minus)
Wenn dies so wäre, hätte ich ja dann eine Anzapfung von insgesamt 72 V ?

Oder ist es so, dass ich vom 1. 9V-Block vom Plus-Pol zum Minus-Pol gehe und dann wieder zum Plus-Pol vom 2.Block, anschließend zum Minus-Pol und dann wieder zum Plus-Pol vom 3. Block usw.?

Was mich besonders verwirrt, ist eine Beschreibung von Konrad Birkner im RM.org zum Modell M60 mit 6 Anschlusskabeln (ähnlich zu meinem Modell M40 mit 4 Anschlusskabeln).

Messen kann ich ja mit einem Volt-Meter.

Die anderen beiden Sachen (4V mit einer 4,5v-Batterie und ein Anschlußclip für eine 9V-Batterie) sind klar.

Herzliche Grüße
Peter

Radiotechnik und Rundfunkempfang sind die größten Erfindungen des
vorherigen Jahrhunderts und bleiben uns trotz heutiger Digitalisierung
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01.08.08 21:38
Wolle 

Moderator

01.08.08 21:38
Wolle 

Moderator

Re: Lang-und Mittelwellenempfänger Radiola M 40

Hallo Peter.

Der Minuspol der ersten Blockbatterie ist der Minusanschluß. Der Pluspol wird mit dem Minuspol der zweiten Batterie verbunden, der Pluspol der zweiten Batterie geht an den Minusanschluß der dritten Batterie und der Pluspol geht an den Minusanschluß der vierten Batterie. Vergleichbar mit einer Weihnachtsbaumbeleuchtung, bei der alle Lämpchen hintereinander in Reihe geschaltet sind. Der Plusanschluß der vierten Batterie stellt den Anschluß Plus 36 Volt dar, und wird außerdem mit dem Minusanschluß der fünften Batterie verbunden. Die weitere Verschaltung entspricht den vorangegangenen. Am Pluspol der achten Blockbatterie hast Du dann die 72 Volt für den zweiten Anodenanschluß.
Die zur Heizung genannte Flachbatterie ist intern in der gleichen Weise verschaltet. Deshalb sind an den Klemmen 4,5 Volt zu messen.

Ein schönes Wochenende und liebe Grüße.
Wolle.

Ps. Bei der Radiola M60 beträgt die Heizspannung 2 Volt und ist einzeln geführt, entspricht zwei Drähten. Dann kommt der Masseanschluß und die Anodenspannungen Plus 36 Volt und Plus 72 Volt. Der sechste Anschlußdraht erhält Minus 4 Volt für die Gittervorspannung.
Diese Spannung wird bei der Radiola M40 aus der Heizbatterie abgeleitet, deshalb auch Stecker Minus 4 Volt schwarz.

Editiert 01.08.08 21:49

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