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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule
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04.05.11 16:46
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

04.05.11 16:46
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Volker !

Fast genau das selbe ist mir auch schon mal passiert. Allerdings war es bei mir die halbautomatische Gittervorspannung Erzeugung, ich hatte auf die Isolation gegen Masse der Netzteilelkos nicht geachtet. Die fälligen neuen mit Minus an Masse, das Ergebnis war ein sehr starker Brumm. Bei dem Messen der - G1 an der Endröhre und dem genauen Hinsehen auf den Schaltplan bin ich drauf gekommen. Nix weiter passiert Radio ist noch immer in Betrieb.

MFG Nobby

!
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04.05.11 17:32
Klaus 

WGF-Premiumnutzer

04.05.11 17:32
Klaus 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Zitieren:
Versehentlich hatte ich die beiden 50uF-Kondensatoren des Becherkondensators zusammengelötet,...
Hallo zusammen,

dass bei dieser von Volker beschriebenen Verschaltung das Gerät brummt, ist nicht verwunderlich.
Ohne die Schaltung zu kennen, vermute ich bei den beiden Elkos einen Lade- sowie Siebelko, die i.d.R. durch eine Drossel oder einen Widerstand verbunden sind.
Werden diese Elkos nun versehentlich miteinander verbunden, fehlt schaltungtechnisch der Siebelko und es muss brummen.

Viele Grüße
Klaus

05.05.11 11:11
Volker 

WGF-Premiumnutzer

05.05.11 11:11
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo zusammen,

es ist so, wie Klaus es sagte, dass ich den Widerstand der Siebkette versehentlich kurzgeschlossen hatte. Zwischenzeitlich habe ich die restlichen 4 Papierkondensatoren ersetzt. Das hat sich gelohnt, denn darunter waren zwei ohne Kapazität. Diese waren auf dem Tastensatz gelötet. Kurzwelle geht nach entsprechenden Ersatz jetzt auch sehr gut. Mittel- und Langwelle gingen aber immer noch nicht besonders gut. Deshalb habe ich den Tastensatz, dessen Kontakte schwer erreichbar sind, diesmal von einer anderen Seite mit HF-Kontaktspray behandelt. Ich denke, das hat auch was geholfen. Ausserdem die Schleifkontakte des Drehkos nochmals mit Wattstäbchen und Kontaktreiniger behandelt und eine mattgraue Lötstelle am Drehko neu gelötet. Ob der Empfang nun in Ordnung ist, kann ich erst abends prüfen, denn tagsüber sind hier im Sommer keine Mittelwellensender mehr erreichbar. Der nächste Mittelwellensender ist etwa 700 km entfernt.

Etwas hat mich überrascht: Der Drehko hat zwei unterschiedlich große Plattenpakete, wobei der größere der beiden für den Oszillator verwendet wird. Normalerweise ist es umgekehrt. Der Oszillator schwingt zudem oberhalb der Empfangsfrequenz, wie ich das mit einem ganz lose angekoppelten digitalen Frequenzmesser nachmessen konnte. Die Deutsche Welle konnte auf 6075 empfangen werden, wobei der Oszillator auf 6534 kHz schwang. Das gibt gerundet eine ZF von 460 kHz. Damit konnte ich jetzt mit Hilfe der Oszillatorfrequenz die Empfangsbereiche von LMK bestimmen:

LW: 144 - 342 kHz (LW-Rundfunk ist zwischen 148,5 bis 283,5 kHz definiert)
MW: 505 - 1621 kHz (MW-Rundfunkt ist zwischen 526,5 und 1606,5 kHz definiert)
KW: 5794 - 14968 kHz

Nach dem Verstellen des Skalenzeigers ließen sich die Plattenpakette bis zu ihren beiden Anschlägen verdrehen. Allerdings werden auf der Skala durchweg etwa 200 kHz zu hohe Frequenzen angezeigt. Mehr nach rechts kann ich aber den Skalenzeiger nicht mehr auf dem Stahldraht verschieben, weil dann die Feder kommt, welche den Übergang zum Skalenseil aus Textilfaser bildet. Ich nehme an, das Textil-Skalenseil hat sich im Laufe der Jahrzehnte etwas gedehnt, wodurch sich die Position des Skalenzeigers verstellt hat, wobei sich das Stahlseil nicht gedehnt hat. Aber den Fehler lasse ich so.

Interessant ist auch, dass der Empfang auf Mittelwelle bei schwach einfallenden Sendern besser ist, wenn ich den etwa 5 m langen Antennendraht direkt an den Drehkoh des Eingangskreises anschließe. Vermutlich ist dies schaltungsbedingt. Die Entwickler sind damals sicher nicht davon ausgegangen, dass der normale Hörer völlig verrauschte Mittelwellensender empfangen möchte. Zudem war dies durch die Überfüllung der Mittelwellenbandes damals auch nicht möglich. Da ich aber mit dem Empfänger auf Mittelwelle nur den etwa 800 km entfernten Deutschlandfunk empfangen will, halte ich es für legitim, für diese eine Frequenz ein optimierte Antennenanpassung einzubauen. Nachfolgende Restauratoren können diese ja ohne Probleme zurückbauen.

Als nächstes will ich dem Chassis noch ein Gehäuse spendieren. Dank des vorhandenen Metallrahmens ist das kein großer Aufwand. Der Lautsprecher ist zudem in einer separaten Box einer ehemaligen Stereoanlage, welche auf UKW einen wunderschönen Klang abgibt, untergebracht.

Es lohnt sich etwas mehr Zeit in ein altes Röhrenradio zu investieren, um mehr Klangqualität herauszuholen. Auf jeden Fall sollte man vorsorglich den Koppelkondensator zum Gitter der NF-Endröhre austauschen. Sehr oft leckt dieser Koppelkondensator und verstellt den Arbeitspunkt der Röhre, die dann einen zu hohen Anodenstrom zieht. Die Elkos sollte man auch auf Kapazitätsverlust prüfen. Es sind ja nicht so viele in einem Röhrenradio.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

Zuletzt bearbeitet am 05.05.11 11:30

05.05.11 16:02
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

05.05.11 16:02
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Volker !

Vielleicht lässt sich die Seilscheibe am Drehko lösen. Oft ist da eine kleine Schraube die die Seilscheibe auf der Drehkoachse in eine bestimmten Position feststellt. Möglicherweise hat sich diese Postion verschoben, bei einen Auflegen des Skalenseiles muss auch die Position der Drehkos berücksichtigt werden, also ob eingedreht ausgedreht oder in der Mitte sonst stimmt die Position des Zeigers nicht oder das Seil läuft nicht richtig in der Seilscheibe.
Allgemein schwacher Empfang kann auch durch oxydierte oder zerstörte Silberbeläge bei Keramiktrimmern enstehen. Mit so einem Problem kämpfe ich auch. Insgesamt kann aber ein Abgleich nicht schaden, erst dann merkt man oft, das auch einfache Geräte eine erstaunliche Leistung bieten.
PS. : Sehe gerade das Dein Radio Lufttrimmer hat, aber die Sache mit der verschobenen Seilscheibe auf der Drehkoachse könnte durchaus sein.

MFG Nobby

Zuletzt bearbeitet am 05.05.11 16:42

05.05.11 17:53
Volker 

WGF-Premiumnutzer

05.05.11 17:53
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Nobby,

vielen Dank für den Tipp. Das Rad auf der Drehkowelle habe ich eben verstellt. Die Frequenzangabe stimmt wieder und der Zeiger wandert genau von einem zum anderen Ende der Skala. Klasse! Die Feststellschraube war mit Sicherungslack versehen und unangetastet. Vielleicht ist das Rad im Laufe der Zeit doch ganz langsam auf der Welle gerutscht.

Vielleicht habe ich hinsichtlich der Empfindlichkeit zu hohe Erwartungen. Derzeit betreibe ich diesen Empfänger im Keller an 6 m Draht. In meinem Zimmer steht im Erdgeschoss ein ähnliches Gerät mit fast derselben Röhrenbestückung. Aber die Antenne dort ist ein über 50 m langer Draht, der bis zu 12 m hoch hängt. Damit ist der Empfang auf Lang- bis Kurzwelle natürlich viel besser. Außerdem habe ich das Radio an der Zentralheizung geerdet und nicht etwa an einem Schutzleiter. Vor allen Dingen liefert diese Antenne wesentlich mehr Pegel und nimmt weniger Störungen als eine Zimmerantenne auf.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

06.05.11 23:21
Volker 

WGF-Premiumnutzer

06.05.11 23:21
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo zusammen,

ich habe jetzt fast alles ausprobiert. Auf LMK ist offenbar nur bei starken Ortsender volle Lautstärke zu erreichen. Abgeglichen ist die ZF auf optimale Klangqualität. Wahrscheinlich ist der Empfänger nicht für den Fernempfang geplant gewesen. Von der Klangqualität auf UKW bin ich nach wie vor beindruckt. Das Magische Auge leuchtet auch noch schön hell, was relativ wenige Betriebsstunden des Empfängers vermuten lässt. Hier noch ein paar Bilder des gereinigten Chassis:





Da ich mir ja die Finger an der EL84 verbrannt hatte, habe ich mal ein paar Temperaturen gemessen:

EL84: 110° C
Netztrafo: 42° C
Widerstand der Siebkette: 40° C
ECH81: 50° C
EF89: 40° C

Ein Röhrenradio ist keineswegs Technik zum Anfassen. Entweder verbrennt man sich die Finger oder man bekommt einen elektrischen Schlag.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

07.05.11 11:22
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

07.05.11 11:22
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Volker !

Ein sehr gut erhaltenes Chassis, da lohnt sich der Bau eines Gehäuses. Zu der Zeit hat man bei Radios für Otto Normalverbraucher auf den AM Bereich immer weniger Wert gelegt, die Kunden hörten fast nur UKW. Dieser ist mit einer ausgereiften Standartschaltung mit der ECC85 , 2 x EC 92 ist so gut das es für den Empfang der UKW Ortssender auch unter ungünstigen Bedingungen reicht. Das andere war nicht so wichtig. Dein Radio hat noch die EABC80, zu der Zeit wurde der Ratiodetektor mehr und mehr mit Halbleiterdioden realisiert. Der Transistor war schon da, Kleinsuper und sog. Cordless - Geräte waren schon volltranistorisiert. Der Stereo Rundfunk stand vor der Einführung, das bedingte auch bei der Röhrenbestückung Änderungen, nicht nur im NF Teil. Der Grundig ist ein solides Teil mit dem man viele Jahre ( soweit es noch empfangbares gibt ) Freude hat.

MFG Nobby

07.05.11 13:24
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

07.05.11 13:24
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Volker,

ich habe einen Grundig 3097 Patienten, der sich auf UKW aber noch wacker hält. LMK sind bei meinem
Gerät z.Zt. auch nicht mehr richtig zu gebrauchen. Ich weiß aber, dass in den siebziger Jahren diese
Wellenbereiche ausgezeichnet funktionierten. Stand damals bei Oma im Wohnzimmer.

Ich habe eine Bitte. Kannst Du mal die Temperatur der EABC80 messen?
Meine Röhre glimmt sehr schwach und ist nur handwarm. 6.3V liegen an.

Ein großes mechanisches Problem ist die Scheibenkupplung beim Umschalten des Drehkos
von FM nach AM. Die Übertragungskraft reicht kaum noch aus, den auch in Deinem Gerät vorhandenen
großen Luftdrehko zu drehen.

Eine riesen Baustelle ist der Patient.

Gruß

Joe

Zuletzt bearbeitet am 07.05.11 14:03

07.05.11 13:59
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

07.05.11 13:59
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Volker und alle

Bei Deinem Gerät lohnt der Gehäusebau sich auch nach meiner Meinung.
Von den Leistungserwartungen her, ist es positiv gesehen als Mittelsuper, mit 6 AM- und ca. 9 FM-Kreise, zu bewerten.
Für guten AM- Fernempfang, auch außerhalb der Abendstunden, bedarf es dann gut erhaltener Röhren, bzw. einer guten Antenne.
Wichtig ist sicher, daß es sich um ein Ausnahmemodell für den Radioempfang in Gemeinschaftseinrichtungen handelt, wenn auch die NF-Leistung mit einer EL 84 dafür nicht so üppig ist. Für Deinen Bedarf ist das aber gut und ausreichend.
Es ist schon etwas verwunderlich, daß das größere Drehkopaket für den Oszillator fungiert.
Das hat man dann mit dem entsprechenden Verkürzungskondensator angepasst.
Ich habe auch einen AM-Doppeldrehko, bei dem das größere System eine etwas kleinere Kapazität hat. Da sind dann die Plattenabstände auch größer.
Ich wünsche Dir mit Deinem "Unikat" noch viel Freude und Erfolg.

Freundliche Grüße von Dietmar

Zuletzt bearbeitet am 07.05.11 14:02

07.05.11 14:19
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

07.05.11 14:19
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Unbekanntes Röhrenradio für den Einsatz in einer Schule

Hallo Joe

Wie Du erwähnst, hat Dein Radio ein Problem mit der Abstimmmechanik, daß der AM-Seiltrieb zu schwach ist.
Vielleicht hilft hier eine Erneuerung des Skalenseiles.
Eine mechnische Umschaltung des Zeigertriebes von AM auf FM hat der Juwel 2 auch.
Das hat mich bei der damaligen Restaurierung meines Gerätes einige Zeit und Geduld gekostet.
Da hatte sich die UKW-Taste zusätzlich urplötzlich schräg gestellt, sodaß ich den Blechkasten mit den Druckfedern des Tastensatzes öffnen musste.
Dabei verschwand die Druckfeder der UKW-Taste unauffindbar, sodaß ich einen Ersatz suchen und verwenden musste.
Die Justage, daß beim UKW-Betrieb der AM-Antrieb nicht mitläuft und umgekehrt, war dann auch etwas gewöhnungsbedürftig.
Man freut sich trotzdem, wenn alles im Gehäuse sauber und funktional seinen Platz findet. Der Klang aus dem großen "Holzkasten" ist einfach prima und entschädigt total für den Aufwand.

Freundliche Grüße von Dietmar

Zuletzt bearbeitet am 07.05.11 14:19

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