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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?
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05.04.18 22:31
regency 

WGF-Premiumnutzer

05.04.18 22:31
regency 

WGF-Premiumnutzer

Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Suche nach Luftspulen ca. 5 mH bis 10 mH mit niedrigster Eigenkapazität für meine Theremin-Versuche.

Beispiel:
http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...p;id=1439749672

Danke für Angabe einer Bezugsquelle.
VG Jan

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06.04.18 08:26
HB9 

WGF-Premiumnutzer

06.04.18 08:26
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Jan,

ich würde die selber wickeln, z.B. auf einen grossen Topfkern wie EPCOS RM... Wenn es abgleichbar sein muss, mit Luftspalt, sonst besser ohne, durch das grosse braucht es nur wenige Windungen, so dass die Kapazität klein bleibt.

Gruss HB9

06.04.18 13:22
regency 

WGF-Premiumnutzer

06.04.18 13:22
regency 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo HB9,
welche Eigenfrequenz / Eigenkapazität / Güte wäre mit solchen Topfkernspulen 1 mH, 5 mH in etwa erreichbar, wie groß ist das µ des Materials? Gibt es irgendeine Temperaturdrift oder sonstige Einflüsse auf die Konstanz der Induktivität?

Die Theremingemeinde liebt die in Reihe geschalteten Kreuzwickelspulen, obwohl man diese wahrscheinlich problemlos mit billigen Festinduktivitäten ersetzen könnte. Aber die geringstmögliche Eigenkapazität ist hier in der Tat sehr wichtig.

Viele Grüße, Jan

06.04.18 14:25
HB9 

WGF-Premiumnutzer

06.04.18 14:25
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Jan,

mit einem T66-Kern ohne Luftspalt und einem RM6-Spulenkörper brauchst du für 10mH ca. 28 Windungen, was wenig Platz braucht, so dass man dick isolierten Draht verwenden kann, was die Eigenkapazität auf sehr kleine Werte reduziert. Mit dem grösseren RM8-Körper braucht es noch weniger Windungen, hier kann man statt Lackdraht Schaltdraht mit Teflon-Isolation verwenden, das gibt durch die dickere Isolation viel kleinere Kapazitäten. Hier wird am besten ausprobiert.
Weiter haben diese Spulen den Vorteil der magnetischen Abschirmung, so dass es keine Störungen durch Fremdfelder oder Abstrahlung gibt, was auch die Güte erhöht. Für geringstmögliche Temperaturdrift muss aber das Kernmaterial gewählt werden, das den Temperaturgang der Kapazitäten möglichst gut ausgleicht, hier ist eventuell N48 die bessere Wahl.

Gruss HB9

06.04.18 16:18
regency 

WGF-Premiumnutzer

06.04.18 16:18
regency 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Danke, HB9. Konnte keinen Händler finden, der aktuell bzw. einzelne Sets liefert für EPCOS RM T66 oder N48 Kern + RM6 Körper (Buerklin, Reichelt, distrelectric, spulen.com,...). Hast du einen Tipp?

10.04.18 19:58
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

10.04.18 19:58
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Jan,

die geteilten Kreuzwickel-Drosseln hat Heathkit oft und gerne verwendet. Ich denke, sie haben diese von der Firma J.W.Miller Co. bezogen, die seit den 1920'er Jahren existiert und wahrscheinlich von Bournes geschluckt wurde.

Ich habe nur einfache Kreuzwickel 50mH, 100mH gefunden. Vielleicht kann man sie über einen US-Distributor (Mouser, Digikeys) in DL beziehen.

http://www.bourns.com/docs/product-datas...rsn=1d1f5958_12

Gruss
Walter

Nachtrag: Die Drosseln sind (auch andere Grössen, allerdings abgekündigt!) bei Mouser erhältlich, "varnished chokes Bourns Festinduktivitäten"

Zuletzt bearbeitet am 11.04.18 19:43

11.04.18 20:12
regency 

WGF-Premiumnutzer

11.04.18 20:12
regency 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Walter,
vielen Dank für deine Empfehlung und Hinweise. Ich hatte angenommen, dass es keinen Sinn mehr hätte, Bauteile zu bekommen, die abgekündigt sind, und werde das Angebot bei Mouser nochmal anschauen. Sofern es nicht mein Taschengeld überfordert

Warum es bei den Theremins auf hochinduktive, kapazitätsarme Spulen ankommt kann ich etwas erläutern. Der Trick ist, dass man den Oszillator auf der Serien-Resonanzfrequenz einer solchen Spule mit der Antennenkapazität betreibt. Die Änderung des Abstandes der Hand zur Antenne bewirkt die Änderung einer zusätzlichen Parallelkapazität zur Antenne. Die Handkapazität beträgt ca. 1 pF in wenigen cm Abstand zur Antenne und fällt mitdem Abstand stark ab. Man kann so abstandsabhängigg leicht bis zu 10 kHz Frequenzänderung erreichen, alles was man für die Erzeugung von Audiofrequenzen inkl. der Obertöne braucht.

Viele Grüße, Jan

12.04.18 08:47
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

12.04.18 08:47
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Jan,

verstehe! Es wird angezeigt, wieviel Restbestand an Drosseln noch vorhanden sind. Es waren nur ganz selten wirkliche Luftspulen. In den meisten Fällen hatte der Tragekörper ähnlich einem Widerstand auch einen kleinen zylinderförmigen Ferritkern eingebaut.

Ähnliche Beschaffungsprobleme gibt es bei den Anodendrosseln in Röhren-Senderendstufen, die über weite Frequenzbereiche resonanzfrei arbeiten müssen und ebenfalls kapazitätsarm in mehrfachen Kreuzwickeln ausgeführt sein sollten. Durchgehende einlagige Zylinderluftspulen können, aber müssen nicht funktionieren. Mir sind schon einige abgeraucht. Teilt man die Wicklung, verlagert man das Problem oft nur auf eine andere Frequenz.

Gruss
Walter

12.04.18 13:13
HB9 

WGF-Premiumnutzer

12.04.18 13:13
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo Jan,

die EPCOS-Spulensätze gibt es z.B. bei Distrelec. Sie sollten eigentlich leicht beschaffbar sein, es gibt aber auch Alternativen von anderen Herstellern. Wichtig ist eigentlich nur ein magnetisch gut geschlossener Kern, damit es wenig Windungen braucht, und natürlich muss der Kern für die vorgesehene Frequenz etwas taugen.

@Walter:
Das mit den HF-Drosseln bei Senderendstufen kenne ich auch. Ich hatte bei meinem Eigenbau-Sender ebenfalls eine einlagige Zylinderspule verwendet, die dann bei ca. 21MHz eine Serie-Resonanz hatte und Rauch entwickelte... Die Serieschaltung von zwei Spulen unterschiedlicher Windungszahl hat das Problem dann gelöst, da so die Resonanzfrequenzen genügend weit auseinanderliegen, so dass immer eine Spule induktiv ist.

Gruss HB9

10.05.18 20:15
regency 

WGF-Premiumnutzer

10.05.18 20:15
regency 

WGF-Premiumnutzer

Re: Wo kann man kapazitätsarme, hochinduktive Drosseln noch bekommen?

Hallo zusammen,
ich habe meinen Bastel-Fundus durchforstet und ein paar bisher unbeachtete z.T. hochinduktive Ringkernübertrager gefunden. Schaltet man die beiden Wicklungen gleichsinnig in Reihe ergibt sich die vierfache Induktivität der einfachen Wicklung. Hier sind Kandidaten mit Induktivitäen von 2 x 1 mH, 2 x 2,2 mH , 2 x 6 mH bis 2 x39 mH dabei. Damit habe ich eine große Breite an kapazitätsarmen Induktivitäten für die Theremin Versuche.



Hier eine Oszillatorschaltung mit Ringkernübertrager, die bei niedrigen 190 kHz durch Handkapazität mehr al 6 kHz Veränderung zeigt. Der alte Lev Termen hatte mit seinen gewickelten Spulen knapp 2 kHz Audiofrequenz erreicht und würde staunen.



Viele Grüße, Jan

Datei-Anhänge
Ringkernspulen.jpg Ringkernspulen.jpg (22x)

Mime-Type: image/jpeg, 124 kB

pitchoscillator.gif pitchoscillator.gif (26x)

Mime-Type: image/gif, 3 kB

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