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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07
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21.10.19 14:08
wumpus 

Administrator

21.10.19 14:08
wumpus 

Administrator

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Admin: Das ist nur ein "Letzte Beiträge"-Liste Hinweis:

Datum der Listeneinträge falsch: Nicht der 19.10.19.
Bitte auch die Vor-Beiträge meines Beitrags lesen.

Zuletzt bearbeitet am 21.10.19 14:09

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22.02.20 22:22
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

22.02.20 22:22
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Hinweise in alter Literatur.

E. Nesper erwähnt im "Der Radio-Amateur" (1923) die Möglichkeit auch ohne Gitterkombi
Demodulation zu erhalten auf s. 251 und gibt eine Erklärung über den Gitterstrom.
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...1&thread=94
Jens.

Zuletzt bearbeitet am 22.02.20 22:24

24.02.20 19:33
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

24.02.20 19:33
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Lieber Jens und die anderen Radiofanaten.........

Das erwähnte Buch von E. Nesper habe ich zufällig auch, ebenso einen Hellglüher.



Zum Testen der Schaltung nach Abb.224, jedoch jetzt ohne Gitterkombination, wurde einfach eine schon bestehende Brettschaltung geringfügig angepasst!







Im Grunde genommen haben wir es mit einer Anodengleichrichtung zu tun, also eine Umwandlung der amplitudenmodulierten HF in eine NF. Das wird mit der Krümmung der Ia/Ug Kennlinie gemacht.
Dass keine, oder nur eine kleine neg. Gittervorspannung erforderlich ist, verdanken wir der Eigenschaft von direkt geheizten Trioden! Hier muss man nämlich mit dem Spannungsgefälle entlang des Heizfadens rechnungtragen.... Ich habe die gemessenen Spannungen in die Versuchsschaltung eingezeichnet und komme gemittelt auf -2,4 Volt! Die Ub ist ca. 22,5V .
Anders ist das bei indirekt geheizten Röhren. Dann wird mit einem entsprechend hohen Katodenwiderstand eine gewisse neg. Gittervorspannung erzeugt, die den Arbeitspunkt nach links verlagert.

Über die verwendete Soft-Tube wurde hier schon geschrieben:
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=248

Zum Schluss sei darauf hingewiesen, dass die Empfindlichkeit der Anordnung um ein Mehrfaches schlechter als die eines normale Audions mit Gittergleichrichtung ausfällt !! Herr Nesper hätte das erwähnen sollen.....

Gruß vom bastelwoho

Zuletzt bearbeitet am 24.02.20 19:36

Datei-Anhänge
Nesper 1923-1.png Nesper 1923-1.png (12x)

Mime-Type: image/png, 50 kB

Nesper 1923-2.jpg Nesper 1923-2.jpg (11x)

Mime-Type: image/jpeg, 246 kB

Nesper 1923-3.JPG Nesper 1923-3.JPG (14x)

Mime-Type: image/jpeg, 176 kB

Nesper 1923-4.JPG Nesper 1923-4.JPG (11x)

Mime-Type: image/jpeg, 70 kB

24.02.20 22:44
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

24.02.20 22:44
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Hallo Wolfgang,
Obwohl ich keine Schaltungen mit den alten Röhrentypen aufbaue, interessieren mich die Anfänge der
Röhrentechnik sehr. Die Eingangsfrage des ersten Beitrages war ja geklärt, aber es schien mir passend,
den Hinweis auf Eugen Nesper an dieser Stelle noch anzufügen.

Die alten Röhren unterscheiden sich ja doch etwas von den modernen Typen (Walter hatte das ja angemerkt),
so wusste ich nicht, dass seinerzeit gezielt geringe Mengen Quecksilber in Empfängerröhren verwendet wurde.
(Ich hatte die "Lieben-Röhre" bisher als Sonderfall betrachtet).

Interessant ist auch ein Artikel, den ich im "Jahrbuch der Telegraphie und Telephonie" von 1908 gefunden
habe, (s.220 ), J.S.Sachs. (Auch auf "archive[dot]org zu finden).

Nachdem die wichtigsten Detektoren vorgestellt wurden, schließt der Artikel auf s.224:
"Der Vollständigkeit wegen sei noch die Abbildung (Fig. 4) eines neuen Detektors von de Forest
wiedergegeben, den er mit Erfolg für drahtlose Telephonie verwendet haben soll
...."

Der Rest ist Geschichte

Nachtrag 2020-02-25
"Annalen der Physik",1908 s.396 : Bericht über erfolgreichen Versuch von De Forest aus dem Jahre 1907
(Verwendung Audion als Detektor). archive[dot]org/details/annalenderphysi54unkngoog/page/n488/mode/2up

Jens

Zuletzt bearbeitet am 25.02.20 10:02

25.02.20 09:11
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

25.02.20 09:11
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

basteljero:

so wusste ich nicht, dass seinerzeit gezielt geringe Mengen Quecksilber in Empfängerröhren verwendet wurde.
(Ich hatte die "Lieben-Röhre" bisher als Sonderfall betrachtet).


Hallo Jens,

neben Quecksilber auch Argon (UV-200) und Cäsium (UX-200 von Wolfgang). Telefunken setzte aber konsequent - auch gegen Widerstände etablierter "Experten" - auf Hochvakuum Röhren. Dieses Vakuum war aber in den Anfängen (EVN171, EVE173) um ein bis zwei Grössenordnungen geringer als zum Ende des Röhrenzeitalters. Der Einsatz der Diffusionspumpen von Gaede und die Optimierung des Anodenmaterials (z.B. Tantal bei Senderröhren) brachten neben der Kathodenbeschichtung bei Empfängerröhren einen Quantensprung mit sich.


Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 25.02.20 09:41

25.02.20 09:41
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

25.02.20 09:41
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Halo Walter,
Wenn man die alten "Buchschinken" durchstöbert (glücklicherweise sind die ja digitalisiert zugänglich)
Erweckt das den Eindruck, dass man eigentlich einen Detektor für die vorhandenen Maschinensender
der verschiedensten Art haben wollte und die Triode "zufällig" herauskam.

So entspricht der Aufbau von de Forrest : Gitter (Plattenform) - Heizfaden - Anode (Plattenform)
ja eigentlich dem Prinzip des "verkehrten Gleichrichters".
Eine gezielter Versuch hätte wohl die übliche Anordnung mit Gitter zwischen Heizfaden und Anode benutzt.
(vgl. https://de[dot]wikipedia.org/wiki/Audion : Bild der Röhre, spätere Ausführung)

Bei Gelegenheit werde ich mal schauen, ob es auch eine moderne Röhre neben der 1V6 gibt, wo man
dieses Steuerungs-Prinzip "nachbauen" kann. Vielleicht eine der russischen Stäbchen-röhren.

Schön aber, dass Wolfgang wieder anschaulich und messtechnisch die Aufbauten der
vergangenen Zeiten nachvollzogen hat !


Jens

25.02.20 10:20
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

25.02.20 10:20
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Zitieren:
Bei Gelegenheit werde ich mal schauen, ob es auch eine moderne Röhre neben der 1V6 gibt, wo man
dieses Steuerungs-Prinzip "nachbauen" kann. Vielleicht eine der russischen Stäbchen-röhren.

Guten Morgen zusammen

Hier findet man außer Erklärungen auch noch Experimente mit den "Zweiplattenröhren"

https://www.radiomuseum.org/forum/die_zw...rueckblick.html

Gruß aus NL., Wolfgang

25.02.20 12:51
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

25.02.20 12:51
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

Hallo Wolfgang,
Genau das habe ich gesucht. Danke

Nun steht bei Barkhausen (Lehrbuch der Elektronenröhren, Bd. 1, §8, s91):
"Bei Hochvakuumröhren lässt sich ein Gegentaktbetrieb nur mit 2 getrennten Röhrensystemen
herstellen (Fußnote). Bei der 6X5 hat man das Problem wohl irgendwie gelöst.
Das ist interessant, Eröffne mal einen neuen Beitrag da nicht hierher passend.
Jens

Zuletzt bearbeitet am 25.02.20 13:14

25.02.20 13:28
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

25.02.20 13:28
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Demodulation nach Hertweck Funkschau 1931 Heft07

basteljero:

Erweckt das den Eindruck, dass man eigentlich einen Detektor für die vorhandenen Maschinensender
der verschiedensten Art haben wollte und die Triode "zufällig" herauskam.


Nö, Jens, die Väter der Triode hatten vor allem erst einmal die NF-Verstärkung für Telefon-Anwendungen im Auge. Die Funkanwendungen kamen Jahre später.

Gruss
Walter

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