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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Detektor Technik
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09.01.22 15:00
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

09.01.22 15:00
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Detektor Technik

Hallo Jörg und die Runde

Bin auch gespannt, ob mit dem Rahmen hier indoor noch etwas zu machen ist.
Hatte vor Jahren damit überraschenderweise recht guten Empfang und damals über 30 Stationen aufnehmen können.
Muß mir aber erst einen provisorischen Detektor zusammenbauen, es ist keiner mehr vorhanden.
Mein Rahmen ist ein Oktogon mit 40cm Kantenlänge, also knapp 0,8m² Fläche.
Werde berichten

Gruß in die Runde
Hajo

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09.01.22 15:51
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

09.01.22 15:51
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Detektor Technik

Hallo Jörg,

der Transistorsender aus Orfordness war vorher in Rotterdam in Betrieb. Er kann zwar 25kW, ist aber auf eine Trägerleistung von 4kW gedrosselt, entsprechend der OFCOM Vorgabe. Aber sowohl die Antenne als auch die Umgebung (Abstrahlung, Erdwiderstand usw.) stimmen. So gesehen kommt er fast an den 693 kHz Pegel heran.

Gruss
Walter

10.01.22 00:55
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

10.01.22 00:55
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Detektor Technik

Hallo die Runde

Meine Ausbeute war ziemlich mager aber immerhin geht auch mit dem Rahmen indoor noch ein bißchen was.
Der Rahmen hat 250µH ( für MW etwas zu viel, er war ursprünglich mal für NDB im Einsatz) und ist mit 10Wdg. HF Litze bewickelt.
Wichlungsabstand 5mm, Q rund 400 bei 500kHz. Er hängt etwa 30cm drehbar unter der Decke und ist knapp 1m vom Fenster entfernt (Plattenbau)
Der Detektor ist provisorisch auf einer Polystyrolplatte aufgebaut, als Kopfhörer dienen zwei Kyocera Kapseln.
Folgende Frequenzen waren heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr hörbar: 540, 648, 693, 738, 909, 1053, 1089 und 1215kHz.






Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 13.01.22 18:15

Datei-Anhänge
Detektor-test.JPG Detektor-test.JPG (44x)

Mime-Type: image/jpeg, 151 kB

Detektor.JPG Detektor.JPG (41x)

Mime-Type: image/jpeg, 15 kB

10.01.22 15:36
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

10.01.22 15:36
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Detektor Technik

Hallo Hajo,

imposante Konstruktion und schöne Dokumentation Deines Versuchs. Ich finde Dein Ergebnis gar nicht so mager. Es funktioniert also auch 2022 noch recht gut. Der Plattenbau kann natürlich durch Armierungen den Indoorempfang erschweren.... aber acht Stationen ist doch mit dem Rahmen wirklich nicht schlecht.
Interessant auch die Trennschärfe 1053 nach 1089 kHz. Für so manchen Detektor schon eine große Herausforderung.
VG
Jörg

Zuletzt bearbeitet am 10.01.22 15:41

10.01.22 18:05
wumpus 

Administrator

10.01.22 18:05
wumpus 

Administrator

Re: Detektor Technik

Hallo zusammen,

eine Anmerkung zu den Rahmenantennen: Ich habe bei meinen Rahmenantennen an Detektoren immer festgestellt, dass der Typ "Drachen" (also wo der Windungsdurchmesser von Windung zu Windung immer kleiner wird und immer weniger Raum-Fläche erfasst) dem Typ (grosse Spule) hinsichtlich der Sensivität unterlegen war.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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10.01.22 19:22
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

10.01.22 19:22
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Detektor Technik

Hallo Zusammen

@Jörg
Ja der Plattenbau schirmt ganz erheblich, das stelle ich immer wieder (leidvoll) fest. Ich darf mit dem Rahmen auch nicht zu nah an's Fenster.
Innerhalb des Doppelfensters ist ein Alurahmen eingebaut, der eine Kurzschlußwindung bildet. Kommt der Rahmen zu nah, sinkt der Pegel drastisch.
Durch die Anzapfung bei der 2. Wdg. ist die Trennschärfe recht gut. Erstaunlicherweise ist der Pegel nicht schlechter, als beim Anschluß an der 10. Wdg.
Deine Rahmenspule finde ich übrigens sehr schick und professionell, hat sicher einiges an Arbeit gekostet.
Die Anpassung meiner Schaltung stimmt sicher so noch nicht, das muß noch optimiert werden. Zunächst soll aber ein anderer Kopfhörer entstehen. Seit Jahren liegen hier zwei Rocking Armaturen in der Kiste, die noch von Gerd Reinhöfer stammen. Die könnte ich bei der Gelegenheit mal testen und schauen, wie sie sich im Vergleich mit den Kristallkapseln schlagen. Die RFT Ohrenzwicker sind nämlich deutlich unempfindlicher.
Der Anfang ist gemacht:



@ Rainer
Das ist auch meine Erfahrung. Ich denke, es liegt an der geringeren wirksamen Fläche der (ich nenne sie) Spinnennetzspulen, denn soviel ich weiß, geht der Durchmesser der Spule quadratisch in die Formel der effektiven Höhe ein.
Meine ist ein Oktogon mit 30cm Kantenlänge, bewickelt mit 17Wdg. isoliertem 1,5mm Volldraht = 180µH. Trotzdem ist die Güte fast identisch mit dem großen Rahmen aber sie ist erheblich unempfindlicher - für Detektor indoor weniger brauchbar.



Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 10.01.22 19:37

Datei-Anhänge
Armaturen.JPG Armaturen.JPG (41x)

Mime-Type: image/jpeg, 100 kB

Spinnennetz.JPG Spinnennetz.JPG (39x)

Mime-Type: image/jpeg, 101 kB

11.01.22 09:38
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

11.01.22 09:38
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Detektor Technik

Hallo zusammen,

für mich liegt es auf der Hand, dass die Spinnenantenne ein konstruktiver Kompromiss ist. Der effektive Durchmesser muss irgendwo zwischen dem minimalen und mittleren Durchmesser liegen. Recherchiert man in den alten Telefunken Zeitungen aus der Gründerzeit, wird man diese Spulenform nur in Variometern aber nicht in den Rahmenantennen finden.



@Hajo: Die Verwendung der Reinhöfer-Kapseln wird die Lautstärke noch einen Tick nach vorne bringen.

Zitat aus dem neuen Buch "Detektor-Empfänger" von Leifert/Kainka, Seite 83:

"Am besten ist ein kreuzförmiger Trägerrahmen, der die Spulenwicklung
nur an vier schmalen Punkten pro Windung berührt. Als Material ist
trockenes Holz (Buche o.ä.) oder Acrylglas (Handelsname: Plexiglas) zu
bevorzugen. Evtl. ist auch Styrodur einen Versuch wert, das im
Modellbau als stabilere und gut verarbeitbare Variante von Styropor (=
Polystyrol) Verwendung findet.

Der Einfluss von ungünstigen dielektrischen Materialien als Träger oder
in der Nähe der Rahmenantenne sollte nicht vernachlässigt werden, da er
den durch die Massnahmen im Kapitel 4.3.1.-4.3.3 optimierten
Gütefaktor wieder völlig zunichtemachen kann."

Der/die Verfasser weisen auch darauf hin, dass sich in und in der Nähe der Rahmenantenne
keinerlei Metall zu befinden hat und dabei Metalle in Füssen und in Tischen meist vergessen
werden. (Umpolungsverluste). Als Abstand wird der Rahmendurchmesser vorgeschlagen.
Hajos Deckenaufhängung ist in der Tat ein guter Vorschlag.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 11.01.22 10:47

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Rahmenantennen_Gründerzeit.jpg Rahmenantennen_Gründerzeit.jpg (46x)

Mime-Type: image/jpeg, 167 kB

12.01.22 23:19
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

12.01.22 23:19
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Detektor Technik

WalterBar:
Die Verwendung der Reinhöfer-Kapseln wird die Lautstärke noch einen Tick nach vorne bringen.
Hallo Walter

In der Tat ist es so und die Betonung liegt auf "einen Tick"
Die Arbeit mit den Halterungen scheint sich jedenfalls gelohnt zu haben.



WalterBar:
Zitat aus dem neuen Buch "Detektor-Empfänger" von Leifert/Kainka...
Danke dafür
Mein Rahmen ist nicht optimal, der Wicklungsabstand hätte großer sein sollen und die Stützpunkte für die Litze wären aus Polystyrol besser gewesen aber so viel Aufwand wollte ich seinerzeit dann doch nicht treiben, zumal die Antenne ursprünglich gar nicht für Detektorversuche gedacht war. Der Bau ist rund 14 Jahre her und damals ging NDB hier in der Innenstadt am SDR noch halbwegs brauchbar.
Ich zögere noch bezüglich des Buches, bin nicht sicher, ob sich die Investition lohnt. Das Inhaltsverzeichnis ist ja eigentlich vielversprechend.

Ich habe heute neugierigerweise die Impedanzen aller meiner Hörer ermittelt und bin etwas erstaunt.
Ich war bisher der Ansicht, daß sich die Angaben auf die Impedanz- und nicht auf den Gleichstromwiderstand beziehen aber scheinbar ist es nicht so.
Hier die Testschaltung, hoffentlich ist da keine Fehler unterlaufen.



Der Generator hat 50 Ohm Ausgang, die AC Voltmeter waren ein analoges HP 400E und ein digitales UT803 RMS Multimeter.
Die ermittelten Impedanzen bei 1kHz sind:

Rocking Armatur 2 Kapseln parallel 146Ω
Kyocera (kristall) 2 Kapseln parallel 1,5kΩ
RFT alte Ausführung 2x2kΩ in Serie 13,2kΩ
RFT neuere Ausführung 2x2kΩ in Serie 8,8kΩ
alte Wehrmachts Hörer 2x2kΩ in Serie 18,2kΩ
Kristall-Schmalzbohrer 2 in Serie oder parallel (weiß nicht mehr) 6,1kΩ

Was mich etwas wundert ist, daß die Kristallhörer eine niedrigere Impedanz haben, als die magnetischen.
Ist da ein Fehler in meinem Test oder wie ließe sich das anders erklären?

Die Reihenfolge der Hörer ist auch gleichzeitig die Reihe der Empfindlichkeit, (angepaßt mit dem oben genannten Übertrager am Detektor)
wobei die Schmalzbohrer weit abgeschlagen sind.


Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 13.01.22 18:13

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Rockingarmatur.JPG Rockingarmatur.JPG (40x)

Mime-Type: image/jpeg, 77 kB

Impedanz.jpg Impedanz.jpg (37x)

Mime-Type: image/jpeg, 13 kB

13.01.22 07:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

13.01.22 07:50
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Detektor Technik

Hallo Hajo,

die Impedanz der Hörer ist ausser bei Gleichstrom nie reell, da gibt es immer eine induktive Komponente (bei magnetischen Systemen) oder eine kapazitive bei den Kristallhörern. Somit muss man die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung beachten, und es gibt dann zwei Komponenten der Impedanz:
Der Realteil (ohmscher Anteil) ergibt sich aus Spannung / Stromanteil in Phase mit Spannung,
der Imaginärteil (Blindwiderstand) ist Spannung / Stromanteil mti 90° Phasenverschiebung.
Eilt der Strom der Spannung voraus, ist die Impedanz kapazitiv, sonst induktiv.

Gruss HB9

13.01.22 11:47
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

13.01.22 11:47
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Detektor Technik

Hallo HB9

Danke für die Hinweise
Die Impedanz einer Spule ist immer ein Gemisch aus Real- und Imaginärteil, das ist mir klar.
Habe die Schaltung zum Verständnis meiner Gedanken oben noch etwas geändert.
Imess ergibt sich aus Umess/Rmess, Strom und Spannung in diesem Widerstand sind phasengleich.
Imess und Ix sind phasenverschoben.
Ich bin davon ausgegangen, daß das Phasenverhäjtnis von Ux und Ix bei den in Frage kommenden Hörern und der Testfrequenz annähernd gleich ist, denn die üblichen magnetischen- und keramischen Hörer haben ein relativ hohes Kapazitäts-Induktivitätsverhältnis, soviel ich weiß (magnetisch = großes L, kleines C, keramisch umgekehrt).
Rx ergibt sich aus Ux/Imess. Ix und Imess sind zwar phasenverschoben aber der Betrag des Stroms müßte ja gleich sein.
Sollte die Formel Ux/Imess angesichts der Frequenz und der betrachteten Testobjekte demnach nicht zu einem annähernd korrekten Ergebnis der Impedanz führen?

Eine andere Frage in die Runde:
Kann man etwas tun, damit kleine Bilder (wie oben meine Schaltungen) nicht so stark vergrößert wiedergegeben werden?


Gruß in die Runde
Hajo

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