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Kristalldetektor - was fehlt?
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06.05.26 19:38
BattleToad 

100-249 Punkte

06.05.26 19:38
BattleToad 

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Re: Kristalldetektor - was fehlt?

Hallo,

wegen der Nachfrage von Jens habe ich mir noch mal Skala und Nullpunkt der Graphen zu angeschaut und Jens hat Recht, mit dem Nullpunkt stimmt etwas nicht. Die I(V) - Plots sollten alle durch den Punkt (0,0) gehen, aber sie sind in Richtung eines negativen Dauerstroms von ca. 1mA (1V in den Bildern) verschoben was nicht richtig sein kann.

Ich habe etwas herumgespielt und herausgefunden dass die Kopplung der y - Prüfspitze falsch eingestellt war (AC). Ich habe gar nicht gewusst dass das bei einem Oszilloskop in xy Modus eine Rolle spielt, aber tatsächlich sollte man auch in diesem Fall darauf achten dass die Prüfspitzen die passende Kopplung haben (hier DC).

Hier sind neue Messungen, die Kristallkartuschen sind jetzt in den SONARSON eingebaut: Galena, Pyrit und eine moderne Si Diode zum Vergleich. Siliziumkarbid funktioniert mit dem dünnen Drähtchen im SONARSON nicht. Bei allen drei Messungen sind die Einstellungen identisch damit man schön vergleichen kann .

Galena:


Pyrit:


Silizium PN Übergang Diode:


Danke Jens für Deinen Hinweis, jetzt bin ich wieder ein wenig schlauer!

Gruß Ralph

Datei-Anhänge
gald.jpg gald.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 87 kB

pyrd.jpg pyrd.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 87 kB

si.jpg si.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 85 kB

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07.05.26 21:56
basteljero 

500 und mehr Punkte

07.05.26 21:56
basteljero 

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Re: Kristalldetektor - was fehlt?

Hallo Ralph,
Sehr nett, dass Du dir die Mühe gemacht hast, die Messungen
nochmal zu wiederholen.

Zitieren:
identisch damit man schön vergleichen kann

Nicht nur das, es lässt sich z.B. bei dem Galena-Kristall bei etwa
0,3 Volt die Tangente anlegen, die ja den Wechselstromwiderstand der Detektor-
Kennlinie an diesem Punkt angibt.

Wollte nicht im Original-Bild rummalen, deshalb neu gezeichnet, kleinere Abweichungen
spielen keine Rolle:


Da kommt man auf 2000 Ohm, genau der Wert, der von Strachan in der
"wireless world and radio review" vom 18. Juni 1924 in der schon genannten
Artikelserie genannt wird.

Nun kann man an der "Galena-Kurve" auch sehen, dass eine kleine Vorspannung von 0,2 bis 0,3 Volt
vorteilhaft ist, um diesen Arbeitspunkt einzustellen.
(Bei synthetischem Galena scheint dies nicht notwendig zu sein.)

Auch wenn der Galena-Kristall vermutlich der empfindlichere ist, wird
ein aussagekräftiger Vergleich wohl nur in der praktischen Schaltung
möglich sein, wo man die Ankopplung an die Spule und damit die Dämpfung
durch den Kristall minimieren kann.

Umfangreiche Untersuchung mit vielen Diagrammen dazu von Griffith,
"wireless world" 24. febr. 1926 in der Artikel-Serie "complications of crystal reception"

Dort wird u.a. auf den günstigsten Punkt des Abgriffes für die Detektor-Diode eingegangen.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 08.05.26 15:55

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Galena-Detektor_Beispiel.jpg Galena-Detektor_Beispiel.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 8 kB

08.05.26 09:50
WalterBar 

500 und mehr Punkte

08.05.26 09:50
WalterBar 

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Re: Kristalldetektor - was fehlt?

Hallo Ralph,

wunderbar! Gibt es aber eine Aussicht, einen Detektorapparat um diesen
Kristalldetektor zu bauen oder zu erwerben, damit im Herbst praktische
Empfangsversuche stattfinden können? Oder fehlt der Platz für eine
Drahtantenne?

Gruss
Walter

09.05.26 22:49
BattleToad 

100-249 Punkte

09.05.26 22:49
BattleToad 

100-249 Punkte

Re: Kristalldetektor - was fehlt?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Schön zu wissen dass meine Messungen auch quantitativ verwertbar sind .

Ich habe zwei Detektorradios, einen Siemens Rfe6a und ein sehr verbasteltes Nora DAB80. Wir wohnen parterre zur Miete, und dass der Vermieter eine Hochantenne in seinem Garten erlaubt ist eher unwahrscheinlich, hihi.

Wurfantennen funktionieren leider nur mäßig, aber die beste Antenne nützt ja nichts wenn keiner mehr was sendet... Daher habe ich selbst einen (sehr schwachen) Sender gebaut mit dem ich senden kann, z.B. von einem .mp3 Player. Das klappt innerhalb eines Zimmers oder ich koppele das Signal des Senders schwach in den Antenneneingang ein.

Gruß Ralph

Zuletzt bearbeitet am 09.05.26 22:50

10.05.26 20:09
basteljero 

500 und mehr Punkte

10.05.26 20:09
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: Kristalldetektor - was fehlt?

Hallo Ralph,

Zitieren:
Wurfantennen funktionieren leider nur mäßig

Die Frag wäre:
Wie mäßig ? Abends nehmen die Signale auf MW ja extrem zu, wegen der starken
Raumwelle und ab 22.00 hat man dann recht stabile Bedingungen.
Vielleicht mal mit einem Kofferradio und angeschlossener Wurfantenne mal testen ?
"Parterre" hört sich schon mal nicht schlecht an, und ein lütter Draht im Dunkeln...

Neben der angedachten "NF-Verstärker-Lösung" käme auch noch die HF-Verstärker-Variante
in Frage (analog zu Bild 7):


Ist bei mir seit einiger Zeit in Vorbereitung, weil
1)
Die Antenne kaum belastet wird und ggf. zusätzlich Rückkoppplung anwenden kann.
2)
Der Resonanzkreis (In Deinem Fall z.b. der Siemens-Detektor) so hohe Trennschärfe hat.
3)
Der Detektor zusätzlich wesentlich höhere HF-Spannung bekommt, wegen
der Röhren-Verstärkung.
4) Insgesamt erheblich weniger Verzerrungen auftreten als bei der NF-Vertärker-Variante.

Wahrscheinlich ist ein Resonanzkreis im Anodenweig bei Verwendung einer Pentode im MW-Bereich
nicht unbedingt notwendig (aperiodischer Verstärker).

Gibt viele Schaltungsvorschläge dieser Art aus dieser Zeit, offensichtlich hatte der Detektor-Kristall,
in dieser Form eingesetzt, Klangvorteile gegenüber der Gittergleichrichtung einer Audion-Röhre.

Moderne und mit wenig Aufwand verbunden wäre die Transistor-Variante. Warum auch nicht ?

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 10.05.26 20:35

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Wirelesss world Detektor nach HF-Röhre.jpg Wirelesss world Detektor nach HF-Röhre.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 158 kB

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