Hallo, Die gestellte Frage bezog sich natürlich ausschließlich auf die 3NFbat, um die es sich hier wohl handelt (?) Hintergrund sind die schon zitierten Ausführungen Ardennenes, die sich auch in dem Datenblatt der Spannungsverstärkerröhre Type L A.. 77 nach Ardenne und Heinert Anodenspannung 50-200Volt Heizspannung 1,3Volt Heizstrom, ca. 0,12mA
Zitieren:Diese Röhre ist eine Spezialröhre für Widerstandsverstärker und besitzt deshalb nur einen Durchgriff von 3-4 %. Sie ist als Sparröhre ausgebildet und zeichnet sich durch ihre minimale Heizleistung aus. Die nebenstehende Charakteristik zeigt die Kennlinien der Röhre bei einem äußeren Anodenkreis-Widerstand von ca. 3 Millionen Ohm, wie er für die charaktische Widerstands-Verstärkung in Frage kommt. Der Emissionsstrom liegt um das l00fache niedriger als für normale Verstärkeranordnungen. Die Röhre wird gesockelt, ungesockelt oder mit kapazitätsarmem Sockel geliefert.
Ich nehme mal an, dass der gleiche Faden bei den Vorröhren und dem Endsystem Verwendung fand, und da das Endsystem länger ist als die beiden anderen Systeme, würde hier natürlich größere Leistung anfallen.
Aber ich konnte noch nichts darüber finden, wie sich die Gesamt-Heizleistung insgesamt aufteilt. Lpgisch erscheint, dem Endsystem soviel Heizleistung wie möglich und den Vorstufen-Systemen nur soviel Heizleistung wie unbedingt nötig zuzuordenen. Immerhin muß das Endsystem laut Datenblatt bis 10mA Strom liefern.
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gestern erhielt ich eine 3NF mit der Seriennummer 181281 samt Verpackung und der gleichen Nummer, die von Loewe mit Bleistift eingetragen wurde. Beeindruckend ist der völlig erhaltene rote Aufdruck auf der Röhre. Zwar ist die im OE333 erzielbare Lautstärke gut, rechnerisch beträgt die Emission der Leistungstriode 22,5% (nach Funke, bzw. doppelt so hoch unterstellt man 10mA für 100%). Überraschend sind die geringen Unterschiede in der Kennlinie für 60 und 90V, insbesondere wenn man #647338 aus der vorherigen Seite vergleicht.
Zitieren:Überraschend sind die geringen Unterschiede in der Kennlinie für 60 und 90V.
Das täuscht, es kommt daher, dass wegen der reduzierten Emission die Endröhre ab ca 3mA langsam in die Sättigung geht.
Im unteren Bereich (von -8 bis -22V) entspricht sie weitgehend den Durchschnitts- Kennlinien. h t t p s://www.radiomuseum.org/forum/kennlinien_der_3nf.html
-Geschenkt, bei einem so schönen Teil, was wohl eher nicht für Bastelzwecke gebraucht, sondern vermutlich als funktionsfähige Röhre mit Original-Karton in der Vitrine stehen wird.
Der Bastler würde freilich kein Problem haben, der alten Dame an hochohmiger Kopfhörer-Endstufe 1A Leistung zu entlocken.
Zur Beurteilung der jetzigen Emission nehme ich als Referenz die Kurven, welche 1928 zur 3NF veröffentlicht wurden.
Man hatte die Ia/Ug Kennlinien für zwei Anodenspannungen angegeben. 150 Volt ist mir zu viel, weil auch nicht im OE333 verwendet. Funke hatte die Stirn, das wohl bei einer Ug von 0 Volt zu riskieren. Dann sollte eine neue Röhre 17 mA ziehen. EDIT: Im OE333 ist etwa 3-4 mA -mit Lautsprecher angeschlossen- der normale Betriebsanodenstrom!
Mit einer von Ua 60 Volt geht, aber dafür besteht keine ursprüngliche Referenz, also ist die 90 Volt Kurve empfehlenswert. Der Ia liegt dann bei ca. 10 mA, wiederum bei einer Ug von 0 Volt. Man kann natürlich auch die Werte bei negativen Gitterspannungen ermitteln.
@Martin. Der Versuchsaufbau von Walter eignet sich auch für die 3NF.Bat. Allerdings sind die Röhrendaten anders als bei der 3NF. Es wurde ein modernerer Heizfaden eingebaut, womit sich die Eigenschaften der Röhre verbessern ließen.....
fein, dass Du an das Referenzdiagramm von 1928 nochmal erinnert hast.
Übrigens enthält mein Funke-W19-Kartensatz keine 3NF-Karte. Der elektronische Kartensatz von K.F.Müller nennt auf Karte 1838 für die Prüfspannung von 150V und den 40/60% Marken die Ströme 8 bzw. 12mA. Es ist also davon auszugehen, dass Funke 20mA für 100% zugrunde gelegt hatte. Da war aber die 3NF längst Geschichte, abgesehen von den vielen Varianten je nach Seriennummer.
Ich habe angesichts der Sättigung bei 4mA gestern den Funke garnicht ausgepackt, sondern meine Heathkit Netzteile verwendet. Vor den 150V habe ich keine Angst, denn die Belastung besteht ja nur für wenige Sekunden und die Anodenverlustleistung erreicht nur wenige Watt.
Heute habe ich die Messung für die Eingangstriode nachgeholt. Eigentlich irrelevant, aber ich wollte "deinen Schwanzstrom" ermitteln. Er liegt bei 60V um 0,005mA und steigt bei 150V bis auf 0,01mA und bleibt bei negativen Gittervorspannungen >-20V aufwärts konstant. Den Anodenwiderstand habe ich auch gemessen: 3,38 MegOhm.
Heute war die Kennlinie perfekt, gestern gab es durch den "Flatterstrom" der PV-Anlagen in meiner Nachbarschaft erhebliche Schwankungen der Netzspannung:
Die Kurve habe ich mittels Home Assistant aus meinem eigenen Growatt Inverter ausgelesen. Ich flattere also kräftig mit. Gestern lag der Börsenstrom mittags bei MINUS 480 Euro/MWh.
Ja, die "modernen" RPGs kennen die uralt Loewe-Röhren nicht. Mein W16 hat wohl die Karten, jedoch ist noch ein Zusatzkasten mit den speziellen Fassungen erforderlich.
Rein aus Interesse, wiederhole bitte die Kennlinienaufnahme der Endtriode, aber bei Ua = 90 Volt. Dann ist ein direkter Vergleich mit der Vorgabe möglich. Hier nochmal eine andere Darstellung mit den gleichen Werten:
WoHo: ..., wiederhole bitte die Kennlinienaufnahme der Endtriode, aber bei Ua = 90 Volt. Dann ist ein direkter Vergleich mit der Vorgabe möglich.
Hallo Wolfgang,
die Kennlinie für Ua=90V habe ich bereits aufgenommen, siehe oben, rechtes Diagramm. Die Excel-Tabelle hänge ich an. Bei Nullvorspannung schneidet die Kurve die y-Achse bei 4,5 mA anstelle 10mA.
Entschuldige bitte, Walter, habe nicht aufgepasst .....
Also, die Schwäche der vorgestellten 3NF liegt im oberen Teil der Ia/Ug Kennlinie. Vergleicht man die Anodenstromwerte deiner Röhre mit den Solldaten bei Ug -10V, dann sieht es gar nicht so schlecht aus. Kaum ein Unterschied, der Ia für beide liegt so um die 3,1 mA.