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selbstgebautes Mischpult
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18.01.11 16:41
technikfreund 

WGF-Meister

selbstgebautes Mischpult

Hallo Lieber Leser!
Der Thrad "selbstgebautes Mischpult" ist sehr lang geworden und es wurden oft neue Ideen eingebracht.
Eine Zusammenfassung des Gesamtergebnisses findest du hier: http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...sung-58_83.html
Technikfreund




Hallo Zusammen!

Schon seit längerer Zeit überlege ich mir, ein 12 Kanal Mischpult selbst
zu bauen, weil die kleinen Heimpulte, die ich habe, immer zu wenig Eingänge
haben.
Die Bauidee ist folgende: Das Eingangssignal geht über Cynch und Diodenbuchsen
auf Stereo Schiebepotentiometer mit 22 Kiloohm. Von den Potis dann auf Endkoppelwiderstände
von 22 Kiloohm. Am Ende werden die Widerstände alle mit einander verbunden (jeweils für den
rechten und linken Kanal) und gehen auf eine kleine Klangregelstufe. Von der Klangregelstufe
dann auf die Ausgangsbuchse. Für den Anschluss von Mikrophon und Plattenspieler sind vor den
Potis Vorverstärker vorgesehen.

Meine Frage ist, erstens, ob meine Grundgedanken zu Bau so richtig sind.
Zweitens: Für die ersten "test" habe ich 2 Schiebepotis da, die wenn man sie umdreht, folgende
Anschlüsse vorweisen: oben links 2 Lötstifte, oben rechts ein Lötstift, unten links ein Lötstift und unten
rechts 2 Lötstifte. An welche Anschlüsse kommen die Signaleingangsleitungen und an welche die Endkoppelwiderstände?
Und kann ich die Signalmasseleitungen einfach alle miteinander verbinden?

Viele Grüße Technikfreund.

Zuletzt bearbeitet am 02.01.12 22:33

Noch gefällt der Beitrag keinem Nutzer.
Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung eines Radios, Fernsehers, usw. wagt
und dabei das Gerät öffnen will, sollte zuvor die Sicherheitshinweise des Forums lesen.

Vor Eingriffen in Geräte bitte diese Hinweise lesen: Was ich auf gar keinen Fall machen sollte!
18.01.11 17:03
Synthifreak 

Premium-Nutzer

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo!

Selbstbau ist zwar immer schön ,aber gerade wo alle anfangen im PC zu mischen bekommt man ein 12er Pult für wenig Geld und erspart sich ne Menge Arbeit,Geld und Zeit.

brauchst bei *(W)* nur mal :

Mischpult 12



eingeben da findet man preisgünstig ne Menge.
Grüße

18.01.11 17:11
wumpus 

Administrator

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Technikfreund,

kann es sein, daß bei 22 parallelen Poti-Eingängen a 22 kOhm und jeweils folgenden 22 Entkoppelwiderständen die Parallelwiderstandsbelastung zu hoch wird?

Beispiel:

Eingang 1 steht auf vollen Signaleingang. Eingänge 2-22 sind auf Null Ohm (leise gestellt). Somit liegt am Ausgang hinter den Entkoppelwiderständen eine Belastung des Kanals 1 von ca. 1 kOhm ( Rg = R1/n).

Werden jetzt die Eingänge 2-22 auf 50 % gestellt, ändert sich die Belastung für Kanal 1 deutlich, er wird merkbar lauter. Die Parallelbelastung fiele von 1 kOhm auf 1,5 kOhm. Bei 100 % aufdrehen von Kanal 2-22 sogar auf ca. 2 kOhm, eine Differenz von 100 %.

Vielleicht sollte man die Entkopplungswiderstände etwas widerstandmäßig größer manchen.

Wäre es da nicht günstiger, die 22 Eingänge zu gruppieren (vielleicht in 4 Gruppen) um so die gegenseitige Widerstandsbeeinflußung gering zu halten? Soll es ein Passiv-Mischpult werden oder mit Verstärkern und Impednanz-Entkopplung?

Bei der Verbindung der Masse sollten jedenfalls Stromschleifen vermieden werden.

Gruß von Haus zu Haus Rainer (Forum-Betreiber)

Rettet den analogen deutschen AM / FM - Rundfunk!

Zuletzt bearbeitet am 18.01.11 17:19

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
18.01.11 17:39
wumpus 

Administrator

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Technikfreund,
da habe ich wohl nicht richtig gelesen: Also ein 12-Kanal-Pult (nicht 22 Kanäle). Trotzdem würde ich versuchen, Gruppen zu bilden. Z.B. Drei Gruppen a vier Kanäle. Diese 3 Gruppen hätten dann jeweils einen weiteren Entkopplungswiderstand in Richtung Zusammenführung. Zu hoch darf man das auch nicht machen, da sonst langsam aber sicher die Höhen verschwinden. (Müßte man dann im Klangregelteil kompensieren.)


Gruß von Haus zu Haus Rainer (Forum-Betreiber)

Rettet den analogen deutschen AM / FM - Rundfunk!

18.01.11 17:56
technikfreund 

WGF-Meister

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Wumpus!

Jetzt verstehe ich das auch mit den Eingangsgruppen.
Man nimmt also 4 Kanäle, verbindet über die Entkoppelwiderstände
jeweils den rechten und linken Kanal und führt diese über einen weiteren
Widerstand mit den anderen Eingangsgruppen zusammen - richtig?

Bin gerade dabei den Poti mal auszumessen, um die Anschlüsse herauszufinden.
Werde zum Test dann mal 2 Potis anklemmen.

Zur vielleicht allgemeinen Frage, warum ich mir ein Mischpult bauen möchte:

Vorbild für das Pult ist ein leider nicht mehr vorhandenes 12 Kanal Selbstbau Pult aus den
70er Jahren. Zur Zeit verwende ich ein Vivanco MX Pult, welches lediglich 6 Schiebepotis
und einen Kopfhöreranschluss mit Wahlschalter zu Regelung aufweist. Das Pult hat zwar
umschaltbare Eingänge z.B. CD/Phono, was mir aber nicht ausreicht.

Mein Pult soll Eingänge für 2 Phono, 2 Mikrophon, und der Rest für CD, Tonbandgeräte haben.

Die Frontplatte ist eine Aluminiumplatte mit selbstausgesägten Potischlitzen.
Da ich diese schwierige Sägearbeit schon fertig habe, ist der Ansporn,
das Pult zu bauen, natürlich größer geworden.

Grüße Technikfreund.

18.01.11 19:19
MTG20 

WGF-Meister

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Technikfreund,

für meine Geräte habe ich ein gekauftes Mischpult. Da ist alles dran, was man sich vorstellen kann. Es hat aber nur 4 Stereopotis. Dafür sind diese doppelt belegt und man kann je mit einem Umschalter wählen. Das sind dann 8 Eingänge.
2 Mikrofoneingänge mit Drehpotis noch extra.
Am Mischpult sollten mindestens noch ein Überblendregler, ein Masterregler und eine Pegelanzeige sein.
Ich würde erstmal fertige Schaltpläne vor dem Selbstbau studieren.

Viele Grüße

Winfried

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
18.01.11 20:35
technikfreund 

WGF-Meister

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo MTG20!

Zur Zeit habe ich ja auch ein gekauftes Pult.
Aber bis jetzt habe ich noch keines gefunden, welches mir wirklich gut
gefällt. Mein Vivanco hat 10 Eingänge, die aber nur durch Umschalter
erreicht werden.

Ein Masterregeler ist für das Pult vorgesehen, es soll 12 Eingänge und einen Masterregler
bekommen. Der Masterregler ist mit der Klangregelstufe verbunden, mit der man auch die
Höhen und Tiefen regeln kann.

Die Pegelanzeige soll ein analoges VU-Meter werden, hierfür brauche ich noch
eine Schaltung.

Ein Überblendregler ist meiner Meinung nach nicht nötig, kann ja mit den Potis
überblenden.

Viele Grüße Technikfreund.

18.01.11 22:16
ingodergute 

Moderator

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Technikfreund,

wenn Du in Deiner Schaltung nur Kanal 1 aufdrehst, dann hast Du einen 22 kOhm Widerstand (nach dem Poti) in Reihe zum Signal und dahinter 11 22kOhm Widerstände über die verbleibenden Potis an Masse.
11 22kOhm Widerstände parallel haben einen resultierenden Widerstand von 22/11=2 kOhm. Du hast also einen 24/2 = 12/1 Spanungsteiler hinter Deinem Poti 1, so dass nur 1/12 der Spannung da ist, also etwa -22 dB. Wenn Du nun weitere Potis aufdrehst, um andere Signale dazuzumischen, erhöht sich auch die Spannung an Kanal 1, denn der masseseitige Widerstand steigt ja nun.
Das wäre also keine so gute Lösung - außer, ja außer Du würdest das Ende der 12 22 kOhm Widerstände auf den invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers schalten, dessen nichtinvertierender Eingang wechselstrommäßig an Masse liegt. In diesem Fall arbeiten alle Widerstände (wechselstrommäßig) auf einen (virtuellen) Kurzschluss. Nur der Strom in diesen Eingang ist wirksam und die parallelen 11 Widerstände spielen nun keine Rolle mehr (zu einem Kurzschluss kann man so viele Widerstände parallelschalten wie man will - naja, fast, denn es ist ja nur annähernd ein Kurzschluss). Diese oder eine andere Art der Entkopplung sind jedenfalls unumgänglich.

Gruß Ingo.

18.01.11 22:52
technikfreund 

WGF-Meister

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Ingo!

Die Idee der Mischpultschaltung stammt von einem passiven Mischer,
der nur mit Potis und Endkoppelwiderständen arbeitet. Damit
der Mischer aber nicht komplett unverstärkt arbeitet, ist mir die
Idee mit einer dahinter geschalteten Klangregelstufe gekommen.

Ich habe schon öfters einfache Schaltpläne von 3 oder 4 Kanal Pulten gesehen,
die über Potis und Endkoppelwiderstände auf einen kleine Verstärker gingen und
das war auch schon die ganze Schaltung.

Kann man den Potis mit anderen Widerstandswerten nehmen oder ist eine Schaltung
mit einem Operationsverstärker notwendig?
Wie könnte man noch entkoppeln?


Grüße Technikfreund.

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
18.01.11 22:55
Mark-Andre 

WGF-Meister

Re: selbstgebautes Mischpult

Hallo Technikfreund.

Kurze OT zwischenfrage,wo ich dich grad hier "sehe": Wärst du noch an der FB Anschlußbelegung deines Telefunken tonbandgerätes interessiert?

Mfg Andre

Zuletzt bearbeitet am 18.01.11 23:07

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