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ZF-Filter Eigenbau
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27.11.10 16:24
omthomas 

Premium-Nutzer

ZF-Filter Eigenbau

Hallo zusammen,

ich möchte Euch mein selbstgebautes ZF-Filter vorstellen.
Die Spulenkörper T1.4 gibt es bei verschiedenen Händler. Sie sind mit 250 Windungen 0,1 mm Cu-Draht umwickelt.



Aus kupferkaschierten Leiterplatten ist die Abschirmung hergestellt.



Fertig sieht das ganze Filter dann so aus:



Gruß
omthomas

Datei-Anhänge
ZF1a.jpg ZF1a.jpg (31x)

Mime-Type: image/jpeg, 23 kB

ZF1b.jpg ZF1b.jpg (29x)

Mime-Type: image/jpeg, 26 kB

ZF1c.jpg ZF1c.jpg (24x)

Mime-Type: image/jpeg, 20 kB

roehrenfreak gefällt der Beitrag.
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27.11.10 17:21
wumpus 

Administrator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo omthomas,
fein und bestens. Du solltest vielleicht auch die beiden Schwingkreis-Kondensatoren innerhalb der Schirmung plazieren.


Gruß von Haus zu Haus Rainer (Forum-Admin)

Möge kein Mögel-Dellinger-Effekt auftreten.

28.11.10 20:28
roehrenfreak 

Moderator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo omthomas,

das ist genau der richtige Weg. Ergänzend zu Rainers Worten möchte ich anmerken, dass noch die Unterseite der Filteranordnung eine Schirmung, nach dem Muster wie auf der Oberseite, erhalten sollte - dann sind, wie man so schön sagt, "alle Spatzen gefangen" und es sind Verkopplungen zu anderen ZF-Kreisen so gut wie ausgeschlossen und Störein- wie ausstrahlung ist kein Thema mehr. Schöne Arbeit - gefällt mir ganz besonders gut!

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

Zuletzt bearbeitet am 28.11.10 20:29

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
29.11.10 16:34
joeberesf 

WGF-Meister

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo Omthomas,

ich hätte die Unterseite auch vergessen, aber ansonsten ist das schon ein perfekter kl. Kasten.
Ich habe mir aufgrund der Diskussion, auch ein paar kupferkaschierte Platten besorgt. Mit
einem kl. Ersa Lötkolben mit nur 20W, bekomme ich aber keine vernünftige Lötnaht hin. Mit
wieviel Watt bist Du ran gegangen und was empfehlen die Experten?

Gruß

Joe

29.11.10 16:45
roehrenfreak 

Moderator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo Joe,

seit vielen Jahren arbeite ich mit einer elektronisch temperaturgeregelten Lötstation. Der Lötkolben hat eine Nennleistungsaufnahme von 50Watt, die sich natürlich bei Erreichen der Soll-Temperatur reduziert. Damit sind mir längere Lötnähte mit Cu-kaschiertem Basismaterial bisher immer gut gelungen.

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

29.11.10 19:48
omthomas 

Premium-Nutzer

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo Joe,

ich arbeite auch mit einer 50-Watt-Station bei ca 350 Grad. Das klappt hervorragend; das Kupfer muss natürlich vorher mit dem Lötkolben etwas vorgewärmt werden. Das geht dann alles - wie Jürgen schon sagte - sehr gut.

Ich habe die Abschirmung noch etwas verkleinert; die Kondensatoren bleiben außerhalb der Abschirmung, damit ich sie ggf. verändern und anpassen kann. Ich habe jetzt zwei identische ZF-Filter gewickelt und in mein Test-Superhet eingebaut. Geht gut; die Filter lassen sich gut abgleichen.

Gruß
omthomas

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
29.11.10 21:37
wumpus 

Administrator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo zusammen,
omthomas will die Schwingkreiskondensatoren außerhalb der Schirmung belassen. Ok, jeder macht wie er es will. Da aber auch Andere diesen Thread lesen und vielleicht mal ein AM-ZF-Filter selbst im Bereich um 460 kHz aufbauen wollen, will ich doch hier kurz begründen, warum die Einbeziehung der Kondensatoren in den abgeschirmten Bereich eher sinnvoll ist:

Röhren- und Transistorstufen, insbesondere wenn sie mehrstufig sind, erzeugen recht hohe Feldspannungen um die Bandfilterspulen, aber auch über die ZF-führenden Leitungen. Diese Feldspannungen schleifen sich gern in jedes Bauteil ein (auch der Vor-ZF-Stufe), also auch in die u.U. relativ großflächigen ZF-Schwingkreis-Kondensatoren. Schnell gerät ein GUT aufgebauter ZF-Teil ins schwingen. So gesehen sind Schwingkreiskondensatoren im Filter selbst bestens aufgehoben. Unsere Röhrenradio-Konstrukteur-Vorfahren haben genau so gehandelt. Alles HF-Mäßige ins Filtergehäuse, aber auch viele modernere kompaktere ZF-Filter für Transistor-Stufen wurden so gebaut. Es ist einfach sicherer und HF-mäßig stabiler.

Gruß von Haus zu Haus Rainer (Forum-Admin)

Möge kein Mögel-Dellinger-Effekt auftreten.

29.11.10 21:51
roehrenfreak 

Moderator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo Rainer,

in diesem Punkt gebe ich Dir völlig Recht. Alles, wirklich alles, was zu einem Bandfilter gehört, soll unter die Haube. So verringert sich die Gefahr der Selbsterregung, besonders in mehrstufigen ZF-Zügen, ganz beträchtlich. Und wenn man alles nach den Regeln der Kunst richtig gemacht hat, erspart man sich im Falle des Falles wenn's trotz Einhaltung aller Gepflogenheiten wider Erwarten nicht funktioniert jede Menge Fehlersucharbeit, Frust und Ärger. Es ist ganz einfach: Wirklich bewährte Verfahren soll man nicht versuchen, neu zu erfinden... Sisso!

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

29.11.10 22:24
omthomas 

Premium-Nutzer

Re: ZF-Filter Eigenbau

Hallo Mädels,

wenn die "Haube" bei meinem Bauvorschlag erstmal verlötet ist, dann ist es nervig diese "Haube" wieder zu öffnen.
Wenn ich dann herausgefunden habe, dass der Parallel-Kondensator so um 220 pF betragen muss, kann ich ihn natürlich "unter die Haube" bringen. Es ging mir mehr ums Experimentieren und Rumfummeln - ihr versteht?

Gruß
omthomas

Zuletzt bearbeitet am 29.11.10 22:29

Genereller Hinweis: Die Anwendung der Groß/Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit von Beiträgen..
29.11.10 22:33
roehrenfreak 

Moderator

Re: ZF-Filter Eigenbau

Ja, omthomas,

das ist richtig verstanden. Es geht letzlich um das "Endprodukt". Wenn dies einmal per Experiment ermittelt ist, sollte die "Serienfertigung" dann jedoch nach den etablierten Verfahren erfolgen. Und das ist gut so.

Weitermachen, Du bist (gefühlt) auf dem richtigen Weg!

Freundliche Grüsse,
Jürgen rf

Noli turbare circulos meos (Störe meine KREISE nicht! - Archimedes)

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