mich hat das auch verwundert, alles nur E-Röhren und dann eine A-Röhre. Da das Glas der Röhre fehlt kann ich hier nichts mehr erkennen, aber auf der Rückwand ist die Röhrenbestückung aufgezeichnet. Danke für den Tip, ich bin auch kein Mitglied, aber ich wede mich mal im RM umschauen.
Genereller Hinweise: Wer sich an die Reparatur oder Reinigung oder Restaurierung
eines Radios, Fernsehers, usw. wagt und dabei das Gerät öffnen will,
sollte zuvor die Sicherheitshinweise
des Forums lesen.
leg mir mal Deine private E-mail Adresse in den Postkasten, ich schicke Dir die Applikation zur AZ41. Ich denke dann kann man auch sagen für was der kl. 47Ohm Widerstand gut sein soll.
Gruß
Joe
PS.Im RM findest Du alles was Du zu Deinem Gerät brauchst. Ich habe auch schon darüber nachgedacht Mitglied zu werden.
Der Einsatz einer direkt geheizten Gleichrichterröhre mit 4 Volt Heizung war über viele Jahre gängige Praxis, zum Beispiel AZ11 oder AZ12 bis in die fünfziger Jahre hinein. Die Ablösung erfolgte mit den indirekt geheizten Röhren EZ80 und EZ81. Im Sirius ist die AZ41 in Zweiwegschaltung eingebaut. Da auch diese Röhre direkt geheizt wird, benötigt sie eine getrennte Heizwicklung.
Die Schaltung des Netzteils zeigt in der negativen Seite einen Widerstand von 180 Ohm. Hier wird die Gittervorspannung für die Endröhre EL41 gewonnen. Die Kathode der Endröhre liegt deshalb ohne Kathodenkombinaation direkt auf Masse (halbautomatische Gittervorspannungserzeugung).
Jetzt ist ja alles klar . Die AZ41 hat eine getrennte Heizwicklung , da ist die Spannung ( fast ) egal , aber man blieb bei direkt geheizten Netzgleichrichter Röhren oft bei den 4 V der A Reihe . Man sieht das die Katode der Positiven Pol der Betriebspannung ist . Deshalb die separate Heizwicklung . Meine persönliche Erfahrung ist das die alten Netzelkos , auch wenn nichts zu sehen oder keine Erwärmung zu fühlen ist , immer einen zu hohen Leckstrom haben . Da können mal locker 10 V und mehr fehlen . Bei einer gegenüber Si - Dioden doch recht hohen Innenwiderstand einer GL - Röhre ist das auch für die Röhre nicht so gut . Wichtig bei einen Tausch der alten Netzteil - Elkos ist die Isolierung des Minuspols der Elkos von dem Chassis , bei diesem Gerät . Alle Elkos sollten erneuert werden . Am schönsten wäre eine Wiederherstellung des alten Röhrennetzteil . Die AZ41 müsste noch NOS zu bekommen sein .
@ Joe Habe Dir meine Adresse geschickt. Ja, das mit den Schaltplänen reizt mich auch. Habe eine andere Site gefunden, wo es auch Schaltpläne (ohne Anmeldung) gibt. Leider ist mein Sirius nicht dabei. Wenn ich zu Hause bin schicke ich Dir mal den Link.
@Wolle Danke für den Netzteil-Schaltplan. Jetzt ist mir einiges klar geworden. Eine separate 4V Heizung ist bei dieser Schaltung wegen dem hohen Potential natürlich notwendig.
@Nobby Die Kapazität werde ich mal messen. Man hört zwar kein Brummen, aber die Spannung am Lade-Elko ist doch recht hoch. Ich messe hier +283V. Vielleicht ist es besser, den Wahlschalter (AC-Eingang) auf 245V zu stellen. Mal sehen was danach die Heizspannung sagt. Du hast Recht, eine originale AZ41 wäre in dem Gerät natürlich bessen. Mal schauen, ob ich eine bekomme.
die 283VDC am Kondensator sind nicht unbedingt ungewöhnlich. Aber Nobbys Einwand bezüglich des Innenwiderstands und den daraus bedingten Spannungsabfall sind richtig. Die AZ41 kann max. 300VAC Anode zum Trafomittelabgriff erhalten. Die Idee auf 245VAC zu stellen ist gut. Die E-Röhren sollten aber nach dem Umschalten immer noch im Bereich 6,3V +/- 5% haben.
Nach Valvo Unterlagen sind bei der AZ41 2 x 500 V U tr. eff. I 60 mA bei Rt. min 2 x 200 Ohm zulässig . Das ist als Grenzwert angegeben . Für normale Radios kommt dieser Wert kaum vor . Bei 2 x 300 V U Tr. eff. sind bei Rt. min. 2 x 100 Ohm 70 mA der Grenzwert . C filt . ( Lade .- Siebelko ) ist mit max 50 µF angegeben . Es sollten alle kritischen Bauteile gewechselt oder geprüft werden , erst dann kann man genaue Schritte zur Anpassung der Betriebsspannungen machen . Mit der 245 V Einstellung auf die Einhaltung der 6,3 V achten wie schon von Joe geschrieben wurde .
habe eigentlich nach einer ECH81 für einen EMUD ULM 44 gesucht und habe dabei eine schon leicht betagte AZ41 gefunden. Ich werde sie morgen mal reinstecken und hoffe sie funktioniert noch. Ich habe mir mal ein Datenblatt von der AZ41 von Philips besorgt. Hier finde ich genau die gleichen Kenndaten wie Ihr sie angegeben habt. Leider gibt es auch hier keine Angabe über den Ri der Röhre, aber ich gehe mal davon aus, dass die Gleichspannung dann doch etwas niedriger sein wird. Ausserdem muss ich mal schauen warum ich mit dem Ohmmeter ca 1,7kOhm zwischen den Pluspolen der Elkos messe, obwohl der gewickelte 1,2kOhm Drahtwiderstand eindeutig defekt ist. Der Draht ist an einer Stelle gerissen. Vielleicht ist ja irgenwie der Doppel-Elko der Grund für den ominösen Widerstand. Ich kann es zwar nicht ganz glauben, aber ich werde ihn sowiso wechseln müssen, denn der hat 100+100uF.
joeberesf:Ich denke dann kann man auch sagen für was der kl. 47Ohm Widerstand gut sein soll.
Der kleine eingelötete 47Ohm Widerstand, in Deiner defekten Röhre, liegt wohl zwischen den Pins 7-8 (Heizspannung) und soll eine Grundlast darstellen. I= 4V/47Ohm I= 85mA Der Bastler hat den wohl etwas unterdimensioniert. 1/4 Watt ???
Er wollte wohl die Heiztrafowicklung nicht unbelastet mitlaufen lassen.
Wenn Du die Röhre ausgetauscht hast, ist dies ja auch nicht weiter zu beachten.
Du musst aber unbedingt den Siebwiderstand ersetzen. Benutze dafür einen Drahtporzellanwiderstand in angemessener Bauform. Die kann man immer noch überall bekommen.
Ich glaube der 47 Ohm R sollte den Heizfaden der AZ41 ersetzen . Die 4 V Wicklung und der Heizfaden liegen ja in Serie mit der positiven Betriebsspannung . Bei Einsatz der AZ41 darf der Wert des Ladeelkos 50 µF nicht überschreiten . Sonst wird die Röhre überlastet . Der Wert ist auch abhängig vom Innenwiderstand des Netztrafos wobei der Blindwiderstand und der reelle Widerstand addiert werden . Dafür gibt es Berechnungsformeln , man müsste die Daten der Netztrafos allerdings genau kennen oder messen . Das ist für Hobbyleute nicht so einfach . Daher bitte bei den max . 50 µF ( 47 µF ) bleiben wenn die AZ41 verwendet wird . Sie wird es durch lange Lebensdauer danken .
Nachtrag : Der Ersatz der AZ41 durch die Si - Dioden haben mit ziemlicher Sicherheit dem alten original Becherelko den " Rest " gegeben , ein Tausch ist hier sozusagen Pflicht auch und gerade wegen der Sicherheit .