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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Ratiofilter wickeln, aber wie richtig
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04.01.24 00:08
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

04.01.24 00:08
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Hallo Kalle,
danke fürs Angebot.
Mir geht es aber ums Verstehen.

Hallo Jens, danke nun haben wir alle Varianten ..........
Was soll man nur glauben ?

Die ZF will irgendwann nochmal aufbauen. Leider finde ich den originalen Artikel nicht mehr. Ist vieleicht auch gut so, weil man viele gegensätzliche Aussagen findet.

Aber das sollte jetzt erstmal eine Vorinformation sein, da ich erstmal noch ein anderes Projekt habe. Sammle aber schon Informationen nebst Suche zum Artikel der FM-ZF mit umgewickelten Fernsehfiltern von DDR-SW-Filtern.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

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04.01.24 13:20
HB9 

WGF-Premiumnutzer

04.01.24 13:20
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Hallo zusammen,

ich habe mir das Ratiodetektor-Filter vom Grundig HF10 angesehen, das gibt noch eine Variante mehr für die Koppelspule: Hier wurde die Koppelspule über fast die gesamte Länge der Schwingkreisspule ausgedehnt, was grosse Abstände zwischen den Windungen der Koppelspule bedeutet. Offenbar spielt der Art der Koppelspule keine grosse Rolle, solange sie gut koppelt, also dicht auf die Schwingkreisspule gewickelt wird. Da die Koppelspule wesentlich weniger Windungen hat als die Schwingkreisspule, liegt die parasitäre Resonanz auf jeden Fall wesentlich höher als die ZF und ist damit unkritisch. Die Induktivität ist so niedrig, dass der Blindwiderstand vernachlässigt werden kann.

Relativ einig sind sich die Beschreibungen, die ich kenne, was die Sekundärspule des Bandfilters betrifft (also die mit der Mittelanzapfung). Hier empfehlen alle, diese Spule bifilar zu wickeln und dabei zwischen den Windungen etwas Abstand zu lassen, so ist auch die obige Grundig-Spule aufgebaut. Durch die bifilare Wicklung ist die Mittelanzapfung sicher in der Mitte, sofern man die Spulenhälften richtig zusammenschaltet (das Ende einer Spule auf den Anfang der anderen).

Gruss HB9

05.01.24 11:21
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

05.01.24 11:21
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Mal ganz allgemein zur Koppelwicklung der Ratiofilter. Die Kopplung zur Primärwicklung muss fest und nahe 1 liegen, wie Telefunken messtechnisch nachgewiesen hat, hat der Koppelfaktor einigen Einfluss auf die gesamte Funktion des Ratiodetektors. Damit über den Abgleichbereich des Primärkreises die Kopplung weitgehend konstant bleibt, muss die Koppelwicklung immer vollständig im Bereich des Abgleichkerns liegen. Bei Abgleich von oben also Koppelwicklung auch oben und umgekehrt. Anordnung der Koppelwicklung am „heißen Ende“ der Primärwicklung dient auch dem hohen Koppelfaktor und dessen Konstanz beim Abgleich. Ob die Koppelwicklung direkt auf die Primärwicklung gewickelt wird oder ober- bzw. unterhalb dieser, hängt von dem zu erzielenden/gewünschten Koppelfaktor ab.

Hab mal eine Beschreibung zum bifilaren Umwickeln der universellen HFW-M Filter von Oppermann wiedergefunden

http://www.wolles-radioseite.homepage.t-online.de/Ratiofilter/Ratiofilter.htm

Dass man auch ohne bifilaren Sekundärkreis auskommt, hab ich dort

https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=19831&pid=230773#pid230773

mal beschrieben.

Mit den HFW-M 00-07.00() Filtern bastle ich gerne, auch ohne was umwickeln zu müssen. Sie entsprechend den Reinhöfer Filtern 45.11 (selbe Kreiskapazität von 33pF), wenn man mal von der anderen Anschlussbelegung und der Koppelwicklung absieht.


Gruß

(Reflex-)Kalle

05.01.24 12:21
ELEK 

WGF-Nutzer Stufe 2

05.01.24 12:21
ELEK 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

...Danke, Kalle, für die Erläuterungen !

Gruß Ingo

05.01.24 13:36
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

05.01.24 13:36
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Hallo Zusammen,

ein heikles Thema . Und so ganz zufrieden bin ich auch noch nicht - muß euch wohl noch etwas weiter nerven
Warum wird das einmal so und dann wieder anders gemacht?
Mir ist aufgefallen , das die Koppelwicklungen auch sehr, sehr unterschiedliche Windungszahlen haben.

Was passiert, wenn die Kopplung zu stark wird. Davon habe ich noch nirgends etwas finden können.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

05.01.24 14:16
HB9 

WGF-Premiumnutzer

05.01.24 14:16
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Hallo Bernd,

bei der Windungszahl der Koppelwicklung ist relevant, dass die im Mittelpunkt der Sekundär-Schwingkreisspule eingekoppelte HF eine ähnliche Amplitude hat wie die induzierte Spannung in der Sekundärspule. Der Ratiodetektor lebt ja davon, dass diese beiden Spannungen addiert werden, wobei die Phasenlage der beiden Spannungen zueinander frequenzabhängig ist und damit die Summenspannung frequenzabhängig wird. Ist aber die Spannung der Koppelspule sehr gross oder sehr klein gegenüber der in der Schwingkreisspule induzierten Spannung, dominiert bei der Addition die grössere Spannung, so dass die Frequenzabhängigkeit der Amplitude sehr klein wird, also praktisch keine NF-Ausbeute vorhanden ist.
Siehe dazu auch hier:
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=536

Somit hängt die Anzahl Windungen der Koppelspule einerseits von der Anzahl Windungen der Primärspule und andererseits von der Anzahl Windungen der Sekundärspule und dem Kopplungsgrad der beiden Schwingkreisspulen ab. Mit einem Oszilloskop und einer Sonde mit möglichst kleiner Kapazität kann man die HF-Spannung am Mittelpunkt gegen Masse messen, die Amplitude sollte etwa halb so gross sein wie die Gleichspannung am Ratio-Elko, wenn das HF-Signal genau auf ZF-Mitte abgestimmt ist. Da die passiven Sonden meistens zu viel Kapazität haben, kann man z.B. einen 1pF-Kondensator in Serie schalten, was dann einen Teilfaktor von etwa 15:1 ergibt, der genaue Wert muss durch eine Messung ermittelt werden. HF-Spannung hat man hier ja ausreichend, so dass diese Abschwächung kein Problem ist. Wegen der Spannungsabfälle an den Dioden sollte man die Messung sowieso mit ausreichend HF-Spannung machen, so dass mindestens 10V am Elko anliegen.

Die Kopplung zwischen der primären Schwingkreisspule und der Koppelspule kann nicht zu stark sein, nur zu schwach. Eine schwache Kopplung ist dasselbe wie wenn eine zusätzliche Induktivität in Reihe mit der Koppelspule geschaltet wird. Diese Zusatzinduktivität bewirkt eine Phasenverschiebung der eingekoppelten Spannung, was den Ratiodetektor asymmetrisch macht und damit die Eigenschaften verschlechtert.

Das Beste wird wohl sein, wenn man für das Erste sicherstellt, dass die Spannungsverhältnisse einigermassen stimmen (siehe oben) und danach durch kleine Korrekturen der Windungszahl der Koppelwicklung die Schaltung optimiert. Kriterium ist dabei ein möglichst geringer Klirrfaktor des NF-Signals über den gesamten NF-Bereich bei maximalem Hub und allenfalls eine möglichst hohe NF-Ausbeute, wobei das bei netzbetriebenen Röhrengeräten meistens kein Problem ist, da die ZF-Spannung am Ratiodetektor sehr hoch ist.
Weiter ist die Güte und die Kopplung zwischen den beiden Schwingkreisspulen für den maximalen unverzerrten Frequenzhub relevant. Hier hilft manchmal eine Bedämpfung einer oder beider Schwingkreisspulen mit einem Parallelwiderstand, wobei die sekundärseitige Spule bereits durch den Detektor bedämft ist.

Gruss HB9

08.01.24 20:57
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

08.01.24 20:57
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Ich danke euch.
Dann bleibt also nur messen im fertigen Ratiodetektor.
Dank HB9 weiß ich nun ach was wo gemessen werden muß.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

29.01.24 16:32
EchoHarmony 

Einsteiger

29.01.24 16:32
EchoHarmony 

Einsteiger

Re: Ratiofilter wickeln, aber wie richtig

Die Sache mit dem Wickeln der Koppelspule über das "heiße" Ende der Primärwicklung geht darum, Interferenzen zu minimieren und die Leistung zu maximieren.

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