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Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)
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23.10.18 18:09
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

23.10.18 18:09
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Walter

"....Das Einfügen eines richtigen L/C-Filters werde ich ggf. noch testen, zumal mir im Moment eine Rückkopplung überhaupt nicht gelingen will. Darüber muss ich erst mal nachdenken....."


Hier eine Anregung, wie das vielleicht funktionieren könnte:



Man kann die Rückkopplungsspule (lieber wenig Windungen) im Prinzip schon im Anodenkreis der 1. Triode einfügen, ähnlich RO433. Müsste aber auch mit der 2. und 3. Triode gehen. Der HF-Restanteil wird dann jedesmal größer.... Allerdings sollte man auf einen einigermaßen weichen Rückkopplungseinsatz achten.
Ob Schwenkspule, Seriendrehko oder Parallelpoti zur Lrk zur Regelung, ist noch zu entscheiden....

EDIT: Vielleicht ist der 470pF Kondensator am Fußpunkt der Lrk etwas zu groß (wegen Ra 3MOhm), eventuell kleiner wählen, oder gar als Drehko ausführen?

Gruß aus NL, Wolfgang

Zuletzt bearbeitet am 23.10.18 18:50

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wbar Rkk.jpg wbar Rkk.jpg (109x)

Mime-Type: image/jpeg, 153 kB

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24.10.18 11:49
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

24.10.18 11:49
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Wolfgang,

ja, dieser Schaltungsvorschlag funktioniert, allerdings mit Einschränkungen. Mache ich den Kondensator knapp 600pF gross, dann kann ich mit meiner 160 µH Spule eine Rückkopplung oberhalb 1500 kHz erreichen. Allerdings muss ich den Anodenwiderstand auf 390 k Ohm verringern (unterhalb von 200 kOhm klappt die Anodengleichrichtung nicht mehr richtig). Im 160m-Band konnte ich ein paar Signale empfangen und das Antennenrauschen ebenfalls. Für einen grossen Empfangsfrequenzbereich wird das so nicht gehen.

Mit einer transformatorischen Kopplung habe ich auch schon ein wenig experimentiert. Das klappt natürlich, aber die Widerstandskopplung gefällt mir besser. Für optimale Lösungen müsste man rechnen und sich etwas wickeln (lassen).

Leider muss ich mit meinen Versuchen mindestens eine Woche pausieren, weil wichtigere Dinge warten. Danke für den Schaltungsvorschlag. Ich werde auf jeden Fall noch die Schwingkreisspule weiter optimieren, vielleicht mit einer Umschaltung für den oberen und unteren Mittelwellenbereich. Mit den gemachten Erfahrungen ist die Hochachtung vor der Entwicklung der 3NF noch weiter gestiegen. Leider werden wir nie wirklich erfahren, wie gut sie im neuwertigen Zustand gespielt hat. Übrigens erwarte ich 3 neuwertige Philips A409, die ich für Vergleiche testweise gegen die Spheria austauschen kann.


Gruss
Walter

Nachtrag: Die tschechischen Sender waren gestern Abend so laut, dass mit der Schaltung sogar Lautsprecherbetrieb möglich war!

Zuletzt bearbeitet am 24.10.18 12:01

24.10.18 22:24
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

24.10.18 22:24
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Walter

Es ist bekannt, dass die Rückkopplung bei einem Anodengleichrichter -im Gegensatz zum Gittergleichrichter (Audion)- schwieriger zu handhaben ist. Die Begründung: Der Arbeitspunkt liegt im Bereich des minimalen Anodenstroms, also mit noch geringerer Steilheit!

Ich würde die Anodenwiderstände auf 3MOhm belassen, damit wir die Eigenschaften der 3NF in etwa simulieren.
Um nun mehr "Energie" auf den Eingangskreis zurückzuführen, schleife die Lrk in den Anodenkreis der Endtriode ein, wie schon als Alternative angedeutet. Vor einiger Zeit hattest Du damit mehr Erfolg. Gut, es ist alles "Try and Error"...

Gruß aus NL, Wolfgang

25.10.18 07:41
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

25.10.18 07:41
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Wolfgang,

ja, ich erinnere mich. Die Rückführung auf den Eingang vom Kopfhörerausgang habe ich mit der 3NF-Nachbildung (Bleistiftröhren) mit deutlich kleineren Anodenwiderständen gemacht. Damals hatte ich noch keine 3NF. Entsprechende Versuche mit 3NF und 3NFB werde ich nachholen und hier berichten. Die Grundeigenschaften des OE333 sollten in der Tat beibehalten werden. Ich bin auch gespannt, wie sich eine optimierte Spule im OE333 verhält. Die Nachbauten aus Italien sehen gut aus, aber der Draht mit PVC-Isolation ist nicht perfekt. Es könnte sogar sein, dass eine Eigenresonanz im Mittelwellenbereich vorliegt. - Es gibt noch viel Interessantes zu tun!

Der 3-Röhrenempfänger erreicht die Empfindlichkeit eines Einröhrenrückkopplungsaudions in perfekter Dimensionierung (bei mir KC1 mit 0,45mA/V). Er sollte für den Ortsempfang mit möglichst geringen Audioverzerrungen sein. Das sollte nicht vergessen werden. "Ortsempfang" ist relativ und auch schwierig angesichts der Abschalthysterie der Sender.

Gruss
Walter

Nachtrag: Die Spule hat ein Q=300, machbar wäre ein Q=800 mit der Litze 460x0,02mm, aber wer hat die schon?



Zuletzt bearbeitet am 19.10.19 10:44

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optimale Korbbodenspule 136µH - 20x0.07mm 42 Wdg.jpg optimale Korbbodenspule 136µH - 20x0.07mm 42 Wdg.jpg (118x)

Mime-Type: image/jpeg, 147 kB

11.11.18 10:03
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

11.11.18 10:03
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Wolfgang,
hallo zusammen,

ich bin noch einen Nachtrag bezüglich Rückkopplung schuldig. Es ist so, dass es sowohl mit der
3NF als auch mit 3xSPHERIA oder 3xA409 in Anodendemodulation nicht möglich ist, über den gesamten
Mittelwellenbereich eine Rückkopplung zu realisieren. Mit meiner OE333-"Ersatzröhre" mit 2xDF61
und einer 5672 geht das allerdings sehr wohl. Allerdings sind dann die Anodenwiderstände in der
Grössenordnung von 100 bis 220 kOhm, und die Steilheit der Röhren ist höher.

Das Problem war in den 1920'er Jahren wohl auch schon bekannt. Lösungen mit der 3NFW und Rück-
kopplung über die erste Stufe legten über den internen 3MegOhm-Widerstand einen externen 500kOhm
Widerstand parallel und sahen zusätzlich eine Gitterkombination von 1,5MegOhm und 60pF vor
(z.B. Loewe R533G und R533W).

Nachdem ich mit einer skelettierten Polystyrolspule und 460x0,02mm HF-Litze das Maximum an Spulen-
güte herausgeholt habe, kam bei der Benutzung der Aussenantenne auch nicht mehr der Wunsch nach
einer Verbesserung auf, weder in puncto Verstärkung noch Selektivität. Abends und nachts waren
die Sender aber zum Teil unerträglich laut. Eine Verringerung der Kopplung zwischen Antennen- und
Schwingkreisspule löste das Problem nur zum Teil. Sicherlich hätte man ein Potentiometer zwischen
Antenne und Erde einschleifen können.

Mich interessierte aber eine andere Variante: War es Mitte der 1920'er Jahre möglich, ohne
Rückkopplung und mit 3 Trioden unter Verwendung einer Rahmenantenne Fernempfang zu erzielen?
Die Antwort ist ganz klar: JA!

Nach dem alten Vorbild habe ich eine Vogel-Rahmenantenne nachgebaut. Zum Einsatz kamen wieder
Laminatreste, 6 Schrauben, Holzleim und 2 UHF-Strahlerelemente als Fuss. Die Antenne ist ein
6-Eck mit einem äusseren Durchmesser von 60cm. Die richtige Induktivität von ca. 170µH stellte
sich bei 11 Windungen ein. Verwendet habe ich 100x0,1mm HF-Litze.

In angenehmer Lautstärke waren gestern Abend alle 5 Engländer, Pisa auf 657 kHz und natürlich
Solt auf 540 kHz hörbar. Die Tschechen wären normalerweise auch dabei gewesen und waren anfangs auch
zu hören, verschwanden aber nach 19 Uhr.

Die Empfangsergebnisse ähneln meinem Detektorempfang mit Aussenantenne.








Gruss
Walter

Skelettierte Acrylspulen hatte Wumpus schon 2003 "drauf":
http://www.welt-der-alten-radios.de/detektor-hcoils-203.html

Ein "modernes" Äquivalent - allerdings mit Rückkopplung aus dem Jahr 2006 habe ich hier gefunden:
https://www.radiomuseum.org/r/unknown_ga...be_radio.html#c

Zuletzt bearbeitet am 17.11.19 11:15

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3-Röhrenempfänger mit Rahmen.jpg 3-Röhrenempfänger mit Rahmen.jpg (127x)

Mime-Type: image/jpeg, 168 kB

Detail Vogel Rahmen 1926.jpg Detail Vogel Rahmen 1926.jpg (121x)

Mime-Type: image/jpeg, 149 kB

3-Röhrenempfänger SPHERIA mit 60cm Rahmen.jpg 3-Röhrenempfänger SPHERIA mit 60cm Rahmen.jpg (110x)

Mime-Type: image/jpeg, 206 kB

11.11.18 10:35
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

11.11.18 10:35
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Guten Morgen Walter

Ich bewundere Dein handwerkliches Können, wenn ich mir so die Bilder und Details der Rahmenantenne ansehe....

OK, also ist eine Rückkopplung über den gesamten MW-Bereich nicht möglich, dafür ist die Gesamtverstärkung zu gering. Ich hatte gehofft, dass eine sehr enge induktive Kopplung ausreichend wäre.

Weiterhin viel Erfolg mit dem Hobby.
Gruß aus NL, Wolfgang

11.11.18 16:30
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

11.11.18 16:30
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Dreiröhren-Empfänger mit den Trioden SPHERIA (1925)

Hallo Wolfgang,

naja, das ist eindeutig zuviel Lob. Den Rahmen habe ich "zusammengekloppt". Präzision ist natürlich in der Drahtführung gefragt. Dazu habe ich mir aus einem kleinen Stück Laborplatine eine Schablone gemacht. Die vorhandenen Löcher im 2,54mm Raster führen den 2mm Bohrer sehr gut. Mit dieser Schablone habe ich mir die eigentliche Bohrschablone aus Aluminium-U-Profil gebastelt. Das Material stammt von einer ehemaligen VHF-Antenne. Es ist eine Illusion anzunehmen, man könnte 6x16=96 Löcher anzeichnen und genau bohren, denn nach 10 Minuten geht die Konzentration verloren.



Diverse Holz-Vierkantprofile versagten übrigens aus mechanischen Gründen kläglich. Laminat ist hart und in der Tat das geeignete Material für die Halterung. Wegen der ausgemessenen Proportionen und der ermittelten Windungszahl kann man übrigens schliessen, dass die Originalantenne kleiner als 60cm gewesen sein muss.

Pfiffig ist die FRL88 mit grösserem Durchmesser als Neuneck. Der Hersteller warb mit einer einfachen Umschaltung MW-LW: "Stets sämtliche Windungen in Betrieb, keine toten Windungen!" Technisch steht eine wahlweise Serien- oder Parallelschaltung dahinter.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 16.11.20 16:15

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Bohrschablonen.jpg Bohrschablonen.jpg (117x)

Mime-Type: image/jpeg, 48 kB

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