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DM-NF-Filter
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23.09.21 09:17
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

23.09.21 09:17
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Hallo Hajo, hallo zusammen,

zu der akademischen Betrachtungsweise des Differenzverstärkers kommt noch hinzu, dass es auf Längstwelle - auch mit Ferritantenne - kein wirkliches Eingangsrauschproblem gibt. Auch meine komplett unsymmetrischer Bauweise (Ferritantenne mit BF256 Sourcefolger) brachte vergleichbare Empfangsergebnisse.

Mir fällt auf, dass Du den passiven 3kHz-Tiefpass am Ausgang des NE612 eingespart hast. Den hätte ich vielleicht drin gelassen und Abstriche in der Filterung gemacht. OK, das Filter war noch vorhanden... Grosses Erstaunen löste bei mir der Einsatz des XR2206 aus, den es tatsächlich für 5€ noch zu kaufen gibt.

Der mechanische Aufbau ist aufwendig und sehr gut geworden.


Gruss
Walter

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23.09.21 09:57
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

23.09.21 09:57
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: DM-NF-Filter

Hi Walter,

ganz so „akademisch“ ist die Betrachtung eines einzelnen OPVs als Differenzsignal-Verstärker gar nicht, zumal da viele verwirrende und falsche Auffassungen in „Fachartikeln“ rumschwirren, obwohl die genaue Funktion ziemlich einfach richtig beschreibbar ist.

Aber richtig, bei der hier vorgestellten Anwendung ist das alles mehr oder weniger von untergeordneter Bedeutung.

Gruß

(Reflex-)Kalle

23.09.21 14:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

23.09.21 14:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Moin zusammen,
Verbessern kann man ja immer noch etwas.
Nun habe ich mir mal Hajos Aufnahme vom Zeitzeichensender MSF wieder
über Fldigi anzeigen lassen:


Ein im Bau befindlicher SAQ-Empfänger wird auf jeden Fall noch einen
NF-Filter verpasst bekommen.
Vielleicht sollte man noch anmerken, das MSF auf 60 kHz aus England sendet.

Gruß
Jens

Datei-Anhänge
Hajos NF-Filter_vom 2021-09-21.JPG Hajos NF-Filter_vom 2021-09-21.JPG (13x)

Mime-Type: image/jpeg, 74 kB

23.09.21 19:30
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

23.09.21 19:30
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: DM-NF-Filter

Hallo Zusammen

In der Tat sind bei der ursprünglichen Beschaltung an den Mischerausgängen unterschiedliche Pegel meßbar und das Signal an Pin4 ist zudem unsymmetrisch zur Nullinie. Nach der Änderung sind beide Signale gleich und absolut symmetrisch - prima. Habe den Schaltplan eben entsprechend geändert. Auch wenn es zunächst nicht hörbar ist, erweist sich die Änderung vielleicht in Grenzsituationen dann doch als nützlich. Jedenfalls vielen Dank für Eure Hinweise.
Das 3kHz Filter schien mir entbehrlich zu sein, da die frequenzabhängige Rückkopplung des OPV schon für eine gute "HF-Unterdrückung" sorgt. Im Oszillogramm ist am OPV Ausgang bei 20kHz nur noch etwa 10% Rest auf dem NF-Sinus sichbar, das Filter besorgt das Übrige.
Ja, der XR2206 ist für den Zweck eigentlich etwas deplaziert aber war vorhanden und erlaubte eine einfache Lösung. 5€ mußte ich dafür zum Glück nicht berappen.

Jens, falls Du das Filter aufbauen willst, habe ich im Schaltplan die exakte Dimensionierung angegeben, wie ich sie verwende. Für P2 und Rres sollte eigentlich ein Tandempoti verwendet werden aber wenn man den Frequenzbereich nicht zu weit ausdehnt, genügt für P2 auch ein einfaches. So wie es oben angegeben ist, liegt die Filtermitte bei etwa 700Hz und ist zwischen etwa 450Hz und 1kHz verstellbar. Bei Änderungen ist nur zu beachten, daß Rres etwa halb so groß sein sollte, wie P2.
Für die Bandbreite ist dem Poti P1 der Widerstand 36k parallelgeschaltet, damit dessen Wert nicht zu hoch werden kann oder man verwendet gleich ein kleineres. Bei mehr als 30k Gesamtwiderstand steigen die Ein- und Ausschwingzeiten zu weit an und das Filter beginnt zu klingeln. Ist vielleicht auch etwas vom verwendeten OPV Typ abhängig, bei mir sind LM833 im Einsatz.

Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 23.09.21 22:33

24.09.21 15:20
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

24.09.21 15:20
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Hallo,

gehört zwischen OP1 und OP2/1 nicht noch ein Koppel-C ?
Sonst fließt ein ein Ausgleichsstrom von den unterschiedlichen Massenpotentialen. Weglassen darf man den nur bei jeweils symmetrischer UB+/UB- gegen Masse.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

24.09.21 16:01
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

24.09.21 16:01
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Hallo Bernd,

in meinem Entwurf mit 2-stufigem 800Hz-Filter habe ich jeweils 1 Mikrofarad Tantal-Elkos genommen.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 24.09.21 16:04

25.09.21 11:18
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

25.09.21 11:18
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Hallo Walter,

so ist es richtig.

Ich will ja so ein Filter auch nachbauen und überlege schon, wie ich das Tandempoti 10k/5k realisieren könnte - eventuell mit FET oder besser MOSFET als steuerbaren Widerstand. Das wäre sogar günstig, wenn man klein bauen will, da nur ein infaches Poti als Gatespannungsregler gebraucht wird.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

25.09.21 11:37
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

25.09.21 11:37
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: DM-NF-Filter

Hallo

Stimmt natürlich, ein C müßte nach dem Schaltplan eingefügt werden. In Wirklichkeit liegt OP1 im realisierten Aufbau auf gleichem Potenzial, wie OP2, hatte es nicht korrekt gezeichnet und nun berichtigt. Theoretisch könnte man sich den Spannungsteiler der virtuellen Masse für OP1 auch sparen, was wegen des schon fertigen Filters praktisch nicht erfolgt ist. Habe es im Schaltplan trotzdem geändert - danke für's Aufpassen.

Bernd, falls Du mit dem Filter das oben gezeichnete meinst, das Poti ist einfach ein Tandem mit 2x10k. Wie oben erwähnt, soll Rres nur dann in der Mitte von P2 liegen, wenn man dafür ein einfaches nimmt, weil in der Mitte des Verstellbereichs Rres und P2 dann etwa den gleichen Wert haben sollten. War vielleicht etwas unklar ausgedrückt - sorry.

Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 25.09.21 11:47

25.09.21 12:27
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

25.09.21 12:27
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: DM-NF-Filter

Hallo Hajo,

danke, jetzt habe ich es verstanden.

Wir kriegen die Sau schon noch gebacken

Ich habe gerade gesehen, daß Rres noch als Festwiderstand eingezeichnet ist. Der muß dann durch ein 10k-Poti + 2,2k Widerstand ersetzt werden. Ist das mit dem Festwiderstand nur ein Kompromiß und funktioniert auch so ausreichend, oder ?

Ich hatte nämlich vor, den Empfänger in ein Tascheradiogehäuse zubauen , und da ist nicht viel Platz.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

Zuletzt bearbeitet am 25.09.21 12:41

25.09.21 16:55
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

25.09.21 16:55
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: DM-NF-Filter

Hallo Bernd

Ja, das Einfachpoti ist ein Kompromiß aber ein vertretbarer und falls Tandem, dann beide Potis mit Vorwiderstand. Der Wert ist nicht kritisch, das kann man sich anpassen, wie man es möchte. Es geht lediglich darum, den Verstellbereich nicht zu groß werden zu lassen. Mit der Frequenzverstellung ändern sich die Verstärkung und die Selektivität etwas. Die Originalschaltung ist hochohmiger ausgelegt, aber da gerade keine passenden Potis zur Hand waren...
Habe mich mit der Schaltung zuletzt vor ein paar Jahren beschäftigt und darum zur Erinnerung heute mal die Sim. angeworfen. In dem Beispiel kann man die Unterschiede sehen, rechts mit Tandempoti (R17, R18), links mit einfachem (R7). Die Differenz ist nicht wirklich dramatisch. Es lohnt sich vielleicht im Voraus etwas zu experimentieren und sich die Schaltung nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen.



Allgemein kann man sagen (egal ob Tandem- oder Einfachpoti): Mit steigender Resonanzfrequenz steigt auch die Verstärkung etwas an und die Selektivität nimmt etwas ab.
Das zweite Beispiel zeigt die Plots mit Einfachpoti in min. und max. Stellung. Rund 7dB Differenz in der Verstärkung scheinen viel, sind aber gehörmäßig nicht wirklich bedeutend. Ich denke, mehr als +/- 200Hz sollte man sich von der Filtermitte nicht entfernen, was für übliche Anwendungen ausreichen sollte.



Wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist das Filter auch sehr gut als Notch zu gebrauchen (Ausgang U1).
Die 30k (R5) für die Bandbreite sind bei mir das absolute Maximum gewesen, man sollte sich eher mit etwas weniger begnügen.


Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 25.09.21 17:07

Datei-Anhänge
Filter-uni1.png Filter-uni1.png (13x)

Mime-Type: image/png, 80 kB

Filter-uni2.png Filter-uni2.png (10x)

Mime-Type: image/png, 83 kB

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