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Ukrainischer Minitransceiver "Minion Mini DC-3001"
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03.06.19 17:08
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

03.06.19 17:08
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ukrainischer Minitransceiver "Minion Mini DC-3001"

DF2:

Meines wurde 11/18 ausgeliefert, hat also bereits die verbesserte CW-Software.


Hallo DF2,

da wäre ich mir nicht so sicher. Die Morserei scheint die Leute aus der Ukraine nicht sonderlich zu interessieren. Das oben abgebildete Gerät stammt aus diesem Jahr. Die verschiedenen Versionsnummern sind Fake, wie ein einfacher Binärvergleich in der DOS-Ebene schon beweist. Auch das "STM32 ST-LINK Utility" hat einen Menuepunkt, in dem man Files vergleichen kann.

Wenn Du in das (einzige) Gerätemenue gehst, dann schaue mal nach, ob Du den Menuepunkt "IAMBIC" findest. Wenn ja, dann hast Du eine verbesserte CW-Version. Nach meinem Erkenntnisstand muss man die verbesserte CW-Version persönlich anmahnen. Dann kommt die Antwort, man wäre der erste OM, der Probleme hat. So etwas kenne ich zwar auch aus Autoreparaturwerkstätten. Trotzdem haben die Leute eine Tastenentprellung weggelassen. Das ist nur eine Programmzeile und für die OMs wohl zuviel Arbeit gewesen.

Eine Ausgangsfilterbank hätte das Gerät in seiner Grösse vermutlich verdoppelt. Bei dem Preis sollte man die Meckerei aber lassen.

Wie läuft bei dir die Anbindung der USB-Schnittstelle? Die CH431 Treiber sind an sich auch eine Frechheit.


Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 03.06.19 17:09

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04.06.19 22:05
DF2 

Einsteiger

04.06.19 22:05
DF2 

Einsteiger

Re: Ukrainischer Minitransceiver "Minion Mini DC-3001"

Hallo Walter

> da wäre ich mir nicht so sicher. Die Morserei scheint die Leute aus der Ukraine nicht sonderlich zu interessieren

Absolut richtig, von QSK ist das meilenweit entfernt. Die NF-Austastung beim Zwischenhören zwischen den Worten mit 250ms CW tx delay (Menüpunkt 5) ist manchmal so laut, dass das nicht so viel Spaß macht. Das kann mein HB1B trotz Klack-Antennenrelais viel besser, ist halt auch nur eine reine CW-Kiste.
Beim DC-3001 dürften digimodes im Vordergrund stehen. Mit SSB mit Fremdmikes hatte ich bisher kein Glück.
zur FW: bei mir steht im Menü zwar noch "straight" und "single lever", ist aber definitiv schon die iambic-Version. Mit Squeeze-Paddel gleiches Verhalten wie mein ultra picco keyer.

> Wie läuft bei dir die Anbindung der USB-Schnittstelle?

Hat ne Weile gedauert, bis der CH340-Treiber (CH341?) auf meinem 12" AMD W10 - Afu-Notebook lief. Komischerweise ging nur 1 der 3 USB-Anschlüsse, die anderen waren wohl mit Prolific- und FTDI-Treibern "verbogen". W10 scheint sich zu merken, wenn (Nicht-Standard) Geräte an einzelnen Ports laufen. Die "installation fail" Meldung von Driver340.exe kann man wohl ignorieren. Immer schön im Device Manager -mit eingestecker Kiste natürlich - nachschauen, ob unter "Ports (COM&LPT)" USB Serial CH340 eingetragen ist; in den Klammern steht der aktive COM-Port. Habe mir hierzu eine kleine *.bat auf den desktop gelegt (@echo off devmgmt.msc).

CAT klappt bestens auch mit WSJT-X (FT8, WSPR) wenn du vorher flrig (mit TS-450-Konfiguration) oder das gute alte HRD (TS-440) startest und WSJT-X entsprechend konfigurierst; direkt geht's nicht. Die Abstimmung über flrig oder HRD ist im Vergleich zu dem wackligen BCD encoder ein Genuss, damit stellst Du dann maximal noch die Filterbandbreite ein. Schade dass die Memory-Verwaltung von flrig so grottig ist, die Frequenzabstimmung über Maus und Tastatur ist super gelöst.

Werde demnächst auch mal mit dem neuen Android pocket tx rx experimentieren. Die neue V3.0 ist geräteoffen, eine TS-440 Konfigfile ist noch nicht dabei, aber Fragen kostet nichts.

VG
DF2

Zuletzt bearbeitet am 04.06.19 22:11

05.06.19 08:45
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

05.06.19 08:45
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ukrainischer Minitransceiver "Minion Mini DC-3001"

Hallo ?/DF2,

QSK ist nicht der Punkt, das kann der DC-3001 aufgrund seines Schaltungskonzeptes sowieso nicht leisten. Als QRP-Transceiver messe ich ihn an seiner Konkurrenz von z.B. Elecraft K1 oder KX1. Da kann man zwischen IAMBIC-A und IAMBIC-B unterschiedlich einstellen. Es lassen sich mechanische Squeeze-Tasten anschliessen. Hier fehlt beim DC-3001 die Entprellungsroutine, sodass man nur Computer anschliessen kann, es sei denn, man versieht die beiden Taster mit einem 470 bis 1000 µF Kondensator. Das bringt aber andere Probleme bei schneller Tastung mit sich.

Hast Du nun einen DC-3001 mit "Single Lever Paddle" oder mit "IAMBIC"? Für beide Menuepunkte scheint der Programmspeicher im Controller nicht zu reichen.

Nun, am Mikrofoneinfang erwartet der Transceiver eine hohe NF-Spannung, wie sie nur von einer Elektretkapsel mit eingebautem Vorverstärker bereit gestellt werden kann.

CH431SER:

Im Portal des Herstellers (FAQ) wurden auch entsprechende Hinweise bezüglich zusätzlicher Installation von HRD oder fldigi gegeben. Das hat bei meinen veralterten Betriebssystemen und auch mangelnder Ausdauer bisher noch nicht zum Erfolg geführt. Ich werde mich damit gelegentlich noch einmal beschäftigen. Vielen Dank jedenfalls für die Hinweise.


Gruss
Walter

Nachtrag vom 18.07.2019:

Anfang des Monats erhielt ich per e-mail unaufgefordert und unkommentiert die Firmware-Version 4.4 aus der Ukraine. Ich kann nicht erkennen, was sich damit geändert haben soll. In CW gibt es noch immer keine Entprellungsroutine. Zwischen IAMBIC A und B wird noch immer nicht unterschieden. Ich musste die Settings gleich zweimal eingeben (jeweils ca. 30 Minuten Arbeit). Daher mein Rat, vor der Neueinstellung die Firmware-ID mit dem Unlock-Code zu beantworten. Ansonsten werden die Einstellungen nicht gespeichert und verschwinden nach dem Ausschalten wieder. Ich habe die Kommunikation mit dem Urheber beendet, da mir die "Friss oder Stirb"-Mentalität bei fehlender Kommentierung gemachter Änderungen nicht gefällt. CWisten rate ich: Finger weg von dem Minion Mini DC-3001.

Zuletzt bearbeitet am 28.07.19 10:27

07.08.19 14:02
DF2 

Einsteiger

07.08.19 14:02
DF2 

Einsteiger

Re: Ukrainischer Minitransceiver "Minion Mini DC-3001"

Danke an Walter für die diversen Ergänzungen.

Bei mir wie gesagt definitiv trotz anderer Anzeige die Iambic FW-Version, Mode A. An der CW-FW dürfte in der Tat noch etwas Arbeit nötig sein, Iambic wurde ja nachträglich ergänzt.
Entprellungsprobleme hatte ich noch nicht bemerkt (externer keyer, bin kein HSC-ler). In den mir bekannten - teilw. Uralt- - Schaltungen sitzen überall Entprellungs-Cs > 470 pF an den Kontakteingängen. Beim UltraPico Keyer (60 Wpm max) sind es sogar 10nF. Eine zusätzliche? SW-Entprellung ist sicher besser.

Für CW gibt's schönere Geräte, absolut einverstanden, auch wenn's prinzipiell funktioniert. Ob man den CW-Modus des DC-3001 mag oder nicht hängt wie immer davon ab was man schon kennt. Das NF-Filter ist in jedem Fall sehr wirksam und subjektiv mit dem variablen Quarzfilter meines HB-1B vergleichbar.

Inzwischen werden die neuen Minion SDRs ausgeliefert, mit beeindruckendem Funktionsumfang und schönem Farbdisplay. Für das 14 kHz Wasserfalldiagramm war wohl ein leistungsfähigerer Prozessor nötig, mit höherem Stromverbrauch. Aktuell noch zum Schnapperpreis..

Es ist wirklich schade, dass den kleinen Kistchen die PA Bandfilter fehlen; dann wären sie perfekt. Die Bandumschaltung wird - je nachdem - durch den Filterwechsel verkompliziert. Klar, die hierfür nötige 2. Platine wäre nur mit viel Mühe wenn überhaupt unterzubringen gewesen. Wenigstens wird in den aktuellen Manuals darauf hingewiesen, dass ein LPF zum Senden einzufügen ist.

Habe in einem Word Doc ein paar Stichworte zur Treiber- und SW-Installation zusammengesammelt, kann ich per PM gerne schicken falls Du mal die digimode-Sache angehen willst.
Ein schönes CW-QSO bei dem nicht nur 599 und 73 ausgetauscht werden macht mehr Spaß, aber zum Kontakte einsammeln mit geringem Antennenaufwand ist FT8 unschlagbar.

Zuletzt bearbeitet am 21.08.19 20:38

29.08.19 13:34
DF2 

Einsteiger

29.08.19 13:34
DF2 

Einsteiger

Re: Ukrainischer Minitransceiver "Minion SDR" - Eindrücke

Hier ein paar Eindrücke zum neuen Minion SDR:

Gegenüber dem DC-3001 ein ganz deutlicher Sprung und ein - bis auf auf die fehlenden Sendetiefpässe - sehr umfassend ausgestatteter miniaturisierter KW 10-Band Transceiver. Der Empfänger ist subjektiv wieder sehr gut; der Abschwächer pegelt das abendliche TVI nach unten. Schön sind die vielen, gut handhabbaren + konfigurierbaren Filter, einschl. eines guten autom. Notchfilters. Das neue Display mit Spektrum- und Wasserfall-, SWR- und PWR Anzeige ist top wenn auch klein. Klar, eine Spektrums-/ Wasserfallanzeige über das komplette Band wäre schöner. Aber mit den - technisch bedingten - 14 kHz hat man wenigstens gut im Überblick was sich rechts und links vom Kanal abspielt.

Auf eine Digi-Vox wurde verzichtet, die S/E-Umschaltung muss über CAT konfiguriert werden. Statt einer mühsahmen CH340 Treiber Installation reicht dank eines neuen UART-Chips das Einstecken des USB-Kabels in den Rechner und 1s später ist der COM-Port zugewiesen. So muss das sein.

Zu den schön gelösten Details zählt z.B. die Batteriespannungsanzeige. Bei 11,5V wechselt die Anzeige zu einem roten Symbol. Das sind 3,5V/Zelle bei einem 3S Lipo - ideal. Darunter wird aber auch der Sender deaktiviert; beim DC-3001 reichen auch noch 9V.

Die Bedienung ist gegenüber dem DC-3001 durch die vielen Funktionen natürlich etwas komplizierter geworden aber noch sehr übersichtlich. Die Menüstruktur ist abhängig vom selektierten Mode, schön gemacht.

Zu den Wermutstropfen zählen die nach wie vor fehlenden PA-Tiefpässe und die knacksige S/E-Umschaltung. Das stört bei SSB und Digimode so gut wie nicht, aber bei CW mit kurzen Umschaltzeiten sehr wohl. Im Split/RIT-Modus geht es bei mir beim Senden extrem laut zu wenn nicht gerade 0,5s Umschaltzeit eingestellt sind. Die CW Firmware dürfte die gleiche wie beim Minion Mini sein, d.h. fehlende Tastenentprellung und nur Mode A. Habe ich alles beanstandet. Mal sehen, ob mit der Zeit noch Verbessererungen kommen. Die Jungs stehen in jedem Fall hinter ihren Produkten, auch wenn nicht jede Mail beantwortet wird.

In Summe ein Transceiver mit hohem Spaßfaktor in kleinster Verpackung, aktuell immer noch zu einem unschlagbaren Preis, wenn auch weiterhin eher nicht für den CW OP.

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