| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
Fachforum für Sammler, Interessierte, Bastler
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921
  •  
 1 2
 1 2
12.12.21 11:50
hal 

WGF-Nutzer Stufe 3

12.12.21 11:50
hal 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Moin
Kein Erfolg...nur gg. 2320 UTC - S53BV auf 1821,5kHz und andere ...G3BJ , DL7UVO.
73 de Hal

!
!!! Fotos, Grafiken nur über die Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS auf externe Fotos.    

!!! Keine Komplett-Schaltbilder, keine Fotos, keine Grafiken, auf denen Urheberrechte Anderer (auch WEB-Seiten oder Foren) liegen!
Solche Uploads werden wegen der Rechtslage kommentarlos gelöscht!

Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
12.12.21 16:53
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

12.12.21 16:53
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo,
Auch hier kein "verräterisches" Signal.
Die Antenne war ein abgestimmter Rahmen, nach "google Earth" Richtung Nordirland ausgerichtet.

Ein Signal war in etwa auf der Frequenz, zeitweilig über dem Rauschen und konnte mit "audicity"
zur Übung noch besser lesbar gemacht werden:

Anhebung mit dem EQ bei 400 Hz, dann mit halber Geschwindigkeit abgespielt.
Nachtrag:
Heraus kam UA6CH (UA6 ? Nord-Kaukasus, ca. 2500kM). Sowas wie ein Trostpreis, wenn man den nachfolgenden
Beitrag von Walter liest.


Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 12.12.21 19:41

Datei-Anhänge
Übung_2021-12-12.jpg Übung_2021-12-12.jpg (25x)

Mime-Type: image/jpeg, 215 kB

12.12.21 19:04
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

12.12.21 19:04
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo zusammen,

sie konnten nicht senden, weil die Anodendrossel abgeraucht ist. Das passiert bei Resonanzen. Ob und wann das Experiment wiederholt wird, ist nicht mitgeteilt worden:

Murphys Law: “Anything that can go wrong will go wrong.”

We are sorry to report that the 1BCG replica transmitter experienced a plate choke failure early in the evening of December 11, 2021, prematurely ending the Special Event.

A root cause analysis of the failure will be performed at the Antique Wireless Association technical center.


Gruss
Walter

13.12.21 11:14
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

13.12.21 11:14
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo Walter,

WalterBar:

Murphys Law: “Anything that can go wrong will go wrong.”


Vielen Dank für die Info. Ach ja, so kann es gehen. Ein bisschen unverständlich finde ich, dass die Transmitter- Replik anscheinend nicht ausreichend geprüft wurde. Also mit der richtigen Antennenlast und nicht nur auf dem unbelasteten Laborbrett. Auf WebSdr habe ich auf 1821,5 kHz ganz kurzzeitig im Waterfall einen sehr krakeligen breitbandigen Signalverlauf gesehen. Vielleicht war das genau der Moment als die Anoden- Drossel kapitulierte. .... aber die Zeit passt nicht so richtig. Es war genau um 23:42 UTC.

VG
Jörg

Zuletzt bearbeitet am 13.12.21 12:21

13.12.21 19:48
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

13.12.21 19:48
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo Jörg,

zu dem fraglichen Zeitpunkt pfiff eine SSB-Station mehrmals die Morsefolge VVV, HI und HH in das Mikrofon, was eine parkende CW-Station mit "QSY" (=Frequenzwechsel) beantwortete. Davor rief S53BV cq-dx, was auch mit qsy beantwortet wurde, obwohl dieser vorher höflich mit qrl? gefragt hat, ob die Frequenz belegt ist. Um 22:59 testete DK2BE und danach beantwortete G4RKB den Ruf einer bei mir nicht lesbaren Station. Zu einem qso (=Kontakt) kam es aber nicht.

Also der übliche Kindergarten ...

In meiner Aufzeichnung hörte ich später K1KI.

Das mit der Antennenlast ist so eine Sache. Hier geht es nicht um reelle Antennenimpedanzen. Die Eindrahtspeisung wird mit einem Schwingkreis auf maximalen Antennenstrom abgestimmt. Da kann man schon mal eine Resonanz in der Anodendrossel erwischen.


Gruss
Walter

Nachtrag:

Wie mir DL1EKC berichtete, gab es kurz nach 00:00 MEZ eine Verbindung von W2AN mit einer anderen US-Station auf 1820,1 kHz. Lesbarkeit 2 bis 3. Als danach eine weitere W-Station anrief, antwortete W2AN nicht mehr.

Während die Clubzeitschrift des DARC "cq-DL" das 100 jährige Ereignis völlig verpennt hat, brachte das Dezemberheft des "Funkamateurs" auf den Seiten 948 bis 952 einen lesenswerten Bericht. Zwei Seiten davor ein ebenfalls sehr kompetenter Beitrag über SAQ Grimeton mit Dimensionierungsdetails zur Antenne (Dachkapazität 47nF, Verkürzungsinduktivitäten 6x 10mH, resultierend 1,6mH, Wirkungsgrad gesamt 12%).

Zuletzt bearbeitet am 14.12.21 17:22

19.12.21 10:23
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

19.12.21 10:23
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo zusammen,

ich habe inzwischen meine mp3-Aufzeichnung vom 12.12.2021 auf 1821 kHz (1822 LSB, 1,8kHz
Bandbreite, 8m Vertikal) trotz der Pleite von W2AN/1BCG ausgewertet und kam zu folgendem
Ergebnis:



Die T-Antenne konnte für den Empfang wegen lokalem Geräusch von S7 nicht benutzt werden
und die 40m Vertikal erwies sich wegen der Fehlanpassung als unbrauchbar (zumindestens
schlechter). "Leider" kehrte die Stromversorgung nach Blackout gegen 22:00 Uhr wieder
zurück. Es wurden zwischen 22:37 und 06:17 MEZ folgende Transatlantikverbindungen beobachtet:

K2CDR - G3XTZ/2ZE
K3TC (Tom) - F6AGM
VA3KSF - F6AGM
W7RH - F6AGM
VE6WZ (Steve) - SM5EDX
W7RH (Bob) - SM5EDX
K9EA (Dan) - G4ZCG (Tony)
N1RR - G4ZCG
K3TC (Tom) - G3UJE (Brian)

Der Finne Jukka von den Åland Inseln, der bis Mitternacht Ortszeit noch unhörbar war,
machte dann alleine (!) 29 QSOs nach Nordamerika mit:

KP2M (Phil), K2AQ, W1NK, NP2J, K2BU, K7GM, W8ALP, N8NN, K4XL, K9RX, K1ZZ, AB4SF, AF2F,
K1DJ, AB9CN, VO1HP, NX8Y, N4MM, K9RS, WB3AVN, K7CA, VE6WZ, K4IQJ, W1WF, W1ER, K1EP,
W2FU, K1RI und VE3JM. K1DJQ war ein Fake, weil zu laut, und wurde von mir nicht gezählt.

Exemplarisch ein Mitschnitt von K7GM um 01:34 MEZ.


Gruss
Walter

Nachtrag vom 04.01.2022:

Da mein Nachbar (endlich) eín defektes Netzteil ausser Betrieb genommen hat, sank der Störpegel
auf 160m (und MW/LW) drastisch. Auf meiner T-Konfiguration sank der Störpegel von S8 auf S4,
sodass ich dort eine WSPR-Nachtaussendung gestartet habe. Ergebnis: Antarktis 3 dB weniger als
im Dezember, keinerlei Signale aus den USA (auch keine Rapporte von dort, dito bei DP0GVN).
Dennoch VK6 und eben DP0GVN. SSN12, aber nachwirkende C-Flares vom 02.02.2022.
Fazit: USA geht auch nicht immer im Winter!

Zuletzt bearbeitet am 04.01.22 11:05

Datei-Anhänge
Amplitudenverlauf_1822_LSB.png Amplitudenverlauf_1822_LSB.png (13x)

Mime-Type: image/png, 43 kB

K7GM_OH0Z_1821kHz_12.12.2021_00.34UTC.mp3 K7GM_OH0Z_1821kHz_12.12.2021_00.34UTC.mp3 (23x)

Mime-Type: audio/mpeg, 640 kB

1822LSB.txt 1822LSB.txt (16x)

Mime-Type: text/plain, 7 kB

30.12.21 20:34
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

30.12.21 20:34
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo,
Jetzt ist ein Bericht (3-Seiten) auf der Seite eingestellt.
http://1bcg.org/1BCG/

Jens

31.12.21 09:05
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

31.12.21 09:05
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Danke Jens für den Hinweis. So kann man sich in den USA die Blamage schönreden bzw. -schreiben.
Die Truppe kommt an die Qualifikation von 1921 nicht heran.
Wie kann man denn auf die Idee kommen, das Teil an ein Koaxsystem (auch noch abgesoffen!) anzuschliessen?
Für diesen Anlass wäre eine eigene Antennenkonstruktion mit Drahtspeisung und 1 Woche Vorbereitung
sinnvoll und angemessen gewesen. Es gab auch keinen Hinweis auf die geänderte Frequenz. Während 1921 der Weg über die Marconi-Gross-Station mit horrenden Telegrammkosten nicht gescheut wurde, war im Dezember 2021 ein beinahe kostenloser Internethinweis zu mühsam.

Gruss
Walter

Nachtrag:

Ich habe mir im Nachgang der 160m Aktivitäten Gedanken über den Impedanzverlauf und Wirkungsgrad meines 80m Dipols gemacht, der durch Parallelschaltung der Hühnerleiterstränge gegenüber Masse/Erde auf 160m angepasst wird. Die Eigenresonanz liegt etwas über 2 MHz:



Die Anpassung erfolgt mit SWR 1:1,7 über eine Verkürzungsspule von 8 Mikrohenry oder über eine Parallelschaltung von ca. 1,5nF parallel zum Sender und einer Verkürzungsspule von etwas über 10 Mikrohenry:



Der rechnerische Strahlungswiderstand liegt bei 2,4 Ohm, sodass ich von einem Wirkungsgrad von ca. 10% ausgehen muss. Die Dachkapazität beträgt 409 pF und die Kapazität zwischen den Hühnerleitern 172 pF.

Zuletzt bearbeitet am 27.01.22 14:24

Datei-Anhänge
T_2xL-Antenne.jpg T_2xL-Antenne.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 161 kB

160m_KAT500.jpg 160m_KAT500.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 90 kB

01.01.22 19:22
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

01.01.22 19:22
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Erste Amateurfunk-Transatlantikverbindung 1921

Hallo zusammen,

ich denke, die amerikanischen Funkamateure haben den Transmitter wie bei ihrem Versuch 1996 angeschlossen.

http://1bcg.org/1BCG/the-1996-replica-transmitter/

Der Aufwand eine passende Antennenkonstruktion mit Drahtspeisung zu basteln war ihnen wohl zu groß. Eine Antenne in Anlehnung an 1921 wäre allerdings schon sehr spannend und auch realistischer gewesen. Das sie das System dann aufgrund von Nässe auf einen Kurzschluss fahren, hätte vermieden werden können.

VG
Jörg

 1 2
 1 2
batteriebetriebenem   wumpus-gollum-forum   Hühnerleiterstränge   KW-Empfaenger-R-311   T-Antennenkonfiguration   bearbeitet   Ost-West-Verbindungen   Dimensionierungsdetails   WSPR-Nachtaussendung   Amateurfunkversuchs   Verkürzungsinduktivitäten   Antennenkonstruktion   Transatlantikverbindungen   the-1996-replica-transmitter   Amateurfunk-Transatlantikverbindung   Schockierenderweise   Amateurfunk-Transatlantik   Marconi-Gross-Station   Strahlungswiderstand   Frequenzbereichsteilung