| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
Fachforum für Sammler, Interessierte, Bastler
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen
  •  
 1 2 3 4 5
 1 2 3 4 5
13.05.15 15:36
wumpus 

Administrator

13.05.15 15:36
wumpus 

Administrator

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Heinz,

verlasse Dich nicht zu sehr auf "Deine" Lautsprecherwagen. Weißt Du, wie viel in Deiner Region bereit stehen? Sage ich Dir: Viel zu wenige.

Beispiel: In meinem Wohnbezug war plötzlich das Trinkwasser mit Bakterien verunreinigt. Gesundheitsschädlich belastet. Die zuständigen Ämter wollten mit Lautsprecherwagen herumfahren und warnen. Aber, welche Lautsprecherwagen für einen Stadtbezirks-Teil mit ca 80000 Einwohner?

Also machte man nichts, erst viel später sollte das Radio melden.

Hast Du Dir mal den Wirk-Kreis eines solchen Lautsprecherwagens verdeutlicht. In Stadtbezirken mit 2-6 Hinterhöfen und Dichtbebauung. Solche Durchsagen verpuffen ins Nichts.

Warnsirenen zum Warnen gibt es in vielen Bundesländern nicht mehr. SMS: Ja, wenn das Handy-Netz noch funtioniert.

Kann nichts bei uns in Deutschland passieren. Stimmt, ausser ein Meteor schlägt ein, ein 100 % sicheres Atom-Kraftwerk geht hoch. Gibt es nicht? Im 100 % sicheren Japan mit 100 % sicheren Atommeilern haben es zwei davon geschafft. Dir ist bekannt, daß in Fukushima durch den Tsunami als erstes das mobile Internet, das Handy-Netz ausfiel und man gern auf Mikrofon-Durchsagen über einzelne Rundfunksender zurückgriff.

Kann hier aber nicht passieren, weil wir keine Superwellen von Erdbeben erleiden können. Oder etwa an der Unterelbe oder Weser vom Atlantik über die Nordsee nicht doch?

Von dreckigen Bomben durch Menschen will ich garnicht sprechen.

Eigentlich wurde immer irgendwo auf der Welt, wo es eben doch eine Katastrophe gegeben hat, haben zuvor die Verantwortlichen solche Ereignisse als unwahrscheinlich dargestellt.

Ansonsten wäre es mir sehr lieb, wenn mein Beitrag nur Paranoia wäre.

Gruß von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

!
!!! Photos, Graphiken nur über die Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS.    

!!! Keine Komplett-Schaltbilder, auf denen Urheberrechte Anderer liegen!

Nicht nur den neuesten Beitrag eines Threads lesen.

Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
13.05.15 15:49
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

13.05.15 15:49
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Rainer,

deine Aufzählungen sind durchaus plausibel, aber auch keine Gründe für den Erhalt des AM-Rundfunks, welcher keiner mehr hört.

Wenn ein Kraftwerk hochgeht, bekommt die unmittelbare Bevölkerung das auch ohne Radio mit. Der Rest den es nicht betrifft erfährt es über UKW, TV, Mobiltelefon oder man nächsten Tag in der Zeitung.

Dein Meteor! Wenn das Ding schnell kommt, nützt ein gar kein Medium. Bei Vorwarnzeiten UKW, TV, Mobil oder Zeitung.

Dein Terroranschlag, siehe Kraftwerk.

Der AM-Rundfunk ist kurz gesagt am Ar... weil Ihn sowieso kein Normalbürger mehr hört. Wir sind die Ausnahmen.

Dein Wasserproblem wurde per Radio gemeldet. Über AM-Stationen? Sicher hätte man mehr Berliner erreicht wenn Du einen Aushang an irgendeiner Hauswand machts als über ein AM-Radio.

Lasst den AM-Rundfunk doch endlich in Ruhe sterben.

Gruß Heinz

Zuletzt bearbeitet am 13.05.15 15:57

13.05.15 16:27
wumpus 

Administrator

13.05.15 16:27
wumpus 

Administrator

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Heinz,

wir können feststellen, dass unsere Sicht der Dinge sich nicht treffen werden. Lassen wir sie also einfach so stehen.


Gruß von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

13.05.15 16:35
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

13.05.15 16:35
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Rainer,

unsere Erinnerungen an den AM-Rundfunk waren sicher schöne, aber die Zeiten werden nicht wiederkommen auch mit nochso konstruierten Katastrophen.
Da nützt kein AKW-Unfall noch Bakterien im Trinkwasser.

Gruß Heinz.

13.05.15 17:04
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

13.05.15 17:04
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

wumpus:

Kann hier aber nicht passieren, weil wir keine Superwellen von Erdbeben erleiden können. Oder etwa an der Unterelbe oder Weser vom Atlantik über die Nordsee nicht doch?


Hallo Rainer, hallo Heinz,

ich kann Eure Argumente nachvollziehen. Und, Rainer, bitte nicht den Rheingraben vergessen. Ich kann mich noch gut an das Beben mit Epizentrum bei Heinsberg erinnern. Das war eine gute 6 auf der Richterskala. Was ist mit der Vulkaneifel, der ständig blubbernde See Maria Laach? Da gab es vor 13000 Jahren die gewaltigste Naturkatastrophe, die Europa je erlebt hat. Sicherlich nicht Eure "Heimat-Raute".

Gestern habe ich am Ende einer Besprechung erwähnt, dass der WDR seine Mittelwelle zum Ende des nächsten Monats schliessen wird. 3/4 der Belegschaft war erstaunt und entrüstet: "Och, das ist aber Mist, ich höre mir im Auto dort immer den VERA-Verkehrsfunk an. Da kommen doch immer auch die "kleineren Staus unter 8km" in einer Dauerschleife!" Das zum Thema, MW hört keiner.

Gruss
Walter

13.05.15 17:35
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

13.05.15 17:35
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Walter,

im Verhältnis gesehen sind die paar Leute mit aktiv genutzer Mittelwelle im Auto (ich zähle mich nicht mehr dazu) wirklich nicht nennenswert. Was nützt ein Medium das im Fall der Fälle nur Minderheiten informiert? Auf die Nachfrage wieviele Meldungen bei der MDR MW Abschaltungen (Abschaltmeldungen liefen lange genug)
denn im Funkhaus eingetroffen seien möchte man fast denken die MW hat nie existiert.

Eine Zukunft der LW/MW in Verbinung mit Katastrophenschutz sehe ich nur im Bereich von Steuersendern. DCF77 oder Sender Burg. Alle paar Monate kommt man in den Medien auf die Idee Rauchmelder und Funkuhren mit digitalen Alarmierungssystemen auszustatten.

Und sind wir doch ehrlich. AM-Abschaltung bedeutet nicht das Ende des Radios oder der Radioforen.

Zuletzt bearbeitet am 13.05.15 17:37

13.05.15 18:09
ingodergute 

Moderator

13.05.15 18:09
ingodergute 

Moderator

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

RFTHeinz:
Und sind wir doch ehrlich. AM-Abschaltung bedeutet nicht das Ende des Radios oder der Radioforen.
Einspruch, Euer Ehren!
Die Abschaltung von weltweit unkontrolliert und grenzenlos empfangbaren Sendern amputiert eine wichtige Eigenschaft des Mediums Radio. Das wird in einer reichen, selbstzufriedenen Gesellschaft erstmal nicht als Verlust angesehen. Der Verlust eines wesentlichen Teils der zivilen Technik kann die Werte schnell verschieben.

In den USA hat Mittelwelle und AM-Rundfunk noch immer eine große Bedeutung: http://www.rein-hoeren.de/content/usa-di...der-mittelwelle , http://www.radioworld.com/article/bmw-wo...c-models/272578

Wenn eine bundesweit empfangbare Station bekanntermaßen überregionale Warnungen aussendet (Unwetter usw.) steht damit ein langfristig kompatibles Übertragungssystem zur Verfügung, an dessen Existenz man sich gewöhnt. Inzwischen sind AM-Empfänger in viele Universalempfängerchips integriert, so dass die langfristige Verfügbarkeit auf der Empfängerseite kein Problem wäre.

Nur der politische Wille ist entscheident. Wenn man die Diskussion zum Thema in verschiedenen Foren verfolgt, so lese ich daraus, dass die Argumente für den AM-Rundfunk durchaus nicht nur von Sammlern alter Technik kommen.

Was bei einem Blackout geschieht - Folgen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls
Studie 33 des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag
https://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf...al-2011-141.pdf
ab Seite 90/91:
Die Rundfunkanstalten können zwar senden, der Bürger kann aber ohne Strom kein Fernsehprogramm empfangen.
Dadurch wird der Hörfunk, der über millionenfach in der Bevölkerung vorhandene akku- und batteriebetriebene Geräte empfangen werden kann, zu einem der wichtigsten Kanäle für die Information der Bevölkerung im Krisenfall. Zeitungsverlage und -druckereien mögen eine gewisse Notstromfähigkeit besitzen und zur Information der Bevölkerung beitragen. Die diesbezüglichen Einschätzungen sind aber schwankend und bedürften weiterer Recherchen.
S. 198:
Dieses "Nicht-Kommunizieren-Können" führt zu Ungewissheit, die stark verunsichert.« (Stiftung Risiko-Dialog 2007, S.16) Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten per Telefon, Handy, Internet und Rundfunk sind auch eines der dominanten Themen in den über 40 Erlebnisberichten zum Stromausfall im Münsterland 2005, die die Volkskundliche Kommission für Westfalen gesammelt hat. Die dadurch ausgelöste Verunsicherung wird vielfältig belegt (Cantauw/Loy 2009)]

Gruß Ingo.

13.05.15 18:32
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

13.05.15 18:32
RFTHeinz 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Ingo,

das die Mittelwelle in der USA eine andere (ökonomische) Bedeutung hat als in der deutschen Radiolandschaft brauchen wir nicht zu erwähnen.

Das die Abschaltung von AM-Stationen auf MW und KW nur politischer Wille ist glaubst Du sicher selbst nicht!
Sowohl die genutzten Bänder mit Ihren Eigenschaften, als auch die Modulationsart entsprechen seit Jahrzehnten nicht mehr den Wünschen und Ansprüchen des Durchschnittsverbrauchers und sind somit aus ökonomischer Sicht für einen Sender unter den Bedingungen einer Marktwirtschaft ein Fiasko.
UKW hat seit seiner Einführung Maßstäbe gesetzt und eine spezielle deutsche Radiolandschaft geprägt. Auch deshalb hat DAB und wird DAB+ sich nicht so leicht am Markt etablieren.

Den Untergang des Radios so wie wir es kennen sehe ich eher in der Tatsache, das der jüngere Hörer kein lineares Programmangebot mehr akzeptiert.

Was die Halbleiterindustrie angeht: Das die AM-Technik eine sehr leicht zu integrierende Technik ist, ist länglich bekannt. Im Hintergrund billiger leistungsfähiger Signalprozessoren ist dies aber nahezu jede Modulationsart!

Gruß Heinz.

Zuletzt bearbeitet am 13.05.15 18:34

13.05.15 19:01
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

13.05.15 19:01
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo Heinz

Du meinst, weil nicht mehr alle Hörer sondern nur eine Minderheit den AM-Rundfunk nutzen, kann er emotionslos und sinnlos exesstierend weg. Ich sehe das nicht so, dann müsste auch die Vielzahl der TV-Kanäle, etlichedavon niveaulos auch weg. Schade wenn das Medium AM-Rundfunk weggeht. Ja, das ist politisch gewollt, weil die Unterhaltungsindustrie ihren Umsatz und Boom mit dem modernen Mitteln braucht und hat.

Beste Grüße von Dietmar

13.05.15 19:27
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

13.05.15 19:27
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Das Ende des AM-Rundfunks geht schneller als angenommen

Hallo zusammen,

ich finde mittlerweile Heinz seine Argumentation sehr schlüssig und sehe das genauso. Ich arbeite
mit sehr viel jungen Leuten zusammen und es ist wie Heinz schreibt. Diese Generation braucht das
nicht mehr! Auch wenn noch existent...hört keiner AM. Es geht sogar noch weiter...kein FM, kein DAB,
kein DVBT, alles aber auch alles kommt aus dem www. Im Auto...ja, da gibt es ein paar Hansel die ein DAB
oder FM- Radio nutzen. Die Nachfrage bestimmt die Versorgung. In großen Flächenländern hat das noch eine
gewisse Zukunft...aufgrund von dünner Besiedelung und riesigen Distanzen. (USA, Kanada, Russland)

Ich bin auch darüber traurig...aber es ist wie es ist....

Wer einen Überblick haben will, was zwischen 0- 30MHz noch so los ist, sollte sich diese online- Verbindung
zur Uni Utrecht in Holland einrichten / verlinken. Ein zentraler mitteleuropäischer Ort. Hier ist ein umfangreicher
AM- check online möglich. Total gut...auch Amateurfrequenzen und Längstwellenfunk.

Viel Spaß

Joerg

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

P.S. Dieser Link ist von einem Forumskollegen in einem Beitrag gefallen. Ich weiß nicht mehr den
Beitrag.

Zuletzt bearbeitet am 13.05.15 19:42

 1 2 3 4 5
 1 2 3 4 5
Raumwellenausbreitung   Katastrophenvorsorge   welt-der-alten-radios   usa-diskutiert-die-zukunft-der-mittelwelle   Kommunikationsmöglichkeiten   Jahrhunderthochwasser   Bundestagsabgeordneten   angenommen   Unterhaltungsindustrie   Universalempfängerchips   Durchschnittsverbrauchers   Mittelwellenexperiment   Strahlungsbestimmungen   Nicht-Kommunizieren-Können   Technikfolgen-Abschätzung   Lautsprecherdurchsagen   Katastrophenszenario   schneller   AM-Rundfunks   nicht-deutschsprachige