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Neutrodyn K4Wd
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28.11.18 15:33
urs32 

WGF-Einsteiger

28.11.18 15:33
urs32 

WGF-Einsteiger

Re: Neutrodyn K4Wd

Also mit einer RE134 bekomme ich zumindest Knarren Rauschen oder Pfeifen.
Welche indirekt beheizte Röhre enspricht der RE134?
Was für eine Antenne muss ich anschliessen um bei diesem Vierröhrenempfänger heute Fernempfang hinzubekommen?

Danke und Grüsse

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28.11.18 19:56
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

28.11.18 19:56
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Neutrodyn K4Wd

Hallo Urs,

auf deinen Verweis zur "Röhrenbude" kam keine Reaktion. Lässt man im Heizkreis über einem Potentiometer (Rheostat) im negativen Zweig einen Spannungsabfall zu, dann hat man natürlich auch eine negative Vorspannung.

Die RE134 wurde alleine von Telefunken über 4 Millionen mal gefertigt. Sie ist daher durchaus noch zu bekommen, wenn man Geduld aufbringt. Die geläufigste Paralleltype von Philips ist die B409. Indirekt geheizte fallen mir gerade nicht ein.

Die Schaltung des Neutrodyn ähnelt meinem AEG Geatron 3W. Mit ein paar Metern Draht sollten da Abends durchaus ein Dutzend Sender zu hören sein.

Viel Glück bei der Inbetriebnahme

Walter

Zuletzt bearbeitet am 28.11.18 20:00

28.11.18 23:13
wumpus 

Administrator

28.11.18 23:13
wumpus 

Administrator

Re: Neutrodyn K4Wd

Hallo urs32,


zur Frage nach der besten Antenne: Üblich waren damals Drahtantennen als Aussenmontage mit ca. 10 - 20 Meter.

Aber auch hier gilt: Versuch macht klug. Austesten unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten.

Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
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29.11.18 07:47
HB9 

WGF-Premiumnutzer

29.11.18 07:47
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Neutrodyn K4Wd

Hallo Urs,

die Schaltung ohne negative Gittervorspannung ist die klassische Audionschaltung, da wirkt der Gitter-Kathodenstrecke als Gleichrichter für die Demodulation, und es braucht einen recht hochohmigen Anodenwiderstand. In deinem Gerät ist aber die erste Röhre ein HF-Verstärker, deshalb muss der Arbeitspunkt im linearen Bereich der Kennlinie sein, was eine negative Gittervorspannung bedeutet.

Wegen indirekt geheizter Endröhre: Die waren zu jener Zeit nicht so üblich und wurden meines Wissens nur in Allstromgeräten verbaut, da geht es ja nicht anders. Dadurch haben sie aber keine 4V-Heizung, sondern einen definierten Heizstrom. Wenn du das Gerät möglichst original haben willst, würde ich eine RE134 in der originalen Schaltung verwenden, ansonsten ist z.B. die PL95 (mit Adaptersockel) eine Alternative, die hat ziemlich genau 4V Heizspannung, ist aber auch nicht mehr ganz handelsüblich. Da das eine Pentode ist, verbindest du das Schirmgitter mit der Anode, so hast du eine Triode. Der Kathodenwiderstand wird so gewählt, dass derselbe Anodenstrom wie bei der originalen Schaltung fliesst. Da die PL95 recht klein ist, passt sie in den Kolben einer defekten RE..., so dass das Ganze optisch original aussieht.

Gruss HB9

Zuletzt bearbeitet am 29.11.18 07:56

29.11.18 19:21
urs32 

WGF-Einsteiger

29.11.18 19:21
urs32 

WGF-Einsteiger

Re: Neutrodyn K4Wd

Danke für Eure Tipps.

Gestern Nacht hatte ich den Ersten Empfang einer russischen Station. Die Schaltung funktioniert also im Prinzip korrekt. Ich denke da ist noch Potential nach oben. Vielleicht haben die Röhren noch nicht den richtigen Betriebspunkt. Eine AG495 ersetze ich noch.

Beim Trafo musste ich leider feststellen, dass das Neuwickeln nicht mit realistischem Aufwand in meinem Fall möglich ist.
So werde ich wohl meinen 1951 Trafo einbauen müssen.

Schade...

Datei-Anhänge
trafo3.jpg trafo3.jpg (17x)

Mime-Type: image/jpeg, 510 kB

02.12.18 16:22
HB9 

WGF-Premiumnutzer

02.12.18 16:22
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Neutrodyn K4Wd

Hallo Urs,

tönt ja gut... Am besten misst du die Spannungen zwischen Gitter und Kathode und die Anodenströme und schaust in den Diagrammen der Datenblätter, ob das zusammenpasst. Wenn nicht (normaerweise Anodenstrom viel kleiner als er sein sollte), ist die Röhre emissionsschwach geworden und daher nur noch beschränkt nutzbar. Manchmal kann man diese regenerieren, indem man sie eine Weile mit erhöhter Heizspannung betreibt (z.B. 5V statt 4V).

Ein weiterer Kandidat für Verbesserungen sind die Spulen der Schwingkreise. Wenn sie mit HF-Litze gewickelt sind und ein Drähtchen der Litze abgebrochen ist, haben sie recht viel Dämpfung, was Empfindlichkeit und Trennschärfe kostet.

Die korrekte Neutralisation ist ebenfalls Voraussetzung für hohe Verstärkung, fürs erste kannst du einfach Cn auf lautesten Empfang ohne Schwingneigung stellen. Mit der Antennenankopplung kann man auch etwas spielen, die hängt auch etwas von der Antenne ab.

Empfangswunder darfst du natürlich nicht erwarten, denn trotz der grossen Röhrenzahl muss man bedenken, dass Trioden viel weniger Verstärkung haben als Pentoden, grob gesagt kann man zwei Trioden durch eine Pentode ersetzen.

Momentan ist die richtige Jahreszeit, abends sollten auf Mittelwelle zahlreiche Sender empfangbar sein. Auf Langwelle sollten zudem immer die beiden Sender Luxemburg (234kHz) und Europa (183kHz) empfangbar sein, im Norden auch BBC auf 198lHz und im Osten Polen auf 225kHz, im Südosten auch Tschechien auf 270kHz.

Gruss HB9

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