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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)
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23.11.11 13:08
GeorgK 

WGF-Premiumnutzer

23.11.11 13:08
GeorgK 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Volker:
Hallo Georg,

zugleich praktisch und ungefährlich, wenn man nur eine einzige 12 Volt-Spannungsversorung benötigt. Wie ist denn die erzielbare Lautstärke aus dem Lautsprecher bei dieser niedrigen Anodenspannung?

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

Hallo Volker,

Über einen NF Aü ist das nicht so toll, aber ein kleiner Verstärker sollte schon für den Lautsprecherbetrieb drann sein. Ist halt etwas für die ruhigeren Abendstunden. Ich habe auch ein Video auf der Seite hier:

http://www.youtube.com/watch?v=yjNDBY6JCC8



Schöne Grüße aus Hessen

http://oldradio.de.tl/Home.htm

Georg

Zuletzt bearbeitet am 23.11.11 13:15

!
!!! Photos, Graphiken nur über die Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS.    

!!! Keine Komplett-Schaltbilder, auf denen Urheberrechte Anderer liegen!

Nicht nur den neuesten Beitrag eines Threads lesen.

Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
23.11.11 21:03
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

23.11.11 21:03
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Volker,

ich hatte mit 30V Anodenspannung, drei Stufen aufgebaut. Also kein Silizium...nur Röhren.
Auf MW mit Langdrahtantenne war die Lautstärke schon ganz vernünftig, aber beim Empfang mit
einer Rahmenantenne musste es schon leise im Zimmer sein.

Richtig gut funktionierte die Endstufe am Pendelempfänger, da hier das NF- Ausgangssignal ,über
einen kl. Übertrager ausgekoppelt, anscheinend höher ist und somit die Vorverstärkung mehr Power hatte.

Ich glaube Jürgen hatte auch ein Niederspannungs- Audion gebaut, mit reiner Röhrenverstärkung und Lautsprecher.
Mal Suchfunktion starten...oder Roehrenfreak direkt ansprechen.

Gruß

Joe



Zuletzt bearbeitet am 23.11.11 21:09

Datei-Anhänge
dreistufige NF auf Laborbrett MW UKW.JPG dreistufige NF auf Laborbrett MW UKW.JPG (190x)

Mime-Type: image/pjpeg, 74 kB

23.11.11 21:12
Mikesch 

WGF-Premiumnutzer

23.11.11 21:12
Mikesch 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Guten Abend Joe

Wie ich oft auf Deinen Photos sehe, arbeitest Du sehr viel mit den Steckbrettern.
Sympatisch ist mir dies Art des Probeaufbaues, allein mir fehlt das Vertrauen in diese Kontaktbretter.
Oder irre ich mich da gewaltig was die Kontaktfestigkeit betrifft.
Gibts das Qualitätsunterschiede? Welche verwendest Du?

Auf zu neuen Ufern. (Arbeitsmethoden)

Gruss Manfred

Zuletzt bearbeitet am 23.11.11 21:12

23.11.11 21:31
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

23.11.11 21:31
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Manfred,

das ist übrigens mein Versuchsaufbau zu Deinem KC1- Radio.

Diese Laborbretter gibt es beim roten P in Bayern und sind sehr preiswert. Diese kommen aus China
und Niederspannungsversuche sind damit völlig ok. Die Kontaktierung ist einwandfrei.
Es gibt vier Einspeisebuchsen bei den großen Brettern. Diese sind aber sehr primitiv und halten keine
große mechanische Belastung aus. Kann man aber ersetzen.

Gruß

Joe

23.11.11 22:24
Volker 

WGF-Premiumnutzer

23.11.11 22:24
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo zusammen,

sieht labormäßig aus. Klasse! Mit Steckbrettern lässt es sich gut und schnell arbeiten. In Youtube sieht man ein Röhrensuperhet auf einem Steckbrett aufgebaut. Eigentlich sind Steckbretter für ICs gedacht. Mein Steckbrett ist 20 Jahre alt und funktioniert immer noch. Zum Verdrahten nehme ich Klingeldraht 0,6 mm Durchmesser.

Bei meinem Radio habe ich eben verschiedene PCL84 ausprobiert. Von meinen 5 Exemplaren waren zwei schwach, eine hatte Heizfadendefekt. Mit den beiden guten Exemplaren ergab sich deutlich besserer Empfang. Bei den guten fiel viel mehr Spannung am 270-Ohm-Kathodenwiderstand ab. 2,9 im Gegensatz zu 2,3 Volt. So kann man auch Röhren beurteilen. Mit den guten PCL84 ging ganz gut der Empfang mit einem 7 m langen, im Keller verspannten Draht. Der Arbeitswiderstand für die Triode der PCL84 hatte bei mir 47 kOHm. Der NF-Koppelkondensator hat jetzt nur noch 1 nF.

Dann habe ich wieder die PCL86 eingebaut. Dadurch wurde der Empfänger deutlich unempfindlicher. Das Triodensystem der PCL86 ist auch nicht so steil wie das der PCL84. Aber der Klang kommt mir bei der PCL86 besser vor. Ob ich mich schlussendlich für die PCL86 oder PCL84 entscheiden soll, weiß ich nicht. Manche wichtigen Entscheidungen im Leben sind nicht einfach

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

24.11.11 09:28
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

24.11.11 09:28
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Volker, hallo zusammen,

Volker:

Mein Steckbrett ist 20 Jahre alt und funktioniert immer noch. Zum Verdrahten nehme ich Klingeldraht 0,6 mm Durchmesser.


Nur Hochspannungsversuche so ab 100V sollte man damit nicht durchführen. Der massive Klingeldraht ist am besten geeignet,
flexibler Draht funktioniert nicht...ist ja eigentlich klar, aber für Neulinge wichtig. Auf meinem Brett siehst Du ja auch größere
Bauteile. Ich benutze alte, feine Steckerkontakte 0.5- 0,6mm um Bauteile wie Sockel, Drehkos und Potis stabil aufzusetzen.
Die Kontakte werden in das Brett gesteckt und dann die Bauteile angelötet. Hält prima, sogar größere Komponenten, wie
der Übertrager oder auch die variable UKW- Spule mit Stellrad. Teile die immer auf das Brett kommen sollen, kann man auch mit
Sekundenkleber aufkleben. z.B. Schraubklemmen (Printmontage). Dann kann man Spulen, Antenne und Erde oder
Spannungsversorgungen, richtig anschschrauben.

Volker:

Der Arbeitswiderstand für die Triode der PCL84 hatte bei mir 47 kOHm. Der NF-Koppelkondensator hat jetzt nur noch 1 nF.


Ich habe versucht den Widerstand so zu wählen, dass ein maximaler Spannungsabfall entsteht
und Koppelkondensatoren mit 100nF gewählt. Die Anodenwiderstände liegen im Bereich 1- 5 KOhm

Gruß

Joe

Zuletzt bearbeitet am 24.11.11 09:37

24.11.11 09:44
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

24.11.11 09:44
Pluspol 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Volker

Du erwähnst, dass die PCL86 im Vergleich zur PCL84 wegen der geringeren Triodensteilheit nicht so empfindlich ist.
Vielleicht könntest Du wie beim VE301 mit einer Aufwärtstransformation zwischen Audion- und Endröhre diesen Mangel ausbügeln?
Eventuell kannst Du aber auch noch mit einer etwas veränderten Beschaltung, über die Gittervorspannung bzw. Arbeits- und Schirmgitterwiderstand der PCL86 noch etwas wettmachen oder optimieren.

Freundliche Grüße von Dietmar

24.11.11 11:03
Volker 

WGF-Premiumnutzer

24.11.11 11:03
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo zusammen,

hier das vorläufige Schaltbild meines Audions mit der PCL84 und die Ergebnisse meiner Experimente:


Großes Bild: http://i1231.photobucket.com/albums/ee51...n-mit-PCL84.gif

Die Anodenspannung liegt bei Belastung bei etwa 90 Volt. Änderungen von R2 an der Triodenanode hat gehörmäßig nicht viel gebracht. 50 bis 100 kOhm sind brauchbar.

Die PCL84 ist empfindlicher als die PCL86. Die Triode der PCL84 ist steiler (PCL84: 4 mA/V, PCL86: 1,6 mA/V). Das liefert bei kurzen Antennen Vorteile. Bei meinen Versuchen in den Abendstunden konnte ich mit 7 m Draht an der Kellerdecke verspannt viele ausländische Sender empfangen. Bei der PCL84 setzt die Rückkopplung hart ein. Eine Veränderung von R2 ändert daran nichts.

R5 habe ich auf 270 Ohm eingestellt. Mit 2 kOhm ginge es auch noch. Hat man verschiedene Exemplare einer Röhre, kann man sich die beste aussuchen. Je besser die Röhre, desto mehr Spannung fällt an R5 ab. Der Unterschied lag bei 270 Ohm zwischen etwa 2 und 3 Volt. Die Empfindlichkeitssteigerung ist hörbar. Die PCL84 hatte ich als Jugendlicher aus alten Fernsehern gewonnen, die natürlich eine hohe Laufzeit hatten. 35 Jahre lang lagen die Röhren unangetastet in einer Kiste, bis sie zum Einsatz kamen. Das lehrt mich Kleinkram nicht wegzuschmeißen.

An langen Antennen (30 m) funktioniert die PCL86 subjektiv besser. Die Antennne liefert ja schon mehr Pegel und die PCL86 kann mehr NF-Leistung liefern.

P1 ist an langen Antennen sehr wichtig, um Übersteuerung zu vermeiden. Nachts hört man ohne das Poti nur Wellensalat und eine Rückkopplung setzt nicht eni. Das Poti gehört an die Front. Eine log. Ausführung kann verwendet werden. Kurze Antennen können direkt am Punkt X angeschlossen werden.

Interessant ist C4 (330pF). Entfernt man ihn, fängt das Audion mit Knurrgeräuschen wild zu schwingen an. R3 soll UKW-Schwingungen vermeiden. Eine NF-Übertrager würde mehr Lautstärke bringen. Der im Volksempfänger hat ein Übersetzungsverhältnis von 4:1. Eine NF-Gegenkopplung zwischen der Sekundärwicklung des NF-Ausgangsübertrager und dem Gitter müsste die Tonqualität verbessern. Den Koppelkondensator C12 habe ich auf 1 nF reduziert, da wegen des Holzgehäuses der Klang zu dumpf klingt. Natürlich könnte man die Anodenspannung noch auf bis maximal 200 Volt erhöhen, was mehr Lautstärke und Empfindlichkeit liefert. R2 und R5 müssen dann angepasst werden.

Die Wickeldaten beziehen sich auf einen Ferritstab 1 cm Durchmesser und 10 cm Länge. Sie sind entsprechend anzupassen. Luftspulen gehen natürlich auch.

Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

24.11.11 11:20
wumpus 

Administrator

24.11.11 11:20
wumpus 

Administrator

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Volker,

wenn die Schwingungen hart einsetzen, könntest Du die Kreisspulenanzapfung mehr nach Masse verschieben und / oder zusätzlich einen Feinregler-Poti 10 kOhm in die Anodenleitung zur Triode legen. Auch ein 1 K Widerstand in die Kathodenleitung der Triode könnte den Schwingungseinsatz weicher machen.

Die Schwingneigung der NF-Röhre kannst Du auch mit einer HF-Drossel in die Kathodenleitung (von der RC-Kombination zur Kathode) weiter bremsen. Auch direkt ans Schirmgitter einen keramischen 1 nF könnte man testen. Und ganz wichtig Sternförmige Masseverdrahtung mit dickem Querschnitt. Sammelpunkt Schwingkreismasse, keine Masse-Cluster erzeugen.

Gruß von Haus zu Haus Rainer (Forum-Betreiber)

Rettet den analogen deutschen AM / FM - Rundfunk!:
www.rettet-unsere-radios.de
Mach mit: Photos der letzten AM-Sender:
http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...e-am-sender.htm
Besuche die WEB-Seite des Deutschen Rundfunk-Museum e.V.
http://www.drm-berlin.de

Zuletzt bearbeitet am 24.11.11 11:23

24.11.11 12:19
qw123 

WGF-Premiumnutzer

24.11.11 12:19
qw123 

WGF-Premiumnutzer

Re: Baubericht Röhren-Mittelwellen-Audion im Holzgehäuse (viele Bilder)

Hallo Volker,

Volker:
Dann habe ich wieder die PCL86 eingebaut. Dadurch wurde der Empfänger deutlich unempfindlicher. Das Triodensystem der PCL86 ist auch nicht so steil wie das der PCL84. Aber der Klang kommt mir bei der PCL86 besser vor.

die PCL86 entspricht der ECL86 bis auf die Heizerdaten, ist also eine reine NF-Röhre. Das Triodensystem entspricht dem Triodensystem der ECC83, µ = 100. Die PCL84 war mehr für die Impulsverarbeitung in Fernsehern gedacht. (Kennlinien gibts im Internet bei Frank Philipse.)

Wie sich auch aus den Kennlinien ableiten läßt, ermöglicht die PCL86 im Prinzip eine höhere und linearere NF-Verstärkung als die PCL84. Allerdings unter der Voraussetzung 'normaler' Betriebsspannung, also 200...250V.

Bei niedrigen Betriebsspannungen kann die Triode der PCL84 durchaus Vorteile haben.
Die Höhe der im Audionbetrieb erzeugten NF-Spannung hängt nicht nur von der Verstärkung der Triode ab sondern auch von dem Gleichrichter-Wirkungsgrad der Gitter-Kathoden-Diode. Der ist umso höher je krummer die Ia/Ug-Kennlinie im Arbeitspunkt ist.

Niedrige Anodenströme, wenige Zehntel Milliampere, können hier vorteilhaft sein. In Grenzen kann man das durch den Gitterableitwiderstand einstellen. Der von Dir eingezeichnete Gitterableitwiderstand von 100kOhm erscheint mir etwas niedrig. Den Arbeitswiderstand wählt man dann so, daß die Anodenspannung höchstens gleich der halben Betriebsspannung ist.
Unter diesem Aspekt ist die Einstellung der Rückkopplung durch die Höhe der Anodenspannung vielleicht nicht optimal.

Insgesamt müssen hier viele Parameter in Einklang gebracht werden, Gleichrichter-Wirkungsgrad, Linearität und Höhe der NF-Verstärkung, Rückkopplungregelung, etc.
Bis man das alles optimiert hat, hat man noch viele Stunden Bastelfreude vor sich... . :-)

Gruß

Heinz

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