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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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SAQ 30.06 11+14Uhr
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01.07.19 08:42
HB9 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 08:42
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo Jan,

das Decodierprogramm ist selbstgestrickt. Der Prozessor ist mit der Filterung und Demodulation des ZF-Signals nur zu ca. 50% ausgelastet und hat somit noch viel Zeit für die Decodierarbeit...

@Bernd: In der "Zivilisation" sind elektrische Antennen (Drahtantennen) ziemlich schlecht, da sie alle Störungen aufnehmen, und die sind mittlerweile sehr hoch. Eine magnetische Antenne (Loop, Ferritantenne, ...) ist da Klassen besser, zudem kann man dank der Richtwirkung mindenstens einen Störer ausblenden. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht wieder elektrische Störungen einkoppelt. Meine aperiodische Loop ist da komplett unempfindlich, braucht aber einen Anpasstrafo und einen Vorverstärker (wird mal vorgestellt, wenn sie aus dem Bastelzustand raus ist). Bei abgestimmten Antennen kann man mit einer Abschirmung (aufgeschlitztes Rohr) diese Störungen abblocken. Gegen Plasma-Fernseher (sind glücklicherweise am Aussterben) hilft aber nur die Flucht, die stören magnetisch und elektrisch extrem stark.

Gruss HB9

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01.07.19 08:57
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 08:57
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo zusammen,

da die gestrige Nachricht von SAQ etwas oberflächlich formuliert wurde, hier ein Nachtrag dazu:

Die Marconi Station YXQ in Ballybunion, Irland existierte wegen des dortigen Bürgerkriegs nur für 10 Jahre: 1912 bis 1922. Die Aussendung, die gestern gewürdigt wurde, fand im März 1919 auf 3800 Metern (79 kHz) mit einer Leistung von 2,5 kW statt. Mehr konnte man damals mit Röhren noch nicht realisieren. Die verwendete Regenschirm-Antenne erinnert etwas an Goliath und bestand aus 7 Masten. Der Zentralmast in der Mitte war 213 m hoch und die anderen sechs 91 m. Der isolierte Zentralmast stand auf einem 18 Tonnen-Fundament. Es war eine einseitig gerichtete Probesendung von Irland nach Kanada und nicht umgekehrt.

Heute beherbergt der Standort die Kerry Amateur Radio Group. Jährlich wird an das Ereignis erinnert, dieses Jahr mit dem Amateurfunk-Sonderrufzeichen EI100YXQ.

Störungen auf 17 kHz aus dem Netz sollte man eigentlich noch gut wegfiltern können. Nach etlichen Versuchen hat sich mein Dipol als T mit Verlängerungsspule gegen Erde als beste Antenne erwiesen. Alternativ: Mini-Whip, R&S Rahmen, Ferritantenne. Die Knackser aus Norwegen waren um 12 Uhr störend, 14 Uhr war hier besser.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 01.07.19 09:09

01.07.19 12:36
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 12:36
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo HB9,

ich habe mit Loops so gut wie noch nicht experimentiert.

Was meinst Du ist besser: Eine Abgestimmte Hochohmige, oder Breitbandige Niederohmige ? Und wie groß (Platzprobleme) müßte die für meine etwa 1000km Entfernung mindesten gemacht werden.

Meinen Taschensuper werde ich nur mit Teleskopantenne ausrüsten - damit kann ich ja leicht vor den Störern ausreisen. Aber da ist die Schaltung noch im Hinterkopf. Wegen der Größe habe ich den A283/TDA1083 in Erwägung gezogen.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

Zuletzt bearbeitet am 01.07.19 12:37

01.07.19 13:09
HB9 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 13:09
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo Bernd,

für portabel ist eine Teleskopantenne eine gute Wahl, sofern man nicht selber einen Störer (z.B. PC) dabei hat. Ein FET als hochohmiger Puffer reicht da schon als Vorverstärker.

Bei den Loops hat die abgestimmte Variante den Vorteil, dass die Selektion bereits erledigt ist und als Vorverstärker ebenfalls ein simpler FET reicht (oder auch gar nichts, wenn der Empfängereingang ausreichend hochohmig ist). Nachteil ist, dass man die Antenne bei einem Frequenzwechsel neu abstimmen muss, und der Frequenzbereich ist wegen der unvermeidlichen Kapazitäten auf 2:1 .. 4:1 beschränkt. Nimmt man einen Ferritstab, wird es sehr kompakt. Ich hatte mal mit einem 20cm-Stab erfolgreichen SAQ-Empfang im Haus. Für eine "vernünftige" Schwingkreiskapazität (Drehko) braucht es aber sehr viele Windungen.

Die breitbandige Loop ist extrem niederohmig, da braucht es einen Anpass-Trafo und einen rauscharmen Vorverstärker. Eine gute Lösung ist ein Ringkern aus passendem Material (da bin ich noch am Experimentieren, aber z.B. N30 von Epcos geht), auf den man 4..20 Windungen schön verteilt wickelt, die Windungszahl hängt vom Eingangswiderstand des Verstärkers ab. Der geschlossene Loop kommt durch den Kern, zudem ist eine elektrische Verbindung vom Loop mit Masse des Verstärkers von Vorteil. Passt man auf etwa 50 an, kann man zwischen Loop und Verstärker auch ein längeres Koaxkabel verwenden.

Der Loop muss nicht besonders gross sein, meiner hat 60cm Durchmesser und liefert ein sehr gutes Signal in der Schweiz, es würde auch noch ein kleinerer Loop reichen. Wichtig ist ausreichend Oberfläche, damit der Verlustwiderstand klein bleibt, ich habe Blitzableiter-Kupferdraht verwendet, Alu-Rohr mit 6..12mm Durchmesser wäre noch besser, da leichter und vor der Witterung (Oxidation) geschützt, dafür muss man das dann vom Spezialisten zusammenschweissen lassen. Auf Langwelle empfange ich damit momentan tagsüber in bester Qualität Luxemburg, Europa und BBC und in ausreichender bis guter Sprachqualität Rumänien, Polen, Frankreich (216kHz) und die beiden Afrikaner (262kHz und 171kHz) und natürlich den Zeitzeichensender Allouis auf 162kHz. Mittelwelle geht ebenfalls, wobei hier die Anpassung und auch das Kernmaterial im oberen Bereich nicht mehr so gut sind, aber Mailand auf 900kHz kommt tagsüber ebenfalls in bester Qualität über die Alpen.

Bei der abgestimmten Variante macht man sinnvollerweise mehrere Windungen, damit sich die Schwingkreiskapazität (Drehko) in einem erhältlichen Rahmen bewegt.

Gruss HB9

01.07.19 15:03
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

01.07.19 15:03
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo zusammen,

Auch bei mir in Wittenburg (JO53MM) wie immer allerbestes Signal.
Entschlüsselung mit fl-digi fast fehlerfrei.
Antenne: Mini-Whipe 4 Meter über Dach,
Empfänger: EKV 13.

HB9, Ich habe die Erfahrung gemacht, das die MiniWhip oder vergleichbare gern hoch über dem Boden angebracht sein möchten.
Rahmenantennen, bzw. Entmagnetisierungsspulen gehen in störungsarmen Gebieten auch dicht am Boden.


Viele Grüße,

Axel
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Da will man endlich mal in Ruhe die Werkstatt aufräumen und was passiert?
...Man hat keine Lust.


.

01.07.19 16:26
HB9 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 16:26
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo Axel,

der Antennenstandort ist bei mir nicht das Problem, mit Batterie-Empfänger funktioniert die Mini-Whip auch im Garten hervorragend. Das Problem ist das 'Gegengewicht'. Sobald ein netzbetriebenes Gerät (z.B. Radio) angeschlossen wird, kommen die Störungen vom Netz via Kabel zur Antenne und machen so den Empfang bis ein paar MHz unmöglich, auch wenn die Antenne 10m über dem Boden ist. Weder Erdung (Armierung und Blitzerde) noch kiloweise Ferrit als Common-Mode-Filter haben Abhilfe gebracht. Wenn ich mal Zeit habe, versuche ich es noch mit einem HF-Trenntrafo, ansonsten bleibe ich zuhause bei der magnetischen Loop, die Richtwirkung ist manchmal praktisch, manchmal auch lästig. Aber auch diese muss noch wetterfest werden, vorerst ist sie noch im Bastelstadium.

Gruss HB9

01.07.19 19:25
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

01.07.19 19:25
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Ach so, na ist ja Schiet.

Da kann ich mich dann ja glücklich schätzen, das es bei mir Zuhause funktioniert.
Es klappt aber auch nur mit dem EKV-13 so gut, mein Sailor 1120, der auch bis 10 kHz runter kann, empfängt längst nicht so gut.
Zuhause empfing ich mit meiner abgestimmten Rahmenantenne (70cm TV-Entmagnetisierungsspule) gar nichts.


Viele Grüße,

Axel




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Da will man endlich mal in Ruhe die Werkstatt aufräumen und was passiert?
...Man hat keine Lust.


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Zuletzt bearbeitet am 01.07.19 19:36

01.07.19 19:40
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

01.07.19 19:40
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Axel:

Zuhause empfing ich mit meiner abgestimmten Rahmenantenne (70cm TV-Entmagnetisierungsspule) gar nichts.



Hallo Axel,

im Längstwellenbereich ist das Grundgeräusch (nicht nur das "man made noise") und die Empfangsfeldstärken relativ hoch. 60cm reichen auch aus, um Aussendungen aus 5000 bis 10000km Entfernung zu empfangen. Bevor die U-Boote Ferrite verwenden konnten, waren die Rahmendurchmesser auch nicht wesentlich grösser.

"Klassische" Radios - vor allem die Halbleiter bestückten - schwächeln auf 17 kHz wegen des hohen Seitenbandrauschen des Mischoszillators.

Meine Rahmenantenne wird auf 17 kHz übrigens vom Solar-Laderegler gestört, während die "elektrischen" Antennen nicht betroffen sind. Also genau umgekehrt wie die reine Lehrmeinung.

Hier finden sich noch mehr Infos:

http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/...amp;page=22#214

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 01.07.19 19:50

02.07.19 09:27
HB9 

WGF-Premiumnutzer

02.07.19 09:27
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo zusammen,

es gibt natürlich auch magnetische Störungen, die dann die magnetischen Antennen belästigen, aber die elektrischen in Ruhe lassen. In der Praxis dominieren meistens die elektrischen, da diese eine viel höhere Reichweite haben als die magnetischen. Magnetische Störungen entstehen in den Wandlertrafos und Filterdrosseln von Schaltnetzteilen und Ähnlichem, aber wegen der geringen Reichweite sind die normalerweise schon nach wenigen Metern so gut wie nicht mehr vorhanden, aber es gibt auch Ausnahmen wie z.B. Plasma-Fernseher, die stören auch in 10m Distanz noch sehr stark.

Beim "klassischen" Radio ist neben dem Phasenrauschen des Oszillators auch das ZF-Filter ein Problem. Die meistens einfach gebauten Mischer lassen nämlich ziemlich viel Signal vom Oszillator Richtung ZF durch, und da die Oszillatorfrequenz sehr nahe an der ZF liegt, wird das Signal nicht mehr ausreichend weggefiltert, da die Steilheit des ZF-Filters beschränkt ist. Diese Reste des Oszilllatorsignals erzeugen ein "Empfangssignal", das via AGC die Verstärkung herunterregelt und im Extremfall auch die erste ZF-Stufe übersteuert. Bei gewissen Empfängern ist auch die untere Eckfrequenz der Eingangsstufe zu hoch.

Gruss HB9

02.07.19 19:58
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

02.07.19 19:58
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ 30.06 11+14Uhr

Hallo HB9,


Zitat: "Die meistens einfach gebauten Mischer lassen nämlich ziemlich viel Signal vom Oszillator Richtung ZF durch"
Was könnte man dagegen tuen, wenn man trotzdem so einen komplexen Empfänger-IC verwenden will ? - nur mehrkreisiges Quarzfilter ? oder könnte ein Spulenfilter + Piezofilter + Gütevervielfacher auch schon reichen ?

Der Eingangsverstärker des A283 ist direktgekoppelt, sollte also bis Gleichpannung herunter gehen. Die Verstärkungsregelung könnte man auch von Hand betreiben oder ganz abschalten.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

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