meine WEB-Site Wumpus Welt der Radios hat im Jahr 2025 über 750 000 Besucher gehabt, trotz des Nachlassens des Interesses von jungen Leuten am sequenziellen Radio.
Auf besagter WEB-Site gibt es eine Statistikseiten zu den Besucherzahlen und der Ranking-Liste der ca 40 meistbesuchten Seiten. Wer Lust hat, kann ja mal einen Blick darauf werfen:
!!!
Fotos, Grafiken nur über die
Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS auf externe Fotos.
!!! Keine
Komplett-Schaltbilder, keine Fotos, keine Grafiken, auf denen
Urheberrechte Anderer (auch WEB-Seiten oder Foren) liegen! Solche Uploads werden wegen der Rechtslage kommentarlos gelöscht!
Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
Den Beitrag-Betreff bei Antworten auf Threads nicht verändern!
Re: Etwas Erbsen zählen zum Jahreswechsel 2025/2026
Hallo Rainer,
erst einmal Gratulation zu deinen hohen Besucherzahlen und es freut mich, dass das Interesse an historischer Rundfunktechnik offenbar immer noch besteht.
Zitieren:trotz des Nachlassens des Interesses von jungen Leuten am sequenziellen Radio.
Auf Grund meiner eigenen Erfahrung mit meiner Bastelseite hat der allgemeine Rückgang des Interesses wahrscheinlich mehrere Ursachen. Mir fallen folgende ein:
1. Weniger Interesse an alter Technik durch einen Generationenwechsel und fehlender Bezug zur alten Technik 2. Aufmerksamkeit verlagert sich weg von Webseiten zu Social Media und zu ChatBots. 3. Weniger Lesekompetenz und geringere Aufmerksamtkeitsspanne. Stattdessen Youtube. 4. Nachfolgende Generationen verlernen die Fähigkeit selbst zu reparieren, weil moderne Technik Wegwerfprodukte sind. 5. Fehlendes Interesse an Geschichte, insbesondere an Technik- und Wirtschaftsgeschichte, die Wurzeln unseres Wohlstandes. 6. Geringe Frustrationstoleranz. Wer repariert, muss hartnäckig bleiben und darf nicht zu früh aufgeben. 7. Veränderung technischer Rahmenbedingungen. Wenn AM- und UKW-Rundfunk wegfallen, macht das Radiobasteln wenig Sinn. 8. Das klassische Radio verschwindet zugunsten von Podcasts und Audiostreaming. Geht mir inzwischen auch so.
Das ist der Lauf der Dinge, der nicht aufzuhalten ist. Ein harter Kern wird immer bleiben. Und das macht für die Zukunft den besonderen Reiz aus. Vielleicht sehe ich das auch alles zu pessimistisch.
Re: Etwas Erbsen zählen zum Jahreswechsel 2025/2026
Hallo Volker,
Deine Thesen kann ich nur bestätigen. Wir haben ja gerade in Berlin massive mehrtägige Stromausfälle. Bin selbst nicht betroffen in meinem Wohnbezirk. Ich höre ja noch täglich Radio und siehe da: Wie schon vor ein / zwei Jahren bei einem vergleichbaren mehrtägigen Stromausfall durch Sabotage-Akte musste ich bei Publikumsbefragungen auf der Straße in dem betroffenen Gebiet sinngemäß folgendes hören:
Frage des Radio-Reporters " Wie haben Sie sich über den Stromausfall informiert"?
Antwort: "Ging ja nicht, mein Handy war tot, ich war ganz verzweifelt, weil ich keine Nachrichten lesen konnte."
Frage des Reporters: "Warum haben Sie nicht einfach Ihr portables Radio eingeschaltet"?
Antwort: "So etwas habe ich nicht"
Grüße von Haus zu Haus Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
Re: Etwas Erbsen zählen zum Jahreswechsel 2025/2026
Hallo Rainer,
ich habe dazu ein bisschen recherchiert. Die wenigsten Smartphones haben heute überhaupt noch einen aktiven UKW-Chip. Und selbst wenn: UKW-Empfang funktioniert nur mit eingestecktem Headset, weil das Kabel als Antenne dient. Der Stromverbrauch ist dabei trotzdem relativ hoch – deutlich höher als bei einem alten, einfachen UKW-Taschenradio.
Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) empfiehlt ausdrücklich ein batteriebetriebenes Radio. Gleichzeitig wird in Deutschland das UKW-Netz schrittweise abgeschaltet. Das ist ein ziemlicher Widerspruch in der Sicherheitspolitik. Das BBK weist sogar selbst darauf hin, dass bei Strom- und Netzausfall digitale Warnkanäle und teils auch DAB+ ausfallen können – also genau dann, wenn man das Radio am dringendsten braucht.
Schleswig-Holstein plant, sein UKW-Rundfunknetz bis 2031 komplett abzuschalten. Ausgerechnet in einem Bundesland ohne Berge, wo UKW technisch sehr gut funktioniert. Schweden mit seiner überwiegend leicht hügeligen Landschaft hat UKW deshalb bewusst beibehalten. Norwegen hingegen ist auf DAB+ umgestiegen, weil dort im gebirgigen Gelände der Gleichwellenempfang die Täler besser versorgen kann. In der Schweiz sieht man das ähnlich differenziert.
Hier noch meine einfache Notstromlösung für die Beleuchtung, die sich wirklich jeder leisten kann: Eine ausgemusterte Starterbatterie aus dem KFZ-Bereich. Fürs Auto bereits unbrauchbar, für Notstrom aber noch wochenlang ausreichend. Aufladen lässt sie sich notfalls immer wieder per Starthilfekabel. Dazu ein günstiger Wechselrichter mit modifiziertem Sinus – völlig ausreichend, um ein paar LED-Leuchtmittel zu betreiben, die genug Licht liefern. Kerzen sind auf Dauer eher frustrierend: zu dunkel und schlechte Luft. Lüften will man ja auch nicht ständig, wenn die Heizung ausgefallen ist. Und dann ist da noch die Brandgefahr durch Kerzen.
Ergänzt wird das Ganze durch ein kleines Ladegerät für die Erhaltungsladung. Insgesamt bleibt man unter 50 Euro. Genug Strom, um Handys zu laden und NiMH-Akkus für Taschenradios und Taschenlampen am Leben zu halten.