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AEG Tambour 61 nur leises Brummen
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27.09.23 21:06
Pentium4User 

WGF-Premiumnutzer

27.09.23 21:06
Pentium4User 

WGF-Premiumnutzer

AEG Tambour 61 nur leises Brummen

Hallo zusammen!

Da gestern Sperrmüll war und mein Aufhebewahn gewirkt hat, steht nun ein weiterer Empfänger bei mir rum.
Ein Blick ins Innere sah gut aus, kaum Staub. Unten ist eine Abdeckung. Da war eine vollkommen vertrocknete Maus drin (Fotos habe ich gemacht). Bissspuren konnte ich keine feststellen, weder unten noch oben. Optisch sieht das Gerät für mich intakt aus. Verbrannte Bauteile konnte ich ebenfalls keine finden, geplatzte Elkos auch nicht. Es sind aber ERO 100 verbaut.

Das Gerät geht an, die Anzeigeröhre funktioniert. Dann kommt ein leichtes Brummen (klingt für mich normal). Das ist unabhängig vom Lautstärkeeinsteller.
Dreht man den habe ich mal ein leises Krachen gehört. Meines Erachtens ein gutes Zeichen.

Mehr passiert aber nicht, egal welcher Frequenzbereich. Es kracht nicht, wenn man die Tasten drückt. Der Ausschlag der Anzeigeröhre ändert sich ebenfalls nicht (Ferritantenne und UKW-Antenne dran). Das Drücken der Tasten sollte eigentlich den Ausschlag der Anzeigeröhre zumindest kurzzeitig ändern, so kenne ich das von anderen Geräten.

Jetzt ist meine 1. Frage: Wäre es sinnvoll, hier mal NF anzuschließen und damit einen Fehler in diesem Bereich auszuschließen?

Auffällig ist, dass die Tasten nicht immer unten bleiben, manchmal braucht es mehrere Versuche.

Meine 2. Frage: Wie geht man an sowas ran?
Meine Vermutung ist, dass es da erst gar keinen Kontakt gibt.

Lötkolben und Multimeter habe ich, mehr aber nicht.

Ein Schaltplan müsste beiliegen.

Gruß
Marco

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28.09.23 08:21
HB9 

WGF-Premiumnutzer

28.09.23 08:21
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: AEG Tambour 61 nur leises Brummen

Hallo Marco,

ich empfehle folgendes Vorgehen:

1. Anodenspannungs-Elkos prüfen und wenn nötig formieren.
Für die Prüfung misst man den Strom, der in den Elko fliesst. Dieser sollte beim Einschalten kurzzeitig hoch sein und danach auf Werte <5mA abfallen, nach längerer Zeit (mehrere Minuten) auf Werte <1mA. Falls der Strom ansteigt, muss der Elko formiert werden (siehe Kompendium). Gibt es keinen kurzzeitig hohen Strom beim Einschalten, ist die Kapazität verdunstet und der Elko muss ersetzt werden.

2. Koppelkondensator zwischen Gitter der Endröhre und Anode der Vorröhre prüfen oder besser gleich ersetzen. Die ERO100-Kondensatoren haben fast immer zu viel Leckstrom, was den Ruhestrom der Endröhre in unzulässig hohe Werte verschiebt.

3. Betriebsspannungen prüfen. Wenn man diese mit einem Digitalvoltmeter misst, sind sie insbesondere an hochohmigen Stellen (Anode der NF-Vorstufe, Schirmgitterspannungen) höher als im Schaltplan angegeben, das ist in Ordnung. Falls man das Gerät auf 240V einstellen kann, sollte man das tun, da die 230V Netzspannung meistens höher liegt (allenfalls nachmessen) und so 240V besser passt als 220V.

4. Auf Plattenspielerbetrieb schalten und eine NF-Quelle mit Line-Pegel (also alles ausser einem modernen Plattenspieler) am Plattenspielereingang anschliessen. Ist die Wiedergabe einwandfrei, ist der NF-Teil in Ordnung, sonst hier den Fehler suchen.

5. AM-Teil prüfen. Auf LW und MW muss man mindestens die EMV-Verseuchung empfangen können (Brumm- und Rauschsignale mit zum Teil hohem Pegel), am Abend nach dem Eindunkeln müssen auf MW zahlreiche Sender zu empfangen sein. Wenn nichts zu hören ist, als Erstes den Oszillator prüfen, ob er schwingt. Das geht am einfachsten, wenn man ein zweites Radio direkt danebenstellt. Dieses muss das Oszillatorsignal empfangen können, das etwa 460kHz über der eingestellten Empfangsfrequenz liegt. Ist der Ozillator in Ordnung, prüft man den HF-Eingang, ob die Umschalter in Ordnung sind und keine Spulendrähte abgerissen sind. Auch eine allfällig vorhandene Ferritantenne muss korrekt angeschlossen sein.

6. FM-Teil prüfen. Hört man nicht einmal Rauschen, die Umschaltkontakte prüfen. Hört man keinen Sender, Oszillator prüfen wie bei AM, hier ist die Oszillatorfrequenz 10.7MHz über der eingestellten Empfangsfrequenz. Wichtig! Keine Bauteile im UKW-Tuner tauschen, bevor man nicht absolut sicher ist, dass das Bauteil defekt ist! Einen defekten UKW-Tuner wieder zum Laufen zu bringen, ist nicht einfach.

Generell können Röhrenfassungen Kontaktprobleme haben, auch oxidierte Kontaktstifte der Röhren können Ärger machen, daher diese prüfen.

Gruss HB9

Zuletzt bearbeitet am 28.09.23 08:21

02.10.23 16:26
Pentium4User 

WGF-Premiumnutzer

02.10.23 16:26
Pentium4User 

WGF-Premiumnutzer

Re: AEG Tambour 61 nur leises Brummen

Danke für die Ratschläge, für Arbeiten am HF-Teil werde ich mir aber professionelle Hilfe suchen müssen, da fehlen mir schlicht die Kenntnisse.

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