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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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* Sender immer mehrmals
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01.10.06 13:31
wumpus 

Administrator

01.10.06 13:31
wumpus 

Administrator

* Sender immer mehrmals

Sender immer mehrmals , 25 Jul. 2005 17:22

Hallo Wumpus,
Ich habe ein altes Imperial Radio von ca 1950. Es spielt noch ziemlich gut, aber die Sender auf UKW kommen alle immer 3 mal hintereinander. Ist das ein defekt, oder ist das in den Anfängen des UKW Rundfunks normal?

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Rainer


RE: Sender immer mehrmals , 25 Jul. 2005 17:45

Hallo Stefan,
kommt drauf an. Der UKW-Rundfunk wurde in Deutschland 1949-1950 eingeführt. Die ersten Radios verwendeten sogenannte Zusatzteile für UKW, die teilweise mit Pendel-Empfaengern ausgerüstet waren.

Es ist wichtig zu wissen, wie genau Dein Radio heisst und welche Röhre(n) im UkW-Teil eingebaut waren.

Der geschilderte Fehler ist recht selten, es gibt da mehrere Möglichkeiten.

Eine Variante: Wenn das Geraet ein UKW-ZF-Teil hat, kann dort ein Fehlabgleich vorliegen, sodaß 3 ZF-Höcker auch 3 Empfangsstellen dicht nebeneinander liefern. Ist das bei Dir so oder liegen die gleichen Sender weiter auseinander?

MFG Rainer

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Stefan


RE: Sender immer mehrmals , 25 Jul. 2005 20:16

Hallo Rainer, Danke für die Antwort. Es ist ein Imperial 711 mit den Röhren EF 42, ECH11, EF14, EF 14, EAA11, für den UKW Teil.
Die Sender folgen alle beim Abstimmen ganz kurz aufeinander, schwach, stark, nicht ganz so stark. Da ich ein ganz winziges kleines bissi von Radios verstehe, habe ich mir die Mühe gemacht und ein 10,7MHz amplitudenmodulirtes Signal an das Steuergitter der ECH11 gegeben und versucht die ZF-Filter auf Max Output zu trimmen. Ich habe dazu die Ansteuerspannung für das magische Auge als Messspannung genommen. Im Endergebnis war aber alles auf Maximum bzw die Sekunderseite des Modulationswandlers auf Minimum getrimmt. Die Primärseite lässt sich nicht verstellen weil sie irgendwie fest sitzt. Wollte auch nichts mit Gewalt beschädigen.
Letztendlich kamen mir Zweifel ob die Geräte überhaupt in der UKW Anfangszeit besser waren. Ich habe noch einen Saba Freiburg ebenfalls von 1950 der hat genau die gleichen Eigenheiten. Zumindest habe ich mit meinem Abgleichversuch keine Verschlechterung herbeigeführt. Könnte die Primärseite des Modulationswandlers vertrimmt sein oder ist mit einem anderen Defekt oder gar nicht defekt zu rechnen?
Grüße,
Stefan

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01.10.06 13:31
wumpus 

Administrator

01.10.06 13:31
wumpus 

Administrator

RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 11:34

Hallo Stefan,
es ist zwar immer etwas problematisch, so per Frage und Nachfrage ein Problem einzukreisen, weil ja das direkte vor dem Radio sitzen immer besser ist, aber ich glaube nach wie vor, dass das Problem an einer ZF-3-Höckerkurve liegt. Du sprachst von einem festsitzenden Filter (Ausgangsfilter der letzten ZF-Sufe und damit Primärfilter der Demodulator-Stufe).

Kümmern wir uns also erstmal um dieses Filter. Nehmen wir einfach mal an, dieses Filter liegt auf einer falschen ZF (also z.B. 10,75 MHz) und Du speist 10,7 MHZ ein. Dann bekommst Du nie die gesamte ZF auf 10.7 durch Abgleichen der übrigen Kreise auf ein Maximum. Du solltest mal am letzten ZF-Filter das Signal einkoppeln und feststellen, auf welcher Frequenz überhaupt da (in Verbindung mit dem Demodulator-Filter) ein Maximum erreicht wird.

Notfalls koennte man in dem Falle der Frequenzabweichung des nicht verstellbaren Filters, den gesamten ZF-Zug auf diese Frequenz abgleichen. Natuerlich unter Akzeptanz, dass die Skalenanzeige sich etwas verschieben würde.

Du hast recht, gehe vorsichtig mit dem Filterkern des festsitzenden Filters um.

Wie empfängst Du die Sender? Direkt, also terrestrisch oder über Kabel-Radio? Wie hoch ist der Empfangspegel? Sind also Übersteuerungen auszuschliessen?

MFG Rainer

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Stefan


RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 12:46

Hallo Rainer,
Ein überseuern schliesse ich aus, da ich auf dem Land lebe und nur eine UKW Aussenantenne habe. Mit einer Zimmerantenne habe ich auch das gleiche Ergebnis.Nur bekomme ich wesentlich weniger Sender rein. Ich werde mal versuchen,die Resonanzfrequenz des Modulationswandlers rauszubekommen und gegebenenfalls die anderen Kreise auf die gleiche Frequenz bringen. Eine Verschiebung der Skala ist kein Problem, da sie sowieso nur von 10 bis 100 für UKW eingeteilt ist.
Ich habe bislang noch nie einen UKW Abgleich vorgenommen und habe somit keine Praxis darin. Falls ich nicht klar komme, was ich irgendwie befürchte und weil ich auch nichts durch Unwissenheit beschädigen will. Kennst Du einen alten Radiohasen im Raum Bremen Hamburg? Bei mir ist nur ein Media Markt in der Nähe. Wenn ich da mit so einem Radiosaurier auftauche befürchte ich Hausverbot zu bekommen. Die kleinen Geschäfte sind mittlerweile leider alle kaputt. Ich denke für den Imperial lohnt es sich allemal. Er ist optisch fast tadelos, minimalste Kratzer,keine Wasserflecken usw.
Und der Klang ist dank 2 Wege Lautsprechers und EL 12 Endstufe einfach grandios.

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

Hallo Stefan,
Du hast ja schon den richtigen Weg eingeschlagen. Und es war richtig, bei dem Kreis, der sich nicht verstellen lassen will, erst mal nichts zu machen. Glaubst Du, das dieser Abstimmkern schon mal verdreht wurde und sich eventuell in zu harten Wachs verkeilt hat?

Sag mal Bescheid,was bei dem Eingenfrequenztest dieses Kreises rauskommt. Sind denn alle 3 Empfangsstellen unverzerrt oder gibt es da Unterschiede?

Der Abgleich selbst (wenn erst einmal die richtige 10,7 gefunden wurde (oder die Ersatzfrequenz) ist so kompliziert nicht, es geht sogar auch ohne Mess-Sender. Aber das kann dann noch besprochen werden .

MFG Rainer



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Stefan


RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 17:09

Hallo Rainer,
Habe den Brocken erst mal in den Keller geschleppt (schwitz)
Also der Abstimmkern sieht noch völlig intakt aus. Ist ein 4mm Sechskantkopf. Irgendwelche Wachsreste sind auch nicht zu sehen. Ich weiss auch nicht warum das Biest fest sitzt. Die Ergebnisse mit dem Messsender sind für einen UKW Vollidioten wie mich völlig kurios. Ich habe den Messsender an die Anode der letzten EF14 vor dem Wandler angeschlossen. Um überhaupt etwas zu hören, musste ich die Leistung des Messsenders voll aufdrehen.Der Spannungsmesser am Auge angeschlossen reagiert nicht mal. Mit einem AM Signal konnte ich links und rechts von 10,75!MHz etwas hören.Auf genau 10,75MHz war es still. Zu den Seiten hin war das Signal langsam abflachend. Mit einem FM Signal hatte ich eine (hörbare)Pegelspitze von 10,7 bis 10,8 MHz und bei etwa 11MHz bei etwa 10,95 MHz war es stumm. Insgesamt zu den Seiten hin sehr weit ausgedehnt und langsam abflachend. Ist das normal oder eher ein Totalschaden? :-)

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 17:14

Ach so habe vergessen die Qualität der Empfangstellen zu beschreiben. Die beiden lauteren Stellen hören sich ganz akzeptabel an. Die leisere könnte etwas verzerrt sein, kann aber auch täuschen, da hier der Grundrauschpegel wesentlich höher ist.

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Rainer


RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 21:12

Hallo Stefan,
ja da ist keine Verstaerkung des Mess-Sender-Signals zu erzielen (direkt an der Anode der letzten ZF-Roehre).

Bevor ich zum naechsten Vorschlag komme, hier erst einmal der Hinweis, vielleicht auch an andere Leser: Ein richtiger ZF-Abgleich kann auch nur mit den richtigen Mitteln vorgenommen werden. Hier dagegen wird ein praktisches Verfahren vorgeschlagen, das mit den Bordmitteln beim Stefan auskommt und zum brauchbaren Abgleichergebnissen führen kann.

Also wir erklaeren einfach den letzten ZF-Schwingkreis als "richtig" abgestimmt (weil wir ihn ja erst einmal nicht aendern koennen.

Nun wird kein Mess-Sender verwendet, sondern ein moeglichst schwaches echtes FM-Rundfunksignal (gut eingestellt), am besten so schwach, dass noch keine Begrenzung stattfindet. Hierfuer den besten Höcker aussuchen. Nun die restlichen UKW-ZF- Abstimmkerne auf Maximum des Empfanges (wahrscheinlich noch ohne Wirkung beim Mag.Auge) einstellen, das Ratio-Filter zum Schluss.

Natuerlich ist die Kurven-Form des Gesamt-FM-ZF-Verstaerkers so noch nicht ideal geformt. Aber ein Test mit einem nun starken FM-Rundfunksender sollte eigentlich nur noch jeden Sender einmal bringen.

Sollte das so sein, kann nun der erste ZF-Kreis ein Hauch nach links verdreht werden (ein HAUCH - 10 bis 15 Grad), der zweite Kreis ein Hauch nach rechts.

Es ist so, dass die Radios aus der Vor-HF-Stereozeit etwas schmalere ZF-Kurven hatten, als Radios die fuer HF-Stereophonie ausgerüstet waren. Das ist übrigens oft der Grund das die Mono-HF Radios ganz leicht verzerren bei heutigen Sendungen, Abhilfe auch hier eine leichte Verstimmung des ZF-Teils um es etwas breiter zu bekommen oder die Kurvenform besser zu formen.

Nochmals: Dieses ist ein Kompromis-Abgleichverfahren für die augenblickliche Situation beim Stefan!!!

Wie sieht das Ergebnis des Abgleichs jetzt aus.

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

01.10.06 13:32
wumpus 

Administrator

RE: Sender immer mehrmals , 26 Jul. 2005 23:58

Hallo Rainer,
Habe es so gemacht, allerdings musste ich auf den schwächeren Höcker abgleichen um ein brauchbares Ergebnis zu bekommen. Warum weiss ich auch nicht. Es ist jetzt so,das 2 Empfangshöcker da sind, allerdings nur etwa einen halben Zeiger breit auseinander. Besser war nach etlichen Versuchen irgendwie nicht möglich. Zu guter letzt habe ich noch den Kopf des Abgleichkerns Sekundärseite Modulationswandler abgedreht. War mit einmal einfach ab, obwohl nicht mal sonderlich schwer zu drehen. Die Position war wohl einigermassen brauchbar. Hat man eigentlich irgendwie eine Chance solche Kerne zu bergen? Werde an diesem Radio allerdings nichts weiter machen, bin so schon ganz zufrieden. Besser so als gar keine Funktion :-)

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Rainer (Wumpus)


RE: Sender immer mehrmals , 27 Jul. 2005 08:37

Hallo Stefan,
Na immerhin. Ja, diese Kerne sind sehr empfindlich. Oft sind sie ja mit Wachs gegen Verdrehen gesichert. Man kann durch Erwaermen, z.B. mit einem heißen Schraubezieher das Wachs beweglich machen. Aber da gibt es das Problem, dass der Plastik-Gewindegang des Spulenkörpers beschädigt wird. Ich vermute ja, dass da schon vorher Jemand dran war. Ach so, mir berichtete mal ein Seitenbesucher per email, dass er mit einem Tropfen Heißkleber auf ein Holzstäbchen in den Spulenkörper diesen Stab am Kern anklebte und ihn so rausbekam.

Es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit für ein Doppelsignal: Der Misch-Oszillator des UKW-Teils kann ein Pendelschwingen verusachen, z.B. durch falsche Betriebsspannung oder tauben Blockkondensatoren. Das ergibt u.u. auch mehrere Empfangsstellen. Dieser Fehler kann auch mit einem Oszilloskop oder einem Rundfunk-Empfangs-Scanner erkannt werden.

MFG Rainer (Wumpus)

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Bruno


RE: Sender immer mehrmals , 27 Jul. 2005 10:05

Das mit dem Oscillator hatte ich auch mal, aber bei mir kam auf dem Signal ein starkes rauschen noch hinzu und bei mir waren es auch 3 Signale. Das Mittensignal war am lautesten zu hören.

Bruno

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Stefan


RE: Sender immer mehrmals , 27 Jul. 2005 10:43

Hallo,
Ja das mit dem Oszillator könnte ich noch mal gelegendlich erforschen.Ein Blockkondensator (ich glaube Schirmgitter) ist da sogar schon mal im Laufe der Jahre neu gekommen, aber wer weiss wie gut der nun noch mittlerweile ist. Ich denke die ECH11 ist im UKW Bereich als Oszillatormischröhre sowieso äusserst knapp bemessen. Aber 1950 hatte man wohl kaum etwas anderes. Auf AM funktioniert alles tadelos. Der Fadingausgleich wirkt sogar auf 4 Stufen,das macht sich im Vergleich zu anderen Geräten doch gut bemerkbar.
Grüße,
Stefan

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