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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12
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05.09.18 20:56
wumpus 

Administrator

05.09.18 20:56
wumpus 

Administrator

Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Hallo zusammen,


gerade noch auch ein Radio: Der Kommunikationsempfänger Hagenuk E81, der allerdings von Eddystone als 830/12 1970 gebaut wurde.

Vielleicht noch nicht ein "boat anchor radio" vom Gewicht (23 kg) aber immerhin. Leider fehlt ihm fast der gesamte MW-Bereich, ansonsten von 120 kHz bis 30 Mhz.

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05.09.18 21:25
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

05.09.18 21:25
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Hallo Rainer,

ein interessantes Radio, aber wofür sind die 8 QuarzFestkanäle und welche Frequenzen haben oder hatten diese?
Hatte dein Gerät mal einen Sturzschaden weil das Gehäuse auf dem Bild so verzogen ist?

73 an die Spree!
Bernhard

---
Bei Fragen zum Umbau oder zur Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR, DAB+, Internetradio, Firmwareentwicklung oder einfach nur Kontakt - bitte Email unter: mbernhard1945(at)gmail(dot)com

mein PGP-Key unter: http://pgp.mit.edu/ Keyword: mbernhard1945

06.09.18 09:15
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

06.09.18 09:15
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Hallo zusammen,

dieser Empfänger war ein typischer Seefunkempfänger. Neben der Grenzwelle hab es auf KW ein
4, 6, 8, 12, 16 und 22 MHz-Band, in dem die Frequenzpaare (2,8kHz Raster) für jede Nation
definiert waren. Die Frequenzen konnte man in der Vollzugsordnung für den Funkdienst oder
in Seefunkhandbüchern nachschlagen.

Bei Norddeich auf 8 MHz z.B.:

Rufzeichen - Norddeich - Schiff
-------------------------------------
1.Sprechweg DAJ 8768,5 kHz 8244,6 kHz
2.Sprechweg DAK 8762,3 kHz 8238,4 kHz
3.Sprechweg DAI 8777,8 kHz 8253,9 kHz
4.Sprechweg DAH 8802,6 kHz 8278,7 kHz
5.Sprechweg DAP 8790,2 kHz 8266,3 kHz

Für Grenzwelle waren folgende Frequenzen im Einsatz:

2614 kHz Schiff 2023 kHz
2800 kHz Schiff 2153 kHz
1799 kHz Schiff 2491 kHz
1911 kHz Schiff 2541 kHz
2848 kHz Schiff 3161 kHz

4 und 6 MHz hat Norddeich Radio ausser zur Weihnachtszeit fast nie benutzt, weil für die Nord-
und Ostsee die Grenzwelle auf dem Wasser eine ausreichende Reichweite hatte. Die Hauptlast
des Funkverkehrs wurde auf 8 MHz abgewickelt. Gespräche vom Schiff konnten sofort abgewickelt
werden. Gespräche von Land mussten angemeldet werden. Deswegen fand stündlich ein Sammel-
anruf auf dem ersten Sprechweg statt. Meldeten sich mehrere Schiffe gleichzeitig, wurden sie auf
die anderen Sprechwege/Arbeitskanäle verteilt. Mindestens der erste Sprechweg und die Notfrequenzen
waren bequarzt, was die Frage von Bernhard beantwortet.

Daneben gab es noch Frequenzen für Telegrafie (DAN, DAM, ...) und Sitor/Stb75
In der DDR war Rügen Radio ähnlich organisiert.


Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 06.09.18 09:38

06.09.18 20:58
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

06.09.18 20:58
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Vielen Dank Walter für die Aufklärung. Ich hatte zwar Funkdienste im Hinterkopf allerdings kein Seefunk obwohl das naheliegend wäre. Hagenuk war auch auf diesem Gebiet ja keine unbekannte Nummer.

Wie war der Seefunk eigentlich in der DDR (Stichwort Rügen Radio) organisiert und welche Dienste wurden da so angeboten? Gab es Navtex oder Navtex ähnliche Systeme, Aussendung von Seewetterkarten über KW? Funkbakensysteme/Radionavigation? Telefonie via KW/Grenzwelle sicher in nah und fern.
Ich war in der Vorwendezeit leider nie auf der Ostsee aktiv unterwegs und kann daher nicht sagen wie das im Hoheitsgebiet der DDR bzw. generell in den Ost-Block-Staaten ablief. Gab es überhaupt soetwas wie Segelsport auf der Ostsee in den Ländern des Warschauer-Paktes? Speziell wegen Fluchtgefahr meine ich.

Viele und liebe Grüße
Bernhard
---
Bei Fragen zum Umbau oder zur Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR, DAB+, Internetradio, Firmwareentwicklung oder einfach nur Kontakt - bitte Email unter: mbernhard1945(at)gmail(dot)com

mein PGP-Key unter: http://pgp.mit.edu/ Keyword: mbernhard1945

06.09.18 21:42
Antennow

nicht registriert

06.09.18 21:42
Antennow

nicht registriert

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Hello Bernhard45,

zu Rügen-Radio gibt es gute Information Hier: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCgen_Radio Da habe ich auch noch was dazu gelernt. Siehe auch hier: http://www.ruegen-radio.org/ Lies mal besonders unter "Katastrophenwinter 78". Da gab es noch die Funker, die in ihrem Beruf aufgingen!

Navtex oder Ähnliches gab es bis zum Ende der DDR sowieso noch nicht. Fax über KW könnte es gegeben haben, vielleicht auch mit Übertragung von Wetterkarten. Wetterbericht für die Fischerei gab es auf der Langwelle des "Deutschlandsenders" mit erheblicher Reichweite zu feststehenden Zeiten.

Ich habe etwa ab 1959 (8.Klasse) mit meinen selbst gebastelten Radios (Audion mit REN904 oder RV12P2000), aber auch mit unserem Wohnzimmersuperradio auf Kurzwelle, 41-Meterband, in ganz normaler AM-Modulation und mit Begeisterung die Seefunkgespräche mitgehört, wenn die Sailors bei Rückkehr von monatelanger großer Fahrt nach Rostock, schon ab Englischen Kanal bei "Mutti" zuhause angerufen haben, damit sie sich zum Empfang schön machen und das Lieblingsessen vorbereiten konnte und Großpackungen "Pariser" bereit lagen.
Um die Weihnachtszeit war Hochbetrieb. Da liefen die Gespräche pausenlos, alles unverschlüsselt auf AM, konnte von jedem mitgehört werden und war interessant und lustig. Die Gespräche wurden von Funk auf Telefon und auch umgekehrt weitergeschaltet. Oft war die DDR-Telefonverbindung schlechter als die Funkverbindung. Wenn die Gespäche auf Plattdeutsch liefen, habe ich natürlich "Bahnhof" verstanden.

Gruß aus Dresden, Antennow


bissl Strom braucht der Mensch....... und schöne Musik aus der Zeit der guten alten Radios

Zuletzt bearbeitet am 06.09.18 22:57

06.09.18 22:43
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

06.09.18 22:43
Bernhard45 

WGF-Premiumnutzer

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Habe auch noch ein paar schöne Seiten gefunden:

http://www.oldtimeradio.de/sender-R-ruegenradio.php
http://www.fdeiters.de/Kustenfunk/Rugen_DHS/rugen_dhs.html
http://www.glowe.de/download/geschichtst...ruegenradio.pdf

und ein "Video" bestehend aus Bildern von Rügen Radio und im Ton sind Aussendungen von Rügen Radio zu hören.


Eigentlich interessant mit welcher Verbindungsqualität wir damals alle zufrieden waren, da musste man schon bei guter Signalstärke spitze Ohren haben um die Nachricht noch mitzulesen.

---
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Zuletzt bearbeitet am 06.09.18 23:18

07.09.18 08:36
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

07.09.18 08:36
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Hagenuk E81 alias Eddystone 830/12

Hallo Bernhard, hallo zuammen,

Rügen Radio ist mir seinerzeit relativ wenig aufgefallen mit Ausnahme des SSB-Grenzwellenfunkbetriebs. Die "AM-Zeit" im Seefunk habe ich nicht erlebt, dazu war ich noch zu jung, wohl aber noch im Amateurfunk.

Norddeich Radio hatte kurz vor seinem Ende das Manko, dass die Zeit in die Umstruktruierung bzw. Privatisierung der Deutschen Bundespost fiel und viele deutsche Reedereien ausgeflaggt haben. Einiges an Kundschaft ging auch an das wahrscheinlich kostengünstigere Bern Radio. Letztlich wurden die Möglichkeiten des Pactor Verfahrens völlig falsch eingeschätzt und das Feld Kiel Radio und DP07 Seefunk überlassen.

Sowohl Norddeich Radio als auch der Funkkontrollmessdienst verwendeten in den 60'er Jahren den Empfänger EK56 und EK57 von Rohde & Schwarz und später bis zum Ende den E1800 von Telefunken. Das waren aber keine Empfänger, mit denen man bequem "über das Band drehen" konnte, aber immerhin besser als mit den heutigen SDR-Lösungen, die für diese Dienste angeschafft wurden.

https://www.radiomuseum.org/r/rohde_ek_056.html
http://www.seefunknetz.de/e1800.htm

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 07.09.18 17:24

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