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Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)
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14.06.20 07:35
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 2

14.06.20 07:35
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)

Da helfe ich gerne, wenn notwendig. Hab schon einige Zeilentrafos neugewickelt. Das schwiegst ist bei epoxydherzvergossenen Trafowickeln, diese ohne wesentliche Zerstörung der Wicklungen abwickeln zu können, um die Windungszahlen ermitteln zu können. Also vorsichtig mit Dremel den Epoydharzverguss an den Seitenflächen der Wickel entfernen und dann versuchen den Verguss um den Wickel zu entfernen. Ersatz wird man für diese Zeilentrafos kaum noch (neu) finden.

Aber mach erstmal den TV weitestgehend staubfrei und tausche die bekannt Verdächtigen Kondensatoren. Dann ohne Röhren mit Regeltrafo schrittweise die zugeführte Netzspannung erhöhen und an kritischen Schaltungsteilen (insbesondere G1-Spannungen für die Röhren dürfen nicht positive Spannungen sein) messen. Lohnt auf jeden Fall, solch einen frühen Farb-TV zu retten, wenn hoffentlich die Bildröhre noch was taugt.

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14.06.20 17:10
HB9 

WGF-Premiumnutzer

14.06.20 17:10
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)

Hallo Olaf,

diese Fernseher sind richtige Prachtstücke, schon wegen dem Gehäuse, somit lohnt es sich, ihn wieder fitzumachen, wenn man dann ein schönes Plätzchen dafür hat. Im Gegensatz zu den Geräten mit Ballasttriode wird hier die Hochspannung energiesparend geregelt, was nicht nur weniger Wärme erzeugt, sondern auch weniger Röntgenstrahlung und auch die Bauteile (Röhren und Trafo) viel weniger belastet.

Die Bildröhre regeneriert sich übrigens meistens von selber wieder nach ein paar Betriebsstunden, somit ist eine bescheidene Emission der einen oder anderen Kathode kein Grund zur Sorge.

Der Zeilentrafo dürfte bei diesem Gerät nicht so gefährdet sein, da die Hochspannung ja mit einem separaten Trafo erzeugt wird. Im Zeilentrafo gibt es daher nur ein paar Kilovolt für die Fokussierspannung, und die sind nicht so destruktiv wie die 25..30kV der Hochspannung, falls etwas Feuchtigkeit in den Trafo eingedrungen ist. Falls das Gerät in feuchter Umgebung gelagert wurde, lohnt es sich, es bei schönem Wetter einen Tag lang im aufgeheiztem Auto zu trocknen, das ist einfacher als den Zeilen- und Hochspannungstrafo auszubauen. Falls es aber immer in Wohnräumen stand, ist das meistens kein Thema.

Ich wünsche dir schon mal viel Spass bei der Restauration.

Gruss HB9

16.06.20 23:34
Polluxi 

WGF-Einsteiger

16.06.20 23:34
Polluxi 

WGF-Einsteiger

Re: Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)

Wir sind wieder im Spiel...

Ein Widerstand war durchgebrannt, da ein Elko 0 Ohm hatte und jemand auch eine 2,5 A Sicherung gegen eine 4A Sicherung ersetzt hatte.

Nun kann man ein Bild erkennen, wenn man das Licht ausmacht. Man kann auf dem Foto sehen das glühen der Röhren auf der Rückseite ist nicht viel dunkler.

Nun als nächstes Mal die Emission der Bildröhre messen und ggf. Auch die Hochspannungen.

Datei-Anhänge
Defekte-Teile.jpg Defekte-Teile.jpg (65x)

Mime-Type: image/jpeg, 106 kB

T2000-bild.jpg T2000-bild.jpg (75x)

Mime-Type: image/jpeg, 57 kB

17.06.20 08:08
ELEK 

WGF-Nutzer Stufe 2

17.06.20 08:08
ELEK 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)

Guten Morgen,

Solche Fehler sind ein gutes Indiz, daß der Fernseher danach nur rumgestanden hatte.
Das "Bild" sieht nicht schlecht aus, alle drei Farben vorhanden nur viell. bissel unscharf.

Ich würde vor dem Messen der Bildröhre den Apparat erstmal ein bischen unter "Beobachtung" laufen lassen,
die Bildröhre muß erst "aufwachen".
Auf keinen Fall vorsorglich regenerieren oder so.

Gruß Ingo

18.06.20 08:02
HB9 

WGF-Premiumnutzer

18.06.20 08:02
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Neues Restaurationsprojekt SABA Schauinsland T2000 Color (1967)

Guten Morgen,

sieht ja gut aus. Ich würde sicherheitshalber alle Sicherungen prüfen, ob sie die richtigen Werte haben und auch nicht überbrückt wurden, das kann sehr unangenehme Folgen haben, und ich habe da schon allerhand angetroffen.

Falls nicht schon vorhanden, würde ich mir eine Videosignalquelle besorgen, z.B. einen Videorekorder mit eingebautem UHF-Modulator, damit man dem Fernseher ein 'richtiges' Bild verfüttern kann. So kann gefahrlos geprüft werden, ob die Hochspannung in Ordnung ist. Bei zu niedriger Hochspannung wird das Bild dann nämlich zu gross, so dass die Randbereiche grosszügig abgeschnitten werden, weil nicht mehr auf dem Bildschirm. Bei einer zu hohen Hochspannung ist es umgekehrt, da reicht das Bild nicht bis an den Rand. Falls das Bild aber nur horizontal oder vertikal in der Grösse nicht stimmt, liegt es nicht an der Hochspannung, dann ist einfach die entsprechende Einstellung der Ablenkstufe nicht korrekt, ebenso, wenn das Bild nicht sauber zentriert ist.
Im Fall einer falschen Hochspannung kann neben der Gleichrichterröhre auch die Regelung defekt sein, der T2000 hat ja dafür eine eigene, geregelte Stufe mit der PL509.
Ein weiteres Indiz für eine fehlerhafte Hochspannung ist ein unscharfes Bild, das kann aber auch durch eine falsche Fokussierspannung entstehen, wenn z.B. die Gleichrichterröhre der Fokussierung defekt ist oder der Überspannungsableiter (falls vorhanden), der bei einem allfälligen Überschlag in der Bildröhre unzulässig hohe Spannungen an den übrigen Elektroden verhindert.

Ob die mangelnde Bildhelligkeit wegen der Bildröhre oder der Ansteuerung ist, kannst du recht einfach prüfen, falls du ein Oszilloskop und einen Trenntrafo hast. Dazu den Fernseher über den Trenntrafo betreiben (sonst hast du Netzspannung am Chassis) und mit dem Oszilloskop die Spannung am Gitter 1 (Wehneltzylinder) und Kathode einer Farbe an der Bildröhre messen, dabei Helligkeit und Kontrast voll aufdrehen. Ohne Empfang und damit ohne Farbsignal sollte der Wehneltzylinder eine gegenüber dem Chassis positive Spannung von 150..200V haben, die allenfalls während dem Strahlrücklauf abfällt, um den Strahl dunkel zu steuern. An der Kathode solltest du eine positive Rauschspannung mit einem Spitze-Spitze-Wert von 150..200V haben. Falls nicht, stimmt etwas mit dem Y-Verstärker nicht, z.B. eine emissionsschwache Video-Endröhre.
Wenn es an der Bildröhre liegt, einfach ein paar Stunden laufen lassen, dabei das Gerät ständig beobachten, es kann sonst im Falle eines Fehlers in Flammen aufgehen.

Gruss HB9

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