SAQ-Panoramic-VLF-Receiver v0.98 mit Rahmenantenne und rauscharmer Vorstufe
Hallo, Die Angabe "50Hz Bandbreite" der v98.0-Version des kostenfreien SAQ-SDR-Empfängers für den PC machte neugierig. Und nachdem mir jemand freundlicherweise einen Artikel aus einer Funkamateur-Zeitschrift zukommen ließ, musste das Programm natürlich ausprobiert werden. An dieser Stelle gefunden: h t t p s://dl1dbc.net/SAQ/
War scheinbar alles bereits da: 40cm-aktive Rahmenantenne und ein kleiner SAQ-Selbstbau-Empfänger als Spannungs-Versorgung. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...d=22&page=2 Fehlte also nur noch der 3,5mm Klinkenstecker mit Schutzbeschaltung für den Mikrofon-Eingang des PC. Ergebnis: Niederschmetternd, nur HWU knapp überm Rauschen, das auf der -90dB-Linie lag. Von den PC-Einstellungen schien alles ok. Brechstange: Mikrofonverstärkung runter (Rauschpegel senken) und die "taube" Soundarte des billig-PC mit rauscharmem Vorverstärker anbrüllen, in der Hoffnung, dass die dann nicht in die Begrenzung geht.
Ein kleines Projekt, als Vorverstärker reichen ja 2 Transis völlig aus, und ein Schönheitswettbewerb soll das Zeug ja auch nicht gewinnen. Nur zuverlässig sein. Und rauscharm, deshalb wurde die erste Verstärker-Stufe noch etwas optimiert.
Mikrofon-Regler runter auf 20% und die "Rauschlinie" bleibt konstant unter -105 dB, auch wenn der 2-stufige Verstärker ohne angeschlossenen Rahmen vorgeschaltet ist. Das nachfolgende Bild zeigt die drastische Verbesserung, die Verstärkung wurde danach von 30-fach auf 60-fach erhöht. (s. Schaltung oben). Die "optionale" zusätzliche Selektion mit dem Abstimmkreis war nicht eingeschaltet.
Sie kommt aber bei Empfang von SAQ ohne Ausnahme immer zum Einsatz.
Rhauderfehn auf 23,4 kHz kommt hier brachial, wird aber durch den Rahmenkreis unter den Pegel von HWU auf 18,4 kHz herabgedrückt.
Ist eine solche Antennenkreis-Selektion aber bei diesem SDR überhaupt notwendig bzw. sinnvoll ? Dazu wurde im Vorfeld ein einfacher Test mit dem 48mm-Schalenkern-Resonanzkreis vorgenommen:
Die moderate Resonanzüberhöhung des Rahmens mit Cp=140nF ist deutlich zu erkennen.(2) Auch jetzt, im Winter, liegt der Hintergrund deutlich über dem Antennen- und Verstärker-Rauschen. (2) Der liegende Rahmen zeigt, dass de Störungen teils sehr erheblich sind (3,4) Stromnetz ?
Die 70cm-Stabantenne folgt der Theorie und fängt mehr Müll ein (5). Die atmosphärischen Störungen äußern sich darin, dass das Panoramabild viel unruhiger wirkt als mit dem Rahmen. Die Antenne ist aber sehr einfach zu bauen und der Höreindruck ist besser als das Panoramabild vermuten lässt. (https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...22&page=1#8)
Fazit: Ein einfach zu bedienendes und vor allem schmalbandiges SDR für den PC das vie Spaß macht und den Bastelspaß nicht zu kurz kommen lässt. Denn "plug and play" lässt das Programm nicht zeigen, was es kann. Jedenfalls nicht auf meinem "Mini-PC" im konventionellen Gehäuse.
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Re: SAQ-Panoramic-VLF-Receiver v0.98 mit Rahmenantenne und rauscharmer Vorstufe
Moin,
Zitieren:"Ein SDR Empfänger ist immer schlechter als die traditionelle Lösung mit dem analogen Eingangsteil. Die Lösung ist ein Hybrid wie z.B. der XK 4100 von Rohde und Schwarz oder auch der 8751 von ICOM. Das Beste beider Welten.
Der in dem Interview erwähnte Resonanzkreis ist hier mit einem 48mm Schalenkern realisiert, dessen Abstimmkern in eine Kugelschreiber-Feder eingespannt ist- Angelötet an die Spitze einer langen Spax-Schraube. Weichholz-Klotz, Parallel-Kapazität (MKP oder FKP-ondensatoren und fertig ist der SAQ-Abstimmkreis- (16 kHz - 18,6 kHz).
Alles wieder im herrlich unkonventionellen Rundgehäuse mit Twist-off-Frontplatte.
Der SDR bekommt Scheuklappen, keine auch noch so starke Störung außerhalb des Nutzbereiches kann Ärger machen. Bild zur Tonaufnahme: Die Datei "frequency.txt" wurde angepasst, denn bei hartnäckigen Störern zb. 20 Hz abseits der Nutzfrequenz kann man auch gut auf der Flanke des 50Hz-Filters arbeiten. Die Verstimmung dann in der "Callsign"-Zeile zu erkennen.
Beispiel: Hier vor Ort empfängt der Rahmen morgens einen fiesen Störer irgendwo bei 17980 kHz. Der vermischt sich mit RDL, wenn der 50 Hz-Filter mittig steht. etwas unterhalb runtergescrollt (17920 kHz) ist der Störer weg und RDL wieder ungestört.
Glücklicherweise ist hier der Bereich um die 17200 kHz einigermaßen ungestört. Es kommt wohl immer auf die spezifische Situation am Empfangsort an, und hier kann das Programm im Vergleich zu sehr einfach gehaltenen Aufbauten enorm helfen.
Hier, im "Maidenhead-grid" JO43IV stellt sich die Situation so dar: -Moderate Vorselektion durch abgestimmte aktive Rahmenantenne (17,2 kHz / 18,15 kHz umschaltbar. -Schalenkern-Resonanzkreis, abstimmbar, wenig gedämpft.
In der Aufnahme "Rauschen" sind folgende Abschnitte zu hören: -2400 Hz Bandbreite, Antenne nicht angeschlossen (Rauschen der Soundcard /Abtastrauschen etc. 2-Transistor-Vorverstärker-Rauschen vernachlässigbar) -2400 Hz, Antenne eingesteckt. (Neben atmosphärischen Störungen ist HWU mit hoher NF-Frequenz noch zu hören) -1000 Hz -300 Hz -100 Hz -50 Hz -50 Hz, Antenne ausgestöpselt.
Hörvergleich mit Web-SDR: Das SAQ-Panoramic V098SDR zeigt sich im Hörvergleich mit einem "guten" kiwi-Web-SDR als mindestens ebenbürtig. Bei gleicher Bandbreiten-Einstellung klingt das Signal Störungsfreier, auch wird der "RDL-Pilotton" vollständig ausgeblendet. Fldigi zeigt deutlich, dass die Flanken des 50 Hz-Filters steil sind.
Es zeigte sich aber bei der Bandbreiten-Messung, dass der Resonanzwiderstand niedriger war als erwartet, um die 2600 Ohm: Das ergibt wegen der Symmetrierung des Rahmens 650 Ohm am Transistor. Gemäß den Ausführungen in diesem Tutorium wurde der Emitter-Widerstand reduziert und der zu hohe Bass-Schutzwiderstand entfernt. https://www.elektronikinfo.de/strom/transistorrauschen.htm Weitere Verbesserung könnte der Einsatz eines anderen, noch rauschärmeren Transistors bringen.
Aber auch mit dem BC550C ist die niedrigste Ausgangsspannung, welche der liegende Rahmen in einer störungsarmen Ecke de Bastelhöhle bringt, 40mVpp. Bei Einschaltung eines 660 Ohm-Ersatzwiderstandes anstelle der Empfangsspule sind es lediglich 4mVpp. Die Gesamtverstärkung ist ohne Abstimmkreis und lange Koax-Zuleitung etwa 25 x 60 = 1600-fach
Re: SAQ-Panoramic-VLF-Receiver v0.98 mit Rahmenantenne und rauscharmer Vorstufe
Hallo, bei der heutigen Testsendung (19.12.2025) hat sich die Kombination "analoge Vorselektion + digitales SDR" sehr gut bewährt.
Neben dem "SAQ-SDR-V.98" Programm wurde noch "audacity" zur Aufnahme und "fldigi" als NF-Wasserfallanzeige und Decodierung angeworfen (Bild 2):
Bild 1: Schon längere Zeit vorher war ein sehr schwaches Signal zu hören, konnte aber nicht klar SAQ zugeordnet werden. Es ähnelte zu stark einem hier (JO43iv) Störsignal, aber die Frequenzabweichung war untypisch. Bild 3: Zeigt den Grundpegel nach der Sendung, das kiwi-web-SDR in Wlhelmshaven zeigt etwa -115dBm Die beiden Vorkreise (Rahmenantenne + Schalenkern-Resonanzkreis) unterdrücken Störer wirksam, HWU knapp über dem Grundstörpegel auf 17,2 kHz, DHO38 darunter.
Bild 4 : Zeigt den nun eindeutig zuordbaren Restträger Bild 5: Zeigt einen Test mit einer sehr starken Abweichung +/- 50Hz von der SAQ-Sollfrequenz. "Merkwürdigerweise" bleibt der Pegel der Alexanderson-multiplen Antenne konstant.
Re: SAQ-Panoramic-VLF-Receiver v0.98 mit Rahmenantenne und rauscharmer Vorstufe
dass der etwas rumeiert zeigt doch nur es ist alles in Ordnung, macht der beim hochfahren immer. Für einen Motor (ohne Quarzsteuerung...) ist das schon ordentlich stabil. Es ist aber ratsam nicht zu schmalbandig ranzugehen bzw. etwas nachzutunen wenn er nicht genau auf .200 ist :-)
Re: SAQ-Panoramic-VLF-Receiver v0.98 mit Rahmenantenne und rauscharmer Vorstufe
Hallo Martin,
Was das Nachstimmen betrifft, ist es glücklicherweise bei dem "v.0.98-Programm" nicht notwendig:
Normalerweise ist die Frequenzabweichung sehr gering, +- 10 Hz sind genannt, man war auch schon mal damit zufrieden auf 17,180 kHz zu senden. Das hätte man auch mit dem 50Hz-Filter des Programms hören können.
Mit dem 300Hz- und dem 100Hz-Filter kann man auch breiter beobachten, was gestern notwendig war.
Die Testausstrahlungen sind besonders interessant, weil da natürlich auch etwas "mit dem Sender gespielt" wird.
Dann kann man förmlich hören, wie die Regelung mit der Leistungsabgabe und der drehenden Masse der Maschine kämpft, immerhin 6 Tonnen oder so...
Aber das Ende dieser Ausstrahlungen ist eigentlich immer gleich: Die letzte Einstellung ist stabil, die Tastung wird weggenommen und die Anlage runtergefahren, wie das in den Videos gezeigt wird.
Das aber der Sender zunehmend leiser wird und sich dann mit einem "chirp" nach unten verabschiedet, das habe ich bis jetzt noch nicht beobachtet.