| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
Fachforum für Sammler, Interessierte, Bastler
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

Drinne lassen, verdammt - Ein Streitschrift
  •  
 1
 1
17.01.22 18:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

17.01.22 18:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Drinne lassen, verdammt - Ein Streitschrift

Moin,
Vor vielen Jahren habe ich für kleines Geld auf einem Flohmarkt einen Blaupunkt 5W69 erstanden und
nun das erste Mal das Chassis ausgebaut.

Erfreuliche Überraschung:
Bis auf einen "Malzbonbon" alle Kondensatoren original, kein "Kontaktspray Matsch" auf den Kontakten.
Restaurieren tu ich dieses Gerät der "Volkssuper-Klasse" nicht, nur spielbereit soll er sein.
Eine Restauration, die dieses Wort verdient, wäre mit dem bloßen Auge ja nicht zu erkennen, lediglich
an einigen unauffälligen Farbpunkten an befüllten Bauteilen.
Deshalb werden die Kondensatoren nur einseitig am "heißen" Ende abgekniffen und moderne dazugelötet.

So bleibt immer die Möglichkeit, das Gerät zu späterer Zeit vernünftig zu restaurieren und die Bauform der
alten Bauteile ist zu erkennen.


So die beiden aufgeplatzten Entstörkondensator im rechten Bild.
Oder beim linken Bild:
Soll ich etwa beispielsweise die braunen Axail-Kondensatoren entfernen, wegschmeißen und durch eine
moderne axiale Type ersetzen die "irgendwie" passt ?
Wie blöde ist das denn?


Man mag es kaum glauben:
Trotz verbrannter Wicklung für die Gleichrichter-Röhre scheint der Trafo in Ordnung zu sein, hat
jedenfalls eine grobe Isolations-Vorprüfung bestanden und einen vielstündigen Leerlauf-Dauertest
mit 260mA Vorsicherung und kaum Erwärmung.
(Verbaut sind Geräteseitig satte 700mA, die hatte ausgelöst.)

Jens

Zuletzt bearbeitet am 17.01.22 18:20

Datei-Anhänge
Blaupunkt_5W69_Kondensatoren_alte_Bauform_Bsp_2022-01-17.jpg Blaupunkt_5W69_Kondensatoren_alte_Bauform_Bsp_2022-01-17.jpg (66x)

Mime-Type: image/jpeg, 79 kB

Noch gefällt der Beitrag keinem Nutzer.
!
!!! Fotos, Grafiken nur über die Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS auf externe Fotos.    

!!! Keine Komplett-Schaltbilder, keine Fotos, keine Grafiken, auf denen Urheberrechte Anderer (auch WEB-Seiten oder Foren) liegen!
Solche Uploads werden wegen der Rechtslage kommentarlos gelöscht!

Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
17.01.22 19:49
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

17.01.22 19:49
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Drinne lassen, verdammt - Ein Streitschrift

Hallo Jens,

die Zeit der berühmten Wima-Malzbonbons kam ein gutes Jahrzehnt später. Einen Ratschlag werde ich mir verkneifen. Ich habe schon alle Varianten durchgespielt: Verstecken neuer Bauteile in das alte Gehäuse, einfaches Austauschen mit modernen axialen Typen, aber auch das Eingiessen in neue Aluhülsen, die dann mit eingescannten und ausgedruckten Papieretiketten versehen wurden. Ich habe das von dem Wert des jeweiligen Gerätes abhängig gemacht. Der 5W69 gehört in den untersten Wertebereich. Hier würde ich mich nicht einmal scheuen, "Chinakracher" zu verbauen. Keine Ahnung, warum die so heissen - mir ist noch keiner um die Ohren geflogen.

Da ich eine Frontansicht des Geräts vermisse, hier der RM-Link:

https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_5w69_5_w_69.html

Da sollte von deiner Seite ein Satz Bilder nachfolgen, denn nach meinem Empfinden gehört das Teil ins Wumpus-Museum. Die 3-Röhren-Superhets hatten schon was, obwohl sie an die "rote Serie" (Philips Röhren) nicht heranreichten.


Gruss
Walter

Nachtrag:

Ok, eines noch: Kriechöl über Nacht einwirken lassen !!

Zuletzt bearbeitet am 20.01.22 07:17

17.01.22 23:15
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

17.01.22 23:15
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Drinne lassen, verdammt - Ein Streitschrift

Hallo Walter,
zu den genannten Vorschlägen möchte ich meinen hinzufügen bzw. näher erläutern:
Die Kondensatoren (und um die geht es ja hauptsächlich) einseitig abkneifen und für die Funktion
beliebigen Ersatz nehmen.
Diese schnelle Reparatur versucht dann gar nicht erst, eine Restauration zu heucheln- lässt diese
Option aber für später offen.

Bilder stelle ich in einem eigenständigen Beitrag zum Gerät natürlich gerne ein.
Mal sehen, welche Auflösung geht für das Museum.
Heute war erstmal der Test des Trafos angesagt und der extrem feste Lautstärke-Regler:
Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-
Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen---
15 ganze Minuten bis das 85W90-Getriebeöl das alte Fett der Poti-Achse aufgeweicht hat!
-Und zu Anfang besteht ja die Gefahr über den Anschlag hinaus zu drehen, man weiß ja
nicht in welcher Stellung das Poti festsitzt.

Das mit dem untersten Wertebereich dürfte auch heute in Sammlerkreisen[1] noch so sein.
Und doch haben diese Geräte ihren besonderen Charme:
Die Zielgruppe musste da lange drauf sparen, und dieses wurde trotz seines Defektes noch
über Jahrzehnte aufbewahrt und nicht entsorgt.

[1]
Ein Radiosammler scheint mir manchmal jemand zu sein, der mit viel Aufwand ein möglichst originalgetreues
Gerät sucht um es dann mit noch mehr Aufwand in einen Zustand zu versetzen, in dem er es niemals
erwerben würde.


Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 17.01.22 23:37

 1
 1
Isolations-Vorprüfung   Axail-Kondensatoren   3-Röhren-Superhets   Streitschrift   Sammlerkreisen[1]   Kondensatoren   Volkssuper-Klasse   eigenständigen   Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen---   Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-Heißluftfön-ölen-drehen-   vielstündigen   originalgetreues   85W90-Getriebeöl   Leerlauf-Dauertest   Lautstärke-Regler   Papieretiketten   Entstörkondensator   Wima-Malzbonbons   hauptsächlich   Gleichrichter-Röhre