| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

Wumpus Gollum Forum von
Wumpus Welt der (alten) Radios
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)
  •  
 1 .. 8 .. 13 14 15 16 17 .. 43 .. 69
 1 .. 8 .. 13 14 15 16 17 .. 43 .. 69
28.11.13 12:32
MB-RADIO 

500 und mehr Punkte

28.11.13 12:32
MB-RADIO 

500 und mehr Punkte

Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

Hallo Nobby,

warum soll Wehnelt nur an seinem Zylinder rumgebastelt haben, das wäre doch ein bissel schwach für so ein Genie.

Hallo Joerg,

das sieht in messinggülden natürlich klasse aus, So , wie ich Dich nun kenne, wirst Du versuchen, die Messingteile auch zu verwenden, so sie passen.

Viele Grüße
Bernd

    !
    !!! Fotos, Grafiken nur über die Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS auf externe Fotos.    

    !!! Keine Komplett-Schaltbilder, keine Fotos, keine Grafiken, auf denen Urheberrechte Anderer (auch WEB-Seiten oder Foren) liegen!
    Solche Uploads werden wegen der Rechtslage kommentarlos gelöscht!

    Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.

    Den Beitrag-Betreff bei Antworten auf Threads nicht verändern!
    28.11.13 21:44
    joeberesf 

    500 und mehr Punkte

    28.11.13 21:44
    joeberesf 

    500 und mehr Punkte

    Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

    Hallo Mark, hallo Bernd,

    auf der 1944er Version steht natürlich nicht mehr Siemens i Galske. Leider kann man nichts
    weiter erkennen als 1944 /44, da der Rest des Schildes nicht geprägt ist und die Zeit
    die Bedruckung aufgefressen hat. Wenn die Relais wieder funktionieren und eine Idee für die fehlende Farbrolle
    gefunden ist, mache ich wieder eine Vorführung.

    Die Messingfragmente einzubauen reizt mich auch sehr, da aber die vernickelte Variante ja in sich
    historisch stimmig ist, sollte ich das lieber nicht umsetzen. Allerdings als Ersatzteil kommen diese schon in Betracht.
    Messing ist für diese alten Apparate wunderschön....überhaupt in Kombination mit dunklem Holz. Ein Blick hier
    h..p://crystalreceiver.co.uk/radios.htm sagt alles ! Feinste Arbeiten....unglaublich !!

    Viel Spaß und Gruß

    Joerg

    Zuletzt bearbeitet am 30.11.13 19:16

      30.11.13 19:51
      joeberesf 

      500 und mehr Punkte

      30.11.13 19:51
      joeberesf 

      500 und mehr Punkte

      Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

      Hallo zusammen,

      Wunder gibt es immer wieder.... ich habe zu früh auf die russ. Klabottkas geschimpft.
      Alle Relais, auch die von Siemens und Galske von 1915, sind noch in Ordnung!

      Die angeblich abgeschnittenen Drähte in der Klemmbrettdurchführung entpuppten sich nicht
      als Frevel, sondern als Verbindungsdrähte einer Reihenschaltung. Falls mal ein Relais durchbrannte,
      brauchte man den Zugriff um schnell ein Teil auszutauschen. Der Draht ist kein Lackdraht, sondern
      umsponnender Cu- Draht. Zum Glück!



      Merkwürdig aber die Unterschiede zwischen Messingfragmenten und vernickelter Variante von 1944. Die 44er Relais
      haben je 150Ohm und die Siemensrelais je 300Ohm. Das mA- Meter mit 80mA Maximalstrom gibt dazu Rätsel auf.
      Bei 60V an 300Ohm ergibt das keinen Sinn. Bei der 1915er Version ergibt das bei 600 Ohm = 100mA.
      O.K. Dann konnte der Telegraphenmeister erkennen, ob der Spannungsabfall auf der Strecke einfach zu groß war.
      Was haben sich die Russen 1944 dabei gedacht! Bei 80mA ziehen die Teile doch nicht an !! Ulkig oder??

      Mit 12V ist zwar schon ordentlich Magnetismus vorhanden, reichte aber doch nicht um die schwere Mechanik in Gang zu setzen.
      Auch eine Parallelschaltung brachte noch keinen Erfolg.
      Mit 42V und knappen 140mA klapperte der Apparat wieder. Das nicht eingeschliffene mA- Meter zeigte dabei sogar
      einen kleinen Ausschlag!!
      Das magnetische Feld der Spulen beeinflusst das Messwerk.

      So,.. nun bastle ich mir die Filzrolle. Eine hölzerne Achse mit 3mm Loch zum Aufstecken auf den Schreiber, einen Filzbelag und Stempelfarbe drauf ...fertig!

      Beste Grüße

      Joerg

      Zuletzt bearbeitet am 30.11.13 19:56

      Datei-Anhänge
      Relaisdiagnose.JPG Relaisdiagnose.JPG (290x)

      Mime-Type: image/jpeg, 76 kB

        30.11.13 21:24
        nobbyrad58 

        500 und mehr Punkte

        30.11.13 21:24
        nobbyrad58 

        500 und mehr Punkte

        Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

        Hallo Joerg!

        In Deutschland betrugen die Spannungen aus der "Amtsbatterie" 12, 24, 60 Volt. Könnte mir vorstellen das der ohmsche Widerstand der Telegrafenleitung die ganze Sache auf max. 80 mA begrenzt.
        Aus alter und neuer Quelle.

        MFG Nobby

          02.12.13 00:12
          joeberesf 

          500 und mehr Punkte

          02.12.13 00:12
          joeberesf 

          500 und mehr Punkte

          Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

          Hallo Nobby,

          ja Deine Vermutung ist wahrscheinlich richtig. Der Gesamtwiderstand der Streckenführung ist hier natürlich zu
          betrachten. Falls die Erde als Rückleiter verwendet wird, da bin ich mir noch nicht sicher, kann man auch nicht
          vom reinen Leitungswiderstand ausgehen. (Einleitersystem)
          Telegraphenleitungen waren häufig aus verzinktem 4mm Eisendraht mit ca. 10,5Ohm/km. Auch ist der
          Widerstand nicht rein ohmisch zu betrachten, da es sich um einen pulsierenden Gleichstrom handelt...
          also auch ein Wellenwiderstand vorhanden ist. Die minimale Anzugsleistung liegt bei ca. 3W. Ich vermute
          das die verwendete Spannungsquelle zwischen 30V-60V haben musste. Amtliche 60V, ja das macht Sinn.

          Hier ein zweiter Link zu der Seite die Bernd schon mal weiter oben
          angeführt hat. Hier sind doch tatsächlich alle technischen Details zu meinem Telegraphen aufgeführt. Auf der
          Zeichnung könnt ihr auch den Behälter für die Farbe sehen. Der fehlt bei meinem Gerät.... aber die Stelle wo
          er mal montiert war, ist noch gut zu sehen. Interessant die beiden Schaltungsvarianten des Telegraphen,
          Arbeitsstromleitung & Ruhestromleitung.

          h..p://www.zeno.org/Meyers-1905/B/Telegraph

          Was ich als simplen Anschluss interpretiert habe (Bilder weiter oben), ist doch tatsächlich ein Plattenblitzableiter. Die Taste
          mit Öffner und Schließer fehlt bei meinem Gerät. Für den Funkenaufbau spielt das natürlich keine Rolle,
          aber historisch will man ja den Aufbau schon verstehen. Wahnsinn, dass man doch so detaillierte Infos
          im www. findet. Jetzt ist schon einiges klarer...was ich da eigentlich vor mir habe! Warum das Galvanometer
          allerdings 52Ohm Innenwiderstand hat...wirft neue Fragen auf. Ein übler Spannungsabfall der es verhindert hat, dass
          die 2x150Ohm Relais schon bei 24V anziehen.

          Gruß

          Joerg

          Zuletzt bearbeitet am 02.12.13 09:15

            02.12.13 23:02
            nobbyrad58 

            500 und mehr Punkte

            02.12.13 23:02
            nobbyrad58 

            500 und mehr Punkte

            Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

            Hallo Joerg!

            Das Milliamperemeter scheint irgendwie nicht so recht zu passen. Jedenfalls nicht für das Deutsche Netz. Hier aus der Zeit der Reichspost die Daten eines damals verwendeten beweglichen Messgerätes.
            Es wurden auch Spannungsmessungen mit Nebenwiderstand an Trockenelementen gemacht, eine einfache Batterieprüfung. Auch die Skalierung +- 80mA passt nicht zu Deutschland.


            MFG Nobby

            Datei-Anhänge
            Drehspulinstrument der Reichspost.jpg Drehspulinstrument der Reichspost.jpg (300x)

            Mime-Type: image/jpeg, 53 kB

              03.12.13 09:49
              joeberesf 

              500 und mehr Punkte

              03.12.13 09:49
              joeberesf 

              500 und mehr Punkte

              Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

              Hallo Nobby,

              danke für die Info.

              nobbyrad58:
              Auch die Skalierung +- 80mA passt nicht zu Deutschland.

              Schau mal hier in diesen werbefreien Link, da ist ein Telegraphen- Messinstrument von 1918 abgebildet.
              http://www.dl0bn.de/dc7xj/d.htm
              Hier mit +-40mA. Es ist exakt meine Bauform. Ich vermute, dass solch ein Instrument für die
              2x300Ohm Relais Variante (meine Siemens Messingteile 1915) verwendet wurde. Die russische
              Variante arbeitet ja mit 2x150Ohm. Das könnte das Geheimnis sein.

              Gruß

              Joerg

                03.12.13 12:18
                nobbyrad58 

                500 und mehr Punkte

                03.12.13 12:18
                nobbyrad58 

                500 und mehr Punkte

                Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

                Hallo Joerg!

                Ich hatte mich an den tragbaren Messinstrumenten der Reichspost orientiert. Hier sind die Messbereiche so wie in der obigen Tabelle eingeteilt. Die Abbildung eines solchen Gerätes G3 von vor 1907.

                ''
                MFG Nobby

                Zuletzt bearbeitet am 03.12.13 12:19

                Datei-Anhänge
                Spannungsmesser G3 vor 1907.jpg Spannungsmesser G3 vor 1907.jpg (294x)

                Mime-Type: image/jpeg, 77 kB

                  03.12.13 13:52
                  joeberesf 

                  500 und mehr Punkte

                  03.12.13 13:52
                  joeberesf 

                  500 und mehr Punkte

                  Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

                  Hallo Nobby,

                  es ist doch verrückt, dass man zu vielen Geräten aus der Frühzeit der Elektrotechnik noch so viele
                  detaillierte Infos findet. Sicherlich...es dauert Stunde um Stunde ....aber es lohnt sich doch den
                  Aufwand zu betreiben. Bei Deinem Beispiel find ich es beeindruckend, auch noch einen Schaltplan
                  zu finden. Das ist dann schon eher selten. Übrigens die 600Ohm sind der Wellenwiderstand oder Z
                  von Standarttelefon- und wahrscheinlich auch Telegraphenleitungen der Reichspost.

                  Heute werde ich den Schreiber an die Taste anschließen und euch mal zeigen wie das Morseschriftbild
                  aussieht. Die Filzrolle ist schon aufgesteckt,..nur noch Farbe drauf und klappern. Das alte Papier aus
                  der Schubladenrolle werde ich natürlich nicht verwenden und mir ein Endlosband selber schneiden.

                  Bis dann

                  Joerg

                    04.12.13 12:29
                    joeberesf 

                    500 und mehr Punkte

                    04.12.13 12:29
                    joeberesf 

                    500 und mehr Punkte

                    Re: Experimente zur Funkentelegraphie (home made fritter / coherer)

                    Hallo Funkenfreunde,

                    joeberesf:
                    Heute werde ich den Schreiber an die Taste anschließen und euch mal zeigen wie das Morseschriftbild
                    aussieht. Die Filzrolle ist schon aufgesteckt,..nur noch Farbe drauf und klappern.

                    Völlig gescheitert.... Miserables Schriftbild, Papier klemmt durch die Gegenlaufrichtung der Rolle...
                    Das improvisierte Gebastel macht hier keinen Sinn. Die Lösung...bzw. den wirklichen Ablauf
                    fand ich in diesem kleinen 15min Video über Samuel Morse auf BR Alpha.
                    Zwischen 0:52 -0:59 könnt ihr sehen wie das mal bei meinem Schreiber
                    funktioniert hat.

                    https://www.youtube.com/watch?v=C2l54wJ4Yuw

                    Also ich komme wohl nicht umher ein Farbbad und auch die dünne metallene Farbrolle an
                    den Schreiber zu montieren. Einige Teile ersetze ich jetzt doch und schlachte die Messingfragmente.

                    Viel Spaß mit dem Video.

                    Joerg

                    Zuletzt bearbeitet am 04.12.13 12:31

                       1 .. 8 .. 13 14 15 16 17 .. 43 .. 69
                       1 .. 8 .. 13 14 15 16 17 .. 43 .. 69
                      fritter   Funkenstrecke   vielleicht   Experimente   Empfindlichkeit   Grüße   Funkenfreunde   MB-Radio   natürlich   Antenne   Klopfer   Zuletzt   Allerdings   Spannung   bearbeitet   Schwingkreis   coherer   Funkentelegraphie   eigentlich   Empfänger