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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?
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15.03.20 21:25
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

15.03.20 21:25
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo Forumsgemeinde,

zurück zur ursprünglichen Schaltung mit zwei Schwingkreisen.
Ich habe mal wechselweise in einer von den Spulen ein Ferritkern langsam eingedreht, also absichtlich gegeneinander verstimmt.
Beim 1. Schwingkreis wird ein empfangene Sender einfach nur leiser. Das Nachstimmen mit dem Dre-Ko bringt auch nichts.
Beim zweiten Schwingkreis erfolgte mit der verschobenen Resonanzfrequenz eine Senderabstimmung. D. h., der zweite Schwingkreis ist tatsächlich für den Empfänger frequenzbestimmend.

Viele Grüße
Lutz

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16.03.20 10:35
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

16.03.20 10:35
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Gutem Morgen Lutz

Mein Nachbau -mit der EF80- hatte ja von Hause aus eine getrennte Abstimmung der beiden Kreise und konnte damit die Funktion derselben gut untersuchen.

Hiermit komme ich zu unterschiedlichen Feststellungen:
Der 1. Kreis (Gitterkreis) ist frequenzbestimmend!
Der 2. Kreis (Oszillatorkreis) sorgt für eine Entdämpfung bei angezogener Rückkopplung mit P1.

A) Wenn ich also mit P1 wenig Spannung auf g2 gebe, ist der Empfänger recht unempfindlich. Mit C2 kan ich auf Maximum abstimmen, was normal ist.
Drehe ich nun an C6 (2.Kreis) findet man einen deutlichen Rückgang in der Nähe der Resonanzfrequenz des 1. Kreises! Das erkläre ich mit der kapazitiven Kopplung von g1 nach g2, wodurch dem 1. Kreis Energie entzogen wird!

B) Erhöhe ich nun die Spannung an g2 (angezogene Rückkopplung), dann kann man eine scharf begrenzte Resonanzüberhöhung bekommen dicht bei der Einstellung von C6 unter A), was ja beabsichtigt ist.
Verstelle ich C6 von dem gefundenen Punkt, dann hat das kaum Einfluss auf die Hauptabstimmung, welche durch C2 gemacht wird.

C) Mit einem weiteren Anstieg der g2 Spannung geht die Lautstärke rapide zurück, weil der optimale Arbeitspunkt für das Audion verlassen wird.
Verbesserungsvorschlag: Eine Regelung der Rückkopplung OHNE Veränderung der Gleichspannungseinstellung!

Gruß aus NL, Wolfgang

Zuletzt bearbeitet am 16.03.20 10:40

16.03.20 11:25
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

16.03.20 11:25
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Zitieren:
Mit einem weiteren Anstieg der g2 Spannung geht die Lautstärke rapide zurück, weil der optimale Arbeitspunkt für das Audion verlassen wird.
Verbesserungsvorschlag: Eine Regelung der Rückkopplung OHNE Veränderung der Gleichspannungseinstellung!

Gleich mal ausprobiert.....



Zunächst C5 veränderlich gemacht, brachte nicht viel.
Dann ganz drastisch parallel an Oszillatorkreis L2-C6 ein Poti von 22k log. zur Bedämpfung gelegt: Das ist für mich die Lösung der Rückkopplungseinstellung!
Mit P1 wird jetzt -einmalig- der optimale Arbeitspunkt der Schaltung justiert. Feertich....

Gruß aus NL, Wolfgang

Zuletzt bearbeitet am 16.03.20 12:21

Datei-Anhänge
Lutz-Transitron-Schaltplan vb3.jpg Lutz-Transitron-Schaltplan vb3.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 75 kB

17.03.20 09:19
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 2

17.03.20 09:19
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo Lutz,
Dann funktioniert die Schaltung ja wirklich 1A.
Frage:
Ist die Abstimmung des 1. Schwingkreises (Signalstärke) kritisch?. Bei vielen Schaltungen
aus den 20 er Jahren haben die Radio-Amateure ja noch einen 2. Drehko zur Feinabstimmung
eingebaut bzw. getrennte Drehkos verwendet.

Wenn man sich die Schaltung so anschaut könnte man auf die Idee kommen an L2 über einen 20 pF-
Kondensator auszukoppeln, über Diode zu demodulieren und die NF dann nach HF-Sperre über 100 kOhm
auf das Steuergitter der Röhre zu geben (Reflex-Schaltung,). Es müsste dann aber eine kleine Vorspannung
auf das Steuergitter wirken, damit dieses immer negativ vorgespannt bleibt. (z.B mit Kondensator überbrückter
1 kOhm Kathodenwiderstand).

Jens

Zuletzt bearbeitet am 17.03.20 09:34

17.03.20 21:58
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

17.03.20 21:58
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo Wolfgang, hallo Jens,

das sind sehr interessante Erkenntnisse und Ideen!
@Wolfgang: Mit dem einen Spulenkern die Kreisverstimmung durchzuführen und nur nach Hörprobe vorzugehen, ist dann doch zu ungenau.
Aber ich habe auch mal parallel zum 2. Schwingkreis einen Dämpfungswiderstand eingefügt. Dadurch konnte die Schirmgitterspannung erhöht werden.
Die ganze Sache wirkt auch "Rückkopplungsstabiler".

Ich muss wohl doch mal mein Oszilloskop aus der verstaubten Ecke rauskramen, um mal zu erforschen, was wirklich in der Schaltung geschieht.

@Jens: Die Reflex-Idee hört sich nicht schlecht an. Hat dann vom Prinzip eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Audion mit UCH81.
Ich hatte, ohne Reflex-Gedanken, mal einen überbrücken Katodenwiderstand eingebaut. Also entweder, trotz Poti für Anoden- u. Schirmgitterspannung den Arbeitspunkt nicht getroffen, oder es fand keine Demodulation statt.

Viele Grüße
Lutz

17.03.20 23:17
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 2

17.03.20 23:17
basteljero 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo Jan,
Hätte eher Ähnlichkeit mit den Reflex-Schaltungen, die einen abgestimmten Anodenkreis haben,
wie z.B. die vom Wolfgang. Das war mir immer ein wenig zu "kitzlig".
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=383
Ein Beispiel wäre der "Braun 2R Reflex G" , der im Artikel "Der Reflex-Empfang" beschrieben ist
Link: radiomuseum.org/forum/der_reflexempfang.html
Mich machte deine Aussage stutzig, dass sich der 40 pF-Gitterkondensator positiv auf die
Empfangsleistung ausgewirkt hat. Findet hier eine Audion-Gleichrichtung statt? und wenn ja,
könnte man eine Reflex-Schaltung verwenden, um die Leistung noch weiter zu steigern?
Das war so mein Gedanke. Bin übrigens sehr gespannt auf die Kritik der Schaltung
-im Sinne von Besprechung- von HB9.

Jens

Zuletzt bearbeitet am 18.03.20 11:18

18.03.20 12:22
HB9 

WGF-Premiumnutzer

18.03.20 12:22
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo zusammen,

interessante Ideen...

Eine Reflexschaltung funktioniert vermutlich nicht gut, da die am Steuergitter eingekoppelte NF eine zusätzliche Amplitudenmodulation des Oszillators macht, was nicht erwünscht ist. Eventuell schwingt dann das Ganze auch auf irgendeiner NF-Frequenz.

Der kleine Koppelkondensator zwischen Eingangskreis und Steuergitter bewirkt eine Reduktion der Rückwirkung vom Oszillator auf den Eingangskreis über die Koppelkapazität zwischen Steuer- und Schirmgitter. Im Prinzip müsste man diesen Pfad neutralisieren, so wie man es bei Triodenschaltungen macht. Eine Dämpfung des Oszillatorkreises macht ihn breitbandiger, dadurch düfte auch der 'Fangbereich' beim Synchronbetrieb vergrössert werden.

Gruss HB9

21.03.20 22:34
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

21.03.20 22:34
Roehren-Lutz 

WGF-Einsteiger

Re: Ein Zweikreis-Audion oder doch ein Synchrodyne?

Hallo Radiobastler,

herzlichen Dank für Eure Anregungen und Beiträge!
Das zeigt mir, daß ich hier genau richtig bin...

Ich habe einfach mal die Pentode gegen eine Doppeltriode getauscht. Die Schaltung ähnelt dann einer Kaskodenschaltung.
Die 1. Triode ist dann tatsächlich eine Hf-Stufe, die 2. Triode ist ein Audion. Die ganze Sache funktioniert, allerdings gegenüber der Pentodenschaltung sehr schlecht.
Da zeigt es sich, dass eine Pentode eben nur sinngemäß als zwei hintereinander geschaltete Trioden dargestellt werden kann.

Was ich damit sagen möchte, und Wolfgang auch festgestellt hat, es ist ein Audion.

Sofern Ihr keine Anmerkungen / Ideen habt könnten wir den tread dann "ruhen" lassen, oder abschließen.
Habe da noch ein paar anderen Sachen auf meinem Schirm., z. B. Audion mit 1sh18b ohne Gitterwiderstand u. a. Sachen...

Viele Grüße
Lutz

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